Du willst, dass ich dich rette, doch wie rett’ ich mich selbst? Ich weiß, du machst mich kaputt, ich mach’ dich kaputt Es fühlt sich nicht an wie Liebe, Baby, du bist eine Sucht
Kynda Gray - Sucht (https://youtu.be/-nzJAKxov80)
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Kann nicht schlafen, halt' mich wach, ich hab' Streit mit dem Mond
- Kianush
ich scheiß drauf was sie labern, aber wissen will ichs doch
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Für S.:
Ich weiß nicht genau wo ich anfangen soll. Ich hab diesen Text/diese Gendanken schon dutzende Male angefangen in den verschiedensten Forman festzuhalten. Ich fange einfach mal mit der Situation an in der ich deinen Text das erste Mal gefunden und gelesen habe. Es ist der 07.03.19 irgendwann morgens in meinem Büro meiner Arbeit die ich seit November 2018 mache und ich hab eigentlich totalen Stress weil ein riesen Berg Arbeit vor mir liegt der fertig werden muss. Ich kann mich aber nicht motivieren, habe Hunger und fühle mich irgendwie nicht wohl. Also entscheide ich mich nebenbei ein paar Videos zu schauen und ein bisschen auf den üblichen Verdächtigen Seiten rum zu stöbern. Irgendwann stöbere ich so durch mein tumblr und wechselte einfach so mal wieder zu einem Blog den wir mal zu 2. Angefangen haben und den ich nun als eine Art Backup verwende und sehe einen riesigen Texteintrag der von dir kam und war erstmal verwirrt. Wir hatte ein paar Tage vorher geschrieben weil ich gerade mal wieder verplant hatte hier und da was zu bezahlen und jetzt wieder in ner kleinen Notlage war aber ich habs ja irgendwie geregelt bekommen.
Ich entschied mich also kurzer Hand den Text zu lesen weil oben es ja groß anfängt mit Lieber M. und dadurch fühlte ich mich angesprochen (und ich war ja auch gemeint :D ).
Um auf die ersten zwei kleinen Absätze einzugehen: Ich habe dir eigentlich auch sehr viel zu sagen. Negatives wie auch positives. Dinge die dich verunsichern könnten oder die du falsch verstehen könntest aber ich bin ein Mensch (und das weist du) der versucht, gerade in Bezug auf andere, unangenehme Sachen zu vermeiden und wie ich am Anfang geschrieben habe ist das hier bei weitem nicht die erste Version eines Textes der an dich gehen sollte bezüglich uns.
Ja ich war krank zu der Zeit als wir dann tatsächlich ein Jahr auseinander waren und damit meine ich nicht nur die Erkältung. Ich bin immer noch krank und das schlimme daran ist: ich weiß es aber tue nichts dagegen. Ich liege jeden Abend da und sehe Mauzi und muss ohne es wirklich beeinflussen zu können an dich denken. Ich liege in dem Bett das wir zusammen gekauft haben und sehe den offenen Kleiderschrank den wir beide so toll und cool fanden. Ich sehe die Klamotten die ich früher schon hatte und kann sie zuordnen wann ich sie anhatte und was wir da gemacht haben. Ich sehe auch die Sachen die ich mir gekauft habe um mir innerhalb des letzten Jahres kurzfristige Glücksgefühle und Ablenkung zu verschaffen und ich sehe die Sachen die mal Papa gehörten und vermisse ihn so so sehr weil ich ihn in den letzetn Monaten und Jahren doch so oft hätte seinen Rat und sein da sein gebraucht hätte und wenn nicht seinen dann doch deinen.
Ich werde jetzt nichtmehr nach dem Text gehen sondern etwas wilder springen was meine Gedanken angeht. Mir war immer klar, dass du irgendwann einen richtigen neuanfang willst. Du hast jahrelang davon gesprochen. Wie sehr du die Menschen hier satt hast und auch bei den Problemen innerhalb deiner Familie kann und konnte ich das alles immer verstehen. Auch bei dem was über die Jahre bei uns so vorgefallen ist konnte ich das verstehen und ja mich hat das auch belastet. Sehr sogar. Ich wusste logischer weise das einem Neuanfang wie man ihn kennt ich als ganz große Konstante immer im Weg stande aber hoffte immer das ich es irgendiwe so hinbiegen kann das wir dann zusammen den Neuanfangen wagen und machen. Weg von den toxischen Menschen hier wie unserem Freundeskreis der sich auf Grund von schlechten Beziehungsdramen immer weiter auflöste. Weg von meiner Mutter die uns beiden doch irgendwo immer sauer aufgestoßen ist mit ihrem Verhalten und ihrer Art. Weg vom Grab meines Vaters weil du genau weist wie schwer es mir fällt dort in der Nähe zu sein und du die Einzige bist die das wirklich verstanden hat. Weg von deinen zerrütteten Familienverhältnissen die dich schon weit vor unserer Beziehung belastet und verunsichert haben und du dir eigentlich nur noch um N. sorgen und Gedanken gemacht hast. Ich hoffte und arbeitete darauf hin das wir genau DAS zusammen machen konnten. Und dann kam die Stelle bei LIDL. Die Wohnung in Mosbach und das zusammen ziehen mit Moritz weil wir unserem Freund helfen wollten. Ich muss dir immer noch danken. Ohne dich hätte ich so einen guten Freund wie Moritz nicht. Gleichzeitig hast du es aber auch geschafft, dass wir uns gestritten haben wegen der Trennung und der ganzen Situation. Auch das brachte mir noch mehr Probleme und Unsicherheit in mein Leben. Aber zurück: Ich hab das erste mal so richtig gut Geld verdient und ich merkte auch das du stolz auf mich warst auch wenn ich teilweise ziemliches ego gepushe betrieben habe aber ich konnte nun nach Jahren damit mein Selbstwertgefühl endlich mal ein bisschen hochhalten. Ich hab auch oft gemerkt, dass es zu viel war und dafür muss ich mich entschuldigen. Für mich war aber von Anfang an klar: Alles was ich verdien und was ich habe ist für UNS. Bei uns gab es kaum bis gar kein deins und meins mehr und ich fand das gut, denn es hat gut funktioniert. Ich wollte dir dann als ich in einer guten Position war eben auch helfen nachzukommen. Deiner „Karriere“ einen Push zu geben und dich unterstützen. Ich wollte dich nie kaufen und ich hoffe das weist du. Du weist auch das ich in dir immer etwas gesehen habe, vielleicht sogar klarer als du selbst.
Du rücktest immer mehr in meinen Fokus und ich machte quasi sogar Business und habe mich belesen wie man Künstler managet und Menschen motiviert. Ja ich habe fucking ebooks gekauft und auf Arbeit und in der Pause gelesen um damit dann dich „insgeheim“ aus meinem Standpunkt heraus weiter zu bringen. Ich hab immer wieder gelesen das man eine Basis schaffen muss in der der Künstler frei arbeiten kann und das wollte ich für mich und meine Musik dann gleich mit nutzen. Also war es mir wichtig und ich hab immer mehr nachgefragt was du braucht und was du gerne hättest um frei und gut arbeiten zu können und auch neben der Ausbildung das Interesse an Foto, Video und Bild und damit zu arbeiten nicht verlierst. Weil genau so geht es mir schon seit ende der Ausbildung: Ich kann Programmcode einfach nicht mehr sehen… Ich will es eigentlich gar nicht mehr aber ich mach es weil ich damit gutes geld verdienen kann… Ich fühle mich ein bisschen wie ne Computernutte.
Du hast meine Träume und Wünsche umschrieben und du hast mir dabei echt schon viel und gut geholfen und das gleiche wollte ich immer auch für dich tun.
Kommen wir zu den letzten paar Wochen in denen wir zusammen waren. Ich merkte das du in einer Art Trott warst aber nicht das es dir so schlecht ging. Jetzt die dumme aber einzigst logische Frage die offen bleibt… WARUM HAST DU NICHTS GESAGT? Du hast ja nicht mal ne Andeutung in die Richtung gemacht. DU hast mich die ganze Zeit glauben lassen das wenn was war es an mir lag und ich nicht genug mit dir gesprochen habe und hast mich total klein gemacht und teilweise wegen Nichtigkeiten zur Sau gemacht aber ich stand da einfach drüber weil ich wusste wir haben schon viel krasseres durch und ja es kommt jetzt: Du hast mir Sachen verziehen die für mich immer noch mehr wiegten. Trotzdem hätte ich gerne wenigstens die Chance gehabt daran was zu ändern. Dann bist du nach Stuttgart und ich hoffte es tut dir gut. Du hast mir nur positiv berichtet (wenn du dich gemeldet hast) und ich merkte irgendwie hast du dich anders und komisch verhalten. Vor allem an dem Wochenende zwischen den beiden Wochen. Aber von dem was du erzählt hattest hatte ich trotzdem das Gefühl das es dir gut Tat dort in Stuttgart zu sein und das freute mich. Ich berietet in der Zeit viel vor und freute mich das wir direkt danach das Wochenende in Berlin hatten. Ich mietete extra diese E-Klasse damit wir uns das gönnen können. Ich habe extra gesagt es ist halb so wild lass uns ein gutes Hotel nehmen. Ich war so happy das wir uns das leisten konnten. Ich war so happy mit diesem Auto nach Stuttgart zu fahren und dich abzuholen und dann als ich da war war auch alles gut. Wir freuten uns das wir uns sehen und du warst von dem Auto auch sehr begeistert. Wir hatten eine super tolle Fahrt nach Berlin. Allgemein hatten wir zusammen immer super Autofahrten. Als wir Abends dann in Berlin ankamen und ins Hotel eingecheckt hatten und vorher noch am Alex und am Fernsehturm vorbei sind. Eigentlich wollten wir uns nur mit meinem Cousin treffen um seine Hochzeit mit zu planen aber ich wollte das wir für uns auch ein schönes Wochenende haben. Ich fande das hatten wir auch. Ich meine das Sushi das wir bestellt haben, das mega geile Hotelfrühstück, das gemeinsame lästern über die andern Menschen im Hotel. Wir sind sogar ja noch so ein wenig unterwegs gewesen. Und dann Abends in der Hotelbar mit meinem Cousin und seinder (damlas) verlobten. Wir verstanden uns gut und fuck gab es viele Parralelen. Du weist das mein Cousin (dieser Cousin) eigentlich mein großer Bruder für mich ist und du weist auch wie wichtig er in der Familie für mich ist. Ich wollte dir an diesem Abend einen Antrag machen. Ich hatte Ringe beim Juwelier bestellt. Silber mit Schliff aber Schlicht, jeweils einen kleinen Schliffstein verarbeitet. Deiner hatte den Stein wie oben aufgesetzt und bei mir war der stein direkt im Ring. Ich hab ein Unendlichkeitszeichen rein gravieren lassen weil ich das mal auf tumblr gesehen hatte und mega schön fande. Leider wurden die nicht fertig bis wir los gefahren sind wegen der Gravur. Hätte ich sie nicht gravieren lassen wären Sie fertig gewesen. Keiner wusste das ich die in Auftrag gegeben hatte und es war schwer das niemandem zu erzählen aber ich wollte verhindern, dass es jemandem rausrutscht und auch kein großes Ding draus machen weil ich wusste du wolltest das nicht. Ich hab mich so geärgert das ich die Ringe nicht hatte weil ich nach dem Abend mit den beiden als wir dann hoch sind eigentlich genau diesen perfekten Zeitpunkt hatte den ich wollte.
Nunja wir kamen nach dem Wochenende wieder heim und ich kam Montags von der Arbeit wieder und merkte irgendetwas stimmt gewaltig nicht. Ich wollte mit dir reden aber du hast geblockt. Dann warst du auf einmal nicht da. Du warst bei deiner Mama du warst hier du warst da. Hattest mir nichts gesagt und dann kommst du irgendwann heim und meintest einfach und sehr sehr kalt das du das nicht mehr willst und hast mir jeglichen wirklich jeglichen Boden unter den Füßen weg gerissen.
Ich will das jetzt alles nicht zu breit treten. Aber ich bin in sehr alte Muster verfallen von denen ich eigentlich hoffte sie abgelegt zu haben. Ich habe mit einem Schlag gefühlt einen Großteil meines Denkens und meiner Art verloren. Ich hatte dich verloren. Obwohl du das einzige warst was immer da war, was noch da war und mich verstanden hat wie ich bin und wer ich bin. Ich hatte niemanden und ich wollte niemanden. Hab mich versucht abzulenken mit Leuten die mich dann bis heute auch wieder verletzt haben oder von denen ich schon wusste, dass sie mich nicht im vollen Ausmaß verstehen. Sie haben mich dumm angemacht weil ich dich noch habe bei mir wohnen lassen, weil ich dir noch geholfen habe aber sie haben nicht verstanden, dass mir das sehr gut getan hat. Ich bin kein Mensch der einfach einen Cut machen kann. Dennoch war es im Nachhinein betrachtet auch nicht optimal. Ich vermisse dich auch immer noch. Ich versuche sehr mit aller Mühe nach vorne zu gehen, neue Ziele zu fokussieren und weiter zu kommen aber irgendwo bist du immer noch da. Alles wirklich alles zieht mich seit einem Jahr runter und ich kämpfe und kämpfe und halte mich mit kleinen Erfolgen über Wasser. Ich hatte mein Auto schon 2 mal in den Gegenverkehr gelenkt und mich gerade so noch gerettet. Ich stand auf einer Brücke und wollte springen. Ich hab mich neu verliebt, es nicht gestanden weil ich der festen Überzeugung war nicht gut genug für diese Person zu sein und nie über den Status Freundschaft hinaus zu kommen. Ich hab mich zwischen drin immer wieder zu dir geflüchtet. Dann das in Berlin. Dann die Nacht in der ich betrunken zu dir kam. Die vielen Male in denen ich nicht wusste wem ich schreiben kann außer dir. Ich bin mit dem Job jetzt nicht zufrieden und er macht mich auch kaputt und noch depressiver. Ich komme meinem eigenen Leben einfach nicht hinterher und mit Mama brauche ich gar nicht anfangen. Die Freundschaft zu Moritz wird immer komischer. Die zu Max lässt auch wieder nach. Tim ist da und Tim ist toll aber wenn ich Tim mit dem allen belasten würde was in mir vor geht würde ich mich sehr schlecht fühlen.
Und ich glaube du kannst dir vorstellen wen ich mit neu verlieben gemeint habe. Alex trat wieder in mein Leben. Wir haben uns lange über die letzten Jahre in denen aus verschiedenen Gründen kein Kontakt war ausgesprochen. Wir haben Zeit mit einander verbracht, Sie hat mir geholfen und mich verstanden und wir kamen uns auch etwas näher aber ich merkte, dass irgendwas nicht stimmte. Etwas für Sie und etwas für mich und so ist das Ganze auch wieder gescheitert.
Ich habe seit Jahren durchweg das Gefühl einfach alles grundlegend falsch zu machen. Auch in unserer Beziehung aber du konntest damit umgehen. Dann warst du auf einmal weg. Für mich habe ich dann quasi noch mehr falsch gemacht und hatte keinen mehr der das verstehen konnte. Ich liege seit einem Jahr abends oder nachts im Bett und kann nicht richtig schlafen. Ich schlafe irgendwann mal weil mein Körper zu schwach ist wach zu bleiben aber bin nach 2 bis 3 Stunden wieder wach oder in einer Art Delirium. Ich hab wirklich immer Kopfschmerzen seit einem halben bis ¾ Jahr. Ich achte teilweise zwar auf meine Ernährung aber hab immer Margenprobleme. Ich gebe vor mit Sachen glücklich zu sein aber weine viel zu oft und bin eigentlich über alles nur noch tief traurig. Ich habe immer und immer mehr das Gefühl das ich den Problemen und diesem Druck um mich und auf mich nur entkommen kann wenn ich gehe. Und damit meine ich keinen Neuanfang sondern ein Ende. Es ist hart das so aufzuschreiben aber genau diese Gedanken sind in meinem Kopf. Ich schiebe es selber noch auf lustig vor mir hin mit so Gedanken wie „zur not kann ich immer noch sterben“ aber ich weis genau das ich das gar nicht so unernst meine… Das macht mit wiederum wieder Angst vor mir selbst und schränkt mich in meiner Art und weise ein. Ich habe auch eine Flucht in Alkohol, Geld ausgeben, Drogen und andere Sachen probiert aber das bringt irgendwie alles nur kurzweilig was.
Abschließend bleibt mir zu sagen: Danke. Danke, dass du in meinem Leben warst und danke, dass du in meinem Leben noch irgendwie bist. Du hast mir viel Gutes gebracht aber du hast mich auch sehr ins Negative gestoßen aber ich will dir deshalb keinen Vorwurf machen. Ich selber hätte schon viel früher anfangen müssen mich um mich selbst zu bemühen. Du weist das ich dich liebe. Du weist du wirst immer einen Platz bei mir und für mich in meinem Leben haben. Ich vermisse dich aber ich versuche damit klar zu kommen. Es sind nur die ganzen anderen Sachen dazu die mich nach dir immer mehr und mehr abrutschen lassen. Mir geht es zurzeit nicht gut. Mir ging es schon lange nicht mehr wirklich gut aber das ist nicht deine Schuld auch wenn ich diese Schuld lange bei dir gesucht habe.
Ich hoffe du bist oder wirst glücklich. Natürlich wäre ich umso glücklicher wenn das wegen mir wäre aber wenn das nicht mehr geht dann ist das nun mal so. Ich möchte mich für alles entschuldigen was ich dir negatives gebracht habe und nehme auch deine Entschuldigung und deine Worte an. Ich bin auch sehr froh das wir noch Kontakt haben, das wir noch reden können. Ich vermisse dich auch sehr als Person aber auch einfach diese Zuneigung. Dieses gemeinsame Leben. Es fehlt mir sehr und ja auch unsere Streits. Ich möchte gerne wissen was bei dir los ist und wie es dir geht und eigentlich würde ich dich gerne auch öfter sehen aber ich habe Angst, dass ich dann von meinen Gefühlen nie los komme.
Mir fallen jetzt zum Ende wieder Sachen ein die ich noch nicht gesagt habe aber das ist mir jetzt zu doof das noch dran zu hängen.
Ich werde dich nie vergessen und bitte vergiss mich niemals denn wirklich nur bei dir war ich mir sicher jemanden so geliebt zu haben auch wenn ich schon anderes gesagt habe aber es war nie etwas vergleichbar.
Entschuldige das durcheinander in meinem Text und die vielen Gedanken- und Themensprünge.
Ich hab dich auch sehr lieb ♥
Dein M.
Lieber M.
Ich habe lange überlegt was ich jetzt schreiben soll, oder ob ich etwas schreiben soll. Um ehrlich zu sein habe ich mich auch noch nicht entschieden.
Ich habe dir so viele Dinge zu sagen und gleichzeitig auch so wenig, aber ich fang einfach mal an.
Der Punkt ist, dass ich in meinem Bett liege und glücklich sein könnte. Ich liege hier, ganz genau ein Jahr danach, und du bist nicht weit entfernt von mir und ich frage mich was du machst und wie es dir geht. Ich weiß du bist erkältet, früher hätte ich dir jetzt vielleicht einen Tee gemacht und nach dir gesehen. Jetzt kann ich das nicht. Und das war meine Entscheidung, das weiß ich. Aber nicht zu wissen wie es dir geht und ob es dir gut geht und an manchen Tagen auch die Gewissheit, dass es dir NICHT gut geht sind sehr schwierig für mich. Denn das wünsche ich mir so sehr für dich. Für uns beide. Ich möchte, dass du zufrieden bist und dich auf deine Zukunft freuen kannst und alles wird wie du es dir vorstellst. Irgendwann ein Baby hast und dir dein Traumhaus bauen kannst und alle diese Dinge die du dir so sehr wünschst. Und ich wünsche dir so sehr, dass all das mit der richtigen Person geschieht.
Ich kann mir vorstellen, dass diese Worte aus meinem Mund für dich nicht leicht zu hören sind, da vor nicht allzu langer Zeit noch ich diese Person war. Aber ich hoffe du hast mittlerweile wieder den Mut gefunden dich neuem zu öffnen und mich gehen zu lassen. Ich muss gestehen, dass dieser Punkt bei mir (wenn bisher überhaupt) erst recht spät kam. Deshalb bin ich dir auch so dankbar, dass wir nach alldem noch so gut zueinander stehen.
Und ich möchte mich entschuldigen. Für alles. Für meine nicht erwachsene und egoistische Art und Weise dich abzuweisen. Ich kann und möchte mir nicht vorstellen wie du dich gefühlt haben musst oder es vielleicht sogar immer noch tust. Trotzdem hast du mich machen lassen, wie du es immer getan hast. Du hast mich nie eingeschränkt oder zurückgehalten, in diesem Fall wäre das wohl das erste mal eine gute Idee gewesen. Denn auch deshalb schreibe ich das hier. Um endlich von der Seele zu bekommen, was ich dir so lange sagen will. Die Frage mit dem warum. Selbstverständlich habe ich dir Gründe genannt und diese waren auch irgendwie richtig. Aber es war eigentlich nur eine Art Ausrede. Zu meiner Verteidigung hätte ich damals aber auch keinen Grund nennen können, da ich es lange nicht so reflektiert betrachten konnte wie jetzt.
Die Situation war einfach, dass es mir damals furchtbar ging. Wirklich furchtbar. Weshalb? Keine Ahnung. Aber ich denke meine mentale Verfassung war niemals schlechter als jetzt vor einem Jahr. Diese zwei Wochen in denen ich nicht zu Hause war, waren dann der endgültige Absturz. Ich weiß gar nicht mehr, wie viel du davon tatsächlich mitbekommen hast, aber ich habe (wenn überhaupt) nachts vielleicht 1 Stunde geschlafen, die restliche Zeit lag ich nur weinend im Bett oder bin alleine durch die Stadt geirrt. Und das die kompletten 2 Wochen. Ich konnte nichts essen, dementsprechend war ich schwach und voll auf Nährstoff-Entzug. Ich weiß nicht weshalb ich dich damals nicht einfach angerufen habe und gesagt habe „Komm her, ich brauch dich jetzt.“. Denn genau das und nur das wäre das einzig richtige gewesen. Aber ich konnte keinen klaren Gedanken fassen und hab mich treiben lassen. Und irgendwann kam der Punkt an dem ich gemerkt habe, dass ich etwas verändern muss. Ich hab es so einfach nicht mehr mit mir selbst ausgehalten und wollte nur noch raus aus dem Leben, welches ich aktuell geführt habe. Und aus irgend einem Grund, vermutlich weil du gerade nicht bei mir warst, was niemals ein Grund hätte sein dürfen, habe ich gedacht, dass es wohl das beste wäre die größte Konstante in meinem Leben zu verändern. Und diese warst eben du. Ich musste einfach etwas tun. Ich verlange nicht, dass du es nachvollziehen kannst, aber vielleicht versteht du die ganze Situation etwas besser. Ich hatte einfach Angst vor dem Gedanken nach Hause zu fahren und weitermachen zu müssen wie zuvor, denn irgendwie ging das nicht mehr. Ich wünsche so sehr ich hätte dich stattdessen um Hilfe gebeten. So kam es also, dass ich; komplett von Schlafmangel und Depression verwirrt den Entschluss gefasst habe die Beziehung zu beenden. Und tatsächlich ging es mir schon am nächsten Tag ein klein wenig besser. Ich hab mich frei gefühlt und als hätte ich mich von kennen befreit. Bitte denke jetzt bloß nicht ich hätte ich mich so gefühlt, das war nie der Fall. Was ich schnell merkte, als mir nach Tagen bewusst wurde, dass sich nichts geändert hatte und ich noch immer nicht schlafen oder essen konnte und noch immer wie ein Zombie durch die Welt wanderte. Aber ich war mir ja so sicher über meine Entscheidung und versuchte stark zu bleiben. Vielleicht hätte mich eine Hollywood-Film mäßige Szene vor meiner Haustür und ein energisches „Was soll der Scheiß, lass uns in Ruhe darüber reden“ noch gerettet. Aber wer weiß das schon. Wie gesagt, vielleicht wäre das die erste und beste Situation gewesen in denen du mir meinen Willen nicht hättest lassen sollen (aber das kann man Dir natürlich nicht vorwerfen)
Die nächste Zeit war furchtbar für mich. Deshalb habe ich versucht mich abzulenken, mit Partys und neuen Leuten und vielen Fehlern und traurigen Nächten in denen ich vor lauter Verzweiflung weil ich nicht wusste was ich tun sollte, nicht mehr weiter wusste. Also begann ich wieder nichts zu essen und merkte wie ich immer schneller in eine sehr schlimme Phase rutschte. Und die ganze Zeit über wollte ich eigentlich nicht anderes als alles was ich in den letzten Wochen getan hatte rückgängig zu machen. Ich wollte einfach nur, dass alles wieder so war wie zuvor, mit dir, unserer Wohnung, unseren Freunden. Aber ich wusste nicht, ob ich das durchhalten würde und wollte dir nicht noch mehr Schaden zufügen. Ich war quasi an dem Punkt an dem ich dachte es sei zu spät. Ob es so war, weiß ich ehrlichgesagt nicht.
Als ich dann nach einem eingehenden Gespräch mit meinem Chef kurz davor stand meinen Ausbildungsplatz zu verlieren und eine ordentliche Abmahnung in den Händen hielt hatte ich ein langes und ausführliches Gespräch mit einem Psychologen. Hierbei habe ich mir neue Ziele gesetzt und einen Plan formuliert. Und dieser beinhaltete die Dinge so zu lassen, wie sie sind und nach vorn zu schauen. Und tatsächlich funktionierte das ganz gut. Ich hatte wieder einen Plan und war motivierter, konnte so langsam wieder normal essen.
Und zu diesem Zeitpunkt lernt ich „Kollege Schnürschuh“ kennen. Jemand der mir wieder etwas Hoffnung gab und erfrischenderweise jemand, der keine Ahnung von mir und allem was so war hatte und keinen Menschen von hier kennt. Also quasi wirklich ein kompletter Neuanfang. Und erst da kam der Punkt, an dem ich dachte; wenn ich ab jetzt nur an meine psychische Verfassung denke und mir etwas gutes tun will, dann sollte ich die Dinge wirklich so sein lassen wie sie sind. Auch wenn es ein Riesen Fehler war und ich dich sehr vermisste und nach wie vor alles nicht so einfach war. Aber zum ersten Mal seit Jahren hatte ich das Gefühl nicht mehr durch uralte Geschehnisse gehemmt zu sein.
Ja ich weiß, das war jetzt ein halbes Buch, aber ich musste diese Gedanken jetzt einfach mal aufschreiben.
Ich hoffe du verstehst nun, dass du nichtmal ansatzweise Fehler gemacht hast oder irgendwie davor etwas hättest du können was das verhindert. Und ich hoffe du verstehst, dass ich diese Entscheidung sehr bereue. Nach wie vor. Denn auch wenn ich nicht alleine bin, fehlst du mir sehr. Nicht nur als Partner, vor allem als Mensch und als Freund. Mir fehlen unsere Gespräche und Planungen und Träumereien und sogar unsere ständigen Streits. Ich bin super froh, wie das trotz alldem im Nachhinein verlaufen ist, denn ich möchte nach wie vor wissen wie es dir geht und möchte für dich da sein sofern du das auch möchtest. Ich möchte wissen was bei dir so passiert und dir mitteilen was bei mir so los ist. Und es ist ein schönes Gefühl das tun zu können. Danke.❤️
Mit dir hatte ich die schönste Zeit meines Lebens und habe mit dir so viele Dinge erlebt, dafür bin ich sehr dankbar. Ich hab so vieles von dir gelernt und so vieles mit Dir durchgestanden, du hast mich zu einer stärkeren und besseren Person gemacht und mir vieles mitgegeben. Und ich hoffe du kannst diese Zeit genauso schön in Erinnerung halten wie ich. Keiner weiß, in welchem Kontext wir in Zukunft zueinander stehen werden und was noch werden wird, aber du wirst immer einen Platz bei mir haben. 1 Jahr danach und auch 10 Jahre danach. Bitte vergiss das niemals.
Ich hab dich sehr lieb ❤️
Deine S.
Die Sprache, in der ich denke, muss nicht jeder verstehen.
Forrest (via i-breathe-for-me)
You have galaxies inside your head. Stop letting people tell you you cannot shine.
"For all those self doubters, take note" - e.m.f.p (via happy-absturz)
taken by me
I miss hearing about your day.
Six-word story // E.C. (via 400eurojob)
Komm, wir lügen uns die Welt schön.
(via schmetterlingssterben)
aws auf We Heart It - http://weheartit.com/entry/126130246
Weil du weißt, dass ich eigentlich alles bin , nur kein einziges Stück selbstbewusst
SierraKidd (via grundehrlich)
following back tons♡
Habe mich für das entschuldigt was ich nie getan habe
Sierra Kidd (via kaltegedanken)
keiner weiß wie ich gelitten habe, wegen dir.
Sierra Kidd (via lippenlesen-xoxo)