Stellvertreterkonflikte
Ziel sollte es sein, Konflikte in der Hundeerziehung anzunehmen um sich gemeinsam weiter zu entwickeln!
Stellvertreterkonflike werden „erzeugt“ und dienen der Vorbereitung, später (echte) Konflikte annehmen und eingehen zu können. Beim echten Konflikt gibt es in der Regel Vorerfahrungen, Bilder laufen ab, die Stimmung ist vorprogrammiert, es besteht evtl. bereits Handlungsunfähigkeit und der Hund wendet sich gegen den Halter. Beim Stellvertreterkonflikt erwartet man die Nichtakzeptanz des Hundes und lernt, handeln und sich durchsetzen zu können. Der Unterschied zum echten Konflikt ist, dass sie dem Menschen nicht so wichtig sind und deswegen nicht als Konflikt oder Problem empfunden werden. Es gibt keine schlechten bzw. wenige Vorerfahrungen. Somit ist eine emotionslose bzw. wenig emotionale Vorgehensweise möglich. Es können günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Halter handlungsfähig machen. In der Mensch-Hund-Beziehung ist es sinnvoll und ratsam, Konflikte einzugehen, da sie die Beziehung fördern und den Menschen befähigen, Situationen (insbesondere gefährliche/unangenehme) zu managen.
Wie erfahren Sie bei Hundeschule Daxhunde für die Region Eiterfeld – Kirchheim – Hünfeld - Fulda – Bad Hersfeld – Geisa - Rhön – Kegelspiel.
Im Gegensatz zum Häuslichen Programm – welches zunächst konfliktvermeidend ist und der Erhöhung des Status des Menschen dient (1. Schritt) – sind Stellvertreterkonflikte der 2. Schritt, den Menschen in seiner Stellung zu festigen und das Mensch-Hund-Team „alltagstauglich“ zu machen. Häusliches Programm und Stellvertreterkonflikte können parallel absolviert werden. Voraussetzung dafür ist die bereits geklärte soziale Struktur zwischen Hundehalter und Hund und eine bereits vorhandene Orientierung am Menschen.
Hundeschule Daxhunde schafft hierfür ein vertrauensvolles Verhältnis als Voraussetzung für das Hundetraining
Warum Stellvertreterkonflikte? - neues Kennenlernen - fit werden/vorbereitet sein auf den echten Konflikt - Möglichkeit, das Handling und das Timing zu üben - Möglichkeit, neue Techniken zu üben - Möglichkeit stressfrei und gefahrlos zu üben - Wiederholbarkeit (da inszeniert – 1:3-Regel), man darf Fehler machen - sich durchsetzen können/Selbstdarstellung/Respekt verschaffen - Stärkung des Selbstbewusstseins – Mensch lernt, Dinge regeln zu können - Verbesserung des Grundgehorsams - Zielvorgabe veränderbar/korrigierbar - Lösungen/Lösungswege aufzeigen - Wahrnehmung verändern - Versteckte Verhaltensweisen werden sichtbar (Überraschungseffekt) Ideensammlung Stellvertreterkonflikte: - Dranbleiben ohne Leine (im Stand/in Bewegung) - Platzkick - Wegtreiben - Nein/Aus - Anspringen - Aus dem Auto springen - Sitz/Platz/Bleib durchsetzen - Hund schicken (Decke, Kofferraum, ...) - Tabuzonen - Anleinen/Stehenbleiben beim Spaziergang - Anbinden - Nähe und Distanz bestimmen - Reaktion auf Name/Blickkontakt durchsetzen - Maulkorb/Trichter tragen - Pflegemaßnahmen (Bürsten, Füße putzen, …) - Hund festhalten (am Boden) und loslassen können, hochheben, tragen - Hund muss zeitweise hinter dem Menschen gehen (auch durch die Tür, auf der Treppe) - „durch den Hund“ laufen/abdrängen - Zur Ruhe kommen - fremde Hunde streicheln/füttern - Zwangskuscheln - Verbieten/Unterbrechen/Abrufen „Vermenschlicht eure Hunde!“ Viele Hundehalter vermitteln durch ihr Verhalten gegenüber ihrem Hund diesem eine sehr hohe Wertigkeit (bis hin zur Gleichberechtigung), die sie Menschen nicht zugestehen. Hunde bekommen ein Bett, gutes Futter, Spiel und Beschäftigung, …, Liebe und Anerkennung – das Ganze ohne Erwartung einer Gegenleistung – und trotzdem wird geduldet und entschuldigt, dass der Hund unerwünschtes/schlechtes Verhalten zeigt. Viele Dinge, die man seinem Hund (bewusst) durchgehen lässt, würde von einem Menschen nicht akzeptieren. Dadurch erlangen Hunde einen Status, der es nachher schwierig macht, sie in bestimmten Situationen maßregeln zu können. Aber – (fast) alle Hunde leben lieber in vom Menschen geregelten Beziehungen und Strukturen, die zuverlässig sind, anstatt überfordert durch zu viel Freiheit selbst Entscheidungen treffen und umsetzen zu müssen. Deswegen: „Vermenschlicht eure Hunde“, gebt ihnen Regeln und setzt ihnen Grenzen, so wie wir das bei Menschen auch tun. Das Hundetraining als Einzeltraining wird in der Region Kegelspiel / Rhön, rund um die Städte Eiterfeld – Hünfeld - Bad Hersfeld – Kirchheim –Geisa – Fulda angeboten.









