29.08.2019
Liebes Tagebuch,
der letzte Eintrag zieht immer eine gewisse Schwere mit sich. Aber das ist vielleicht auch gut so, zeigt es doch, wie schön die letzten zwei Wochen waren.
In der Früh hatten die Students ihren offiziellen letzten Schultag und eben dieses stellte gleich ein doppeltes Highlight dar. Denn immerhin hatten die Students nicht nur ihre letzten Unterrichtsminuten, nein, sie hatten auch die große Abschlusspräsentationen.
Vor den strengen Augen der beiden ansässigen Lehrerinnen und den noch etwas verschlafenen Augen der beiden Leaders traten die kleinen Vortragsgrüppchen hervor und berichteten stolz, was sie in den letzten Wochen erarbeitet hatten.
Ich habe in meinem Leben ja schon einige Vorlesungen besucht, auch wenn die meisten davon die Leviten waren, die mir meine Eltern vorgelesen haben, aber diese Darbietungen waren teilweise von so überraschend hohem Niveau, dass ich zum Teil gar nicht wusste, was ich als Leader dazu sagen sollte.
Danach ging es in die wohlverdiente Mittagspause und anschließend in den Bus, der uns schließlich zum Flughafen bringen sollte. Mit einem tränenden Auge kamen wir schließlich beim Flughafen Gatwick an (wohl auch, weil das Dachfenster die ganze Zeit offen war) und kämpften uns mühevoll durch die Sicherheit, die gleich drei unserer Gepäckstücke durchfilzte. Ich muss an dieser Stelle meinen Respekt für die Sicherheitsleute des Flughafens aussprechen. Ich hätte niemals freiwillig in meiner Schmutzwäsche herumgekramt.
Vor dem Abflug mussten sich die Students natürlich noch kurz beim Mäci stärken, denn so ein Flug zehrt ja bekanntlich an den Reserven.
Danach ging es mit leichter Verspätung los und schon glitten wir über den Wolken nach Mitteleuropa zurück.
Bei der Ankunft begrüßten uns bereits die Eltern vom Dach des Flughafens und die letzten Sonnenstrahlen von noch weiter oben.
Schnell holten wir unser Gepäck bevor wir schließlich gemeinsam der Schar an wartenden Eltern entgegentraten. Da gab es Plakate, Masken, Geschwister, ja nicht einmal Justin Bieber hätten man herzlicher empfangen.
Doch die Freude hatte auch ihre kleine Schwester, die Trauer, an der Hand. Wir waren in den letzten Wochen eine kleine Familie geworden, Freunde, Partner, eine Einheit. Und so konnte man die eine oder andere Träne in den Augen der Students sehen, als sie einander zum Abschied noch einmal umarmten.
Selbst Dr. Jo musste zugeben, dass ihn diese 21 Jugendlichen mehr als ans Herz gewachsen waren und auch ein Blick in Evas feuchte Augen ließ erkennen, dass sie die Jugendlichen lieben gelernt hatte.
Ich glaube, man kann zu Recht von einem gelungenen Ausflug reden.
Gute Nacht.











