„Geist im Glas“ ist ein interaktives Spiel, das auf dem Prinzip „heißer Draht“ beruht. Dabei wird mit der rechten Hand ein kleiner Geist auf dem roten Draht entlang bewegt, ohne dabei den Weg zu verlassen. Wenn der kleine Geist gesund und munter im Glas angekommen ist, ist das Level geschafft und das nächste beginnt. Das tracking der rechten Hand erfolgt mit einer kinect-Kamera, die vor dem Spieler installiert wird. Das Spielfeld wird mittels Beamer vor die Wand des Spielers projeziert. Programmiert wurde es mit processing.
Insgesamt gibt es 3 Level, die es zu bezwingen gilt. Drei Leben hat ein Spieler pro Spiel. Sobald der rohte Draht verlassen wird, ist ein Leben verloren und der Spieler muss den Geist wieder bis an den Anfang des Levels bringen. Nun kann er sich erneut an dem Level versuchen. Wenn alle drei Leben aufgebraucht sind, ist das Spiel beendet. Jetzt kann der nächste Spieler sein Glück versuchen.
Wenn alle Level erfolgreich geschafft wurden, kann sich der Spieler mit seinem Foto in der hall of fame verewigen. Da der kleine Geist schon 3 mal zu tief ins Glas geschaut hat, liegt er beschwipst in der Martini-Schale und ruht sich aus ;-)
Der COUNTER ist eine für eine Bar konzipierte, interaktive Informationsvisualisierung, die mittels Zugschaltern Getränke (-arten) zählt und mithilfe von Skalen die Anzahl oder den prozentualen Anteil aller Getränke wiedergibt.
Aus mangelndem Interesse, hier ein Essay zu verfassen, fasse ich mich kurz und behaupte, dass mir alle glauben: Überall werden automatisiert von Wildfremden Daten über uns erhoben - und zwar ohne dass wir das jetzt unbedingt wollten. (Punkt.)
Aber: Wir können das auch!
- mit Knöpfchen drücken, Regler drehen, Schalter ziehen und sich freuen, dass was blinkt! Und nur für das lauschige Grüppchen der familiären Bargemeinschaft.
Nachdem der Gast ein neues Getränk erhalten hat, zieht er am entsprechenden Zugschalter (Wein/Bier, Alkoholfreies, Cocktails oder Shots) und beeinflusst damit die Skalen. So können alle Gäste (oder auch der Gastgeber) ablesen, was an dem Abend an Getränken konsumiert wurde.
Erfahrungsgemäß eignet sich das auch hervorragend für Privatparties:
Im verschlafenen Nest Rosenwinkel hielt der COUNTER einem Party-Praxistest stand und führte
a) zu einem peotischen externen Blogartikel
und
b) (für eine dustere Idee der Installation, ihrer Herstellung und ihres Einsatzes) zu einem ebenso dusteren Video:
Wer es nun ganz genau wissen will, kann sich eine umfassende DOKU zu Gemüte führen.
Und weil nicht jeden Tag gesoffen werden kann und mit dem COUNTER als Quantified-Self-Tool wirklich alles gezählt und in ein Verhältnis gesetzt werden kann, hat er derzeit eine dekorative alternative Funktion inne:
Die ColorBar ist eine Lampe, deren Farbe interaktiv durch die Umgebungslautstärke beeinflusst wird.
Eine Bar ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Der dynamischste Faktor, um die Stimmung seiner Besucher wiederzugeben ist die Stimme. Durch Licht lässt sich diese visuell darstellen.
Um mehr zu sein, als die Schnittmenge aus der Masse an Gesprächen und einer intrusiven Lichtinstallation, die den kompletten Raum bespielt, wurde der Fokus auf einzelne Tische gelegt; Denn auch, wenn die Bar einer gewissen Grundstimmung unterliegt, so haben die meisten Tische ihre eigene besondere Stimmung und stehen nicht zwangsweise mit den restlichen Tischen (Personengruppen) in Korrelation.
Die ColorBar ist eine autarke Lichtinstallation. Sie besteht aus einem Mikrofon, einem Arduino als Steuereinheit, einer Full RGB LED und Akkus für die Stromversorgung.
Über das Mikrofon wird zunächst die Grundlautstärke (z.B. der Musik) in der Bar gemessen und als Richtwert genommen. Setzen sich Personen an den Tisch und beginnen ein Gespräch, werden die Lautstärkenänderungen registriert und verändern fließend die Farbe der Lampe. Durch die Ermittlung des Durchschnitts der aktuellen Lautstärke und dem langsamen Übergang zwischen den Farbtönen wird ein unruhiger Farbwechsel verhindert.
Der Birnbaum ist eine temporäre Lichtinstallation, die das auditive Stimmungsbild einer Umgebung in Licht umwandelt.
Der Birnbaum ist mit einer Vielzahl an Glühbirnen bestückt, die zur Lautstärke des Umfelds unterschiedlich stark leuchten. So wird die Stimmung eines Raumes nach außen übertragen und ist schon aus weiter Ferne zu erahnen. Der Baum erhält durch die Lichter ein Eigenleben, mit dem er sich in unseren Interaktionsraum integriert. Hier einige Details zur technischen Umsetzung:
Vor dem Bau der eigentlichen Installation wurde mit den Lampen, dem DMX, dem Arduino und Processing ein Setup erstellt, das die Daten eines Mikrofons empfängt und in verschiedene Lichtprogramme übersetzt.
Die Lichter wurden anhand von drei Lichtorgeln, an denen jeweils sechs 40W-Glühbirnen befestigt waren, in den Baum gehängt. Anschließend wurden die drei Orgeln mit jeweils einem Kanal des DMX verbunden. Das DMX steuerte die unterschiedliche Lichtintensität der Birnen.
Die Lichtorgeln im Baum wurden mit der übrigen Technik auf dem Balkon des Wohnhauses verbunden.
Arduino und Processing (das auf dem MacBook lief) übersetzten die Daten, die das in der Bar installierte Mikrofon empfing, und leiteten sie an die einzelnen Kanäle des DMX weiter. Es gab drei Settings: Eine Lichtorgel leuchtete extrem zeitverzögert mit den Audiodaten, eine Orgel war minimal langsamer und schwach leuchtend, und ein Kanal übersetzte die Audiodaten in Echtzeit.
Um beim Aufbau der Installation nicht zu sehr auf die filigrane Technik achten zu müssen, war das Arduino in einer Holzbox verstaut, in der man es nach dem Anschließen komfortabel und schnell verstauen konnte.
Hier noch einige Stimmungsschnipsel der finalen Installation am 24. Juli 2012:
Lampenstange 1 von 3 wurde getestet und ist nun fertig – fehlen doch die anderen beiden (dazu fehlen mir noch die Lampen) und eine ordentliche Befestigung im Baum. Und gutes Wetter am Dienstag wäre cool …
Ton ist ein wichtiger Aspekt der Installation. Er steuert die Lampen, die ihrerseits sensibel auf ihn abgestimmt werden müssen. Aber ermöglichen es die Tonverhältnisse in einer Bar überhaupt, an einzelnen Tischen gezielt stimmliche Veränderungen wahrzunehmen?
Folgende Bilder zeigen die Waveform einer Aufnahme, die zur besten Zeit, in einer Bar aufgenommen wurde. Die obere Spur zeigt eine Aufnahme, die neben den Tischen entstanden ist und die untere Spur wurde direkt am Tisch aufgenommen.
Obwohl die Musik recht laut war, sieht man bei zunehmender Vergrößerung, dass sich die Stimmen am Tisch sichtlich abheben. Dennoch ist festzustellen, dass die Lautstärke der Musik immer das Minimum bestimmt.
Für mein Projekt (dimmbare Lampen) gibt es nun die erste testbare Anwendung. Das Arduino wird mit dem DMX verbunden. An das DMX können vier Lampen angeschlossen werden, und durch ein Processing-Interface unterschiedlich hell eingestellt werden. So kann die Lichtstimmung im Baum getestet werden.
Den Arduino- und Processing-Code könnt ihr hier runterladen: Klick. Vielleicht hilft er euch auch bei eurem Projekt weiter. — Christoph
Hi alle, sorry, dass ich es heute nicht zum Kurs schaffe – dafür hier ein kurzes Update. Ich werde heute Abend in die Bar gehen und die Lichter aufhängen. Bisher konnte ich lediglich heraus finden, dass Lichter zwischen Blättern – wie erwartet – eine schöne Stimmung erzeugen. Auch die Schatten der Blätter, die an die Wand geworfen werden, sind spannend.
Ich habe mich mit dem DMX beschäftigt, letzten Endes hat aber leider nicht alles so geklappt, wie ich wollte, vor allem das mit dem Pot ging irgendwie schief. Die Lichter sind momentan also noch nicht dimmbar – generell handelt es sich aber ja anscheinend um keine komplexe Sache (wir hatten es ja schon im Workshop gemacht) und es sollte relativ einfach hinzukriegen sein. Um eine Interaktion zu erzeugen, habe ich das DMX-internte Mikrofon benutzt – allerdings kommt der erwünschte Effekt natürlich nur durch Animation/Dimmen rüber.
Noch zu den Fragestellungen der letzte Woche:
1. Wie wird etwas im Baum befestigt, oder viel mehr wie scheint ein Licht aus ihm heraus?
Die Lichter werden ein einer Art Mobile befestigt – womöglich auch nur ein Gestell aus Stangen, die die Lampen unterschiedlich weit nach Unten hängen lässt. Von der Ästhetik her soll es sich um Lampen handeln, wie Tomek sie im Workshop dabei hatte (klassische Glühbirnen).
2. Installiere mindestens eine 220V Glühbirne und mache eine Foto (oder Video) bei Nacht (Lampe + 10m Kabel (+ Dimmersteuerung)).
Wie beschrieben funktioniert das Dimmen noch nicht, aber heute Abend werde ich zwei Lampen in den Baum hängen und testen, wie und wo sie hängen müssen. Plus Video!
Student Arduino project design notes from Geist im Glas
Regarding your students' Arduino projects, and the initial presentation of concepts made to us recently, we have the following notes, compiled in no particular order:
- We understand that the general conceptual goal is to take data recorded from the inside of the space and use it to dynamically effect the visual design produced outside the bar
- We will be converting the front windows into doors, and do not wish to create installations in the front windows for this reason.
- We will have black boards with menu info on the outside walls, so there will be minimal space for projection onto any plain flat surface.
- We wish to not have audio output outside unless it is dedicated to encouraging people to lower their voices ("shhh...")
- We understand that some of the proposed installation concepts include fastening some things to the tree outside the bar. This should work as long as no harm comes to the tree, and there is no risk of anything falling.
- We like the idea of "bottles" being strung across the sidewalk, but they would probably need to be fabricated from some lighter material than glass (although maybe glass would be fine -- just need to do the math
- We like the idea of lights in the tree like "fire flies" etc
- We love the concept of a "wall game" installed in the toilette area that uses the Xbox tech to follow hand motions etc. The proposed game is simple, light hearted and fun which is perfect.
- We like the idea of projection onto the sidewalk, perhaps also using the Xbox engine to follow people standing/walking with some type of "please be quiet" message (perhaps mixed with other more fun messages since these could be database driven).
- We don't care for the ideas that involve installation of physical objects that are intended to provide rewards to customers. The idea is appreciated, but the fulfilment issues might be awkward and difficult to maintain.
- Whatever ends up being created, we are very excited to see it, we really appreciate all the students creativity and ideas, and we look forward to the next presentation, whenever that may happen.
A photo of the glasses we use is attached.
We also serve 8 beers. most are .33 but we also have franziskaner and augustiner which are .50.
Wulle and augustiner are the most popular but i cannot give you an accurate estimate of daily sales just yet...it really varies per day etc.