Wir sind mittlerweile wohlbehalten zurück in Deutschland. Und um abschließend auf den aktuellen Stand zu kommen, gibt es jetzt die letzten Monate unseres Skandinavien-Trips im Schnelldurchlauf.
Nach den Lofoten fuhren wir weiter nach Norden: Wir machten Halt auf der Insel Senja und besuchten Tromsø – die größte Stadt Nordnorwegens – bevor es nach einem kurzen Abschnitt durch Finnland zum Ort Kautokeino ging.
Dort In der Nähe hatten wir eine klare Nacht ohne künstliches Licht um uns herum und wir konnten zum ersten Mal Nordlichter in Ihrer vollen Pracht beobachten.
Da die Batterien immer noch hinüber waren, saßen wir oft bei Kerzenschein...
… und deswegen haben wir uns nach ein paar Tagen Sucherei in Tromsø ein paar neue besorgt.
Tromsøs berühmte Kirche: die Eismeerkapelle
Ein paar Tage Ruhe in der finnischen Pampa
Die ersten Nordlichter bei Kautokeino
Wir schlugen uns weiter durch die Finnmark – Norwegens nördlichsten Verwaltungsbezirk. Durch die karge, aber schöne herbstliche Landschaft fuhren wir bis zum nördlichsten Punkt unserer Reise nahe der kleinen Stadt Gamvik.
Der Leuchtturm in Slettnes, nördlich von Gamvik. Weiter nördlich geht (fast) nicht.
Und erneut waren wir umgeben von Nordlichtern.
Noch kurz einen Abstecher zur russischen Grenze, und dann machten wir uns wieder auf den Weg gen Süden. Nachdem wir ein weiteres Mal durch Finnland gefahren waren, erreichten wir die Ostsee. Entlang der schwedischen Ostküste haben wir nicht viel Touristisches gemacht. Der Alltag bestand aus Arbeiten und Fahren. Es wurde kühler und die Tage kürzer und kürzer ...
Schließlich erreichten wir Stockholm. Wir hatten vor, hier etwas länger zu bleiben, und blieben sogar noch länger als geplant.
Es war einfach nett, mal wieder in einer Großstadt zu sein und Städtisches zu unternehmen. Erstens hatten wir das lange nicht mehr und zweitens ist es in der Natur nicht ganz so spaßig, wenn es kalt und früh dunkel ist.
Zudem bekamen wir für ein paar Tage Besuch von Andre und ich (Daniel) habe mich mehrmals mit einem Stockholmer Designer und Fotografen getroffen, dessen Fotografie-Blog ich seit einigen Jahren verfolge.
Dass die Stadt dann auch noch von Schnee und Eis überrascht wurde, hat weiter zum langen Aufenthalt beigetragen, da wir die Straßen etwas auftauen lassen wollten, bevor wir uns mit unseren Sommerreifen wieder drauf wagten. Nicht zuletzt ist Stockholm wunderschön und hat uns einfach extrem gut gefallen.
Los ging’s mit einem von vier Konzerten – direkt am Freitag Abend unserer Ankunft.
Partying with the locals at Anchor Pub
Die fantastische Anton-Corbijn-Ausstellung im ebenso fantastischen Museum “Fotografiska”
Katatonia im Debaser Medis
Und dann war der Schnee da ...
Bei einem von drei Treffen mit Karl-Johan und seiner Tochter Hertha
Ach ja, einen platten Reifen gab’s auch noch zwischendurch.
Das Vasa-Schiff und -Museum
Eine tolle Stadt! Kann man nur empfehlen.
Nach Stockholm waren die Tage in Skandinavien auch schon fast gezählt. Wir hatten noch zwei angenehme Wochen in Südschweden, bevor wir Anfang Dezember die Fähre von Trelleborg nach Rostock nahmen.
Cliff-Burton-Gedenkstätte in Südschweden
Wenn man’s mit dem Campen ernst meint ...
Insgesamt waren wir fast acht Monate mit unserem Womo unterwegs. Besonders Norwegen hat uns wahnsinnig beeindruckt. Aber auch in Schweden fanden wir ein paar schöne Orte, von denen es sicher noch viele mehr gibt, aber diesmal lag unser Schwerpunkt eben auf Norwegen.
Für uns war ja die ganze Wohnmobilgeschichte komplett neu. Wir fühlten uns aber schnell zu Hause in unserer fahrenden Wohnung und sind manchmal immer noch fasziniert davon, dass man mobil sein und trotzdem beinahe alles dabei haben kann. Unterwegs arbeiten hat übrigens größtenteils ebenfalls gut geklappt. Man muss auf Reise zum Teil mehr Disziplin und Motivation aufbringen, aber ohne Arbeit gibt’s ja auch kein Geld, von daher waren wir ausreichend fleißig.
Aktuell ist Reisepause und wir freuen uns, Familie und Freunde zu sehen. Um das noch ein wenig länger genießen zu können, ist der nächste Aufbruch erst für April geplant.