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I really like how this turned out tbh
REUNION
❀ farfrcmreality { ❝ ZHONGLI ❞ }.
Je weiter er sich von der jungen Adeptin entfernte, umso mehr war er sich über sein Fehlverhalten gewahr. Aber hätte er wegsehen sollen? Hätte er es gekonnt? Nun…früher, ja. Aber Zeiten änderten sich. ER…hatte sich verändert, war schon lange nicht mehr der, welcher er einmal gewesen war. Hm…schon seltsam. Wenn er so darüber nachdachte war es schon ironisch, dass sich nicht nur der Hafen und die Menschen verändert hatten. Sondern auch er…und das ganz ohne es zu bemerken.
“Hm…?”
Abrupt blieb er stehen und starrte etwas irritiert auf die junge Quilin welche sich ganz gegen ihre eigentlich sanfte Natur in seinen Weg stellte und ihm somit den Weg versperrte. Hoffnung und Angst spiegelten sich in ihren warmen Augen wieder, als sie ihm die Frage stellte deren Antwort sie doch schon wusste. Ja, sie hatte Recht. Ihr Herz hatte ihn sofort entlarvt, ihn als den erkannt welchem sie so lange gedient und um dessen vermeintlichen Tod sie getrauert hatte. Einige Male waren sie sich seit diesem Schauspiel schon über den Weg gelaufen, doch war es wohl die tiefe Trauer gewesen, die sie hatte Blind werden lassen. Wobei er es aber auch vermieden hatte, dass sich ihre Wege so früh schon kreuzen würden. War sie immer noch so paralysiert von dem Schmerz das sie es nicht bemerkt hatte?
Zhongli überlegte, war in Versuchung etwas zu sagen, doch entschloss er sich zu schweigen und legte seine Hände hinter seinen Rücken. Sie erhielt ihre Antwort auf eine Weise, welche nur Wesen verstehen würden, die ihn seit langer Zeit kannten. Schweigen war immerhin auch eine Art der Antwort oder nicht? Er straffte seine Brust, zog seine Schultern zurück und schloss für einen Moment die Augen. Als er sie wieder öffnete gewährte er ihr für einen Moment die unumstößliche Wahrheit seiner Person.
Für einen kurzen Moment, leuchteten seine Augen wie einst als er noch das Amt des Geo-Archons innehatte. Morax oder Rex Lapis genannt, war er es der so viele Jahrtausende über Liyue gewacht hatte. Ganyu hatte ihn während dieser Zeit lange begleitet, stets an seine Seite gekämpft und ihm treu gedient. Nie hatte sie ihn enttäuscht. Es war also das Mindeste was er für sie tun konnte. Schlimm genug das er sie diesem Schmerz ausgesetzt hatte. Als er die Augen wenige Sekunden später schloss und abermals öffnete, hatten sie ihren normalen Farbton angenommen. Mister Zhongli, ein Mensch wie jeder andere Bewohner des steinernen Hafens.
Dies war allerdings die falsche Zeit und vor allem der falsche Ort um das Vorgefallene zu besprechen. Also setzte sich der Dunkelhaarige in Bewegung und schritt gemächlichen Tempos an der jungen Frau vorbei. Sie wusste nun wer er war und somit auch wo sie ihn finden würde, sollte sie Anworten wollen. Fragen hatte sie gewiss, dessen war er sich sicher. Doch fürs erste musste ihr das Genügen. Lady Ninguang würde bestimmt nicht noch länger auf ihre zuverlässigste Sekretärin warten wollen. Ein Gedanke welcher ihn innerlich Schmunzeln ließ.
꧁ ━━━━━━━━━━ ❄ 𝓖𝓪𝓷𝔂𝓾 ❄ ━━━━━━━━━━ ꧂
Stumm, gar fast verloren, stand die Qilin vor jenem Mann, der ihr so fremd & doch auf fragwürdige Weise so vertraut war. Sie konnte sich einfach keinen Reim darauf machen, warum sie sich so merkwürdig in seiner Gegenwart fühlte. So, als würde sie einem vertrauten & ach so GELIEBTEN ‘ Menschen ‘ gegenüberstehen, den sie schon seit einer gefühlten E w i g k e i t nicht mehr angetroffen hatte. Doch machte dieses Gefühl so ganz & gar keinen Sinn, denn Mister Zhongli war hier in Liyue Harbor durchaus bekannt, um nicht zu sagen, berühmt & berüchtigt für sein schier grenzenloses Wissen, seinen WEISHEITEN & seiner angenehmen Art, Gespräche zu führen. Ganyu kannte ihn durchaus also warum würde es sich dann so irrtümlich anfühlen, als würde man einen alten ' Freund ' wiedertreffen ?
Weiterhin blickte sie ihm in die Augen, tief & eindringlich, fast bittend, ihr Antwort zu schenken, obgleich sie den Mann schlecht dazu zwingen konnte, ihr diesen Gefallen zu tun. Seine Iriden waren wie zwei Kristalle, in denen sie sich zu verlieren drohte, je länger sie hineinstarrte. Die Wärme war anziehend, umgarnend & zutiefst vertraulich aber auch gleichermaßen gezeichnet von Stärke, Zuversicht & ABSOLUTION. Es gab nur einen, der solchen Blick beherrschte, diese e i n z i g a r t i g e Ausstrahlung besaß, die niemand sonst auszustrahlen vermochte. Eigentlich hatte sie ihre Antwort schon längst bekommen, doch . . . wollte sie es von IHM wissen, es hören, einfach eine Bestätigung haben, damit sie sich in Gewissheit wiegen konnte.
Das kurze Auffunkeln der Brillianz eben jener genannten Augen ließ sie dann kurz aufkeuchen, ihre eigenen Augen geweitet, ihre Lider prompt wässrig. Sie musste sich ein Schluchzen verkneifen & biss sich stattdessen auf die Unterlippe. Er war es also w i r k l i c h . . . lebend . . . unversehrt, in der Gestalt eines MENSCHEN.
❛ Rex Lapis . . . ! ❜
Ihre Emotionen waren gewiss nicht geprägt von Trauer, sondern vielmehr von Freude & Erleichterung, obgleich dieser kleine Funken von Verletzlichkeit in ihrer Regung mitschwankte. Immerhin hatte ihre ach so geliebte GOTTHEIT den Tod vorgetäuscht & sie hatte deswegen nicht minder getrauert, sondern sich regelrecht, für ihre Vehältnisse, in lange Isolation begeben, zurückgezogen & in einsamer Stille das Geschehene versucht zu verarbeiten & zu akzeptieren. Doch nun stand er vor ihr, wohlauf, unversehrt & atmend, in all seiner gewohnt charmanten B r i l l i a n z. Wie hatte sie nur all die Zeit so blind sein & nicht eher merken können, um wen es sich hier handelte . . . ?
‘ Ich schäme mich so sehr . . . Wie kann ich mich als getreue Gefolgin schimpfen, wenn ich ihn nicht einmal auf Anhieb erkenne ? Meine g e s c h w o r e n e Loyalität —— ist sie womöglich nur Schall und Rauch . . . ? ‘
Sie musste sich ermahnen, nun keine Szene zu veranstalten, sich irgendwie fragwürdig aufzuführen & die Aufmerksamkeit der anderen unnötigerweise auf sich zu lenken. Warum auch immer er es für notwendig erachtete, seinen TOD vorzutäuschen & sich anschließend unter das ahnungslose Menschenvolk zu mischen, dafür musste es einen Grund geben. Einen Grund, den sie nur zu gerne erfragen würde, doch auch ihr war klar, dass dies weder der Richtige Ort, noch der richtige Zeitpunkt war. Wenn er dies mit ihr klären wollen würde, würde er sie woanders aufsuchen. An einem Ort, wo sie u n g e s t ö r t wären, die Wände keine Ohren hätten & sie frei über alles reden könnten —— sofern er dies denn wünschte. Sie hatte keinen Anspruch darauf aber sie würde es sich irgendwo { naiv, wie sie nun einmal war, } erhoffen ; A N T W O R T E N.
‘ Ich habe einen Ort im Sinne. Vielleicht erinnert auch er sich daran. Er wird mich dort treffen, wenn die SONNE den Horizont verabschiedet und den HÜGEL in warmes Orange bettet. Dann werde ich dort stehen und auf ihn warten . . . ‘
Mit einem leichten Nicken verabschiedete auch Ganyu sich von dem Mann, dessen wahre Identität sie nun endlich zu kennen schien, ehe sich dieser umdrehte & die Yujing Terrasse gemächlichen Schrittes verließ. Was gerade geschehen war, kam ihr noch immer wie ein T r a u m vor, ein Hirngespinst, entstanden aus ihrer unendlichen Erschöpfung & Überarbeitung. Doch die Gefühle, die in ihr tobten, ließen sie spüren, dass es REAL war !
Ein Seufzen verließ ihre nun blassen Lippen, der Blick gen Blumen gerichtet, die sie noch immer in den Händen hielt. Selbst der Appetit auf ihre Lieblingsspeise war ihr nun vergangen. Viel eher wollte sie sich daran festklammern & ihren sinnlichen Duft ewig vernehmen. Doch sie würden verwelken, v e r g e h e n . . . wie alles irgendwann einmal.
So war es wohl auch mit der Zeit der alten Götter & Adepten. Die Menschen trugen ihr Schicksal nun selbst in der Hand.
War es das, was er mit seinem ' Abgang ' hatte veranschaulichen wollen ? Aber warum so drastisch ? All die Fragen würden sie wohl noch die nächsten STUNDEN beschäftigen & dieses unverhoffte Treffen ihre Gedanken in alle möglichen Bahnen lenken, nur nicht auf die eigentliche, bevorstehende Arbeit fokussieren lassen. Ja, es würde nun durchaus chaotisch werden —— noch chaotischer, als sonst.
“Because of my upbringing, ever since I was a child, I’ve been studying etiquette. Painting and calligraphy… tea ceremony… and the art of the sword.”
- Kamisato Ayaka: The Homeward Heron
Character Demo ✩ Kamisato Ayaka: Camellia in Winter Snow
⏤ “if I may, I would like to spar with you”
★ 【基月】 「 神里绫华 」 ☆ ⊳ ayaka // genshin impact ✔ republished w/permission ⊳ ⊳ follow me on instagram
✩ Kamisato Ayaka: The Homeward Heron ✩
A HUMBLE REQUEST.
CONTINUED FROM : { x }
꧁ ━━━━━━━━━━ ❅ 𝓐𝔂𝓪𝓴𝓪 ❅ ━━━━━━━━━━ ꧂
Ein leises Räuspern seitens der weißhaarigen folgte, nachdem Thoma ihr eine Antwort lieferte, die zugegebenermaßen nicht sonderlich überraschend war. Nicht, weil sie von ihm absolute Loyalität verlangte & stets erwartete, dass er jedem noch so kleinen Wunsch, der ihre Lippen verließ, ohne Widerspruch Folge leisten würde. Es war viel eher sein EIGENER WILLE, seine eigene Überzeugung, jeder noch so kleinen Bitte nachzukommen. Ob es ihm hierbei primär nur um ihre Zufriedenstellung ging oder der des ‘ Kamisato Clans ‘ im allgemeinen, vermochte sie nicht einzuschätzen —— es war dennoch gewiss eine noble Geste.
Thoma war nun einmal e i n z i g a r t i g, doch nicht nur als Haushälter, sondern vielmehr & an allererster Stelle immernoch als Mensch & Freund. Der Tag, an welchem sie ihn zum allerersten Mal traf, hätte kein glücklicherer in ihrem Leben sein können. Es mochte töricht, vielleicht gar kindisch klingen, doch der Moment der Begegnung hatte etwas sehr schicksalhaftes in ihren Augen gehabt. Fast so, als hätten die Götter es so vorherbestimmt . . .
❛ Verzeih, wenn ich dich bei der Arbeit unterbreche, Thoma. Ich . . . nunja, ich dachte nur, ich . . . könnte dich etwas fragen. Etwas, das deine Heimat betrifft —— Mondstadt . . . ❜ ,
versuchte sie sich so gut es ihr möglich war zu erklären, obgleich es ihr schwer fiel, die richtigen Worte zu finden. Es sollte hier schließlich nicht einfach nur um ein Gespräch gehen. Vielmehr hatte sie etwas geplant, aber davon dürfe er auf gar keinen Fall Wind bekommen ! Diskretion war nun gefragt. Doch es gab außer ihm eben niemanden hier in Inazuma, den sie zu mondstädtischen Gepflogenheiten ausfragen könnte. Oder zumindest war ihr sonst niemand bekannt. Somit blieb ihr also nur die Option, es mit ein wenig Trickserei zu versuchen & ihn gleichermaßen im Dunklen tappen zu lassen. Ob dies allerdings so gut gelingen würde ? Thoma war schließlich nicht begriffsstutzig.
❛ A - aber natürlich nur, wenn es dir keine Unannehmlichkeiten bereitet. Ich möchte mich mit meinen Belangen nicht aufdrängen. ❜
Sie wusste schließlich, wie sehr ihm Mondstadt fehlte. Er sprach es zwar nie aus oder versuchte es stets so gut es ihm möglich war hinter seinem sonnigen Gemüt zu verbergen, aber seine melancholisch leeren Blicke von Zeit zu Zeit sprachen mehr als TAUSEND Worte.
stills of artwork from Character Teaser - “Kamisato Ayaka: The Homeward Heron”
REUNION
❀ farfrcmreality { ❝ ZHONGLI ❞ }.
Bernsteinfarbene Augen ruhten auf dem Panorama des steinernen Hafens. Ihr Ausdruck nachdenklich…verträumt…liebevoll…schon beinahe melancholisch und wehmütig. Viele Gedanken schwirrten durch den Kopf des Dunkelhaarigen und das obwohl er aufhören wollte sich ständig Gedanken um Alles und Jeden zu machen. Allerdings war es wirklich schwer sich eine Angewohnheit abzugewöhnen welcher man so lange nachgegangen war. Wohlmöglich war es aber auch einfach teil seiner Natur, seines Charakters.
Schlussendlich drehte er sich um, wandte dem Panorama seinen Rücken zu und erblickte prompt ein ihm wohlbekanntes Gesicht. Sanfte Züge, blaue widerspenstige Haare welche liebevoll das von Trauer gezeichnete Gesicht umrahmten. Die markanten Hörner welche die Qillin so einzigartig machten wie die Glaslillien, welche nur in Liyue zu blühen vermochten. Der Schmerz über das dahinscheiden von Rex Lapis hatte ein tiefes Loch in ihrem Herzen hinterlassen. Er hatte ihr Wehklagen vernommen und die Schreie, das bittere Schluchzen nach ihrem Herren hatten Zhongli eine ganze Weile verfolgt. Eine solch sanfte Seele so Leiden zu sehen widerstrebte ihm zutiefst, doch konnte er wahrlich nicht viel tun um ihren Schmerz zu lindern.
“Egal wie sehr die Sonne auch scheint und sich anzustrengen versucht, solch schwere Tränen vermag sie nicht zu trocknen.”
Seine Stimme war ausgesprochen sanft und warm, während er ihr eine unscheinbare Qingxin vor das von Trauer gezeichnete Gesicht hielt. Unscheinbar…aber zugleich so anmutig, sanft und lebensfroh. Eigenschaften welche ihn stets an die Halbquilin erinnert hatten. Und das nicht nur weil sie diese Blumen gerne verspeiste. Obgleich es ihm einerlei war. Hauptsache diese schweren Tränen würden baldigst versiegen.
Gern hätte er mehr gesagt, doch jedes weitere Wort wäre wohl zu viel gewesen. Weshalb er wartete das sie die Blume annehmen würde um weiter seines Weges zu ziehen. Gegen den Schmerz konnte er nichts tun.
꧁ ━━━━━━━━━━ ❄ 𝓖𝓪𝓷𝔂𝓾 ❄ ━━━━━━━━━━ ꧂
Sich so derart von ihren Gefühlen treiben & lenken zu lassen, obgleich sie sich lediglich in Richtung Arbeit hatte begeben wollen, war gewiss nicht ihre Absicht gewesen. Generell war dieser Tag bereits jetzt schon durch & durch chaotisch & definitiv nicht planmäßig verlaufen. Erst verschlief sie, dann hatte sie einige ihrer sehr wichtigen Unterlagen verlegt { obgleich sie immernoch die Hoffnung hegte, dass sie vielleicht einfach nur auf ihrem Arbeitsplatz vergessen wurden } & nun plagte sie auch noch der tiefe Kummer & Schmerz bezüglich ihres geliebten GEO ARCHONS, von dessen Leib & Seele sie sich gedanklich einfach nicht lösen konnte. Für manch einen mochte das übertrieben, gar o b s e s s i v klingen, doch Ganyu hatte ihre Gründe & sie erwartete auch nicht, dass diese irgendwer nachvollziehen könnte. Ihre Gefühle waren so gewaltig & übermannend, dass sie manchmal glaubte, es würde ihr den Brustkorb in Stücke reißen, doch sie behielt es für sich, leidete im Stillen & schluckte den SCHMERZ, so gut es ihr eben möglich war.
Nun aber schien sie kurz davor zu stehen, die Kontrolle zum allerersten Mal zu verlieren & sich so schwächelnd wie nie in aller Öffentlichkeit zu zeigen. Zwar war ihr Geist zur Hälfte Adept, doch wie viel Leid konnte dieses ebenso menschlich fragile Herz ertragen ? Die Bürde . . . sie würde niemals leichter werden, doch sie müsste lernen, es zu akzeptieren. Die Wunden waren nur eben noch sehr frisch —— & leider ebenso TIEF.
Doch bevor sich Ganyu weiter in ihrem Labyrinth des Unmutes & Trübsinns verrennen konnte, brach eine ebenso kraftvolle, wie warme Stimme die anhaltende Stille & riss sie aus ihren Gedanken direkt zurück ins Hier & Jetzt. Erschrocken, als auch überrascht, wirbelte sie kurz umher, hob die Arme bis kurz unterhalb ihrer Brust an & blickte verdutzt abwechselnd nach Links & Rechts —— doch erblicken konnte sie dort niemanden, denn die Person hatte sich von hinten an sie ‘ herangeschlichen ’ & dann angesprochen.
Ein sehr vertrauter Duft drang ihr unweigerlich in die Nase & sie blickte prompt nach unten, eine der köstlichen Qingxin Blumen ihr in voller Pracht entgegenstrahlend, gehalten von einer in feinsten Stoff umhüllten Hand, die ihr vorerst nicht all zu bekannt war.
❛ Huh ? E-eine . . . Qingxin . . . ? ❜
Für einen Moment lang blieb ihr die Sprache aus, sie stammelte, musste sich beherrschen, nicht an den köstlich duftenden Blättern der Pflanze zu knabbern, die ihr schon auf förmlichst nekische Art ins Gesicht sprangen & ihre Gier auf’s Äußerste hinausforderten. Doch Ganyu versuchte sich zu beherrschen, immerhin schien es sich hier um ein GESCHENK zu handeln, wohl von einem Gentleman, der ihren Kummer bemerkt hatte & sie aufmuntern wollte. Oh wenn er nur wüsste, wie wild sie auf diese Blumen war . . . & sie im DUTZEND verspeisen könnte.
❛ F-für mich . . . ? Aber das wäre doch nicht . . . —— ❜
Doch bevor sie den Satz beenden & ihren tiefen Dank aussprechen konnte, bemerkte sie, wie sich die Person wieder von ihr entfernte & der seichte Duft von Moschus & ERDE in der Luft verblieb & ihre Nasenspitze kitzelte. So warm, so vertraut . . . Ein Duft, in dessen Arme sie sich flüchten & nie mehr loslassen wollte. Welch familiäres Gefühl könnte dies nur sein . . . ?
Die Qilin drehte sich um, die schmackhafte Blume in ihrer Hand für einen Moment lang vergessend. Sie blickte dem Mann mit dem Zopf & der adeligen Tracht hinterher, ein Gefühl von Nostalgie, wie Melancholie ihre Sinne überkommend. Es war Mister Zhongli gewesen, eine eher flüchtige Bekanntschaft. Sie wusste nicht viel über ihn, eigentlich kaum etwas, was wirklich komisch war. Sonst wusste sie auch über so ziemlich jeden hier in Liyue Harbor bescheid. Sie lebte schließlich auch schon lange genug hier, t a u s e n d e von Jahre, um genau zu sein, um diverse Gesichter kommen & gehen zu sehen. Er dürfte Liyue also noch nicht lange sein zu Hause nennen.
—— doch dieser Gedanke kam ihr irgendwie so falsch vor, als wäre es reiner . . . HOHN. Ihr Gefühl sagte ihr, dass er schon lange Teil dieses Landes war, vielleicht sogar länger, als sie alle zusammen, doch bewusst wollte ihr das so schnell nicht werden. Er arbeitet im ‘ Wangsheng Bestattungsinstitut ’, etwas unterhalb der Yunjing Terrasse. Das hat sie beiläufig mal aufgeschnappt, wie ihr prompt einfiel. Doch . . . das war es auch schon an Information.
Ein paar zögerliche Schritte lief sie ihm nach, die Blume fest an ihre Brust gepresst, als würde sie ihr immer schneller pochendes Herz versuchen so zu beruhigen, ihr Augenmerk nur auf seine Silhouette gerichtet, als würde er in diesem Moment der Mittelpunkt ganz Teyvats sein. Seine geschmeidigen Bewegungen, der herrische Duft, die KRAFTVOLLE Stimme & die seicht g e s c h w o l l e n e Art zu sprechen . . . Warum war ihr all dies nur so vertraut ? So, als würde sie einen alten Freund wiedersehen, nach langer, schmerzvoller Zeit. Aber, wie kann das sein ? Spielten ihr ihre Sinne einfach nur einen Streich oder waren ihre Emotionen nun komplett mit ihr durchgegangen ? Es konnte nur ein Hirngespinst sein —— oder doch nicht . . . ?
❛ Bitte, warten Sie . . . ! ❜
Nach Sekunden, die sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlten, löste sie sich endlich aus ihrer Starre & rannte dem Mann hinterher, ihn mit holprig eiligen Schritten einholend, sodass er gezwungen war, zu stoppen. Es war sonst nicht ihre Art sich jemandem so in den Weg zu stellen, doch in diesem Falle konnte sie einfach nicht anders. Die Blume nun etwas fester umklammernd { jedoch mit genug Behutsamkeit, um sie nicht zu brechen }, blickte sie ihn sichtlich verloren an, ehe die Frage wie ein sanftes Wispern über ihre lieblich geformten Lippen drang :
❛ Kenne . . . ich Sie nicht von irgendwoher ? I - Ich meine, natürlich kenne ich Sie, Mister Zhongli, aber, nunja . . . anders. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll . . . ❜
Die Frage war mittlerweile eigentlich überflüssig. Sie kannte ihn, gewiss. Doch welch vertrautes Gefühl könnte es nur sein ? Ein alter Vertrauter . . . Freund . . . Begleiter . . . —— Nein, weit MEHR als das.
Ihr Herz wusste es, doch ihr Verstand wollte es nicht wahrhaben, sei es aus Schutz vor Enttäuschung oder purem Unglauben. Doch der alleinige Blick in seine wie reiner Cor Lapis strahlenden Augen, die das Licht der aufgehenden Sonne Liyues auffingen & so majestätisch reflektierten, hätten eigentlich genügen sollen, um ihr verständlich zu machen, um wen es sich hier WIRKLICH handelte.
Konnte dies denn die Wahrheit sein ? Die Realität ? Es war so absurd, wie lächerlich & schier unmöglich . . .
. . . oder ?
‘ Nein, nur ein Hirngespinst, eine Einbildung, e - ein Sinnesstreich, jawohl. Ich mache mich lächerlich, oh . . . ‘
uses ganyu’s autoattacks instead of charged shots bc she looks so elegant in her attack animations
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Reunion
[Starter - Ganyu]
Gemächlich waren die Schritte des großgewachsenen Mannes welche ihn gerade die Stufen der Yujinterrasse emporsteigen ließen. Selten war er noch hier, doch war heute einer dieser Tage in welchen er den steinernen Hafen Liyue’s in all seiner Pracht bewundern wollte. Die Uhrzeit zu welcher er unterwegs war entsprach eigentlich nicht seinem Tagesablauf doch heute wollte der Dunkelhaarige eine Ausnahme machen. Immerhin brauchten Menschen das Sonnenlicht ebenso wie die Pflanzen und Tiere, nicht? Doch als Konsultant. des Bestattungsinstituts war seine bevorzugte Zeit eben Nachts, um die Verstorbenen zu ehren und die Hinterbliebenen nicht zu verärgern.
Sein Weg führte ihn über die Terrasse, bis hin zu den Geländern von welchen man über den gesamten Hafen blicken konnte.
Viele Menschen waren noch nicht unterwegs, dafür war es wohl noch zu früh. Nur ein paar Ältere befanden sich hier und beteten zu Rex Lapis, dem Herrscher über die Felsen, welcher kürzlich sein Land verlassen hatte. Waren sie noch traurig? Hatten sie noch Angst vor einer Zukunft ohne ihren Archon? Hm… egal was kommen würde, dass Volk des Felsengottes war stark. Dessen war er sich sicher. Bewiesen hatten sie es allemal.
꧁ ━━━━━━━━━━ ❄ 𝓖𝓪𝓷𝔂𝓾 ❄ ━━━━━━━━━━ ꧂
Hastig, wie arrhythmisch, waren die Schritte der Halb-Qilin, als sie durch das noch verschlafene Viertel des Hafens von Liyue marschierte, dessen Winkel & Gassen badend im güldenen Glanz der aufgehenden Sonne. Normalerweise LIEBTE sie den Morgen, der Duft von frischem Tau in der Luft, der Gesang der erwachenden Natur & das ferne rauschen des Wassers, welches stetig gegen die Bucht wusch. Wie heißt es doch so schön ? Der frühe Vogel fängt den Wurm —— doch auch heute war Ganyu mal wieder viel zu spät dran gewesen, denn obwohl sie mehr Überstunden machte, als sie reguläre Arbeitszeiten einhielt, um so den Rückstand ihrer Mitarbeiterinnen wieder einzuholen & n i c h t in Verzug zu geraten, war auch heute wieder mehr als genug zu erledigen. & jede Minute war nun einmal kostbar, insbesondere für das flüchtige Leben der Menschen. Da spielte es ihrem Vorhaben wahrlich nicht in die Hand, dass sie auch noch verschlief !
‘ Warum passiert mir das ausgerechnet HEUTE ?? Die ehrenwerte Tianquan zählt schließlich auf mich, so wie alle Wesen hier in Liyue. Sie bauen auf ein ordentlich funktionierendes System und ich bin verantwortlich, wenn es durch Schusseligkeiten vor die Hunde geht. Was . . . was würde Rex Lapis nur von einer solchen Nachlässigkeit halten ? ‘
Während sie also die Stufen des Panoramas der Yujing Terrasse empor hastete, & sich gleichsam auch trotz ihres Fleißes noch die Schuld an allem gab & sich schlecht fühlte, so viel kostbare Zeit wegen NICHTIGKEITEN vergeudet zu haben, ging sie auch zeitgleich schon einmal den heutigen Tagesplan im Kopfe durch. Wichtige Dokumente & Papiere würden darauf warten, sortiert & unterzeichnet zu werden. Zudem stünde eine wichtige Planung bevor, was das Geschäftsessen der Tianquan mit einem womöglich wichtigen Zukunftspartner betraf. Irgendwie würde sie das sicherlich unter einen Hut bekommen . . . —— sie MUSSTE.
Bei der Terrasse angekommen, musste Ganyu erst einmal inne halten, verschnaufen & nach Luft jappsen. Ohne dem kleinsten bisschen Pause würde ihr Kreislauf sonst schlapp machen & das würde weder ihr, noch ihren Kollegen etwas nützen. Vernünftiges Denken, würde man nun meinen, doch viele von Ganyu’s Entscheidungen, was ihr eigenes Wohl betraf, könnten kaum ferner von ‘ vernünftig ‘ sein.
Ein weiteres Mal blickte sie zur schimmernden Morgensonne, deren reines Licht kaum von etwas vergleichbarem rivalisiert werden konnte. Nun, bis auf E I N E N . . .
‘ Seine Augen schimmerten stets in genau demselben Glanz . . . so mächtig, willensstark und voll unübertroffener Überzeugung —— nein, sogar n o c h s c h ö n e r. ‘
Ein Hauch von Wehmut & Schwere lag in ihrem Blick & sie musste sich auf die Lippen beißen, um nicht von ihrer Trauer überwältigt zu werden. Der Abschied von Rex Lapis, ihrem geliebten GOTT & Schützer des Landes Liyue, war noch recht frisch & die Wunden daher tief & von Schmerz geprägt. Sie war ihm stets sehr verbunden gewesen, im Gedanken, wie auch im Herzen, hatte Jahrtausende an seiner Seite verbracht, GEKÄMPFT, & sich nie ein Leben, ein LIYUE, ohne ihm vorstellen können. Doch nun war die Trennung bittere Realität geworden & sein Antlitz für immer verschollen. Er war nun Teil dieser Erde, ein gottesgleiches Element, welches zu seinem Ursprung zurückkehrte, & alles was blieb, waren die Erinnerungen. Das kostbarste, was sie momentan eigentlich noch besaß. Die würde ihr glücklicherweise niemand nehmen können, nicht einmal die Zeit, denn ihr Herz vergaß nicht . . . & doch war ihr trotz allem nach w e i n e n zumute.
Sie fasste sich beherzt an die Brust, ließ ihren Blick noch einmal zu der Gebetsurne in der Mitte des Platzes schwenken, von wo aus der Duft frisch aufgestelltem Myrrhe & Weihrauch an ihre feine Nase drang, doch wandte diesen dann schnell mit einem sanft aber hörbaren Schluchzen wieder ab. Schmerzlich wurde ihr bewusst, sie war noch lange nicht über das plötzliche Dahinscheiden ihres Gottes hinweg. Ihr Herz würde weiterhin an der Schwere zu leiden haben . . . wenn nicht vielleicht sogar auf EWIG darunter leiden. Nun war selbst der eigentliche Stress für kurze Zeit vergessen, welcher wiederum Tag für Tag dafür sorgte, dass sie sich vom Kummer ablenken konnte. Doch nun . . . schien selbst das nicht mehr richtig zu funktionieren & sie stand einfach nur da & ließ den Kopf hängen, wie eine arme, verlorene Seele, die A L L E S lebensnotwendige für immer verloren hatte.
‘ Rex Lapis . . . du fehlst mir so schrecklich . . . ‘
They say the eyes don’t lie . ✨
They say the eyes are the only thing that can speak for the heart . 💖
That very comfort was precisely what brought her to tears even without her realising. She had witnessed enough victims of the Vision Hunt Decree, how they lost their passion and memories, how they became a hollow shell of a person. It almost happened to Thoma. He almost lost his Vision, were it not for the Traveler.
Ganyu and the seelie!