Wien ist anders?
Die Bundeshauptstadt rühmt sich gegenüber „den Bundesländern“ (Anm.: Wien ist auch ein Bundesland, auch wenn es keiner glauben will) anders zu sein. Diese Tatsache wird auch von der Westautobahn kommend auf nicht zu übersehenden Plakaten allen verdeutlicht. Dieser Umgang mit der eigenen Identität und der zur Schaustellung gegenüber dem Rest Österreichs lässt mittlerweile wirklich vermuten, dass es nur zwei Arten von Österreichern gibt.
Dabei zeigt sich Österreich ethnisch vielseitig. Da sind zum Einen die Vorarlberger, die eigentlich keiner versteht – oder verstehen will. Die Tiroler, die grundsätzlich mit niemanden können der nicht selbst aus einer der 279 Gemeinden dieses Bundeslandes kommt. Die Salzburger sind grundsätzlich jedem irgendwie egal, was auch für das Burgenland gilt. Die Oberösterreicher wollen eigentlich Bayern sein und werden unverständlicherweise zum Teil aufgrund ihres Dialekts nur belächelt. Die Einwohner von Pröll-Land sind eben Einwohner von Pröll-Land und die Steirer sind eigentlich auch wie die Vorarlberger. Bleibt neben Wien (siehe oben) nur noch Kärnten. Und genau jetzt stellt sich eigentlich die Frage, ob es nicht doch „Kärnten ist anders“ heißen sollte?! Dass das Land geographisch gesehen durchaus sehr viele Reize zu bieten hat steht eigentlich außer Frage. Bedenklich ist eigentlich nur das Verhalten jener Schicht, welche als die „Elite“ des Landes, also vor allem Politiker, bezeichnet wird. Völlig selbstverständlich scheint es, die Bevölkerung an der Nase herumzuführen und dafür wohl niemals Verantwortung übernehmen zu müssen. Und wenn man dann noch so ein Interview wie es der FPÖ-Obmann Strache am 07.08.2012 in der ZiB2 gegeben hat sieht, stellt sich schon die Frage, ob dieser Wahnsinn über die Grenzen des Bundeslandes Kärnten unaufhaltsam auf den Rest der Republik überschwappt.
Der zurechnungsfähige Mensch kann immer auch anders, der unzurechnungsfähige nie! - Robert Musil













