"Da gibt es windy Brissy, rainy Sydney und Melbourne ist die schnelle Melle"
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"Da gibt es windy Brissy, rainy Sydney und Melbourne ist die schnelle Melle"
Melbourne to Robe... and alll the way back!
Currently on the road with broken Betty
Die Fenster weit unten, die Musik bis zum ANschlag aufgedreht, die Finger spielen mit dem Fahrtwind, die Meeresluft braust einem um die Ohren und im Kofferraum haben wir das Bett.
Die Tage sind geflogen und dabei hatte jede Stunde das Potenzial, die vorherige vor Neid erblassen zu lassen. Auf unsere Zeit im Van haben wir schon lange hingefiebert und als sie endlich gekommen war und uns die Schlüssel zu unserem neuen Zuhause übergeben wurden, war die Freude kaum zu bändigen. Der Linksverkehr fiel uns weniger schwer als gedacht, dafür aber die Umstellung auf ein Automatikauto - jeder hat doch so seine unverständlichen Seiten, oder?
Zunächst ging es aus Sydney raus, rein in den ersten Nationalpark, wo das Fahren direkt noch mehr Spaß machte und die Party in unserer kleinen Familienkutsche noch größer wurde. Unser erster Stop war in Kiama, einer der nach unserer Meinung schönsten Orte Austraiens. Es gab ein Blowhole, aus dem circa alle 30 Sekunden 30Meter hohe Wasserföntanen geschossen kamen und einen Rock Pool: Ein Pool, der om Meer nur abgegrenzt war durch Steine, an denen so einige Wellen gebrochen sind. Weiter ging es spontan den Touridrive entlang, zu einigen atemberaubenden Lookouts und eher ausgetrockneten Wasserfällen. Zurück auf dem Highway, mussten wir die Erkenntnis machen, dass Australien doch größer ist als gedacht, weswegen wir zwar immer wieder kleine Stops auf Märkten, an Seen und am Strand gemacht haben, aber meistens eher gefahren sind. Bis wir an Phillip Island angekommen sind, wo wir uns Abends die Pinguinparade angeschsut haben. Definitiv eins meiner Highlights, all die “Little Penguins” bei Dämmerung aus dem Meer kommen zu sehen um dann in einer riesigen Schlange über den Strand zu watscheln um die Familie zu ernähren. Das Wiedersehen in der Düne sah eher nach einem Kampf als einer netten Begrüßung aus, aber so 5 cm neben einem Waschechten Pinguin zu stehen, war definitiv eine Erfahrung wert (aber kein Foto, die waren nämlich strengstens verboten - hab ich auch nur eingehalten, weil es viel tollere im Internet zum runterladen gab). An alle zukünftigen Phillip-Island-Besucher: freut euch trotzdem nicht zu sehr über ein privates Treffen mit den Pinguinen während ihr nett am Strand sitzt, es sind nämlich 3 Tribünen aufgebaut und es hat auch alles ein bisschen was von Zoo... Es gibt halt auch immer die andere Seite, hinter den Fotos, wie man hier immer wieder feststellen darf.
Die Landschaft, das klare kalte Meer und unsere Bekanntschaft mit einem kleinen lebenden Irgednwas beim BBQ mittags, haben Phillip Island für uns noch besonderer gemacht. Unser nächster Stopp war Mornington, wo es einen Strand mit vielen kleinen niedlichen Bathingboxes gab, die alle kunterbunt in der Reihe standen.
Und dann waren wir auh schon in Melbourne (nach 5 Tagen), wo wir einmal mitten durch die Innenstadt druften, weil Alex seine Australian Open Karte nach Hause (”Mail”) und nicht online (”Email”) schicken hat lassen. Außerdem mussten wir unser Bett umtauschen lassen, denn die Konstruktion uns keine einzige nacht lang ruhig und gemütlich schlafen lassen, bis dann irgendwann das ganze Mittelteil durchgebrochen ist (und einfach nur beim schlafen, du Perverser!) - daher der Name “Broken Betty” für unseren Van - aber auch weil ziemlich viel anderes in diesem Auto zu Bruch gegangen ist, nicht zu guter letzt mein Handy, weswegen ich jetzt mehr oder weniger freiwilig einen Handylosenmonat einlegen darf.
Dann kamen wir aber endlich an unserem eigentlichen Ziel an: Dere Great Ocean Road! Die längste und bekannteste Küstenstraße Australiens.
Und es war wirklich einfach unglaublich! Die Straße schlengelt sich an einem Berg entlang und direkt auf der anderen Seite ist der Abhang und dann das endlos weite Meer. Nach jeder Kurve kommt eine neue schillernde und blauere Bucht und jeder Lookout haut einen noch mehr um als der davor. Die meiste Zeit haben wir kostenlos auf Rastplätzen übernächtet, was auf der Great Ocean Road eher schlecht ging, denn man durfte fast nirgendwo langfristig halten, da die Straße noch kurz vorher wegen Waldbränden gesperrt war (wovon man auch einige traurige Überreste gesehen hat) - was einige Idioten trotzdem nicht davon abgehalten hat, nachts ein Lagerfeuer anzumachen.
In Lorne haben wir uns abends durchtelefoniert und konnten schließlich auf einem Parkplatz von einem Hotel konstenfrei übernach, wodurch wir abends noch durch das Städtchen bummln konnten und bei unserem Lieblingsthai einen mega mega leckeren Beeren-Minz-Smotthir trinken (auf dem Rückweg wurde auch direkt nochmal gehalten zum Lunch).
danach kamen allerdings nurnoch wenige große spektakuläre Orte und auch die Straße führte langsam mehr ins Hinterland. Die 12 Aposteln, Arch Groge und all dei anderen Tourisehenswürdigkeiten waren auch super schön, aber halt Tourisehenswürdigkeiten.
Die Zeit war wirklich unglaublich und wir haben noch viel mehr tolle Sachen gesehen und erlebt, aber ich muss 1. gestehen dass ich im Moment sehr schreibfaul bin und meine letzten verbleibenden Stunden in Australien lieber total Auskosten will. Melbourne ist wirklich unglaublich toll und weil alle sagen es ist so europäisch hier, kann ich dasnnur unterschreiben. Es ist ein kleines Frankreich und ein kleines Italien und auch ein bisschen Deutschland. 2. Ist Randi gerade reingekommen und wir wollen jetzt ihre Flüge nach Perth buchen, denn auch bei ihr geht es langsam dem Ende zu und da will man nochmal alles mitnehmen was geht. Also tut mir leid für alle Rechtschreibfehler und alles was man sonst noch erzählen kann gibt es in Fotos und spätestens bald, wenn ich wieder Zuhause bin - ein bisschen was muss ich mir ja zum Erzählen übrig lassen.
Mir geht es super und ich freu mich schon euch alle bald wieder knuddeln zu können! Dicke Küsse, Eli
Ein paar Fotos von unserem Weg von Sydney nach Melbourne. Ich hab im Moment wenig Internet und ehrlich gesagt auch keine Lust viel zu schreiben. Ich geniese unsere letzten 2 Wochen in Australien bis zum Anschlag! Wir haben im Moment einen van mit dem wir durchs Land düßen. Jeden Tag aufs neue folgen wir einfach der Straße und erfahren dabei Australiens Schönheit (und die Entfernungen) Liebste Grüße, und wenn wir in Melbourne sind, gibt es wieder was zu lesen - versprochen ✌
Eindrücke von Sydney - 1/4 der Fotos die ich Zuhause zeigen werde 🙊
Currently in Sydney
Mitten in der Nacht ging es rein nach Sydney. Unsere letzte Fahrt mit dem Greyhoundbus, wie immer klappte das Internet nicht so wie es sollte. Irgendwo zwischen der realen Welt und meinen Träumen stiegen Randi und Sarah in den Bus ein, zum Glück nicht das erste Wiedersehen. Irgendwann kündigt der Busfahrer die Harbour Bridge an und alle Blicke gehen nach links, mit der Hoffnung das Opera House im dunkeln strahlen zu sehen. Aber falsch gedacht, alle Lichter sind schon aus, den Sydney schläft.
So stehen wir also in der kalten, großen Halle der Centralstation von Sydney, Australiens größter und bekanntester Stadt. Noch läppische 12 Stunden vor der Brust, bis wir in unser heiß ersehntes Häuschen einziehen können. Zuerst wird das Gepäck verschlossen und dann machen wir uns auf die Suche nach einer Freundin von den Mädels. Zusammen mit den Toni und den anderen ist es auch direkt viel lustiger und zack, sind die ersten 2 Stunden vorbei. Kurz nachdem wir zusammen den Entschluss fassen die Nacht gemeinsam durchzufeiern, hauen die Mädels aber auch schon wieder ab um mit ihrem Van zum Meer zu fahren. Also geht es zu 4. Erstmal zu McDonalds, bis die Straßen wieder hell sind. Unerwartet wach geht es durch die Straßen Sydneys, auf der Suche nach Frühstück. Nacb einem endlosen Fußmarsch, haben wir dann den perfekten Park für das Feuerwerk gefunden, bis sich herausstellte, dass msn hier bereits morgens um 10 Uhr stehen musste für gute Plätze. Danach ab in die Läden, um noch ein perfektes Outfit für Silvester zu finden. Und so irre es klingen mag, wir waren erst um 3Uhr in der Wohnung, zu spät aber endlos glücklich. Unser neues Heim hat uns direkt umgehauen, gelegen in dem süßesten Viertel Sydneys, hatten wir endlich wiexer eigene 4 Wände, ein groses Bett, eine vollausgestattete Küche, einen kleinen Garten und einen Fernseher, plus kostenfreie Waschmaschine (Alex und ich haben in der nächsten Woche auch direkt 4 Mal davon Gebrauch gemacht). Nachdem alle erstmal ins Bett gefallen waren, wurde eingekauft und dann kamen auch schon die Jungs. Der Silvestertag war reichlich stressig, nachdem wir zusammen gefrühstückt haben, wurden Sandwiches für alle im Fließbandverfahren zubereitet, der Alkohol präpariert und alle haben sich fertig gemacht. Weil wir am Vorabend noch schnell Karten für einen Aussichtspunkt geholt haben, mussten wir erst um 2 Uhr Mittags los, waren um 3 da, um 4 drin und mussten dann nurnoch 5 Stunden zum “Kinderfeuerwerk” totschlagen. Die Stimmung war ziemlich gut, die Sonne schien und die Musik war laut. Simon und seine Geschwister waren auch mitdabei, also waren wir mit 9 Leuten nicht gerade die unauffälligste Gruppe. Endlich wurde es dunkel und plötzlich holten alle Knicklichter aus ihren Taschen und die Wiese erstrahlte in Neonfarben. Dann ging es endlich los, Raketen wurden in den Himmel geschossen und überall hörte man Kinder jubeln. Wir hatten den perfekten Blick auf die Harbour Bridge, und nur ein paar Äste verdeckten die Sicht auf die Opera. Trotzdem erstrahlte der River mit der Skyline im Hintergrund in tausenden Farben. Nach ein paar Minuten war das Spektakel vorbei. Spätestens jetzt konnte keiner mehr das richtige Feuerwerk zum neuen Jahr erwarten. Die Zeit zog sich zwar, aber als der Countdown los ging, wusste man, der ganze Aufwand hat sich gelohnt! Es fehlte leider die Musik und wenn man dsd Feuerwerk hinterher im Fernsehen sah, dachte man sich man hätte auf die falsche Seite geguckt. Aber trotzdem war es einfach atemberaubend, und diesen Moment mit meinen besten Freunden auf der anderen Seite der Welt geniesen zu dürfen, macht definitiv eins meiner bisherigen Highlights aus! Nachdem alles gelaufen war, sahen wir noch wehmütig auf die Stadt zurück. Vorallem für Simon war das hier ein bewegender Moment, hier hatte Australien für ihn angefangen und in wenigen Stunden würde er schon im Flieger nach Hause sitzen. Feiern gehen konnten wir allerdings nicht mehr, denn bis wir mit Bus und Bahn zuhause angekommen waren, schlug der Zeiger schon 3 Uhr.
Der Rest der Woche verging auch schon wie im Flug. Am 1.1. war erstmal Katertag angesagt - nicht das wir einen hatten. Wir Mädels haben wie die letzten Jahre unsere Liste geschrieben, was 2015 alles passiert ist und was wir uns für dieses Jahr vornehmen. Am Tag darauf haben Alex und ich uns erstmal Sydney angeschaut, die Harbour Bridge und das Opera House, den riesigen Botanischen Garten, Darling Harbour und zum Schluss haben wir uns mit einem Freund getroffen, den wir in Agnes Waters kennengelernt haben. Abends sind wir dann feiern gegangen, zusammen mit Toni und Jantje. Am Tag drauf haben wir beide uns mit Leona und Lucas getroffen, Freunde aus Coffs Harbour, und zusammen sind wir über Paddys Market geschlendert, wo ich ein cooles Retro-Tourishirt für 5$ (3€) erstanden habe. Montags war dann Mädelstag, also sind wir durch unser Viertel gebummelt und haben Kaffee getrunken, um zu warten, dsss der Regen aufhört (hat er aber nicht, 5 Tage lang war es am schütten). An unserem letzten Tag haben wir uns Henna-Tattoos gemacht und Sushi gerollt, und sind abends vergebens durch den strömenden Regen gerannt auf der suche nach einem Club. Und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen, nur noch nicht von Sydney. Denn Alex und ich hatten uns zu unserem 2 jährigen in ein Hotel am anderen Ende der Stadt eingemietet, mit Blick auf den (verregneten) Hafen und einem superen leckeren Abendessen beim Thailander (wir gewöhnen uns schonmal um). Am nächsten Morgen gings dann aber schon Richtung Flughafen, denn unser Van stand schon fertig bereit für unser nächtes großes Abenteuer… Stay excited, Eli
. 2015 .
Kaum zu glauben, wie schnell dieses Jahr schon wieder vorbeigegangen ist und wie viel in so einem Jahr passieren konnte. Ich würde schätzen, dass dieses eines der bewegensten und aufregensten Jahre überhaupt war. Noch zu gut erinnere ich mich daran vor 365 Tagen zusammen mit Randi und Sarah in meinem Wohnzimer gesessen zu haben und wie jedes Jahr haben wir unsere Ziele für das kommende Jahr aufgeschrieben. Überraschenderweise, habe ich so einiges von der Liste abhacken können und damals hätte ich mir nie so ein perfektes Jahr vorstellen können!
Angefangen hat alles mit Alex und meinem Einjährigen, dass wir als “Gäste des Tages” im Hilton-Hotel gefeiert haben. Danach ging dann auch schon der Countdown der letzten Schultage los und die Empörung über unsere Vorabiklausuren, die wir genau um das Karnevalswochenende geschrieben haben. Dann kam auch schon unsere letzte Schulwoche und die Mottowoche. Auch wenn wir nicht allzu viel gefeiert haben, hatten wir ale wirklich Spaß und so manche Kostüme haben wirklich alles getoppt! In den Osterferien wurde dann erstmal gelernt, gelernt und gelernt. Nach den Abiklausuren ging es dann für ein paar Tage nach Holland ans Meer und kurz darauf gings dann uch schon zu den mündlichen Klausuren. Viele Feste und gemeinsame Abende später haben wir unsere Abiergebnisse bekommen und ich bin nochmal freiwllig in die Nachprüfung gegangen um meinen erhofften Abischnitt noch kriegen zu können und jetzt dessen stolzer Besitzer zu sein. Nach unendlich vielen Ausflügen zur Kleidersuche, kam dann die Zeugnisvergabe und der Abigottesdienst und kurz darauf endlich der langersehnte Abiball. Direkt danach ist Simon auch schon nach Neuseeland geflogen, also Halbzeit 2015. Danach ging es mit Randi nach Hamburg und in König der Löwen, mit Alex und seiner Familie auf die AIDA und mit meiner Mama nach Holland. Auf meiner Abschiedsfeier wurde es dann langsam ernst und irgendwann kamen die ersten tränenreichen Umarmungen, der letzte Arbeitstag und die letzten Besorgungen für Australien. Kurz vor dem Flug gings dann noch mit den Mädels ans Meer, der letzte gemeinsame Ausflug für die nächste Zeit. Und dann standen wir auch schon plötzlich am Flughafen. Erster Stop: Dubai. Zweiter Stop: Australien. Kaum zu glauben, dass seit dem auch schon wieder mehr als 4 Monate vorbeigegangen sind, inder wir die Ostküste bereist und gearbeitet haben. Uns Zuhause gefühlt haben und Zuhause vermisst haben. Gemerkt haben, welche alten Freunde für immer einen Platz im Herzen haben und wie einfach man neue Freunde finden kann. Ich habe vermutlich mehr Fotos gemacht, als in meinem ganzen Leben zuvor, aber all die tollen Orte und diese unvergessliche Zeit muss einfach festgehalten werden. Vor kurzem erst noch Weihnachten am Strand und gestern dann das heiß ersehnte Silvester in Sydney!
Nachdem wir nicht allzu gut organisiert waren, haben wir schließlich doch noch Karten für einen Schauplatz mit direktem Blick auf die Harbour Bridge und die Opera bekommen. Alle zusammen haben wir uns also mit präperiertem Alkohol (wusstet ihr das man Alkohol in einem Toastpacket verstecken kann?!) auf den Weg gemacht und mussten dann noch gute 8 Stunden bis zum Feuerwerk totschlagen. WIr hatten aber alle unglaublich viel Spaß zusammen und viel zu erzählen von den letzten Monaten. Vorallem Simon war ziemlich emotional, mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn sein Flieger nach Hause ging heute morgen. Das Feuerwerk war einfach der absolute Wahnsinn und wir waren alle mehr als geflasht! Nur richtig feiern danach ging nicht mehr, denn allein für den Weg in unser Wohnviertel haben wir 3 Stunden gebraucht.
Es war also ein Jahr, voller Höhen und Tiefen, voller Verabschiedungen und Neuanfängen. Ein Jahr, voller Erlebnisse und neuen Erfahrungen, aber trotzdem gab es auch viele Tage, an denen man einfach im Bett liegen bleiben konnte (oder in der Hängematte), weil das einfach das Leben im Moment ist (man hat nämlich irgendwie keins). Aber was mir dieses Jahr nch viel mehr bewusst geworden ist, als früher Zuhause im normalen Alltag, war, wie wichtig die Leute um mich herum sind - oder die Leute, die eben auf der anderen Seite der Welt auf mich warten.
Deswegen muss ich einfach nochmal Danke sagen an jeden, der mich dieses Jahr zum lachen gebracht hat und mich dicke gedrückt hat, jedem, bei dem ich sein kann wie ich bin und der mich noch genauso mag und an mich denkt, obwohl ich einfach mal für ein paar Monate abgehauen bin. Aber ein paar Leuten, muss ich trotzdem einfach nochmal so Danke sagen:
I.S.: Ich weiß, für gewöhnlich kommt das Beste zum Schluss, aber du bist einfach meine Nummer 1. Du bist immer für mich da, seitdem ich ein kleiner Wurm bin, und warst immer auf meiner Seite! Du hast uns beide immer durch geboxt, egal wie allein du manchmal dabei warst (oder deswegen warst). Vieles habe ich Zuhause immer als normal empfunden, aber wie die Eltern immer sagen “wenn du später mal groß bist und solche Sachen selber machen musst, dann weißt du wie das ist”. Angefangen mit Wäsche waschen und Ordnung halten, bis zum Ermahnen von meinem Handy- und Fernsehkonsum, du hattest ja irgendwie doch immer Recht. Ich freu mich schon unglaublich auf dein Essen und dein süßes Grinsen zuhause, und dass du mir wahrscheinlich schon am Flughafen sagen wirst, wie dick ich doch geworden bin. Und ich danke dir, dass ich wegen dir 2 Papas habe, und ich wegen Papa Nr. 2 meine Liebe zu Schokolade gefunden habe. Du bist mein Schatz und ich bin deiner, und ich hab dich lieb, bis zum Mond und wieder zurück!
G.Z.: Ich weiß nicht ob ich ein Mama- oder ein Papa-Kind bin, wahrscheinlich einfach beides. Ich danke dir, dass du früher an heißen Tagen den Wasserschlauch raus geholt hast und ich quitschend durch den Regenbogen gerannt bin. Dass ich in jedem Baum in deinem Garten ein Baumhaus bauen durfte und du mich bei allem, was am Haus, Auto und im Garten gemacht werden musste, mit einbezogen hast. Das du mich immer raten hast lassen, was neu ist im Haus und du die tollsten Möbel selber baust. Dass du mich immer unterstützt hast, was das bereisen angehst (auch in den Zeiten, wo ich Flugangst hatte) und ich wegen dir das stolzeste Schützekind bin!
R.A.: Du bist der lebende Beweisdafür, dass Freunde Familie werden können! Deine Eltern sind meine Eltern und dein Bruder ist wie mein Bruder und du bist wie meine Schwester! Auch wenn wir uns manchmal hassen, wir haben die unendliche Liebe zusammen entdeckt! Ich kann mit dir über alles reden und du zumindest immer über mich lachen (spätestens nachdem du mal wieder geziegt hast, wie naiv ich doch bin). Wir sind wie der Nord- und der Südpol, total gegensätzlich, aber beide trotzdem ein Pol. Du weißt, wie wichtig du mir bist und wie wenig ich dich gegen irgendwen anders eintauschen könnte! Ich liebe es mit dir zusammen zu tanzen, weil es dann scheiß egal ist was die anderen wohl denken. Außerdem steh ich auf deine Brüste. Und deine Finger :) - unendliche Liebe an dich!
F.S.: Kaum zu glauben, dass du meine kürzeste Freundschaft bist und ich dich trotzdem so unendlich gerne habe! Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir eigentlich dazu bestimmt sind eine Person zu sein und nicht 2, so viel wie wir gemeinsam haben. Du bist mein Lieblingsenergiebündel und wahrscheinlich die einzige Person die meine Sucht nach Fotos nachvollziehen kann (und dem posten derer auf Instagram). Du liebst Sushi mehr als ich und das finde ich toll und obwohl du kleiner bist, also der kleinste der 7 Zwerge, isst du mehr als alle Zwerge zusammen. Du könntest die Hauptrolle eines Minions spielen und trotzdem auf dem Deckblatt der Cosmopolitan landen. Ich kanns kaum erwarten in deiner ollen Schrottkarre durch die Gegend zu cruisen, mit Fenstern weit unten und Musik ganz laut an, auf dem Weg durch Europa oder nach Italien, oder wohin uns die Sonne eben treibt!
S.P.: Ich bin unglaublich froh, dass wir uns vor Australien wieder zusammen gerafft haben und unsere Freundschaft nicht einfach den Berg runter gehen lassen haben. Wir haben schon mehr zusammen erlebt, als so manche Ehepaare und von dir fühle ich mich immer verstanden. Ich kenne keine Person, die so oft Leute kennenlernt, nur weil sie ne Zigarette schnorrt. Ich kenne aber auch keine Person, die in 100 Einkaufsläden keine einzige Sache zum Anziehe findet und dabei immer rumheult nichts anzuziehen zu haben. Manchmal bist du ein ganz schüchternes Mäuschen, aber eigentlich bist du das absolute Gegenteil. Du bist ein Engel auf Fotos (natürlich auch in Wirklichkeit) und ich würde dich am liebsten den ganzen Tag knuddeln!
S.P.: Du bist definitiv ein ziemlich verkorstes Wesen, aber nach 5 Jahren Freundschaft habe ich mich relativ daran gewöhnt. Du hast dich in dieser ganzen Zeit wirklich stark gemacht und ich bin unglaublich stolz auf dich, wie frei und glücklich du geworden bist! Du trinkst mehr als jeder Russe und ich glaube, du hast schon jeden einmal zum Absturz gebracht. Im Sommer ´13 waren wir wie siamesische Zwillinge und ich wünschte mir das wäre immernoch so, denn diese Zeit war unvergesslich! Seit Jahren wollen wir wieder mehr miteinander machen, aber auch wenn wir´s nie so ganz hinkriegen, sobald wir wieder zusammen sind ist alles so wie immer! Kein anderer versteht HIMYM so gut wie du und das mag ich noch mehr an dir! Du bist meine Schatzinsel und bleibst immer in meinem grünen verstrahltem Herzen!
V.B.: Meine längste Freundschaft und die einzige Person, die ich noch nie länger als 7 Tage in meiner Nähe hatte. Ich danke dir dafür, dass wir als Kinder Wasserpflanzen zusammen groß gezogen haben und immer wieder einen coolen Raum für uns haben wolten. Das wir den 773er Club gegründet haben und Regeln aufgestellt haben, wann der Bleistift wie und wo angespitzt werden muss. Das wir mehr Insider haben als alle anderen und mein Papa uns wahrscheinlich schon öfters mal gegen die Wand klatschen wollte. Dass wir uns zwar kaum noch sehen, aber wir trotzdem soviel reden bis wir heiser sind und wir uns gegenseitig zwar immer zuhören, aber anstatt zu antworten einfach ein neues Thema anfangen! Egal, was zwischen uns beiden mal passiert oder wie wenig wir uns sehen und wie weit wir voneinander weg sind, du bleibst immer meine beste Freundin und definitiv meine Brautjungfer- weil du einen unvergesslichen Junggesellingenabschied planen wirst! Pinkes Herz und Liebe an dich, Honey!
F.G.: Seit fast 8 Jahren bist du ein Teil von meinem Leben und wir haben auch schon unseren Streifen mitgemacht! Egal, ob beim Plätzchen backen oder damals als ich immer eifersüchtig auf dich war! Du warst live dabei als ich die Rolltreppe runtergeflogen bin und bei vielen vielen anderen Blamablen Dingen. Du hast nach dem Tanzball einen Pornoservice angerufen anstatt die Taxizentrale. Ich hab mich wochenlang darauf gefreut dich Zuhause wieder in den Arm nehmen zu können, bis du auf die Schnapsidee gekommen bist, auch ins Ausland zu gehen! Ich wünsche dir eine unvergessliche Zeit da und freu mich schon dich dann ein paar Wochen verspätet endlich knuddeln zu können!
L.W.: Du bist der lernbegeisterste Mensch den ich kenne, und auch wenn ich das nie so ganz nachvollziehen konnte, habe ich da großen Respekt vor! Ich finds auf jedenfall cool, dass du jetzt neue Freunde gefunden hast und noch viel mehr und das Studium zwar ernst nimmst aber nicht zu ernst (klingt jedenfalls so). Ich danke dir, für all die witzigen Kochabende und so einige lustige Abende auf den Feldern, als all die Jungs auf dich standen und wir dich Zwangsverheiratet haben. Für all die Telefonate und Gespräche nachts vor deiner Haustür, die immer 2 Stunden länger waren als sie eigentlich hätten sein sollten. Dass ich bei deinem ersten Kuss mit dabei war und ich weiß, dass alles was man dir erzählt auch bei niemand anderem landet! Ich hab dich lieb!
J.H.: Ich will, dass du weißt, wie gern ich deinen Style habe und deine Haare! Wie ich dich dafür bewundere, dass du im Winter immer Neonsachen trägst und deine komischen Sprüche solange durchziehst bis sie zum Insider werden. Ich bin stolz auf dich, wie du Leute imitieren kannst und damit den besten Moment am Abiball geschaffen hast! Danke, dass du mir das coolste Geschenk zu meinem 17. Geburtstag geschenkt hast (und ich meine nicht den Friseurgutschein) und du mich vor einem weiteren Tag mit Pony bewart hast. Dass du 3 Jahre Deutsch zu einem großen Spaß gemacht hast und Bio sowieso! Danke, dass ich mit dir zusammen Mordpläne schmieden konnte und danke für jedes einzelne Anisbonbon! Danke, für all die Gespräche, über dich und mich und die Welt! Du bist der Wahnsinn!
D.K.: Mach dir nichts draus, dass du an 2. Stelle kommst, du bist trotzdem viel hübscher und toller! Ich mags, dass wir beide manchmal unsere eigene Welt von Gesprächen haben, die kein anderer so richtig versteht oder verstehen sollte. Dass du mit deinen Problemen immer zuerst zu mir kommst und mir bei allem vertraust! Danke, für so viele witzige Abende in der Altstadt und im Thums, und für all die Witze die ich über dich machen kann, weil du immer das Etikett abknibbelst wenn du nervös bist und keinen Zucker isst. Ich mag vieles mehr an dir aber am liebsten mag ich an dir, dass du zu einen meiner besten Freunden gehörst!
P.Z.: Danke, dass ich mich mit dir immer total verbunden gefühlt habe, weil wir uns einfach so ähnlich sind. Danke, dass du die beiden tollsten Kinder hast, mit dem schönsten Lächeln und der frechsten Art! Danke, dass dein Papa so ein Fan von meinem Abenteuer in Australien ist und immer meine Blogeinträge verfolgt! Ich mag, dass dein Haus schöner eingerichtet ist als jedes Zimmer in einer Wohnzeitschrift. Ich mag, dass ich all deine Vogue-zeitschriften als Nachtzimmertisch nutzen darf und immer bei dir Willkommen bin! Ich mag, dass ich früher immer Buden bei dir gebaut habe und die Abende, an denen ich bei euch geschlafen habe und wir zusammen Rummikub gespielt haben! Ich mag, dass ihr meine Familie seid und niemand anderes!
A.L.: Ich weiß, du bist der letzte in der Liste und ich hab am Anfang gesagt dass das Beste ausnahmsweiße mal nicht am Schluss kommt, aber irgendwie bist du ja doch der Beste! Danke, für 725 unglaubliche und unvergessliche Tage! Danke an deine Eltern, dass sie dich so lange ausgehalten haben und das aus dir gemacht haben was du bist! Danke, dass du mich besser kennst als jeder andere Mensch und du mich immer verstehst und für mich da bist! Danke, für viele Tage in Australien und das du ein Teil der Zeit meines Lebens bist! Danke, dass du mir Bruno geholt haben, obwohl wir keinen Platz für ihn haben und danke, dass du weißt, wie sehr ich meinen Geburtstag liebe und dass du alles dafür getan hast, dass ich ihn hier auch liebe! Ich könnte so viel Danke an dich sagen, dass ich mich schon fast schudlig fühle! Du bist einzigartig, und es auch manchmal einen Grund gibt, warum andere Menschen diese Eigenschaft nicht besitzen, mag ich dich rundum! Du bist meine Liebe und dafür sage ich dir am meisten Danke!
Es gibt noch so viele Leute in meinem Leben, die ich gern hab und an die ich denke, aber mittlerweile sind meine Finger taub und 2016 wartet auf mich!
Danke!
Eure Eli
Still in Coffs Harbour
Nachdem ich jedes Mal, wenn ich meine Augen geschlossen habe, überall Blaubeeren gesehen habe, war es Zeit für einen Jobwechsel. Alex und ich, wir sind also auf eine andere “Farm” gewechselt. Der größte Vorteil, war der Stundenlohn und dass wir in unserer bezahlten einstündigen Pause Gourmetsandwiches bekommen haben! Unsere Arbeit bestand darin, Unkraut zu zupfen, obwohl es eigentlich eher eine Bäumchen-ausreissen-Aufgabe war und das Highlight das Schubkarre-wegbringen war. Das Gelände/ der Garten/ die Einfahrt/ die Farm (nobody knows) gehörte einem Multimillionär und seiner Frau, obwohl jegliche Vorstellungen, die man jetzt dazu im Kopf hat, falsch sind! Beide waren schon relativ alt und er ganz dünn und sie ganz dick. Deren Haus lag zwar direkt an einem kleinen See mit Veranda vorne dran, aber als ich dieses das erste mal sah, hätte ich schwören können, das sei der Arbeiteraufenthaltsraum oder der Fischerschuppen. Es war also alles ziemlich ungewöhnlich, aber eine witzige Erfahrungen! Ein Tag vor Weihnachten kamen dann auch Randi und Sarah -meine zwei besten Freundinnen von Zuhause- in Coffs an. Die beiden Reisen im Moment auch durch Australien (www.reiseunsereslebens.wordpress.com) und da wir alle zusammen eine Wohnung in Sydney für Silvester gemietet haben, hat es sich zufällig ergeben, dass wir die beiden schon über Weihnachten Zu Gesicht bekommen. Die Vorfreude war riesig und beim ersten Wiedersehen haben wir uns alle erstmal gegenseitig umgerannt. Trotzdem war es irgendwie ziemlich merkwürdig, so gute Freunde von Deutschland plötzlich hier in seiner eigenen kleinen Welt zu haben, weswegen es erstmal ein paar Gespräche gab… Aber spätestens an Weihnachten waren alle Probleme ausgesprochen und wir hatten uns alle wieder lieb! Abends sind wir zusammen essen gegangen, wo Simon und seine Geschwister (ebenfalls ein ziemlich guter Freund aus Deutschland und seine Geschwister, die ihn hier besuchen gekommen sind) schon auf uns gewartet haben. Also gab es wieder eine große Wiedersehensfreude, vorallem weil ich Simon, der jetzt schon am Ende seiner Reise steht, ein ganzes halbes Jahr nicht gesehen hatte. Das Essen war grandios und abends wurde noch zu Schlagermusik auf den Tischen getanzt (immer diese Deutschen…). Am 25.12., das eigentliche Weihnachten in Australien, wurden wir schon morgens um 8 uhr mit Weihnachtsliedern aus dem Bett gesungen und mussten ein Glas Goon mittrinken (der billigste Alkohol hier in Australien, den alle Backpacker aus 4L-Plastikbeuteln trinken, ohne das jemand weiß was drin ist - man hofft auf Wein). Später wurden spiele am Strand gespielt und abends ein BBQ gemacht. So ging der Tag auch irgendwie Sonnig vorbei. Am 2. Weihnachtstag ging es wieder zum Strand, wo uns die Wellen beim Bodysurfen ausgelaugt haben. Es war also ein ziemlich tolles Weihnachten und ich war unglaublich froh meine kleine Familie von Zuhause hier bei mir zu haben. Trotzdem hatten wir alle garkeine Weihnachtsstimmung und die Familie Zuhause feiern zu sehen, war wirklich ziemlich schwer. Aber nächstes Jahr ist ja wieder alles beim alten! Und da freue ich mich schon umso mehr auf Weihnachtsmärkte, Kerzenstimmung, einen geschmückten Baum und meine Liebsten!
Nach Weihnachten wurde dann nochmal die Australienkasse etwas aufgefüllt und an unserem letzten Abend in Coffs Harbour gab es Lagerfeuer am Strand mit Marshmallows. Denn danach ging es endlich weiter, und mit unserer letzten Greyhoundbusfahrt ging es rein nach Sydney…
Küsse, Eli
Meine 3 Wochen Coffs Harbour in 10 Fotos 📷
Currently in Coffs Harbour
Nachdem wir uns so sehr darauf gefreut haben endlich wieder zu reisen, war der Spaß nach zwei Stopps auch schon wieder vorbei. Heute bricht bereits unsere dritte Woche hier in Coffs Harbour an, und auch wenn die einzelnen Tage nicht gerade mit aufregenden neuen Dingen gefüllt sind, gibt es einiges zu erzählen. Hier nach Coffs sind wir gekommen, weil wir zum Einen mal das Farmleben mitbekommen wollten und auch mal durch härtere Arbeit Geld verdienen wollten (hauptsächlich wollten wir nochmal Geld verdienen). Zum Anderen aber auch, weil zwei Freunde von Zuhause, mit denen wir jahrelang zur Schule gegangen sind, seit einiger Zeit hier sind. Das erste Wiedersehen war ein bisschen merkwürdig, Smalltalk hat sich irgendwie nicht richtig angefühlt und direkt über Zuhause und die Reise zu erzählen war auch noch zu früh. Aber nachdem wir Pizza essen gegangen sind, wurde es wieder ganz normal und man hat sich ein bisschen wie Zuhause gefühlt - was wiederum merkwürdig war. Mittlerweile ist es aber nurnoch so, als hätte man sich hier kennengelernt. In unserer ersten Woche haben wir uns noch mit einem Pärchen aus dem Zimmer von den Jungs angefreundet, was gerade für mich ganz cool war, weil ich dann nicht das einzige Mädchen war. Nach einer Woche sind die beiden aber schon abgereist, weil es einfach keine Arbeit gab. Und damit komme ich zurück zu unserem ersten Grund hierher zu kommen: die Farmarbeit. Hier in Coffs Harbour kann man hauptsächlich Blaubeeren pflücken. Zu dem Zeitpunkt als wir ankamen war aber gerade der Wechsel von der Winter zur Sommer Beere (ja, Winter zu Sommer). Man sollte also jeden Tag wieder zur Rezeption gehen, um nach Arbeit zu fragen, weil die Saison ganz bald losgehen sollte. Wir kamen uns da nach einigen Tagen schon ziemlich blöd vor, deswegen kann man sich die Laune von allen anderen ziemlich gut vorstellen. Meistens sind wir also zum Strand gegangen oder einkaufen, die Jungs haben öfters Fußball gespielt und abends gab es manchmal Pizza und manchmal haben wir zusammen gekocht. Dieses Leben wurde ziemlich schnell als “Harzerleben” ernannt und demnach kam man sich auch vor (nicht das man als Empfänger von Hartz4 zwangsläufig asozial oder verblödet ist!). Seit Anfang letzter Woche gibt es dann endlich Arbeit, obwohl dadurch weder unser Intellekt als unsere Laune immens gestiegen sind. Die Arbeit ist zwar nicht gerade körperlich anstrengend, aber man steht 8 Stunden lang auf einem Feld mitten in der australischen Hitze und pflückt Blaubeeren. Wenn man ein bisschen daran gewöhnt ist, ist die Bezahlung aber nicht schlecht und eigentlich haben wir immer alle Spaß dabei, dank Diskussionen über Geld und Gott und dank einiger Insider die ungefähr 50 mal pro Stunde wiederholt werden. Nach der Arbeit geht’s dann erstmal ins Meer und nachdem man gegessen hat und zusammen saß auch schon früh ins Bett. Vorletzten Samstag hatte ich dann Geburtstag, und das war unglaublich toll und ganz merkwürdig zugleich. Ich habe nicht so sehr auf diesen Tag hingefiebert wie Zuhause, aber trotzdem hab ich mich total gefreut. Alex hat sich mit der Planung ganz viel Mühe gegeben und vorher immer sehr geheimnisvoll getan und obwohl das meiste was er vorhatte nicht geklappt hat, war der Tag super. Erst gab es ein großes Frühstück und dann sind wir zu der “Big Banana” gelaufen, wo wir Minigolfen waren und Bobbahn gefahren sind. Abends gings dann zum Vietnamesen, was neues ausprobieren, wo wir glatt Australier kennengelernt haben die uns zu Weihnachten eingeladen haben. Was mich besonders gefreut hat, war dass alle Freunde und meine Familie an die Zeitumstellung gedacht haben und ich somit schon um Mitternacht und morgens beim aufstehen Nachrichten und lustige Videos geschickt bekommen habe. Trotzdem war ich abends ziemlich traurig, weil es mein erster Geburtstag war an dem ich morgens keinen Geburtstagsthron von meiner Mama gebastelt hatte und Randi nicht morgens um 7 vor meiner Haustür stand mit ihrer Posaune und ich nicht zusammen mit all den Menschen war, die ich so gern hab und die mir hier so fehlen. Weil am nächsten Morgen aber noch ein bisschen eingeplantes Geburtstagsgeld über war, gab es dann leckeres Sushi am Strand.
Im Moment bin ich in Gedanken wieder ganz viel Zuhause, gerade weil Weihnachten so kurz bevor steht und man hier einfach überhaupt keine Vorfreude darauf hat. Aber andererseits will ich auch garnicht hier weg, man hat sich wirklich an dieses lockere Leben und das tolle Wetter gewöhnt. Aber jetzt heißt es erstmal noch 2 Mal schlafen, bis ich endlich meine besten Freundinnen wieder abknutschen kann und Simon nach einem halben Jahr endlich wieder sehe und mit allen zusammen, egal ob neue oder alte Freunde, Weihnachten dick essen gehe und am Strand verbringe…
Merry Christmas, Eli
Currently in Byron Bay
Bunte Wimpelketten die über der Straße flattern, Sand verteilt in der ganzen Stadt, überall blonde Jungs mit langen Haaren und Surfbrettern unter dem Arm, Hippies in langen bunten Kleidern und Backpacker die in Hängematten liegen und Joints rauchen…
Das war mehr oder weniger meine Vorstellung von Byron Bay. Weil einfach jeder Reisende einem von diesem Städtchen vorschwärmt, war ich aufgeregt wie ein kleines Kind als wir auf unseren Bus nach Byron gewartet habe. Schon auf der Fahrt dorthin merkte man wie sich die Landschaft von roter Erde und ausgetrockneten Pflanzen zu Feldern und Wäldern voller grün entwickelten. Leider veränderte sich auch das Wetter von Sonnenschein in graue Wolken und Regen. Wahrscheinlich war das einer der Faktoren, warum mir Byron Bay nach unserer Ankunft (mit einer Stunde Zeitverschiebung: jetzt sind es 10 Stunden vor Deutschland) alles andere so vorkam wie ich es erwartet hatte. Ein absolutes Gewirr aus Straßen, ein abgeschiedener Strand und keine bunten Fähnchen oder Leute. Wir wussten, wir haben noch einige Tage an diesem Ort vor uns, deswegen wollte ich nicht direkt in all die kleinen Lädchen stürmen, woraufhin wir aber soviel Zeit hatten, das wir 3x zum Strand gegangen sind und durch die Straßen liefen. Auch hier waren wieder überall Schoolies vertreten, allerdings ohne Bändchen und Ausweise. Dank derer gab es dann abends eine Party draußen direkt am Strand, wo wir so lange getanzt haben bis der Regen dann doch zu stark wurde.
Am nächsten Morgen ging es dann nach Nimbin, das ultimative Hippiestädtchen Australiens. Knappe 300 Einwohner und eine kleine Einkaufsstraße gibt es hier, die nur von den täglichen Touristen leben, die herkommen um günstig Drogen zu kaufen. Hergekommen sind wir mit einem Shuttle, der uns in der “Stadt” rausgelassen hat, von wo aus wir dann zu unserem Hostel laufen sollten (jeder Mensch bleibt hier für 2-3 Stunden, aber irgendwie hatten wir bereits vor Monaten eine Nacht in einem Tippi gebucht). Der Weg ging einen guten Kilometer durchs Nirgendwo, wobei wir die ganze Zeit Angst hatten, dass gleich einer der Einwohner nackt und total bekifft aus einem der Felder gerannt kommt (durch den Nebel und den grauen Himmel gab es irgendwie eine dezente Horrorfilmstimmung). Heile im Hostel angekommen, mussten wir feststellen, dass dieses zwar eines der schönsten ist, indem wir bisher waren, die Leute jedoch nicht minder komisch waren wie unten in der Stadt und unser Tippi garnicht mehr so aussah wie damals im Internet auf den Fotos. Das einzigst Tolle war jedoch der Ausblick aus den Hängesesseln auf die grünen Felder. Nachmittags sind wir dann nochmal zurück gelaufen und haben uns in die Geschäfte getraut, in denen wir dann etwas Sicherheit dazugewonnen haben. Die Verkäufer waren alle sehr nett und haben uns sogar Tee angeboten (Zitat Alex: “Sicher, dass da keine Drogen drin sind Eli?”). Trotzdem stand der Entschluss fest, hier nicht zu rauchen oder sonstiges zusich zu nehmen, man weiß ja nie…
Nachdem wir dann Nachts auch eher weniger als mehr geschlafen haben, dank Mäusen im Tippi, und unsere Tagestour am nächsten Tag sich eher als “Wir kaufen in Nimbin Drogen und rauchen die dann an einem Ort wo keine Polizei in der Nähe ist”-Tour herausgestellt hat (okay, das BBQ zwischendruch war ziemlich lecker), waren wir unglaublich froh zurück in Byron Bay zu sein. Nachdem wir das Hostel gewechselt haben und in ein ziemlich cooles Zimmer mit hammer Leuten gekommen sind, sah die Welt schon wieder ganz anders aus. Am nächsten Tag konnte ich dann auch endlich stundenlang durch süße Läden bummeln und mich über die teuren Klamotten in Australien aufregen (oder den Fakt, dass diese tollen ausgefallenen Dinge umgerechnet garnicht teuer sind, ich aber einfach kein Geld dafür habe). Abends sind wir dann mit den Leuten vom Zimmer aus feiern gegangen, wobei alles ziemlich durcheinander war und wir am Ende mit zwei Freundinnen, die wir beim Essen kennengelernt haben (kostenloses Dinner sag ich nur), in einer Pizzeria geendet sind. Am Nikolausmorgen gings dann früh raus auf den Sunday Market, wo meine Vorstellung von Byron Bay endlich doch noch erfüllt wurde. Viele bunte Stände, voll mit Hippieklamotten und Silberschmuck und Livemusik an jeder Ecke, wobei das Eis, gemacht aus frischen Erdbeeren und Mangos, am besten war (vorallem wenn man bereits um 10 Uhr gefühlte 30 Grad hat). Nachdem Alex dann auch wach war, haben wir uns auf den Weg gemacht zum Leuchtturm. Hin haben wir eine gute Stunde gebraucht und für den Weg zurück sogar zwei Stunden(wobei es gefühlte 100 Mal bergauf und ab ging, und mittags um 1 ist es nochmal wärmer als um 10 Uhr), aber der Ausblick zwischendurch und spätestens oben am Leuchtturm war wirklich gold wert! Und für ein paar Minuten der östlichste Mensch Australiens zu sein ist auch ein witziges Gefühl. Nachdem wir zufällig den Start von einem Paraglider beobachtet haben, war Alex dann Feuer Flamme. Weil es aber leider schon am nächsten Morgen weiterging und der Wind zu schlecht stand, hatte er nicht mehr die Möglichkeit, Byron Bay von oben zu bestaunen.
Kurz bevor der Bus ging, hab ich mir also wieder einen Aufnäher geholt, denn Byron Bay gehört, genauso wie Noosa damals, definitiv zu einem der schönsten Stopps und wird unvergesslich sein für mich!
Currently at the Goldcoast
Mein schlechtes Gewissen ist kaum zu bändigen, wenn ich darüber nachdenke, wie lange es mir schon wieder herkommt, dass wir Brisbane verlassen haben und wieder unterwegs sind, und wie wenig (okay, garnichts) ich in dieser Zeit geschrieben habe.
Aber es gab einfach so viel zu tun und zu sehen, und sogar mein Handy hat mich schon aufgeregt wenn ich nur abends ein paar Nachrichten beantworten wollte. Seit unserem längeren Aufenthalt in der Stadt bin ich so richtig in Australien angekommen und möchte einfach jeden Moment genießen. Viel Zeit haben wir schließlich nicht mehr und da will ich so viel wie möglich von downunder mitnehmen!
Nach Brisbane ging es also erstmal nach Surfers Paradise. Geplant waren nur 2 Übernachtungen, aber nachdem wir fast täglich verlängert haben, waren wir 5 Tage dort. Surfers war ein recht spezieller Ort, denn es war so ziemlich das Gegenteil von allem Anderen was wir bisher in Australien kennengelernt haben. Ich muss hinzufügen, Alex und ich, wir sind hier nicht gerade die größten Partytiere und verbringen unsere Abende, im Verhältnis zu vielen anderen Backpackern, meistens lieber am Strand oder ruhiger, als feiern zu gehen. Deswegen ist Australien für uns bisher eher ein Land, voller kleiner Orte, Strände, dem Meer und vorallem Gelassenheit und guter Laune. Letzteres gab es in Surfers Paradise aber auch, und zwar ganzschön viel. Alles hat ein bisschen an den Ballermann auf Mallorca erinnert, überall gab es Hotels und Hochhäuser und man hat kaum Einheimische gesehen. Dass zu dem Zeitpunkt unseres Aufenthaltes auch noch überall Schoolies waren, hat diesen Eindruck nicht gerade vermindert. Diese haben gerade alle ihren High School-Abschluss gemacht und feiern jetzt an den Orten der Ostküste bis die Wolken wieder lila sind. Vorallem in der Partyhochburg Surfers Paradise sind also unglaublich viele junge, betrunkene Australier, jeder einzelne hat dabei ein Armband mit Barcode an und einen Ausweis vor der Brust baumeln mit Foto und Name drauf.
Ein bisschen mitreissen lassen haben wir uns also natürlich auch und sind zweimal mit dem Hostel aus feiern gegangen, wodurch man immer schon viele Leute kennengelernt hat. Die Clubs waren aber relativ eng und dementsprechend heiß, weswegen bei uns keine Wolken lila waren als wir zurück zum Hostel gegangen sind.
Tagsüber lagen wir meisten am Strand, wo die Hochhäuser der Stadt beinahe bis ins Meer ragen. An einem Tag haben wir dann einen kurzen Ausflug nach Burleigh Heads gemacht, wo uns ein süßer Markt, ein toller Strand und ein paar tolle Aussichten vom Wanderweg des Nationalsparks erwartet haben.
Surfers Paradise war wirklich der perfekte Einstieg für uns, um sich wieder ans Reisen zu gewöhnen: Viele liebe Leute, ein toller Ort und viele neue Geschichten zum erzählen.
Bilder über Bilder - mit all den Fotos, die ich in Brisbane geschossen habe, könnte ich ein ganzes Haus tapezieren. Es wird wieder Zeit für Strandmotive und Meeresrauschen!
Currently in Brisbane
Ich kann es kaum glauben, unser letzter Tag in Brisbane ist gekommen. Ich weiß noch ganz genau, wie wir vor 7 Wochen im Transit Center angekommen sind und ich mir auf dem Weg zum Ausgang gedacht habe ¨Das hier ist jetzt dein Zuhause für die nächste Zeit. In ein paar Wochen steigst du hier wieder in den Bus ein, hast noch neue Leute kennengelernt und noch unbekannte Freunde gefunden. Hast Dinge erlebt, von denen du jetzt noch nicht den leisesten Schimmer hast. Und du hast die Taschen voll Geld.¨ Ich muss zugeben, nicht unbedingt alles ist so in Erfüllung gegangen wie erhofft (vorallem letzteres), aber von Anfang an wusste ich, das Brisbane etwas Großes für mich wird und einen bedeutenden Teil dieser Reise ausmacht. Und ich habe Recht behalten, denn wenn ich nachher wieder die Stufen im Bus hochgehe, dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Abschied von hier ist anders als Zuhause vor der Reise, aber trotzdem mit den gleichen gemischten Gefühlen. Wir müssen uns nicht wehmütig von Familie und Freunden am Flughafen verabschieden, oder zählen, wie oft wir noch leckeres Essen bekommen. Aber ich muss mich verabschieden, von Arbeitskollegen, die mir meine Schicht in der prallen Mittagshitze Australiens versüßt haben, indem sie mich veräppelt haben, mir den kaltesten Kaffee zubereitet haben den ich je getrunken habe oder meinen Namen durch das halbe Restaurant gerufen haben. Ich muss mich verabschieden, von unserem Zimmer, in dem ich beinahe alle Staffeln von Gossip Girl geschaut habe, und vorallem von dem Kleiderschrank, den ich wirklich zu schätzen gelernt habe. Ich muss mich verabschieden, von unserem Sharehouse, mit dem Ofen und dem Gefrierfach und vorallem der kostenlosen Waschmaschine. Ich muss mich verabschieden, von den tollsten (und lautesten) Mitbewohnern Australiens! Egal ob Louis, mit seinem dezenten Fantick für alles was mit ¨My little Pony¨ zu tun hat, der immer für alles eine Lösung hatte, indem er kurz in den Keller ging und mit irgendwas tollem wieder hoch kam und mit dem ich zusammen süßen Wein mit Marshmallows getrunken habe (wenn auch nicht freiwilligu). Oder Ben und Lizzy, das andere Pärchen im Haus. Lizzy, eher die ruhigere und super liebe. Ben, derjenige der seiner Freundin mal eben 150$-Blumen schenkt und eine minimale Sucht nach Videospielen hat. Der immer gratis Knoblauchbrot mitbringt, weil er in einer Knoblauchbrotfabrik arbeitet und der einfach kein Gefühl dafür hat, wann man durchs ganze Haus schreien und singen sollte und wann nicht (zum Beispiel an deinem einzigen freien Tag der Woche um 6 Uhr morgens). Ernie, der so gut wie pleite ist und den wir auf unserem Sofa aufgenommen haben und der immer was zu erzählen hat (vorallem von Galileo) und der sich tapfer der fliegenden Kakerlake gegenüber gestellt hat, nachdem sie mir schon über den Fuß gelaufen ist. Ich muss mich verabschieden, von der steilsten Straße Brisbanes (oder Queenslands oder vielleicht auch ganz Australiens), für die ich genau 100 Schritte gebraucht habe wann immer ich das Haus verlassen wollte, aber die einem immer wieder den Atem beraubt hat, wenn man nachts um die Ecke kam und die Lichter der Häuser sich unter einem ausgebreitet haben. Ich muss mich verabschieden von vielen Kleinigkeiten, wie meine 2 Scheiben Toast mit Butter morgens auf dem Weg zur Arbeit, super liebe Kunden im Cafe, die einen schon beim Namen kannten oder dem Markt am Mittwoch, wo es ¨deutsches Brot¨ gab. Aber der wohl schlimmste Abschied ist von der South Bank. Jeden Freitag Abend waren wir hier, sind am Ufer des Brisbane Rivers entlang gelaufen, unter beleuchteten Bäumen und vorbei am Brisbane Wheel, mit der Skyline auf der anderen Seite, die wirklich einzigartig ist. Der Gang über den Nachtmarkt und das Grillen im Park sind dabei zur Tradition geworden, und das Nachtschwimmen in der riesigen Lagoon wäre beinahe ein Teil davon geworden, wäre es beim ersten Mal nicht mörderisch kalt gewesen. Diese ganze Atmosphäre an jedem Freitag abend, und eigentlich auch an allen anderen Abenden wo ich dort war mit Alex oder Anja und ihren Freundinnen, ist einfach Gold wert und unvergesslich! Aber egal, wieviele Abschiede es sonst noch gibt, meine Vorfreude auf unsere Reise 2.0 ist größer als vor dem Flug nach Australien. Durch den ganzen Alltag hier habe ich wieder begriffen, wie aufregend das Reisen eigentlich war, wieviele tolle Menschen wir kennengelernt haben und wie sehr Australien ein Teil von mir geworden ist, an den ich nie geglaubt habe. Ich habe gelernt, wie wichtig Zuhause ist und wie gut man es dort eigentlich hat. Aber auch wie ernst man manchmal das Leben sieht und wie locker und glücklich man eigentlich sein sollte. Australien wird mir mehr fehlen als ich es zugeben würde, und genau deswegen möchte ich die nächsten Wochen umso mehr genießen. Und wenn ich dann gleich wieder in den Bus steigen, dann werden mich die gleichen Gedanken verfolgen, wie damals, als ich vor einigen Wochen ausgestiegen bin: ¨Was werde ich wohl für Leute kennenlernen, die ich am Ende meine Freunde nennen darf? Was werde ich für Erfahrungen machen, wieviele Nächte werde ich tanzen und küssen und wieviele Tage werde ich die Sonne verfluchen? Wie komme ich ins neue Jahr mit meinen besten Freunden und wie werde ich meinen Geburtstag und Weihnachten verbringen? Wer bin ich, wenn ich in den Flieger steige und nach Hause fliege?¨ In Liebe, Eli
Der ganz normale Alltag
Mittlerweile ist es wirklich schon lange her, dass ich was geschrieben habe. Das liegt vorallem daran, dass es mir so vorkam als gäbe es nichts zu berichten. Es gibt nicht mehr alle paar Tage einen neuen Ort mit einer neuen Unterkunft und neuen Leuten. Hier hat uns mittlerweile der Alltag wieder eingeholt.
Jeden Tag wird früh aufgestanden um zur Arbeit zu fahren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich vor 2 Wochen endlich was gefunden, und dann direkt 2 Jobs auf einmal. Weil sich die Arbeitszeiten aber überschnitten hätten, konnte ich mich sogar noch entscheiden. Jetzt bin ich Kellnerin im Cafe Brisbane! Vom Ablauf her musste man sich erstmal an einiges gewöhnen, denn manchmal wird Service hier größer und manchmal kleiner geschrieben wie in Deutschland. Mit dem Englisch hatte ich überraschenderweise garkeine allzu großen Probleme, dafür aber mit allen neuen Kaffeenamen, denn Australier sprechen in Bezug auf ihren Kaffee eine ganz eigene Sprache. Trotzdem fühle ich mich pudelwohl in dem Restaurant, meine Kollegen sind super nett und nehmen mich gerne mal auf den Arm, weil ich mir auf Englisch nie ganz sicher bin ob es ein Witz ist oder nicht. Und weil das Restaurant direkt auf einem großen Platz mitten in der Stadt ist, gibt es auch immer was zu gucken wenn gerade mal nicht so viel zu tun ist (Märkte, Demonstrationen und japanische Albinofrauen). Nach der Arbeit bin ich allerdings meistens ziemlich platt und fall Zuhause auch direkt ins Bett (mit einem Becher Eis und einer weiteren Folge Gossip Girl). Weil Alex leider immernoch auf der Arbeitssuche ist, treffe ich damit meistens auf wenig Begeisterung…
Deswegen haben wir uns letzte Woche mal ein bisschen Informiert und mal wieder richtig was unternommen. Alex hat mich dann ein paar Mal von der Arbeit abgeholt und wir sind zusammen in die Stadt gegangen, haben Museen besucht oder vom Glockenturm aus Brisbane von oben bestaunt (alles mitnehmen was kostenlos ist!).
Freitag und Samstag hatte ich dann auch frei, weswegen erstmal ausschlafen angesagt war (obwohl mir da die ach so tollen Vögel hier einen Strich durch die Rechnung gemacht haben…) Freitag Abend wollten wir dann wieder auf den Nachtmarkt an der Southbank, wo wir vor 2 Wochen schonmal waren. Es gab ein paar neue Stände und die Stimmung dort ist einfach unschlagbar. Tolle Straßenkünstler an jeder Ecke und überall sieht man strahlende Gesichter. Zum ersten Mal haben wir dann die kostenlosen Grills ausprobiert, die es überall an der Ostküste in Parks und an der Esplanade gibt. Dank eines Missverständnisses im Supermarkt haben wir Würstchen geschenkt bekommen und die wurden dann Abends im Park mit Blick auf die Skyline verputzt (mit Garlic Bread und Salat mit Spargel und Käse versteht sich, Backpackerleben exclusive). Zum Schluss noch ein Spaziergang am Ufer entlang und dann gings auch müde ins Bett.
Samstag gings dann nach Fortitude Valley, das Szeneviertel Brisbanes. Der groß angepriesine Valley Market war wesentlich kleiner und enttäuschender als erwartet. Deswegen sind wir einfach planlos durch die Straßen gelaufen und haben einige Gassen und Hinterhöfe gefunden, mit netten Bars und ausgefallenen Cafes (da kann sich Hamburgs Gastronomieszene eine fette Scheibe von Abschneiden) und süßen Boutiquen und Gallerien. Über die große Brücke sind wir dann auf die andere Uferseite gelaufen und haben dann die kostenlose Fähre zurück in die Stadt genommen. Hier gabs dann zum Mittagessen japanischen Burger mit Kartoffelpürree :D Abends wollten wir eigentlich noch mit unseren Zimmernachbarn Halloween feiern, aber am nächsten morgen ging mein Wecker um 5:30, denn so freie tage gehen immer ziemlich schnell vorbei.
Trotzdem haben wir den Sonntag noch ordentlich ausgenutzt. Während ich noch gearbeitet habe wurde um das Restaurant ein Flohmarkt aufgebaut und nach Feierabend hab ich natürlich direkt mal eine Runde gedreht und ein neues Outfit für 5$ erstanden (dass natürlich später direkt angezogen wurde). Abends gings in Open Air Cinema, direkt neben dem Wheel of Brisbane, das Riesenrad ist sozusagen das Wahrzeichen Brisbanes. Nachdem wir unsere Decke vor der riesigen Leinwand ausgebreitet hatten, ging es dann zum Eisstand, denn: Das Kino wird präsentiert von Ben and Jerrys und jeden Sonntag gibt es die Sunday Session, wo es neben Livemusik vor dem Film auch Eis gibt bis der Magen nicht mehr will. Als dann die Sonne untergegangen war ging es auch schon los und Peter Pan hat uns in seine Welt gelockt.
Heute haben wir unseren Flug aus Melbourne nach Phuket gebucht für die Rückreise Ende Januar. Die neue Woche beginnt also zuversichtlich…
Currently in Noosa
Obwohl wir in Noosa nur 2 Nächte waren und das mittlerweile schon eine ganze Woche zurück liegt, muss ich noch ein paar Worte zu dieser schönen Stadt loswerden!
Auch wenn es vielleicht verrückt klingt und ich diese Worte eventuell noch zurück nehme, nachdem wir uns in Brisbane richtig eingelebt haben oder in Byron Bay waren, aber Noosa ist meine Stadt in Australien. Von Anfang an war ich gerne dort und war wie mitgerissen von der Atmosphäre. Durch unser Hostel konnten wir kostenlos Fahrräder und Kajaks ausleihen, was wir trotz unseres kurzen Aufenthaltes ausgiebig genutzt haben. Nach 3 Tagen auf dem Drahtesel (alles andere wäre eine Übertreibung), war mein Po zwar wundgescheuert, aber indem man mal flexibler und vorallem schneller unterwegs war, hat man die Stadt nochmal ganz anders wahrgenommen. Man hat ziemlich schnell gemerkt, dass man nicht gerade Geldprobleme hat, wenn man in Noosa lebt. Es gibt eine Menge schöner Häuser und auf unserem Weg in die Stadt konnte man von einer Brücke aus sehen, wie die Häuser direkt an den Noosariver angegrenzt haben, mit kleinem Anlegesteg und Strand. Wirklich beneidenswert!
Vorallem die Hastingsstreet hat es mir angetan, die “Hauptstraße” direkt am Strand, an der sich teure Restaurants, süße Cafés und niedliche Läden abwechseln. Nachts sieht es dort besonders himmlisch aus, weil in allen Bäumen liebevoll Lichterketten aufgehangen wurden, die die Straße funkeln lassen. Kajakgefahren sind wir natürlich auch, obwohl wir erstmal alleine am Strand saßen und warten mussten, dass das Gewitter vorbei zieht (klar regnet es das erste Mal so richtig in Australien wenn man mit einem super schweren Kajak unterwegs ist). Danach haben wir uns dann noch ein bisschen blamiert, weil es doch kein 2er Kajak war und wir mit dem halben Teil untergegangen sind. Weil es dann mit Wasser vollgelaufen war, haben wir es erst nach 15 Minuten hinbekommen das Kajak zurück zu tragen. Die Strandbesucher waren begeistert!
Das Highlight war allerdings Bettys Burgers! Weil ich immer so geschwärmt habe von der tollen Atmosphäre, haben wir uns am letzten Abend einen Restaurantbesuch gegönnt (an Mama und Papa: wir haben erst eine Stunde Preise verglichen und sind dann in das günstige Lokal gegangen - ganz sparsam). Und an alle, die irgendwann mal nach Australien wollen, fahrt nach Noosa und geht zu Bettys Burger, bestellt einen Chickenburger (ja, Beefburger sind immer besser aber dieses Mal nicht) und ihr esst den leckersten Burger eures Lebens! Ich bin mir sicher, die Leute um uns herum dachten wir hätten dieses Jahr noch Nichts zu essen bekommen, so begeistert wie wir am Ende sogar die Sauce ausgeleckt haben.
Noosa war also auf jedenfall ein zu kurzer Aufenthalt. Bevor wir abgefahren sind, bin ich noch schnell in einen der Touriläden geflitzt und habe einen Aufnäher gekauft (wie man ihn von früher kennt, wenn man ein Loch in der Hose hatte), der direkt auf meine Jacke genäht wurde. Noosa ist also ab jetzt immer bei mir!
Currently in Brisbane
Endlich sind wir in Brisbane angekommen!
Nachdem wir jetzt fast 2 Monate lang gereist sind und immer in kleineren Städten am Strand waren, sind wir echt happy mal wieder in einer richtigen Stadt zu sein. Obwohl Brisbane mit 2 Millionen Einwohnern und einer richtigen Skyline schon mehr ist als das, was wir von Zuhause aus gewohnt sind. An unserem ersten Abend haben wir einen langen Spaziergang auf der anderen Flussseite gemacht und waren wirklich ziemlich geflasht. Überall sind Lichter! Aber nicht nur von den Hochhäusern, sondern auch von den kleinen Restaurants und Bars am Ufer und von den Lichterketten in den Bäumen. Obwohl es also eine riesige Stadt ist mit rummeligen Straßen, kann ich mir gut vorgestellen, hier für die nächste Zeit zu leben!
Unser Host in Hervey Bay hatte uns damals die Kontaktdaten seiner Tochter gegeben, die hier momentan lebt. Nach ein paar SMS haben wir uns dann auch direkt getroffen um einen "Spot", wie sie es genannt hat, zu besichtigen an dem wir bleiben können. Und der Begriff "Platz" ist auch ziemlich treffend: In Australien ist der Keller auf Straßenhöhe. Oft steht das Haus dann einfach auf Stelzen und alles was nicht gebraucht wird findet dann seinen Platz im "Keller". Und hier haben wir dann unser kleines Zimmer mit Vorhängen als Wänden, einem Sofa und einer Matraze auf Paletten. Außerdem gibt es einen Kühlschrank, ein eigenes Bad und in der Ecke hängen Fahrräder an der Decke. Über uns wohnen dann die anderen Bewohner und die gemeinsame Küche hat sogar einen Backofen! Nach hinten raus gibt es noch einen großen Garten, in dem ein Pärchen in ihrem Van lebt. Alles ein bisschen Hippie-mäßig und so ist es auch eingerichtet. Aber dadurch hat es seinen Charme und gegen $10 die Nacht sollte man sowieso nichts einzuwenden haben. In Deutschland würde man niemals auf die Idee kommen hier einzuziehen aber in Australien ist alles anders und oftmals auch einfach unkomplizierter. Nach dem Treffen haben wir uns dann für den Tag darauf wieder verabredet zum Probeübernachten. Deswegen sind wir mittags direkt mit guter Laune los, um uns schonmal nach Preisen für einen Schlafssack umzuschauen, mit dem wir uns gegen die Kälte in der Nacht rüsten wollten. In Gedanken waren wir also schon in unserer neuen Heimat eingezogen. Am nächsten Morgen wurde munter aus dem Hostel ausgezogen und beim Frühstück nochmal kurz ein Blick aufs Handy geworfen: Am Abend zuvor wurde unter den Bewohnern abgestimmt und die wollten plötzlich doch keine neuen Leute im Haus haben... Also standen wir wieder am Anfang, ohne Unterkunft, voll mit Gepäck und jetzt dann ziemlich angenervt von der australischen Lockerheit. Man sollte sich wirklich nicht immer auf das Wort eines Australiers verlassen, durch die extreme Höflichkeit und Hilfsbereitschaft wird viel erstmal dahingesagt.
Für uns hieß es also wieder: ab an den Computer, um sich nach Alternativen umzuschauen. Und unsere Reiseengel haben uns nicht ganz verlassen, denn wir haben uns noch am selben Abend mit Lee getroffen, unserem jetzigen Vermieter! Und siehe da, heute sind wir eingezogen in unser kleines aber feines Zimmer. Lee ist unglaublich nett und hat für das "beautiful young couple" $20 pro Woche abgezogen. Ich glaube er hat uns auch schon etwas ins Herz geschlossen nachdem wir fast eine Stunde zu spät und vollgeschwitzt zum Termin kamen, weil wir dachten mal eben durch die halbe Stadt zu Fuß gehen zu können. Jetzt wohnen wir zusammen mit 4 Mitbewohnern an der steilsten Straße die ich in meinem Leben gesehen habe.
Gestern haben wir in der Stadt CVs verteilt und vielleicht dann bald auch endlich einen Job.
Heute morgen hab ich mich noch extra früh aufgerafft um vor dem Check-Out zum Markt zu flitzen und wurde auch direkt belohnt mit einem Marktsttand voll deutschem Brot! Mittlerweile ist auch der Koffer weit unters Bett geschoben worden und endlich mal wieder alle Klamotten im Schrank einsortiert. Seitdem dann auch noch die Fotoalben von Zuhause aufgestellt wurden, fühle ich mich hier ein Stück wie daheim! Up’s and down's machen unsere Reise schließlich erst zu einem Abenteuer.
Übrigens, falls ich manchmal ein bisschen schreibfaul bin, auf Instagram gibt es immer aktuelle Fotos mit einem kleinen Zwischenberichten (einfach auf die Fotos “instagram shots” unter meinem Profil klicken)