Gedanken keimen machen mich krank ein Keim gesäht vor langer Zeit verdurstet geglaubt mit seinen Wurzeln um sich schlagend greifend erstickend

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Gedanken keimen machen mich krank ein Keim gesäht vor langer Zeit verdurstet geglaubt mit seinen Wurzeln um sich schlagend greifend erstickend
Ich höre dieses Lied gern, gebe mich hin, lass mich treiben ohne unterzugehen.
wie hast du das geschafft?
Darauf habe ich leider keine Antwort, die ein “Aha!” und sofortige Verbesserung der eigenen Situation auslöste , auch wenn ich wünschte, ich hätte eine solche. Die Wahrheit ist, dass es mir sehr lange sehr schlecht ging, was man meinem Blog natürlich noch entnehmen kann, so denke und fühle ich allerdings überwiegend nicht mehr.Ich war mit 13 Jahren das erste Mal in einer Psychiatrie, dann wieder mit 14/15 und hatte auch so noch Therapie. Hat mir alles nicht geholfen, ich war weder ehrlich zu mir, noch zu den verschiedenen Therapeuten. Ich glaube, ich wollte auch einfach, dass es mir schlecht geht. Ähnlich, wenn durchaus nicht so schlimm, ist es im übertragenen Sinn mit dem Rauchen. Man weiß, dass es einem nicht gut tut und hört trotzdem nicht auf.Ich habe weiter gelebt und es ging mir mal besser, mal schlechter, aber nie gut. Als es wieder so schlimm wurde, dass ich nicht mehr arbeiten konnte, hat es Klick gemacht. “Entweder du gehst jetzt in eine Klinik und bist brutal ehrlich oder es ändert sich nie.” Und genau das war es. Ich bin in eine gute Klinik gegangen, habe alles dargelegt, was mich geplagt hat, alle Fehler, die ich begangen, für die ich mich geschämt habe und nie vorher ausgesprochen habe, alles was ich erlebt habe, was ich fühle und denke und sonst was. Ich wusste nämlich nicht wo mir der Kopf steht, was richtig und was falsch ist. Meine therapeutische Betreuung war großartig und so kompetent, dass ich es keinen Tag bereue. Der wichtigste Punkt ist aber: Ich wollte etwas ändern und zwar aufrichtig. Ich habe wirklich hart an mir gearbeitet. Das ist alles keine universale Anleitung für ein besseres Leben. Ich habe erkannt, dass ich nicht schlecht bin. Ich bin kein schlechter Mensch. Ich habe gewiss meine Fehler und Macken, aber ebendiese machen einen Menschen doch so liebenswert. Ohne diese wahnsinnig kompetente Hilfe wäre es vielleicht anders gelaufen, vielleicht hätte ich auch so meinen Weg gefunden, das weiß ich nicht. Ich kann nicht alles in einem Eintrag einbringen, aber ich möchte gerne teilen, was mir geholfen hat. Also werde ich wohl noch einige Gedanken zu meiner “Besserung” hier niederschreiben. Mein lieber Anon, glaub mir aber eins, das ich dir jetzt mit Gewissheit auch für dich sagen kann, ohne dass ich dich und deine Geschichte kenne. Die Zeit steht nicht still und dein Leben wird sich immer weiter entwickeln und du kannst bestimmen in welche Richtung, auch wenn du noch nicht weißt wie. Egal was für eine Scheiße dir passiert, du kannst aus allen Lebensumständen lernen und versuchen es besser zu machen und anders zu machen. Und wenn es dir nicht immer gelingt, dann ist es gar nicht schlimm. Wichtig ist, dass du Schritt für Schritt dich selber akzeptieren und lieb-haben lernst. Ganz liebe und ermutigende Grüße, fühl dich nicht allein, du bist es nicht <3
Mein Blog passt nicht mehr zu mir. Ich denke weder schwarz weiß, noch bin ich farbenblind. Im Gegenteil - ich leuchte in den schönsten Farben, auch wenn andere diese nicht immer sehen. Und auch wenn die schönsten Farben nicht immer die hellsten sind. Es geht nämlich nicht darum, dass jeden Tag die Sonne scheint und auch nicht darum jeden Tag auf die Sonne zu hoffen.
Es geht darum, seine eigene Sonne in sich selbst zu entdecken und zuzulassen, dass sie einen wärmt.
Süße Melancholie nie nähme ich Abschied von dir
Es geht mir gut. Richtig gut, ich lebe und existiere nicht länger nur. Es ist ruhig geworden, ich ruhe in mir. Ab und zu schleichen sich noch ein paar alte Lasten in meine Gedanken, aber ich versuche sie einfach weg zu schicken, denn -
ich bin nicht länger das wehrlose, hilflose, überforderte Mädchen.
- ich bin eine junge selbstbewusste Frau, die einiges erlebt hat, sich letzendlich nach vielen Talfahrten aber nicht hat unterkriegen lassen. Ich bin ich und das ist wunderbar.
Ich atme ein und versuche mit diesem Atemzug, zumindest so lang dieser anhält, die Zeit zum Stillstand zu bringen. Mir entflieht scheinbar alles, fokussieren habe ich verlernt, die Dinge verschwimmen in der Masse und ich falle zurück. Falle in meine Kindheit, suche nach Gründen, nach Anzeichen. Für was? Für das was mit mir ist. Für das was in mir ist. Für das was ich nicht sein will, nie sein wollte. Was ist richtig? Was ist falsch? Darf ich, obwohl ich so falsch bin, richtig liegen? Ich bin falsch, das klingt wie faul, wie etwas das vor sich hin schimmelt, ich gehöre nicht hier her.
Aufräumen und Dingen seinen Platz schaffen. Einige Gedanken fordern mehr Aufmerksamkeit und Freiraum, und auch wenn es anstrengend ist, darf man sie nicht einfach ein eine Kiste auf den Dachboden schaffen.
Mit stiller Anmut berühre ich deine Haut aus Glas.
Manchmal muss man seinem Kummer durch Tränen Ausdruck verleihen. Auch wenn sie niemals reichen.
Um vollkommen glücklich zu sein, muss man mit sich selbst im Reinen sein. Aber wenn man noch nicht einmal den Anblick seines Innenlebens ertragen kann, scheint alles Glück unvollkommen.
Gib alles außer auf
Die Menschen heulen nur rum. Den ganzen Tag. Was zum Teufel geht bei euch ab? Ihr versucht ja nicht mal zu leben. Und wenn ihr es tut, dann jammert ihr rum, dass das Schöne bald vorbei sein könnte, anstatt es zu genießen. Ja leben ist anstrengend und manchmal geht es nicht anders, aber man muss es auch versuchen.
Und wer sich noch immer nicht krank fühlt in dieser Zeit, in der wir leben müssen; der ist krank. - Erich Fried
Alles hat sich verändert. Alles hat sich gedreht und das in einer Intensität, dass ich das Gefühl für Zeit verloren habe. Denn bevor ich das Neue begreifen kann, kommt das nächste Neue verlangt seine Aufmerksamkeit. Das High sein hat alles verkompliziert. Denn das gestaltet das Begreifen noch schwieriger. Das hoch Fliegen und das tief Fallen, die neuen Menschen, das neue Zuhause, mein wachsendes und schrumpfendes Innenleben. Nicht einmal meine Depressionen sind vertraut. Sie sind da, öfter wiedereinkehrend als mir lieb ist, aber aggressiver und verstörender als vorher. Vielleicht liegt das an den Drogen, vielleicht an meinen Erlebnissen, vielleicht an mir selbst. Vielleicht ist das ein Zusammenspiel aus allen, aber das ist letzendlich nicht mehr wichtig. Obwohl meine Depressionen schlimmer geworden sind, ist mein Leben auch schöner. Als hätte jemand den Kontrast erhöht.
Wenn wir uns näher kommen, gewinne ich nur an emotionaler Distanz.
Du bist anders als die anderen. Du kannst mehr fühlen. Du siehst Dinge, die anderen verborgen bleiben. Ich frage mich, was du siehst, wenn du mich beobachtest und denkst, ich bemerke es nicht. Was in dir vorgeht, ist sehr komplex, glaube ich. Du bist einer der wenigen Menschen, die mich wirklich faszinieren. Denn du bist nicht so leicht zu durchschauen. Du durchschaust andere.