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Auswirkungen des Rauchens auf die Zähne - Teil 3
Tabakkonsum hat auch Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel. Die Durchblutung und die Immunreaktion des Zahnfleisches am Implantat werden nachteilig gestört. Das führt häufig zu Knochenabbau und kann somit den Implantaterfolg gefährden. Diese Erkrankung an den Implantaten nennt sich “Periimplantitis”. Schon 1997 stellten sich im Rahmen einer zehnjährigen Studie deutlich mehr Knochenabbau und Komplikationen bei Rauchern dar, insbesondere wenn schlechte Mundhygiene als Begleitfaktor vorhanden war. Nicht nur vor dem Hintergrund einer Implantatbehandlung ist es daher sinnvoller, das Rauchen einzuschränken oder ganz aufzugeben.
Ihr Zahnarzt in Menden
Auswirkungen des Rauchens auf die Zähne - Teil 2
Rauchen kann zu Krebs in der Mundhöhle führen, was sich direkt durch die Wirkung des Rauchens entwickeln kann. Diese Krebsartarten können tödlich für den Betroffenen enden. Eine der häufigeren Erkrankungen ist die Parodontitis. Hier wirken die Bestandteile der Zigarette zerstörend auf das Zahnfleisch. Hierbei besteht eine Abhängigkeit des Schweregrades der Parodontitis von der Dosis und der Dauer des Tabakkonsums. Bei der Versorgung der entstandenen Lücken bietet sich unter anderem die Zahnimplantologie an. Die Implantate können die verloren gegangenen Zähne ersetzen.
Die Zahl der implantologischen Eingriffe wächst seit Jahren, ein Anstieg der Eingriffe in den kommenden Jahren ist zu erwarten. Nur zwei bis drei Prozent der Zahnlosen weltweit haben bisher eine implantologische Behandlung erfahren. Es ist anzunehmen, dass die Zahl der Implantationen angesichts dieses noch zu schließenden Bedarfs weltweit ansteigt. Aber es ist auch anzunehmen, dass die Komplikationen bei den Implantaten prozentual zunehmen.
Ihr Zahnarzt in Menden
Auswirkungen des Rauchens auf die Zähne - Teil 1
Die Zahnärzte sind täglich mit den Auswirkungen des Rauchens auf die Mundgesundheit konfrontiert. Das Rauchen kann die Zahnlosigkeit fördern. Außerdem führt Rauchen in der Mundhöhle zu Verfärbungen an Zähnen, es verändert den Geruchs- und Geschmackssinn, verzögert und stört die Wundheilung bei zahnärztlich chirurgischen Eingriffen wie Zahnfleischbehandlungen und Zahnentfernungen und gilt als wichtiger Risikoindikator für eine erhöhte Kariesaktivität.
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Zahnimplantate
Die häufigste Krankheit der Zähne und des Menschen überhaupt ist die Zahnkaries (Zahnfäule). Auch Erkrankungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis) sind häufig. Wenn heute durch notwendig gewordene Extraktionen größere Zahnlücken entstehen, wird häufig eine Zahnprothese oder eine Brücke eingesetzt. Seit etwa 20 Jahren besteht auch die Möglichkeit metallener Zahnimplantate, die im Kiefer einwachsen und später überkront werden. Wachsende Bedeutung hat auch die Mundhygiene, die von Zahnärzten zur Gesunderhaltung des Zahnfleisches angeboten wird.
(Zahnarzt Menden)
Was sind Implantate?
Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingesetzt werden, um verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Sie tragen Einzelkronen oder Brücken und sie können herausnehmbaren Zahnersatz (Teil- oder Totalprothesen) wieder sicher verankern oder durch komplett fest sitzende Zähne ersetzen. Zahnimplantate werden schon seit mehreren Jahrzehnten eingesetzt und sind heute eine bewährte Behandlungsmethode zur Wiederherstellung der Kaufunktion. Sie bestehen aus Titan oder aus Keramik. Implantate sind gewebefreundlich und gehen mit dem Knochen einen festen Verbund ein. Ihre Form ist zylindrisch (mit oder ohne Schraubengewinde) und ihre Länge beträgt je nach Erfordernis 8-16 mm und ihr Durchmesser ca. 3-5 mm. Es gibt sog. einteilige und zweiteilige Implantate: Die einteiligen Implantate bestehen aus einem Pfosten, der nach der Implantation aus dem Zahnfleisch herausragt. Auf diesem wird die Zahnkrone befestigt. Bei zweiteiligen Systemen wächst das Implantat zunächst unter dem Zahnfleisch ein. Nach der Einheilungs-Phase wird das Implantat freigelegt. Dann wird ein Aufbaupfosten in das Implantat eingesetzt, der über das Zahnfleisch herausragt. Auf diesem Aufbau werden dann Kronen, Brücken oder herausnehmbarer Zahnersatz befestigt.
Was Sie über Zahnimplantate wissen sollten
Immer mehr Menschen entscheiden sich heutzutage für fest sitzenden Zahnersatz auf Implantaten. Warum? Wenn einzelne oder mehrere Zähne fehlen, stellt sich oft die Frage, wie diese ersetzt werden können. Ist es besser, bei einer Zahnlücke eine Brücke zu machen oder ein Implantat mit Krone? Können statt einer herausnehmbaren Teilprothese nicht auch Brücken auf Implantaten gemacht werden? Und was ist mit den sog „Dritten“, wenn diese nicht richtig halten: Können hier nicht Implantate helfen?
Anlässlich dieses Jubiläums gratulierte Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe persönlich. Kammerpräsident Dr. Klaus Bartling empfing Oberbü
Ab heute können Tchibo-Kunden über die "ZahnersatzCard" günstigen Zahnersatz aus Fernost erwerben. Egal ob Krone, Brücke oder Implantat - da
Zahnheilkunde umfasst die Erkrankungen der Zahnwurzel, auch als Endodontologie bekannt, die Erkrankungen des Zahnfleisches und die Restauration von Schmelz- und Dentinverlust, die durch Karies oder Erosionen verursacht worden sind. Früher haben Friseure auch Zähne gezogen und die Patienten vorher mit Alkohol betäubt. Es war auch üblich nur zum Zahnarzt zu gehen, wenn man eine dicke Backe hatte und es blieb den Zahnärzten nichts anders übrig als den Zahn zu ziehen. Das ist heute ganz anders - heutzutage können durch Implantate Zähne täuschend echt nachgebildet werden, so dass dies keiner feststellen kann. Dies wird umgangssprachlich auch als Implantalogie bezeichnet. Implantate sind künstliche oder festsitzende Zahnwurzeln, die in ihren Kieferknochen eingebracht bzw. implantiert werden. Das Implantat wächst im Kiefer mit dem Knochen zusammen und auf diesem Pfeiler wird dann in Form einer Krone, Brücke oder kombinierter Zahnersatz befestigt. Die Vorteile der Implantate sind unter anderem, dass nur betroffene Zähne beschränkt sind und keine Nachbarszähne. Nach dem Setzen eines Implantats bleiben die Kieferknochen stabil, dabei kann der implantierte Zahnersatz wie der natürliche Zahn belastet werden, der auch langlebig und körperverträglich ist. Es gibt keine Altersgrenze für die Versorgung mit Implantaten und bei wenigen Zähnen ist noch eine festsitzende Zahnersatzversorgung durchaus möglich. Implantate können durch den Einsatz spezieller CAD /CAM Software präzise eingesetzt werden. Die digitale Simulation ist in der Lage eine exakte Vorausplanung der Operation in dreidimensionaler Ansicht zu ermöglichen. Der Implanteur kann direkt vor dem Eingriff genau feststellen, ob für eine Implantation genügend Knochen vorhanden sind oder ein Knochenaufbau nötig ist. Mit höchster Präzision wird genau geplant, an welcher Position die Implantate gesetzt werden können. Es wird eine spezielle Operationsschablone, auch als CAD/CAM Bohrschablone bekannt, verwendet, die Implantate optimal in den Kiefer einsetzt. Die Vorgehensweise hat den Vorteil, dass durch den Eingriff weniger Schwellungen, Blutungen oder Schmerzen auftreten.
Allgemeine Firmen Nachrichten: Zahnheilkunde - Praxis für Zahnheilkunde und Implantologie
(Zahnarzt Menden)
Prophylaxe bei Mutter und Kind
Karies entsteht im Zusammenspiel kariesverursachender Bakterien und dem Konsum zuckerhaltiger Nahrungsmittel. Je schlechter die Zahnpflege, umso dickere Plaqueschichten, die Milliarden von Bakterien enthalten, lagern sich auf den Zähnen ab. Je größer die Zahl kariesverursachender Bakterien, umso schneller greift die Karies um sich und zerstört die eigentlich härteste Substanz des Körpers, den Zahnschmelz. Die Notwendigkeit der Plaquereduktion durch effektive Zahnpflege ist leicht einzusehen. Wichtig ist aber auch der relative Anteil der kariesverursachenden Bakterien an der Gesamtzahl der auch durchaus „guten“ und notwendigen Bakterien in der Mundhöhle. Je früher ein Baby mit kariesverursachenden Bakterien in Kontakt kommt, sozusagen angesteckt wird, umso größer ist lebenslang ihr Anteil gegenüber den normalen Bakterien der Mundhöhle. Entsprechend wichtig ist es, vom ersten Zähnchen an, die Babyzähne zu reinigen. Diese Tatsache erklärt, warum es so wichtig ist, dass junge Frauen möglichst schon vor der Schwangerschaft ihr Gebiss und die Mundhöhle genauestens vom Zahnarzt untersuchen lassen. Jetzt können noch alle diagnostisch notwendigen Röntgenaufnahmen und sich daraus vielleicht ergebende Behandlungen durchgeführt werden. Während der Schwangerschaft wird zum Schutze des werdenden Lebens weitestgehend auf die Anfertigung von Röntgenaufnahmen verzichtet. Die werdende Mutter sollte sich intensiv von der zahnärztlichen Praxis präventiv betreuen lassen. Jetzt geht es darum, die absolute Zahl Karies verursachender Bakterien in der mütterlichen Mundhöhle gering zu halten. Vollkommen eliminieren kann man Bakterien sowieso nicht. Außerdem kommt es während der Schwangerschaft durch die hormonellen Veränderungen bei vielen Frauen leichter zu einer Entzündung des Zahnfleischs. Ein weiterer Grund, in intensiver zahnärztlicher Betreuung während der Schwangerschaft zu bleiben. Spätestens jetzt sollten alle offenen Kariesstellen behandelt werden. Je weniger Karies verursachende Bakterien sich in der mütterlichen Mundhöhle befinden, desto geringer ist das Risiko, dass das Baby mit diesen Keimen infiziert wird. Das gilt in abgeschwächter Form natürlich auch für alle anderen nahen Bezugspersonen des Babys. Ein Baby, bei dem mit zwei Jahren Karies verursachende Bakterien nicht in nennenswerter Menge nachgewiesen werden, hat mit großer Wahrscheinlichkeit, wenn die anderen Pophylaxeaspekte beachtet werden, mit sechs Jahren keine Karies. Damit ist dann der Grundstein dafür gelegt, dass die bleibenden Zähne auch kariesfrei bleiben.
Dieser redaktionelle Beitrag wurde freundlicherweise vom MDZ - Medizinischer Beratungsdienst der Zahnärzte zur Verfügung gestellt.
Vorbeugung gegen Karies
Zahnreinigung vom ersten Zahn an Sobald Zähne in der Mundhöhle des Kindes durchgebrochen sind, bildet sich auf ihnen ein Biofilm, auf dem sich - falls vorhanden - Bakterien festsetzen und die Kariesentstehung einleiten können. Deshalb sollten die Zähne von Anfang an regelmäßig durch die Eltern gereinigt werden. Es werden verschiedene Hilfsmittel für die Reinigung der ersten Zähne angeboten. Wichtig ist auch, dass das Kleinkind lernt, dass eine andere Person seine Mundhöhle berührt. Dadurch wird die Akzeptanz, bald auch den Zahnarzt in den Mund schauen zu lassen, wesentlich erhöht. Kontrollierter Zuckerkonsum Zucker und kurzkettige Kohlenhydrate sollten nur zu den Mahlzeiten und nicht ständig nebenbei gegessen werden. Speichelenzyme bauen die kurzkettigen Kohlenhydrate noch in der Mundhöhle zu Zucker ab. Die Karies verursachenden Bakterien ihrerseits bauen den Zucker zu Säure ab, von der bei ausreichend langer Einwirkzeit die Karies verursacht werden kann. Stundenlanger Zuckerkonsum durch z. B. gesüßten Tee oder Saft in der Babyflasche, das Vernaschen ganzer Tüten Süßigkeiten über mehrere Stunden oder den ständigen Genuss von Limonaden sollte dringend vermieden werden. Konsequente persönliche Zahnreinigung Das Zahnsystem hat leicht und weniger leicht zugängliche Stellen, die aber alle gründlich und regelmäßig von Zahnbelag gereinigt werden müssen. Als Hilfsmittel kommen neben der Handzahnbürste heute auch sehr stark die elektrischen Zahnbürsten in Betracht, die durch viele zusätzliche Ansätze auch die Reinigung schwer zugänglicher Bereiche vereinfachen. Wichtig ist die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen. Auch die Reinigung der Zunge mit der Bürste oder entsprechenden Zungenschabern hilft, die Keimzahl in der Mundhöhle effizient zu verringern. Fluoride fördern die Remineralisation des Zahnes Fluoride sind in den allermeisten Zahnpasten enthalten, zusätzlich gibt es Fluoridspüllösungen unterschiedlicher Konzentration. Die tägliche Anwendung einer niedrig dosierten Lösung hat den besten Erfolg, daneben gibt es Fluoridgele zur wöchentlichen Anwendung. Empfehlenswert ist auch die Verwendung von fluoridhaltigem Kochsalz. Regelmäßige professionelle Zahnreinigung Je nach persönlicher Konsequenz und Geschicklichkeit gelingt es unterschiedlich gut, die Zähne selbst zu reinigen. Die Bereiche, die auch der motivierte Patient nicht erreichen kann, werden in der professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt gereinigt. Hier kommt es neben der Entfernung von hartem Zahnstein und weicher Plaque auch auf die Entfernung des Biofilms in den Zahnfleischtaschen an. Die professionelle Zahnreinigung ist die Grundlage für den lebenslangen Zahnerhalt, der heute, wenn die Prophylaxe entsprechend früh einsetzt, ein absolut realistisches Ziel ist. Korrektur von Zahnfehlstellungen Zahnfehlstellungen sind häufig Ursache für verstärkte Plaqueretention. Gleiches gilt für Zahnwanderungen, die durch die Nichtversorgung von entstandenen Zahnlücken im Laufe der Zeit entstehen. Deshalb sollten Zahnfehlstellungen nicht nur aus funktionellen und ästhetischen Gründen sondern auch aus Gründen der langfristigen Kariesprophylaxe durchgeführt werden.
Individuelles Kariesrisiko
Das individuelle Kariesrisiko ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Infektion mit Karies verursachenden Bakterien Diese Ansteckung erfolgt im Baby- oder Kleinkindalter durch die nächsten Bezugspersonen. Je früher diese Infektion erfolgt, desto nachhaltiger besiedeln die Karies verursachenden Bakterien die Zähne. Sie lassen sich nie mehr völlig ausmerzen, sondern nur noch in ihrer Menge reduzieren. Häufige Aufnahme von Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten, die schon im Mund zu Zucker abgebaut werden. Unabhängig davon, ob Zucker in naturbelassener oder industriell hergestellter Form konsumiert wird, bauen die Karies verursachenden Bakterien diese Zucker zu Säuren ab, die eine Demineralisation der Zahnoberfläche bewirken. Je häufiger die Zuckeraufnahme erfolgt und je länger der Zucker im Mund verbleibt (wie bei Bonbons oder Dauerlutschern) oder je intensiver der Zucker auf den Zähnen klebt (wie bei Schokoriegeln oder Bananen) umso verheerender ist die Säurewirkung auf die Zahnoberfläche. Die Zusammensetzung der bakteriellen Plaque steht in direktem Zusammenhang mit den Zuckerkonsumgewohnheiten. Menge der Plaque Die Menge der bakteriellen Plaque steht in direkter Beziehung zur Kariesaktivität. Je schlechter und seltener die Zähne gereinigt werden, desto mehr bakterieller Zahnbelag bleibt auf den Zähnen liegen und die darin enthaltenen Bakterien produzieren aus dem Nahrungszucker umso mehr zahnauflösende Säure. Die Zahnbeläge können angefärbt werden, um dem Patienten zu zeigen, wo besser geputzt werden muss. Ungünstige Zahnstellungen behindern die Plaqueentfernung Die Zahnreinigung ist für den Patienten nicht in allen Bereichen seines Gebisses gleich gut möglich. Die Zahnzwischenräume oder die Vertiefungen in der Kaufläche sind besonders gefährdet, nicht ausreichend gereinigt zu werden. Zahnfehlstellungen, Zahnkippungen durch unversorgte Zahnlücken oder überstehende Ränder von Füllungen oder Kronen erhöhen das Kariesrisiko ebenfalls. Unzureichende Fluoridzufuhr Fluoride fördern die Remineralisation entkalkter Zahnbezirke. Fluoride stehen in unterschiedlicher Menge im Trinkwasser und einigen Nahrungsmitteln zur Verfügung. Besonders intensiv ist die Fluoridwirkung durch die Anwendung fluoridhalter Zahnpasten. Haben die Zähne zu wenig Fluoridkontakt, erhöht sich das Risiko, an Karies zu erkranken. Zu wenig Speichel Im Speichel sind alle Mineralien gelöst, die zur Remineralisation des Zahnes beitragen. Ist die Speichelmenge reduziert, tritt unangenehme Mundtrockenheit auf und dadurch erhöht sich auch das Risiko einer Karieserkrankung. Die Speichelmenge kann reduziert sein durch Medikamenteneinnahme wie Chemotherapeutika oder Blutdrucksenker, Strahlentherapie oder durch unzureichende Flüssigkeitszufuhr in der heißen Jahreszeit.
Allgemeines zur Karies
Karies gehört zu den verbreitetsten Zivilisationskrankheiten. Karies ist eine Infektionskrankheit. Die Karies verursachenden Bakterien „leben“ vom Zucker, den der Mensch konsumiert. Seit raffinierter Zucker allgemein verfügbar ist und in der Ernährung bedenklich viel Zucker konsumiert wird, hat der Gebissverfall durch Karies rapide zugenommen. In den letzten Jahren lassen sich aber bemerkenswerte Erfolge in der Kariesprophylaxe verzeichnen. Das gesteigerte Bewusstsein für Zahnprophylaxe und der Einsatz von Fluoriden haben wesentlich zur besseren Mundgesundheit beigetragen. Ganz aktuell wurden weltweit erstmals die wichtigsten Gene des Karies-Erregers nachgebaut. Daraus leitet sich für die Zukunft die Hoffnung ab, dass der Karieserreger gezielt ausgeschaltet werden könnte. Mit Hilfe der Gentechnik könnte die weltweit wohl am meisten verbreitete Infektionskrankheit zumindest reduziert werden. Aber bis dahin muss noch intensive Forschungsarbeit geleistet werden. Der Erkrankungsverlauf Die Zahnkaries wird von Bakterien verursacht. Diese Bakterien werden dem Kind sehr früh von seiner Umgebung übertragen. Deshalb sollten Eltern und andere Bezugspersonen ganz besonders darauf achten, ihre Zähne gründlich zu reinigen und keine offenen Kariesstellen im Mund zu haben. Die Bakterien vermehren sich, bilden zunächst den so genannten Biofilm und wachsen zu Kolonien heran, je mehr Nahrung ihnen in Form von Zucker zur Verfügung steht. Je häufiger der Mensch Süßes, auch in Form süßer Getränke, konsumiert und je seltener die Zähne gereinigt werden, desto schneller und intensiver läuft dieser Vorgang ab. Die Bakterien produzieren durch ihren eigenen Stoffwechsel Säuren, wodurch die Zahnsubstanz angegriffen wird. Zunächst erleidet der Zahn eine oberflächliche Entkalkung, die durch Fluoride wieder rückgängig gemacht werden kann (Remineralisation) Je intensiver sich die Bakterien auf den Zähnen vermehren können, desto tiefer geht die Entkalkung, es entsteht ein „weißer Fleck“ (Grafik 1). Schließlich bricht die Oberfläche des Zahnes ein. Der entstandene Defekt bietet zusätzliche Retentionsstellen für die bakterielle Plaque, die Entkalkung geht tiefer in den Zahn hinein. Es ist jetzt eine Karies entstanden, die allein durch Remineralisation nicht mehr behandelt werden kann. Hat die Karies erst den relativ harten Zahnschmelz aufgelöst, dehnt sie sich umso schneller und unterminierendi m weicheren Zahnbein, dem Dentin, aus (Grafik 2). Spätestens in diesem Stadium dürfte der Patient zuweilen ein Ziehen auf „kalt“ oder „süß“ verspüren. Bleibt der Defekt im Zahn weiterhin unerkannt und unbehandelt, dehnt sich die Karies Richtung Zahnmark aus (Grafik 3). Ist das Zahnmark erreicht, entzündet sich der Nerv und es kann zu sehr starken Zahnschmerzen kommen. Spätestens jetzt sollte eine Wurzelbehandlung durchgeführt werden. Geschieht das nicht, kommt es zum eitrigen Zerfall des Zahnmarks, die Entzündung breitet sich in den umgebenden Knochen aus (Grafik 4). Der Zahn wird schmerzhaft beim Aufbeißen, schließlich kann sich sogar ein Abszess entwickeln, der Patient bekommt eine „dicke Backe“. Da sich die Karies unterhöhlend im Zahnbein ausdehnt, ist die Karies mit bloßem Auge manchmal kaum zu erkennen, das Röntgenbild zeigt aber schon das ganze Ausmaß der kariösen Zerstörung. Deshalb sind regelmäßige Röntgenuntersuchungen des Gebisses sinnvoll. Die moderne Prophylaxe unterstützt den Patienten in seinen Bemühungen, die Zähne belagfrei zu halten. Neben der regelmäßigen und konsequenten Entfernung von Zahnbelägen ist ein sinnvoller Umgang mit zuckerhaltigen Nahrungsmitteln wichtig. Da nach dem Zuckerkonsum immer ein Anstieg der Säurekonzentration im Mund zu verzeichnen ist, sollten die Zuckerimpulse am Tag möglichst selten sein. Dann hat der stark mit Mineralien angereicherte Speichel ausreichend Zeit, die entstandene Säure wieder zu neutralisieren. Wichtig ist es, sich der vielen versteckten Zucker bewusst zu sein, die in Getränken, Fruchtsäften, Ketchup, Soßen, gesüßtem Kaffee oder Tee stecken.
Ursachen, Symptome und Behandlung von Mundgeruch
Die Ursachen von Mundgeruch im Sinne einer Halitosis oder “Foeter ox ore” sind vielfältig. Grob lassen sie sich einteilen in Ursachen, die auf die Mundhöhle beschränkt sind (orale Ursachen) und solche, die andere Gründe haben. Im Mundhöhlenbreich spielt vor allem die bakterielle Zersetzung organischen Materials eine Rolle. Dabei werden flüchtige Schwefelverbindungen so genannte “volatile sulphur compounds; VSC” frei, die den Hauptbestandteil der üblen Geruchswahrnehmung ausmachen. Bedingungen dafür sind unter anderem mangelnde Mundhygiene,Zahnbelag, Infektionen mit Pilzen (z.B. candida albicans), Zungenbelag, Karies, offene Wurzelkanäle sowie unsaubere Prothesen. Des weiteren können Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) oder allgemein in der Mundhöhle, sowie eine Parodontose zu unangenehmem Geruch führen.
Nicht-orale Ursachen von Halitose sind am häufigsten im Nasen-Rachen-Raum zu finden und fallen in den Fachbereich des HNO-Arztes. Verstärkter Sekretfluss, Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), chronischer Schnupfen sowie Entzündungen sind hier die Hauptursachen.
Zudem können Gründe bei allgemeinen Erkrankungen, starkem Rauchen, bestimmten Ernährungsgewohnheiten, Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, bei Diabetes mellitus und der Einnahme von Medikamenten gefunden werden.
Diagnose der Halitose
Halitosis lässt sich in 3 Untergruppen einteilen. Halitosis, Pseudo-Halitosis und Halitophobie.
Halitosis beschreibt einen deutlichen Mundgeruch, der objektiv diagnostizierbar ist und von anderen wahrgenommen wird. Ein verstärkter Mundgeruch tritt auf bei dem Genuss von Alkohol oder Knoblauch (physiologische Halitosis). Ein starker unangenehmer Mundgeruch kommt durch die Zersetzung von organischen Verbindungen zustande (pathologische Halitosis).
Von der Pseudohalitosis spricht man, wenn der Betroffenen einen Mundgeruch angibt oder wahrnimmt, der sich aber nicht objektiv bestätigen lässt.
Die Halitophobie ist ein Hineinsteigern in die Vorstellung unter Mundgeruch zu leiden für den es keinerlei Belege gibt und der Patient lässt sich nur schwer vom Gegenteil überzeugen.
Die objektive Beschreibung des Mundgeruches gestaltet sich allerdings recht schwierig. Ein recht einfaches aber nicht sehr genaue Methode ist die der “organoleptische Messung”. Der Untersucher bittet den Patienten ihn anzusprechen und prüft dabei den Geruch der austretenden Luft. Eine Klassifizierung in Schweregrade geschieht über den Abstand bis zu dem der Untersuchende etwas riecht. Grad 1 ist bis 10 cm von Gesicht des Patienten, Grad 2 bis 30 cm und Grad 3 bis 1m. Diese Methode dient allerdings nur der generellen Einschätzung, da sie durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird.
Eine genauere Analyse erlaubt der Einsatz von Instrumenten wie der “Elektronischen Nase” und “Sulfat-Monitoren”. Ursprünglich für die Lebensmittelchemie entwickelt leisten chemische Sensoren für die zu riechenden Stoffe inzwischen gute Dienste in der Diagnostik des Mundgeruches. Luft wird aus dem Mundraum des Patienten gesammelt und die Zusammensetzung auf VSC und organische, aromatische sowie aminhaltige Verbindungen als auch Ammoniakderivate hin analysiert.
Eine kostengünstiger und meist für den täglichen Gebrauch in der Praxis geeignetere Geräte sind “Sulfat-Monitore” oder auch “Halimeter”. Sie messen spezifischen den Gehalt der VCL in der Ausatemluft. Auch hier wird Luft aus Mundraum des Patienten angesaugt und analysiert. Der Normbereich der VSC liegt bei 50- 150 ppb (parts per billion; engl).
Eine eindeutige Diagnose ist nur in der Verbindung von organoleptischen und gerätegestützten Analysen möglich.
Behandlung von Mundgeruch
Je nach Ursache ist eine fachgerechte Behandlung notwendig. Da 90% der Ursachen auf Prozesse in der Mundhöhle zurückzuführen sind, ist der Zahnarzt der erste Ansprechpartner. Grundlegend ist eine Reduktion der VSC durch Aufspaltung der Verbindungen und eine Reduktion der Mikroorganismen und deren Nahrungsgrundlagen. Ablagerungen und Plaque sind mit einer professionelle Zahnreinigung und eine Parodontosebehandlung anzugehen. Oft lässt sich der Mundgeruch wirksam mit einer Verbesserten Mundhygiene und verändertem Putzverhalten bekämpfen. Nach neueren Untersuchungen trägt auch eine gründliche reguläre Reinigung der Zunge zu einer Reduktion des Geruches bei. Die Industrie vertreibt zunehmend Zungenreiniger in verschiedenen Formen, teils integriert in den Bürstenkopf, teils alleinstehend. Des weiteren empfehlen sich Mundspüllösungen die nachweislich eine Reduktion der VSC bewirken. Das kauen von Kaugummis um den Speichelfluss und damit die Reinigung der Mundhöhle zu fördern zeigt hingegen keinen nachhaltigen Effekt.