Beginn Woche 3 - Der Neubeginn
Da ich ja dem Workbook von Sarah Wilson folge sieht der Plan eigentlich so aus:
Woche 1: Weniger Zucker essen. Sei es sich schon an weniger Obst vergreifen oder bewußter auf die versteckten Zucker, z.B.: in Ketchup, oder anderen Soßen, achten und vermeiden.
Woche 2: Fetthaltige Nahrung erhöhen. Natürlich nicht McDonalds oder dergleichen aber eher zum Vollfettjoghurt oder zur 'echten Mayo' und nicht der Lightvariante greifen. Ganz einfach weil diese normaler Weise mehr Zucker enthalten.
Woche 3: QUIT SUGAR! dann heißt es also wirklich ganz auf Zucker verzichten. Ich hatte ja nun 2Wochen Zeit mir Alternativen zu suchen.
Ich hatte aber in Woche eins schon mit einem komplett zuckerfreien Tag begonnen. Einfach um zu schauen wie das sein wird und dann die restlichen Tage nach guten 'Zuckerausweichmitteln' zu suchen. Das klappte dann aber so gut das ich die ganzen ersten 6 Tage zuckerfrei geblieben bin. Also erstmal dem Plan nicht gefolgt.
Ich bin mir auch sicher das ich das ganz durchgezogen hätte, wenn ich nicht Besuch bekommen hätte. Ich habe was ich so gerne als 'Großmuttersyndrom' bezeichne. Ich koche, backe und verwöhne mein Gäste ungemein gerne und da ich weiß das viel meiner Freunde keine begeisterten Köche sind und nie Zeit haben gescheit zu essen....so sollen sie doch in ihren Ferien sich entspannen und verwöhnen lassen.
Das führt aber natürlich auch dazu das ich mit-esse. Wenn ich die lokale provencalische Spezialität backe, dann muss ich den Teig auch abschmecken... Zuerst dachte ich ich könnte einfach nur ein drittel des Zuckers verwenden, aber das hat nicht wirklich so geschmeckt wie es sollte und mein Freund meinte das das auch die Konsistenz verändert hat. Hmmmm.....
So hab ich also dann doch nach Originalrezept mit viel zu viel Zucker gebacken. Und dann musste ich ja doch naschen. Das Endresultat waren danach Magenkrämpfe und so bin ich dann am Folgetag wieder auf zuckerfrei umgestiegen, was aber nur kurzfristig gewährt hat, da meine Freundin uns was gutes tun wollte und noch nen Tag später nen Karrottenkuchen für uns backte. Der musste dann natütlich auch wieder probiert werden (schon allein der Höflichkeit halber). Der Kuchen lag dann später wieder etwas schwer im Magen, aber ZACK! ich war wieder 'hooked' wie es auf englisch heißt...also voll auf dem Zuckerrausch. Erstaunlich wie schnell sich der Körper wieder an die alten Lasten gewöhnt und anpasst.
Aber das war wahrscheinlich auch das Problem: Die Lasten waren noch gar nicht so alt, sondern eben nur 6Monate.
Meine Freundin ist Freitag wieder gefahren und Samstag war ich wieder brav und bin auf Zuckerentzug gegangen. Und das klappt auch richtig gut. Ich komme mir nicht vor als würde ich eine Diät machen. Es ist ja auch schließlich keine. Ich habe nicht das Gefühl das ich mir etwas verwehre. Keine zwanghaften Gedanken an etwas das ich nicht essen darf. Frühstück ist wie gesagt auch kein Problem da mir herzhaft frühstücken nicht schwerfällt.
Viel schwerer sind da die 'Snacktimes' für mich. Tagsüber bin ich bekennende Obstsüchtige und ich bilde mir ein das meinen Körper die Vitamine fehlen und ich deswegen so Heißhunger auf Äpfel, Bananen etc. habe. Die Wahrheit ist aber viel eher das ich den Fruchtzucker will. Denn wenn ich mir ein Stück rote Paprika in den Mund schiebe hab ich die gleichen Vitamine mit viel weniger Zucker. und gut ist dann auch.
Nachdem ich aber nun schon seit Jahren nicht mehr in Deutschland lebe, habe ich mir die anglophone/francophone Essgewohnheit angeeignet und so esse ich Tagüber eher light und habe dann Abends mein grosses 'dinner'. Hier steckt dann auch wieder der Teufel im Detail. Nachdem ich warm gegessen habe möchte ich ein kleines süsses Etwas haben. Und das muss ich mir ja dann doch verwähren. Während sich mein Freund Schockolade, oder eine Waffel, oder beides genüsslich in den Mund schiebt....bleibt mir nur.....naja nix wirklich zufriedenstellendes. Joghurt esse ich am Tag schon und so habe ich viel lieber lust auf einen Keks oder so. DA ich auch ein kleiner Texturfanatiker bin, dachte ich erst das es mir viel eher um das Knabbern geht. So habe ich also Salzstangen gekauft, aber das ist es auch nicht, gerade so nach dem Essen.
>>>Mir fehlen zuckerfreie Gebäckvarianten.
Heute Mittag im Bioladen ist mir Kokosmehl ins Auge gefallen. Sarah Wilson empfiehlt ja Kokos aufs wärmste, da es erstaunlich süss schmeckt, aber kein, oder so gut wie kein Fruchtzucker enthält. Gekauft habe ich es noch nicht, weil heute Abend erst mal nach Kokosmehlrezepten googlen wollte. Wenn möglich auch noch zuckerfrei...was ich schon in meinem Kopf für unmöglich abgehakt hatte. Aber, tatta!!! Ohne zu suchen springt mir heute Sarahs Facebook Status ins Auge der genau davon spricht. YAY!!!!
Hier der link: http://www.sarahwilson.com.au/2012/02/coconut-flour-post/
Ich geh jetzt mehr suchen!