Mendig macht's - die Überraschung ist perfekt!
Die jüngsten Probleme bei der Suche eines neuen Geländes für "Rock am Ring" ließen selbst die Experten in ihren Tipps ratlos zurück. Mönchengladbach oder Mendig? Das hoch favorisierte JHQ-Gelände mit perfekten Bedingungen oder doch der kleine Mendiger Flughafen, der eher als Notlösung betrachtet wurde? Veranstalter Marek Lieberberg lüftete das Geheimnis an zwei aufeinanderfolgenden Tagen: zugunsten Mendigs.
Mit Mönchengladbach schien wochenlang alles klar zu sein: das Gelände eignete sich perfekt, die Stadt bettete Lieberberg auf Rosen, um das große Festival an den Niederrhein zu lotsen. Doch die Immobilienagentur warf allen Beteiligten einen Stock zwischen die Beine, indem sie das Gelände nicht an Lieberberg verpachten, sondern nur an die Stadt verkaufen wollte. Mönchengladbach selbst benötigte in der Folge (verständlicherweise) Zeit, die Risiken und Gewinne abzuwägen. Zeit, die Lieberberg nicht hatte. Um die 30. Auflage im Juni 2015 planen zu können, brauchte er zeitnah Sicherheit. So musste er seiner neu gewonnen Liebe Mönchengladbach auf einer Pressekonferenz gezwungenermaßen absagen.
Einen Tag später fand eine Pressekonferenz in Mendig statt, die nach den Ereignissen der vorangegangenen 24 Stunden folgerichtig eine Nachricht hatte: Mendig, nur 30 Kilometer vom alten Standort in der Eifel entfernt, wird der neue Rock-am-Ring-Standort. Damit können die Planungen voranschreiten. Im Oktober sollen Details und erste Bands veröffentlicht werden - Mendig steht schon jetzt Kopf.
Auf der Homepage (folgt dem Link am Boden) wird das Gelände bereits unter dem Titel "New Horizons" vorgestellt. Doch Mönchengladbach kann sich in anderer Hinsicht doch noch als Sieger fühlen. Denn Lieberberg war so beeindruckt vom Willen der Stadt, ihn zu überzeugen, dass er für August 2015 ein "neues, großes Festival" ankündigte, dass sich am Niederrhein auf dem JHQ-Gelände etablieren soll. So haben beide Seiten nun noch etwas Zeit für die Planung eines neuen Events. "Der Westen lechzt nach einem großen Festival", war Lieberbergs Begründung.
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