
blake kathryn
d e v o n
Three Goblin Art

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DEAR READER

Andulka
Stranger Things
we're not kids anymore.

if i look back, i am lost
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KIROKAZE
i don't do bad sauce passes
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pixel skylines
Mike Driver
One Nice Bug Per Day

Kiana Khansmith

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Origami Around
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@fabulous5k
seeking, yearning, reaching hands
Lost Highway, David Lynch, 1997
All the Vermeers in New York (Jon Jost, 1990)
Quarry Bay, Hong Kong Photograph: William Shun
Der Leichnam Christi im Grabe Hans Hohlbein der Jüngere um 1521/22, nach Dostojewskis Idiot ein Gemälde mit der Gabe den Glauben auszulöschen.
durch die Viale Bruno Buozzi und am Hotel Lord Byron vorüber, hinüber zum Kiosk, fragen ob Ansichtskarten von Rom, der Mann mürrisch und mit seinen Händen mich abweisend, und die hohe Platanenallee umschlungen vom zarten Dunst des November wo ich lief und die Gesichter erblickte, die schwebenden Fahrzeuge, leichtes Nieseln und kehrt machte die andere Straßenseite zurücklief, mich nicht zu verirren, während die Gefühle losgelassen, emporschwingend die Wälder ohne Zögern mir folgten wie der tägliche Aderlaß der Gedanken, wie die täglichen GEDANKEN TOD SÜNDEN, verlispelt, und Abklatsch (Hitzegestalt), auf dem runden Papierteller mit alten Kaffeeflecken der poetische Furor : Baudelaire in der Mundhöhle
Friederike Mayröcker, Rom, 7. November 1994für Daniela Riess-Beger
Das Wahre und das Gemachte sind austauschbar (Verum et factum reciprocantur), daher ist Gott das erste Wahre, weil er der erste Macher (factor) ist.
Das göttliche Wahre ist das umfassende Bild der Dinge, gleichsam eine Plastik; das menschliche Wahre ist ein Monogramm oder ein Oberflächenbild, gleichsam ein Gemälde; und wie das göttlich Wahre das ist, was Gott, indem er es erkennt, anordnet und erzeugt, so ist das menschlich Wahre das, was der Mensch, indem er Kenntnis davon gewinnt, sowohl zusammen setzt als auch Macht. Und so ist Wissenschaft die Erkenntnis, wie eine Sache entsteht, wobei der Geist, indem er den Entstehungsmodus erkennt, die Sache herstellt, weil er ihre Elemente zusammensetzt; Gott den vollständigen Sachverhalt, weil er alles begreift, der Mensch nur die Oberfläche davon, weil er nur das Äußere begreift.
Giambattista Vico 1710
Aus: Türcke - Natur und Gender
Tippi Hedren having her cigarette lit by a crow on the set of The Birds
ophelia, friedrich wilhelm theodor heyser // ophelia, jean-baptiste bertrand // ophelia, sir john everett millais // ophelia, léopold burthe // ophelia, theodor von der beek.
„Was die Freude anlangte, so erfuhr ich sie an mir natürlich erst etwas später, als ich schon im Hotel, allein und wieder ich selbst geworden war. Es ist mit solchen Freuden wie mit Photographien. Was man in Gegenwart der Geliebten aufnimmt, ist nur ein Negativ, man entwickelt es später, wenn man zu Hause ist und wieder über die Dunkelkammer im Inneren verfügt, deren Eingang, solange man andere Menschen sieht, ‚vernagelt‘ ist.“
Battleship Potemkin (1925)
kleine auszugsammlung zum 7.10.23
Die Hamas verfolgt keine politischen Interessen, schon gar nicht die der Palästinenser:innen, in deren Namen sie vorgeblich spricht, sondern setzt alles daran, die ohnehin schon zerrütteten Grundlagen für eine politische Lösung endgültig zu zertrümmern.
Dass sie nicht nur am Vorbild von Horrorfilmen orientierte Gewaltorgien zelebriert, sondern diese auch der Weltöffentlichkeit noch stolz in Videos präsentiert, zeigt, dass sie jeden Funken von Menschlichkeit verloren hat.
Die Hamas konsequent zu bekämpfen, hat rein gar nichts mit Rassismus oder Kulturalismus zu tun, wie es die postkoloniale Linke unreflektiert behauptet und damit den Terror mindestens implizit legitimiert. Deren bestialischer Nihilismus erklärt sich keineswegs aus „dem Islam“ (auch wenn er sich damit maskiert), sondern hat seine Wurzeln in der in Europa entstandenen Gegenmoderne und ist viel enger mit rechten Vordenkern wie Ernst Jünger und Carl Schmitt als mit dem Koran verwandt. So gesehen reiht sich das Massaker in Israel in den weltweiten Angriff regressiver Kräfte ein, die jede Perspektive auf menschliche Emanzipation zerstören wollen.
_ »Alptraum, die Wirklichkeit hat uns gestört. Der Junikrieg paßte nicht in unser Weltbild. In der ›Traumdeutung‹ wendet Freud moralkritisch ein: ›Es bleibt auf alle Fälle lehrreich, den viel durchwühlten Boden kennenzulernen, auf dem unsere Tugenden sich stolz erheben (...)‹. Der viel durchwühlte deutsche Boden sollte durch einfache Alternativen erledigt werden. Von der Schuld der rechten Väter wollten sich die moralischen linken Kinder abtrennen. Wir sind von 1967 an der Dialektik der abstrakten Moral gefolgt. Logisch endete sie bei der unkritischen Solidarität mit den Palästinensern.« (Detlev Claussen, 1983)
Die Realität der Shoah hatte, indem sie in schrecklicher Weise bewies, dass es etwas Schlimmeres als Krieg geben konnte (etwas Schlimmeres, das letztlich nur durch den Krieg selbst beendet werden konnte), die politische Landkarte der Linken fundamental infrage gestellt.
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Zwar sollten die kolonialen Großerzählungen kritisiert werden, jedoch ohne die simplizistische Dichotomie zwischen Kolonisierten und Kolonisatoren (wie sie in den Imperialismustheorien des Antiimperialismus zu finden waren) aufrechtzuerhalten. Vielmehr wurden »hybride Subjektpositionen« herausgestellt, um eine essentialistische oder nationalistische Argumentationsweise zu vermeiden. Da der Postkolonialismus als Produkt des französischen Poststrukturalismus den Herrschaftszusammenhang der globalen kapitalistischen Entwicklung nur auf einer diskurstheoretischen Ebene von Erzählungen und Gegenerzählungen fassen konnte, lag es jedoch nah, auf simplifizierende antiimperialistische Argumentationsmuster zurückgreifen, um die ökonomischen Ausbeutungsmechanismen zwischen Nord und Süd deuten. So ergibt sich bei vielen Autor_innen der postkolonialen Theorie ein widersprüchliches Durcheinander von antiessenzialistischen und dekonstruktivistischen Argumentationsformen bei gleichzeitig unkritischer Identifizierung mit den »subalternen Identitäten« des globalen Südens. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass dieser Widerspruch in der Theorie angelegt ist. Weil die postkolonialen Theorien jeglichen Begriff von kapitalistischer Totalität14 als eurozentristischen Diskurs ablehnen, können sie im globalen Süden einen nicht-kapitalistischen Bezugspunkt ausmachen. Es ist daher kein Zufall, dass poststrukturalistische bzw. postkoloniale Theoretiker_innen wie Judith Butler, Edward Said oder auch Gayatri Chakravorty Spivak ein Problem damit haben, reaktionäre Bewegungen im globalen Süden zu kritisieren. Schließlich würde aus ihrer Sicht eine solche Kritik bereits einem »kolonialen Blick« auf den »Anderen« entsprechen. Folglich vermeidet man nicht nur Kritik, sondern verklärt islamistische oder panarabische (National)bewegungen zu antikolonialen Widerstand.
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Bestandteile des »Neo-Antiimperialismus« seien die »Konkretisierung des Abstrakten, eine Fetischisierung des globalen Kapitals in Gestalt der USA, oder, in manchen Spielarten, der USA und Israel«. Für den Neo-Antiimperialismus ist das von einer staatlich kontrollierten Industriepolitik, dem Ressourcenabbau und ihrer industriellen Verarbeitung geprägte Russland der Verwalter der »guten« industriellen Arbeit, die es gegen das im Westen konkretisierte Finanzkapital zu verteidigen gelte. _ »Dieses manichäische Weltbild, zusammen mit der absoluten Vereinfachung und Glorifizierung der dritten Welt, war bereits Ende der 60er Jahre ein Fehler, heute ist es nur noch traurig«, schrieb Postone 1977.
"[...] der Mensch [ist] selber denkend, urteilend und reflektierend zu sich als Fremdem ins Verhältnis tretende, den Naturzwang transzendierende Natur: das einzige Stück Natur gleichsam, das, weil es Fehler machen, auch die Wahrheit erkennen kann. Um der Natur, die sein Gegenstand ist, angemessen zu antworten, statt sie nur zu beherrschen, muss der Mensch daher, seiner selbst bewusst, ihr ähnlich sein: ernst, streng und wahrhaftig."
Magnus Klaue über Goethe
“Den Antisemitismus kann nicht bekämpfen, wer zu Aufklärung zweideutig sich verhält.”
— Adorno, Theodor W., Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute, in: ders., Gesammelte Schriften, Bd 20•1. Vermischte Schriften I, Darmstadt, 1998, S. 369.