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Vorschau vor dem Pokalspiel gegen Bayer 04 Leverkusen
Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem Spiel in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals am Samstag, den 18.08.2012 (Anstoß 15.30 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen Bayer 04 Leverkusen.
Ein paar Infos zum Gegner
"Vereins"name: Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH
Gründungsdatum:1. Juli 1904
Vereinsfarben: rot-schwarz
Trainer: Sascha Lewandowski (40 Jahre, Trainer seit 01.04.2012)
Teamchef: Sami Hyypiä (38 Jahre, Teamchef seit 01.04.2012)
Homepage: http://www.bayer04.de
Größte Erfolge: UEFA-Pokalsieger 1988, DFB-Pokalsieger 1993, DFB-Hallenpokal-Sieger 1994, Champions League-Finalist 2002, DFB-Pokal-Finalist 2002 und 2009, Vizemeister 1997, 1999, 2000, 2002 und 2011
Durch den 2:0-Sieg im Finale des Thüringenpokals beim ZFC Meuselwitz, hat unser FCC nach vierjähriger Abstinenz wieder den Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals geschafft und trifft dort auf den Tabellenfünften der abgelaufenen Bundesligasaison, Bayer 04 Leverkusen. Bei der letzten Teilnahme am DFB-Pokal in der Saison 2008/2009, schaffte unser FCC durch einen 2:1-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 1. Hauptrunde (Torschützen: André Schembri, Marco Riemer) und einen 1:0-Erfolg gegen den FSV Frankfurt in der 2. Hauptrunde (Torschütze: Nils Petersen) den Einzug in das Achtelfinale. Dort unterlag man am 27.01.2009 vor 17.600 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld dem FC Schalke 04 mit 1:4. André Schembri besorgte damals den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2. Mit dem Einzug in das Achtelfinale feierte unser FCC im Pokal einen weiteren Erfolg, nachdem in der Saison 2007/2008 erst im Halbfinale bei Borussia Dortmund vor der Rekordkulisse von 80.708 Zuschauern Endstation war (Endstand: 0:3).
Für unseren Gegner in der 1. Runde des diesjährigen Pokalwettbewerbs, die Werkself aus Leverkusen, endete die Saison 2011/2012 nach Höhen und Tiefen auf einem insgesamt versöhnlichen 5. Platz in der Bundesliga, der zum direkten Einzug in die Europa League berechtigt – Leverkusen zieht damit zum dritten Mal in Serie in den internationalen Wettbewerb ein. In der Champions League erreichte man das Achtelfinale, war dort gegen den FC Barcelona beim 1:3 im Hinspiel in Leverkusen und der 1:7-Klatsche in Camp Nou, als alleine Lionel Messi fünfmal traf, jedoch chancenlos. Im DFB-Pokal gastierte man in der 1. Hauptrunde bei Dynamo Dresden und führte bereits nach 49 Minuten komfortabel mit 3:0. Dass dann Dresden innerhalb von weniger als 20 Minuten drei Treffer gelangen, sie somit die Verlängerung erzwangen, in der Schnetzler mit einem Lupfer sogar für den Siegtreffer zum 4:3 für Dynamo Dresden sorgte, war wohl die Sensation in der 1. Hauptrunde des letztjährigen Pokalwettbewerbs. Nicht nur der beim Stand von 3:0 aus Bayer-Sicht eingewechselte Stefan Kießling fühlte sich nach dem Spiel wie „im falschen Film“.
Kein Wunder also, dass nach der Pokalauslosung am 23. Juni und der damit verbundenen erneuten Reise in die neuen Bundesländer bei Bayer 04 Erinnerungen an die letztjährige DFB-Pokal-Saison und das Aus in der 1. Runde wach wurden.
Mit Sascha Lewandowski (40), der die erforderliche Fußballlehrer-Lizenz des DFB besitzt, als Chef-Trainer und Teamchef Sami Hyypiä (38), der von 1999 bis 2009 in mehr als 300 Pflichtspielen für den FC Liverpool aktiv war und zudem mehr als 100 A-Länderspiele für Finnland absolvierte, ist aktuell ein Trainerduo für Bayer 04 Leverkusen aktiv. Nach der Freistellung des ehemaligen Trainers Robin Dutt am 1. April 2012, übernahmen beide die Aufgabe zunächst interimistisch bis zum Saisonende. Nach sechs ungeschlagenen Spielen zum Abschluss der Bundesliga-Saison 2011/2012, darunter zuletzt drei Siegen in Serie, wurden beide mit 3-Jahres-Verträgen bis 30.06.2015 langfristig an Bayer 04 gebunden.
Durch die kurzfristige Absage des Regionalligaauftakts in Zwickau am Samstag, ist die Partie gegen Bayer 04 das erste Pflichtspiel für unseren FCC in der neuen Spielzeit. Auch für unseren Gast aus Leverkusen, der u.a. mit den EM-Teilnehmern Lars Bender, André Schürrle und Michael Kadlec im Paradies auflaufen wird, stellt die Erstrundenpartie beim FCC das erste Pflichtspiel in der Saison 2012/2013 dar. Erst am kommenden Wochenende startet die Werkself mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Eintracht Frankfurt in die 50.Spielzeit der höchsten deutschen Spielklasse, deren Vorbereitung Mitte Juli 2012 mit einem 3:0-Sieg bei Drittligist Kickers Offenbach im Rahmen der Eröffnung des neuen Stadions der Hessen begann. Beim FC Augsburg unterlag man eine Woche später mit 0:2. Auch das Vorbereitungsspiel beim italienischen Serie A-Club SSC Neapel verlor Bayer knapp mit 1:2. Abwehrspieler Manuel Friedrich sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Den höchsten Sieg der Saisonvorbereitung feierte die Werkself am 08. August, als ein Testspiel gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt souverän mit 7:1 (3:1) gewonnen wurde. André Schürrle und Philipp Wollscheid mit jeweils zwei Treffern sowie Stefan Kießling, Simon Rolfes und Neuzugang Junior Fernandes sorgten für die Tore von Leverkusen, das sich sehr spielfreudig zeigte und den Erfolg zehn Tage vor der DFB-Pokalpartie in Jena sogar noch deutlicher hätte gestalten können.
Am Sonntag gastierte die Werkself zum Testspiel an der Anfield Road beim FC Liverpool, dem langjährigen Verein des Teamchefs Sami Hyypiä, der in Anbetracht der Generalprobe vor dem Pokalspiel in Jena von einer „guten Herausforderung“ sprach. Die Gastgeber aus Liverpool nutzten vor der Halbzeitpause zwei Abwehrfehler der Leverkusener zur 2:0-Führung. Zu allem Übel sah Torwart Bernd Leno beim 0:3 in der 65. Minute nicht gut aus, als er einen eigentlich haltbaren Schuss von Andy Caroll passieren ließ. Für den Endstand zum 1:3 aus Sicht von Bayer 04 sorgte Sidney Sam eine Viertelstunde vor dem Ende mit einem Distanzschuss. „Es war ein verdienter Sieg für die Liverpooler, sie haben gut und sehr effektiv gespielt. Wir müssen das Spiel gut analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen“, analysierte Teamchef Hyypiä nach dem Spiel an alter Wirkungsstätte.
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem FCC und Bayer 04 Leverkusen, in dessen Kader mit dem dritten Torhüter Niklas Lomb und Abwehrspieler Carlinhos aktuell nur zwei Spieler stehen, die nicht Junioren-Nationalspieler bzw. Nationalspieler ihres Landes sind, gab es im Rahmen eines Testspiels am 13.07.2010. Das damalige Freundschaftsspiel kam durch Vermittlung des Ausrüsters Adidas, der beide Mannschaften ausstattet, zustande. Die Werkself gewann die Partie am Ende knapp mit 3:2. Christian Reimann hatte den FCC früh in Front gebracht, ehe Stefan Reinartz, Sidney Sam und Gonzalo Castro mit ihren Treffern nach der Pause das Spiel drehten. Torsten Ziegner sorgte mit einem verwandelten Elfmeter in der Schlussminute für den Endstand vor 4.077 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld.
Das erste und zugleich bisher einzige Aufeinandertreffen zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Carl Zeiss Jena im Rahmen eines Pflichtspiels, fand wie auch die Partie am kommenden Samstag im DFB-Vereinspokal statt: In der Saison 1992/1993 standen sich beide Vereine im Viertelfinale gegenüber. Am 1. Dezember 1992 sorgte Andreas Thom mit seinen beiden Treffern vor 9.200 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld für den 2:0-Auswärtssieg der Werkself gegen unseren FCC unter der sportlichen Leitung von Reiner Hollmann. Bernd Schneider, der sowohl für Jena (173 Pflichtspiele - 21 Tore), als auch für Leverkusen (263 Pflichtspiele - 35 Tore) die Fußballschuhe schnürte, wurde bei der Partie in der 39. Minute eingewechselt. In der Rückrunde der Saison 1992/1993 gelang Schneider mit 17 Pflichtspieleinsätzen der Durchbruch zum Stammspieler beim FCC.
Für Bayer 04 Leverkusen markierte der Viertelfinalsieg beim FCC nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum Erfolg im DFB-Pokal und damit einem der größten Erfolge in der Geschichte der Werkself. Im Halbfinale gewann Bayer bei Eintracht Frankfurt mit 3:0. Der Trainer der Hessen, Dragoslav Stepanovic, erklärte nach dem Halbfinalaus in Anbetracht seines bereits länger feststehenden Wechsels nach Leverkusen seinen sofortigen Rücktritt bei den Hessen, trat fortan die Position des Cheftrainers in Leverkusen anstelle von Reinhard Saftig an, der noch im Viertelfinale in Jena auf der Bank der Rheinländer saß und betreute die Mannschaft auch beim DFB-Pokal-Finale gegen die Amateure von Hertha BSC. Nach torloser erster Hälfte, sorgte Ulf Kirsten mit seinem Tor für die Entscheidung und den bis dato einzigen nationalen Titel für Bayer 04 Leverkusen.
Die bisherigen Partien zwischen dem FCC und Bayer 04 Leverkusen:
Saison 1992/1993 (DFB-Pokal Viertelfinale):
FC Carl Zeiss Jena – Bayer 04 Leverkusen 0:2 (Torschütze: 2 x Andreas Thom)
Verfahren wegen Wackeltribüne eingeleitet
Der Nordostdeutsche Fußball-Verband hat das Nachspiel des ausgefallenen Regionalliga-Spieles des FC Carl Zeiss Jena beim FSV Zwickau eingeleitet. Mit einer Entscheidung noch in dieser Woche ist aber nicht zu rechnen.
"Die Vereine haben fünf Tage Zeit, schriftlich ihre Stellungnahme einzureichen", sagt NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs. Nach Vorlage der Berichte entscheidet das Sportgericht, ob es zur mündlichen Verhandlung lädt oder anhand der Stellungnahmen urteilt. Die Jenaer, so klang es im Umfeld durch, streben eine mündliche Verhandlung an, um den Fall zu erörtern. Fuchs selbst sagt, dass er sich nicht an einen ähnlichen Vorfall in seiner Karriere erinnern könne beim Fußballverband sei er seit 1980 aktiv.
Ein Blick in die Spielordnung bringt kein eindeutiges Ergebnis, da darin der Fall eines schuldhaft nicht angepfiffenen Spieles fehlt. Demnach erhält der unschuldige Verein nur dann drei Punkte am Grünen Tisch, wenn das Spiel abgebrochen wurde. Zwar waren am Sonnabend die Spielformulare schon ausgefüllt, aber die Partie noch nicht freigegeben.
Die Stadt Zwickau versuchte gestern per Pressemitteilung, den Fall schönzureden. "Die Standsicherheit der Tribünen im Sportforum Sojus war auch durch das Lösen von Flügelmuttern nicht gefährdet", heißt es darin. "Der Grund für die Absage des Spiels war vielmehr, dass die allgemeine Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte, da die Metallteile beispielsweise als Wurfgeschosse hätten missbraucht werden können." Beim FC Carl Zeiss lösen diese Aussagen Verwunderung aus. Das Fan-Projekt berichtet, ein Fan sei auf der Tribüne eingebrochen und nur durchs schnelle Eingreifen eines Ordners vorm Absturz bewahrt worden. Die Trittbalken hätten sich gebogen, obwohl erst die Hälfte der 800 Zuschauer anwesend waren.
Die Zwickauer wollen dennoch nur leichte Veränderungen vornehmen, um die Gefahr aus gelösten Verschraubungen zu minimieren. Details werden aus Sicherheitsgründen verschwiegen, so die Stadt.
Die Jenaer prüfen derweil, ob Schadensersatzansprüche bestehen. So seien dem Verein durch die Anreise Kosten entstanden, sagt Sprecher Andreas Trautmann. Gespräche gebe es mit dem FSV Zwickau, dass Zeiss-Fans ihre neun Euro teuren Eintrittskarten auch in Jena zurückgeben können.
Spiel des FC Carl Zeiss Jena wegen Wackel-Tribüne abgesagt
Das Auftaktspiel des FC Carl Zeiss Jena in der Regionalliga beim FSV Zwickau ist kurz vor Anpfiff abgesagt worden: An der Stahlrohrtribüne mit hunderten von Thüringer Fans waren zahlreiche Schrauben gelockert oder entfernt worden. Die Polizei ermittelt wegen Sabotage. Jenaer Fans trugen dazu bei, dass es ein Fußballsonntag für Verlierer wurde.
Es war angerichtet. In einer Stunde sollte das Regionalligaspiel FSV Zwickau gegen den FC Carl Zeiss beginnen. Die Jenaer Fans hatten im Sportforum "Sojus 31" am Wostokweg im Stadtteil Eckersbach die eigens für sie errichtete Stahlrohrtribüne bezogen. Doch den Anhängern fiel auf, das ist eine Wackeltribüne, es biegen sich die Balken und das im Wortsinn. Sie gingen der Tribüne auf den Grund, entdeckten, dass Schrauben locker sind, oder ganz und gar fehlen.
"Eine Stunde vor Spielbeginn übergaben uns Jenaer Anhänger Einzel- und Kleinteile der Stahlrohrtribüne", sagte Lutz Mende, stellvertretender Sicherheitsverantwortlicher des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV). Die Jenaer Fans wurden daraufhin aufgefordert, die Tribüne zu räumen, der Anpfiff des Viertligaspiels wurde zunächst verschoben.
Fieberhaft versuchten die Zwickauer zu retten, was nicht mehr zu retten war. In einem naheliegendem Baumarkt wurden Schrauben besorgt, selbst Vorstandssprecher Gerhard Neef legte Hand an, schraubte, wie Jenaer Fans übrigens auch. "Diese Kleinteile sind womöglich entfernt worden. Es gibt Vermutungen, dass es unsere Fans waren. Ich kann das nicht ausschließen", sagte Neef. Bei einem möglichen Fremdeinwirken prüfe der Verein rechtliche Schritte gegen die Übeltäter.
"Das ist eine Vollkatastrophe. Das wirft ein ganz schlechtes Licht auf den Fußball im Osten", sagte Zeiss-Trainer Petrik Sander. Der Ausrichter müsse doch sicherstellen, dass im Stadion auch gespielt werden kann. "Wir hätten gern gespielt. Wir wollten uns nach sechs Wochen Vorbereitung, die nicht nach unseren Wünschen lief, besser präsentieren." Doch dazu kam es nicht, weil das Spiel um 14.02 Uhr aus "sicherheitstechnischen Gründen" abgesagt werden musste.
Zwar sei die Standfestigkeit der Tribüne noch immer gegeben, sagte Thomas Freitag, Leiter des Zwickauer Bauordnungsamtes, allerdings seien die Schrauben, die die Traversen halten, nicht fest genug, gebe es bauliche Veränderungen im Vergleich zu der am Donnerstag abgenommenen Tribünenkostruktion. "Wir können die Sicherheit der Zuschauer nicht gewährleisten."
Eine Sabotage der Anlage schließt die Zwickauer Polizei zumindest nicht aus. Sie hat Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Sachbeschädigung aufgenommen. Daraus könnten sich Ermittlungen wegen vorsätzlicher Körperverletzung ergeben. Auch der FC Carl Zeiss prüft, Strafanzeige gegen Unbekannt wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu stellen. Nach der Spielabsage haben nach Polizeiangaben jedoch Jenaer Fans Gerüstteile der Tribüne in den Stadion-Innenraum geworfen. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch dagegen wird ermittelt.
"Das ist alles sehr ärgerlich", sagte FSV-Trainer Torsten Ziegner, lange Jahre Spieler beim FC Carl Zeiss. "Wir hatten heute die Riesenchance, gegen Jena zu gewinnen. Die Jenaer werden bestimmt durchpusten, dass sie nicht gegen uns spielen mussten. Doch von allein sind die Schrauben nicht abgefallen, der Wind kann es auch nicht gewesen sein." Die Absage sei absolut richtig.
"Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn es dort Verletzte oder gar Tote gegeben hätte", sagte NOFV-Präsident Rainer Milkoreit. Sollte sich der Verdacht der mutwilligen Manipulation bestätigen, wäre das für ihn "eine neue Dimension der Gewalt" und "höchste Kriminalität". DFB-Vize Milkoreit hofft, "dass sich das nicht bewahrheitet, aber mittlerweile ist leider alles vorstellbar". Urteilen muss das NOFV-Sportgericht, entscheiden, ob und wann es ein Wiederholungsspiel gibt.
Die Gästetribüne ist voll, die Fans sollen aufgrund fehlender Schrauben die Tribüne verlassen, sie weigern sich allerdings. Foto: Karina Hessland
Vorschau vor dem 1. Regionalligaspiel beim FSV Zwickau
Nachfolgend die Zahlen, Daten und Fakten vor dem 1. Spieltag der Regionalliga Nordost am Samstag, den 11.08.2012 (Anstoß 13.30 Uhr im Sportforum „Sojus 31“) beim FSV Zwickau.
Ein paar Infos zum Gegner:
Vereinsname: Fußball-Sportverein Zwickau e.V.
Gründungsdatum: 1912 als Planitzer SC, Neugründung des FSV am 1. Januar 1990
Vereinsfarben: rot-weiß
Trainer: Torsten Ziegner (34 Jahre, Trainer seit 01.07.2012)
Homepage: http://www.fsv-zwickau.de
Mitglieder: 792 (Stand: 01.08.2012)
Größte Erfolge: Ostdeutscher Meister 1948, DDR-Meister 1950, FDGB-Pokalsieger 1963, 1967 und 1975, Halbfinalist des Europapokals der Pokalsieger 1975/1976, Aufstieg in die 2. Bundesliga 1994
Stadion: Sportforum „Sojus 31“ (Adresse: Wostokweg 31, 08066 Zwickau-Eckersbach). Voraussichtliche Kapazität: 3.500 Plätze
Mehr als 6 Jahre nach dem letzten Regionalliga-Spiel bei Rot-Weiß Oberhausen am 27.05.2006 (Endstand: 1:0 für die Hausherren) findet sich der FC Carl Zeiss Jena nach zwei Spielzeiten in der 2. Bundesliga und vier Jahren in der 3. Liga in der Viertklassigkeit des deutschen Fußballs wieder, die nach der Regionalligareform zur Saison 2012/2013 auf nunmehr insgesamt fünf Staffeln aufgeteilt ist.
Mit nahezu 3 Monaten war die Sommerpause seit dem letzten Pflichtspiel mit dem Sieg im Thüringenpokalfinale beim ZFC Meuselwitz so lange wie selten zuvor und es wird Zeit, dass der Ball für die rundum erneute Mannschaft des FCC endlich wieder rollt.
Für den 1. Spieltag in der neu gegründeten Regionalliga Nordost, setzte der NOFV für unseren FCC ein Auswärtsspiel beim souveränen Meister der NOFV-Oberliga Süd, dem FSV Zwickau, an. Die Westsachsen kassierten in 26 Pflichtspielen der abgelaufenen Saison gerade einmal zwei Niederlagen und konnten somit bereits frühzeitig für die neue Saison in der Regionalliga planen. Die wichtigste Personalentscheidung wurde schon Anfang Mai 2012 getroffen: Torsten Ziegner, der von 1991 bis 1998 und von 2004 bis zu seinem Wechsel zum FSV Zwickau im Jahr 2011 in insgesamt 209 Pflichtspielen (31 Tore) das Trikot des FC Carl Zeiss Jena trug, übernimmt das Traineramt beim FSV Zwickau und löst damit Nico Quade (ebenfalls von 1999 bis 2003 für den FC Carl Zeiss Jena aktiv) ab, der dem Verein als sportlicher Leiter erhalten bleibt. Neben den sportlich Verantwortlichen Ziegner und Quade stehen mit Marian Unger, Norman Wohlfeld, Robert Paul, Benjamin Fuss, Sebastian Doro, Davy Frick, André Luge und Manuel Stiefel sage und schreibe acht Spieler im Kader des FSV Zwickau, die bereits das Trikot des FCC getragen haben und gegen ihren ehemaligen Verein zusätzlich motiviert sein dürften.
Anders als der letzte Auftritt in Zwickau am 03.04.2005, findet die Partie des 1. Spieltags der neuen Saison nicht im Westsachsenstadion, sondern im Sportforum "Sojus 31" in Zwickau-Eckersbach statt. Der FSV Zwickau führt dort bereits seit der letzten Saison seinen Spielbetrieb durch, nachdem im Westsachsenstadion mit Umbaumaßnahmen begonnen wurde. Da die Kosten für den Umbau des teilweise denkmalgeschützten Stadions jedoch explodierten, wurden die Arbeiten gestoppt. Ende April 2012 beschloss der Stadtrat der Stadt Zwickau den Neubau eines Stadions im Stadtteil Eckersbach. Die Kosten hierfür sollen sich auf etwa 20 Mio. Euro belaufen.
Nach dem Trainingsauftakt am 22. Juni absolvierte die Mannschaft von Torsten Ziegner diverse Testspiele gegen unterklassige Vereine, die ausnahmslos deutlich gewonnen wurden. Der erste echte Härtetest für die auf vielen Positionen neu formierte Mannschaft, ging gegen die U23 von Eintracht Frankfurt mit 0:3 verloren. Zur Saisoneröffnung unterlag man dem Zweitligisten Dynamo Dresden nur knapp mit 1:2 (Torschütze: André Luge). Gegen den bayerischen Regionalligisten SpVgg Bayern Hof gewann der FSV durch Treffer von Marco Wölfel und zweimal Steffen Kellig mit 3:2. Nach einem Trainingslager auf der Ostseeinsel Rügen startete die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Gegen den Oberligisten Heidenauer SV führten Christoph Göbel, Sebastian Doro und Tobias Fugmann ihre Farben mit jeweils einem Treffer zum 3:1-Sieg. Einen Tag später unterlag der FSV Zwickau beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig mit 1:5, zeigte trotz des deutlichen Ergebnisses jedoch eine ansprechende Partie und kam dennoch nur zu einem Treffer durch Marcel Trehkopf mit einem Freistoß aus 30 Metern Torentfernung. Zur Generalprobe vor dem Regionalligaauftakt gastiert am Samstag, den 04.08. die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt auf der Südkampfbahn in Zwickau.
Die Historie weist seit Ende des 2. Weltkriegs 1945 zwischen dem FSV Zwickau und dem FC Carl Zeiss Jena insgesamt 83 Pflichtspiele aus, von denen der FCC mit 46 mehr als die Hälfte gewinnen konnte. Die Zwickauer behielten in 21 Partien die Oberhand und 16 Spiele endeten Unentschieden. Von bisher insgesamt 38 Aufeinandertreffen in Zwickau konnten die Hausherren 16 für sich entscheiden, 13-mal landete Jena einen Auswärtssieg und 9 Partien endeten unentschieden. Mit jeweils 2 Siegen für den FSV und den FCC ist die Bilanz der bis heute 4 Spiele zwischen beiden Mannschaften in der Regionalliga ausgeglichen.
Von der Zweitligaspielzeit 1995/1996 bis zur Oberliga-Saison 2004/2005 standen sich Zwickau und Jena mit Ausnahme der Saison 2000/2001 in neun aufeinanderfolgenden Spielzeiten jeweils zweimal pro Saison gegenüber. Zwei Drittel dieser Duelle (zwölf an der Zahl) konnte der FCC für sich entscheiden, fünfmal siegte Zwickau und nur ein Aufeinandertreffen endete unentschieden. Auch die Bilanz der neun Spiele in Zwickau seit 1991 spricht für den FC Carl Zeiss Jena, der bei drei Niederlagen und einem Unentschieden fünf Partien für sich entscheiden konnte, darunter sämtliche letzten drei Pflichtspiele beim FSV Zwickau. Von den letzten zehn Spielen gegen Zwickau konnte der FCC bei einem Unentschieden ganze neun gewinnen. Der letzte Sieg des FSV Zwickau gegen den FCC datiert bereits vom 20.04.1999, als die Sachsen unter Coach Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner gegen den FCC unter Trainer Thomas Gerstner durch einen Dreierpack von Veselin Popovic klar mit 3:0 gewannen.
Das bisher letzte Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel zwischen dem FSV Zwickau und dem FC Carl Zeiss Jena datiert vom 03.04.2005. Ein Doppelpack von Sebastian Hähnge bescherte damals den 2:0-Auswärtssieg des FCC unter der sportlichen Leitung von Heiko Weber. Der heutige Zwickauer Trainer Torsten Ziegner spielte damals im Mittelfeld des FCC.
Die bisherigen Partien zwischen dem FCC und dem FSV Zwickau seit 1991 – mit Angabe der Torschützen in Klammern:
Saison 1995/1996 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 2:0 (Dejan Raickovic, Matthias Zimmerling)
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 2:1 (Jörg Kirsten, Bernd Tipold – Karsten Hutwelker)
Saison 1996/1997 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 2:1 (Carsten Sänger, Michail Rousajew – Danilo Kunze)
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 1:0 (Carsten Klee)
Saison 1997/1998 (2. Bundesliga):
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 0:3 (Thomas Gerstner (FE), Mark Zimmermann, Heiko Weber)
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 2:3 (Olaf Holetschek, Heiko Weber (FE) – Jens Härtel, Lars Hermel, Sven Günther)
Saison 1998/1999 (Regionalliga):
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 1:2 (Christian Hauser – Ronny Jank, André Schuster)
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 3:0 (3 x Veselin Popovic)
Saison 1999/2000 (Regionalliga):
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Michail Rousajew, Dirk Hempel)
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 2:1 (Gediminas Sugzda, Frank Schön – Alexander Köcher)
Saison 2001/2002 (NOFV-Oberliga):
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Branco Marcetic – Andreas Schwesinger)
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 5:1 (Thomas Lässig, Bernd Hobsch, Olaf Holetschek, Sergio Sanchez, Dirk Hempel - Olaf Holetschek (Eigentor))
Saison 2002/2003 (NOFV-Oberliga):
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 3:1 (Alexander Maul, Kais Manai, Miroslav Jovic – Mario Weiß)
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 1:2 (Mario Weiß – Carsten Klee, Mirko Burgdorf)
Saison 2003/2004 (NOFV-Oberliga):
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 3:0 (2 x Kais Manai, Carsten Klee)
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 1:3 (Yombel Aguado – Daniel Petrowsky, Miroslav Jovic, Gert Müller)
Saison 2004/2005 (NOFV-Oberliga):
FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau 3:1 (Faruk Hujdurovic, Sebastian Wille, Ralf Schmidt – Alexander Köcher)
FSV Zwickau – FC Carl Zeiss Jena 0:2 (2 x Sebastian Hähnge)
Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
83 Spiele: 46 Siege, 16 Unentschieden, 21 Niederlagen
Gesamtauswärtsbilanz aus Sicht des FCC:
38 Spiele: 13 Siege, 9 Unentschieden, 16 Niederlagen
Pressesprecher
http://www.fc-carlzeiss-jena.de
erstellt am 03.08.2012
FC Carl Zeiss Jena Saison 2012/2013 hinten v.l.: Rene Eckardt, Max. Banaskiewicz, Ronald Wolf, Robert Zickert, Matthias Peßolat, Richard Kolitsch, Marco Riemer, Sebastian Fries Mitte v.l.: Petrik Sander, Roy Stapelfeld, Thomas Hoßmang, Dirk Keller, Sebastian Huke, Przemyslaw Trytko, Marius Grösch, Gabor Dvorschak, Dennis Schulte, Pascal Ibold, Uwe Dern, Dr.Heribert Zitzmann, Rainer Zipfel, Marco Lohmann vorn v.l.: Daniel Kraus, Marcel Schlosser, Sebastian Alles, Patrick Siefkes, Tino Berbig, Steven Braunsdorf, Tino Schmidt, Tom Geißler Peter Poser