Ich werde das Gefühl nicht los, all meine Gedanken zu kompenieren; meine Gedanken, Emotionen, Gefühle, Vorstellungen, Ausdrucksschreie und Erlebnisse packen und in etwas hineinstecken, das es aushält und nicht drht zu platzen. In den Stunden dazwischen ist kein Platz mehr da, wo er sich den Raum jedoch einnimmt. Aus welchen Gründen auch immr geschieht das immer zu akuten Zeiten, in denen das Rationale das Emtionale übersiegen sollte. Inwiefern das alles hier jedoch emztionaler Art ist, müsste nochmal überdacht werden.
Jedenfalls, früher habe ich weggeschaut. Habe all das genommen und in die tiefste Ecke von mir geschlossen, abgeriegelt, abgeschirmt. Keine Möglichkeit gelassen, etwas von der Oberfläche zu sehen. Es unmöglich gemacht, durch eine kleine Pore zu dringen, um die vollkommene Macht darüber zu haben. Es zu nutzen, wenn ich es für brauchbar hielt, egoistisch wie ich war, dachte ich ernsthaft, es sei kontrollierbar. Dass es ein Teil von mir sein könnte, war nicht in meiner Peripherie. Es begann, sich in meine innere Kälte einzunisten, doch schien es zu gefrieren, einzutauen, und sich klein zu machen. Es wrude keinenfalls zerbrechlich, sondern wie ein kleiner Schutzmantel legte sich mein Inneres um es, als ob paradoxerweise es durch seinen Schutz es zerstören vermochte. Von all dem bekam ich nichts mit, fokussiert wie ich war. Der Kampf im Inneren, den ich ausfochtete, zerrte an meinen Kräften. Bestimmte mich eh und je, und zeigte mir offen meine Grenzen. Glücklicherweise lässt sich Wärme nicht mit Kälte bekämpfen, nur minimieren. Ja, es scheint, als hätte ich einen Einfluss auf all das gehabt, doch hatte es einen viel größeren auf mich. Langsam bin ich mir bewusst, was es heißt, sich abzukapseln, und sich dahin zu begeben, wo das ich und mein steckt. Dahin, wo es pulsiert, das Leben greifbar gemacht wird. Es pocht, und möchte keinen Namen. Es ist alles und zugleich nichts. Ist latent, und doch offensichtlich. Ich vermag selbst kaum, einen Einfluss darauf auszuüben. Ich schließe meine Augen und lasse es geschehen. Beeinflusse nicht mehr meine Bewegungen, Alles passiert irgendwie, wie ist mir gleich. Ich kann nur registrieren, wie sich alles um mich herum in Buchstaben wandelt, während ich zur gleichen Zeit diese Gedanken in meinen Kopf habe. Wenn ich es nicht besser wüsste, schreibe ich, bevr ich denke, was da stehen soll, meine FInger erwischen die Tasten, bevor mein Kopf die Worte zurecht legt, ein Farbenspiel, eine Komposition. Eine Stimmung, ein Zusammenspiel. Es wirkt so viel miteinander, und ich kann mir all das nicht begreiflich machen, doch lasse locker, lasse es fluieren. Es entwickelt sich ein eigenes Bewusstsein, und ich kann mich darauf verlassen. Kann mich auf mein anderes Ich konzentrieren, kann mich verlassen, dass das nicht verlren geht, was ich mir aufgebaut habe; was ich akzeptiert habe. Die hohen, klaren Töne klingen im Kopf, die Vorangetriebenheit macht mich stutzig, aber ist unaufhaltsam. Ich befinde mich in einer Art Vakuum, ausgegrenzt von all Weltlichem, und doch fühle ich mich dem so nah; vielleicht mehr als je zuvor. Diese Lettern werden nicht reichen für diesen Moment, haben eine Eigenbeweglichkeit erreicht. Lassen wir sie tanzen, lassen wir sie schwingen, auf dass sie ihren Platz finden mögen.