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Bilder des Treffens: Uwe von Loh
FOTOTREFF #32 – Am Samstag den 11.Januar 2020 fand der 32. Fototreff statt.
TALK Beim FOTOTREFF #32 haben Ute Mahler, Fotografin, und Verleger und Kurator Jan Wenzel von Spector Books über ihre Erfahrungen aus der kontinuierlichen kreativen Zusammenarbeit mit PartnerInnen gesprochen.
Bernd und Hilla Becher, Onorato Krebs, Anna und Bernhard Blume – die Fotografie kennt viele Beispiele schöpferischer Teams. Doch was passiert praktisch und hinter den Kulissen kreativer Partnerschaften? Welche Motivation bringt Kreative zusammen? Wie teilt man Arbeit, Urheberrechte, Aufmerksamkeit und Misserfolg? Welche Hindernisse und Bereicherungen bedeutet Zusammenarbeit für Themenwahl, Umsetzung und das Miteinander künstlerischer Egos. Im Gespräch teilen unsere Gäste ihre Erfahrungen, Lehren und Erlebnisse mit dem kreativen Teamwork.
Ute Mahler Ute Mahler (*1949 in Berka, Thüringen), lebt in Lehnitz bei Berlin. Ute Mahler schloss 1974 ihr Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Seither arbeitet sie als freischaffende Fotografin, z.B für die Modezeitschrift Sibylle, den STERN und weitere nationale und internationale Magazine. Ab 1981 war sie Mitglied im Verband Bildender Künstler (VBK) und gründete 1990 mit sechs ostdeutschen FotografInnen die renommierte OSTKREUZ Agentur der Fotografen. Seit 2005 ist sie Dozentin an der Ostkreuzschule für Fotografie und hatte von 2000 bis 2015 eine Professur für Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg inne. Seit 2009 realisiert Ute Mahler zusammen mit ihrem Mann, dem Fotografen Werner Mahler, freie künstlerische Projekte im dokumentarischen Stil. Ihre Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. 2019 wurden sie gemeinsam für ihr Lebenswerk mit der David-Octavius-Hill-Medalle der Deutschen Fotografischen Akademie ausgezeichnet.
Jan Wenzel Jan Wenzel lebt als Verleger, Autor und Künstler in Leipzig. Zusammen mit Markus Dreßen und Anne König hat er 2001 den Verlag Spector Books gegründet, der 2018 den Sächsischen Verlagspreis und 2019 den Deutschen Verlagspreis erhielt. Als Autor und Herausgeber hat er an einer Vielzahl von Buchprojekten mitgearbeitet, u.a. mit den Künstlern Olaf Nicolai, Alexander Kluge und Erik van der Weijde. 2016 und 2018 kuratierte er gemeinsam mit Anne König das Fotofestival f/stop in Leipzig.
BOOK SLOT Im zweiten Teil des Abends wurde das Fotobuch „Be Hers Be Mine“ (2019, Kehrer Verlag) von Djamilia Grossman und Tom Licht vorgestellt.
Ein Schweizer Paar versucht acht Jahre lang vergeblich schwanger zu werden. Nach etlichen Behandlungsmethoden haben sie Adoptionspläne – doch jeder Versuch scheitert. Obwohl es in der Schweiz verboten ist, bitten sie schließlich eine Frau in den USA, den im Labor gezeugten Embryo in ihren Uterus einzusetzen und ihr Kind auszutragen. Die Fotografen Tom Licht und Djamila Grossman beschreiben den Weg des Paares und die Beweggründe, die zur Entscheidung für eine Leihmutterschaft führen. Fasziniert von den Fragen, die ihre Geschichte aufwirft, begleiten sie die Eltern zur Geburt des Kindes in die USA. Leihmutterschaft reflektiert eine globale Realität, in der die Grenzen verschwimmen zwischen technischem Fortschritt, Medizin, Ethik und dem Gesetz. Mit dem Eingriff stellen sich Fragen zur Identität des Menschseins, und die Kreation von Leben wird zur globalgesellschaftlichen Aufgabe.
Djamila Grossman Djamila Grossman ist deutsch-amerikanische Fotografin und lebt in Zürich. Sie studierte Journalismus und Anthropologie an der University of Arizona und absolvierte die Meisterklasse von Ute Mahler und Robert Lyons an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Djamila Grossman arbeitet international für redaktionelle und kommerzielle Kunden und realisiert zudem persönliche Langzeitprojekte. Ihre Arbeit zeichnet sich aus durch eine intuitive Herangehensweise und visuelle Sprache. Tom Licht Tom Licht lebt und arbeitet als freier Fotograf in Zürich. Fokus sind Architekturfotografie, Portraits und freie Projekte. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich hauptsächlich mit der Identität und ihrer Prozesshaftigkeit. Er studierte Architektur und absolvierte die Meisterklasse von Ute Mahler und Robert Lyons an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Sein Buch Vater Sohn und der Krieg war 2016 für den Deutschen Fotobuchpreis nominiert.
SHOW & TELL Im letzten Teil des Abends hat Fabian Zapatka Fotografien seiner aktuellen Arbeit präsentiert.
Nach über fünfzig Jahren auf der Bühne, beendete Fabian Zapatkas Vater, der Schauspieler Manfred Zapatka, im Sommer 2019 seine Bühnenkarriere. Er hat ihn mit der Kamera beim Abschied nehmen und dem Rückzug in sein alte Heimat begleitet.
Eine Auswahl der Bilder erschien als Titelgeschichte im Magazin der Süddeutschen Zeitung 2020 unter dem Titel “Nach Hause”.
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FOTOTREFF #31 – Am Samstag den 23. November 2019 fand der 31. Fototreff statt.
FILM Der Abend hat mit einer Vorführung von Tina Baras Fotofilm „Lange Weile“ (2016) begonnen. Das Fotobuch „Lange Weile“ enthält eine Auswahl von 400 Schwarz-Weiß-Fotografien, die Tina Bara zwischen 1983 und 1989 in Ost-Berlin, in der DDR und auf Reisen aufgenommen hat. In Kombination mit Texten in Form von Untertiteln wurde dieses Künstlerbuch in einen Fotofilm verwandelt. Retrospektiv erzählt die Künstlerin vom Beginn ihrer künstlerischen und fotografischen Karriere, verbunden mit einer weiblichen Identitätssuche und einem subversiven, melancholischen Aufstand gegen das diktatorische System der DDR. Das Bildmaterial schafft zusammen mit den darüber gelegten Erinnerungen einen intimen Kosmos, der aus einem Abstand von etwa 30 Jahren die Atmosphäre und Stimmung eines Landes und einer Gesellschaft zeigt, die es nicht mehr gibt. Baras persönliche Suche zwischen Erwachen, Zweifel und Selbsterforschung, zwischen politischen Strukturen und ihrem Willen zu Leben und Kunst zu schaffen, ist übertragbar auf eine allgemeine, grundsätzliche Ebene. Gleiches gilt für ihre Reflexionen über die Rolle der Fotografie in diesem Prozess.
TALK Das Archiv einer Künstlerin - Sonia Voss, freischaffende Kuratorin und Künstlerin Tina Bara unterhielten sich im FOTOTREFF # 31 über Baras Schaffen in der DDR. Wie ist das Werk entstanden und welche Bedeutung hat es in der heutigen Zeit? Der Film „Lange Weile“ ist der Ausgangspunkt des Gesprächs zwischen Künstlerin und Kuratorin. Das Gespräch fand auf Deutsch statt.
Tina Bara Tina Bara (* 1962 in Kleinmachnow, ehemalige DDR) ist eine deutsche Fotografin, die ihre Karriere in der Deutschen Demokratischen Republik begann. Vor der Wiedervereinigung stand sie in Kontakt mit der Friedensbewegung in der DDR. 1980 zog sie nach Berlin und besuchte von 1980 bis 1986 die Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie Geschichte und Kunstgeschichte studierte. Als Studentin stand sie in Kontakt mit politischen Oppositionsgruppen, darunter Frauen für den Frieden. 1986 trat sie als freie Fotografin in die DDR-Liga der Bildkünstler ein. 1991 erhielt sie ihr Diplom bei dem Fotografen Arno Fischer der Leipziger Akademie der Bildenden Künste, wo sie seit 1993 eine Professur für Fotografie hat.
Sonia Voss Sonia Voss (* 1978, Paris) lebt als Kuratorin in Paris und Berlin. Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören: 'Restless Bodies. Ostdeutsche Fotografie 1980-89' bei den Rencontres de la Photographie, Arles (2019); 'Alfred Ehrhardt. Die Formen der Natur' beim Kyotographie Festival, Kyoto (2019); 'Sophie Calle, Serena Carone. Beau Doublé, Monsieur le Marquis!' im Musée de la Chasse et de la Nature, Paris (2017–2018); 'Anton Roland Laub. Mobile Churches', Paris, Berlin, Arles, Bukarest (2017-2019); 'George Shiras. L’Intérieur de la Nuit' im Musée de la Chasse et de la Nature (2015–2016). Sie arbeitete 2017 zusammen mit Xavier Barral an der Josef Koudelka-Ausstellung im C/O Berlin und gab Veröffentlichungen für Éditions Xavier Barral, Koenig Books, Filigranes und den Kehrer Verlag heraus.
Łukasz Rusznica: Subterranean River 2018
BOOK SLOT Im letzten Teil des Abends wurde das Fotobuch „Subterranean River“ (2018) von Łukazs Rusznica vorgestellt. "Auf seiner Japanreise wählte Łukasz Rusznica Geister und andere übernatürliche Kreaturen als seine Führer aus. Er bat sie um Hilfe bei der Kartierung eines neuen Territoriums und scheint ein zusätzliches Geschenk erhalten zu haben: eine Entdeckung über sich selbst und den eigenen Hintergrund, der zu sein scheint, sei die eigentliche Reise hierher: eine wichtigere, als die rein physische Distanz zu überwinden. " - Olga Drenda
Łukasz Rusznica (* 1980) ist ein Fotograf, Kurator und Pädagoge aus Wrocław, Polen. Seit seinem Abschluss in Kulturwissenschaften an der Universität Wrocław hat er seine Werke in Galerien und Museen im In- und Ausland ausgestellt. Rusznica betreibt derzeit eine Fotogalerie, Miejsce przy Miejscu, die sich der Förderung aufstrebender Fotografen aus Polen und dem Ausland widmet.
Bilder des Treffens: Uwe von Loh
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FOTOTREFF #30 – Am Samstag den 7. September 2019 fand der #30 Fototreff statt. TALK Der Fotografiemarkt – beim Fototreff #30 im September haben sich Diandra Donecker, Leiterin der Fotografie Abteilung und Geschäftsführerin des Auktionshauses Grisebach und der Galerist Robert Morat, über zwei Seiten des Kunstmarktes augestauscht. Galerien und Auktionshäuser sind als wichtige Akteure auf dem Kunstmarkt teilweise Konkurrenten. Während Galerien auf dem Primärmarkt noch niedrigere Preise abrufen, können Auktionshäuser auf dem Sekundärmarkt teilweise schon höhere Gebote erzielen. Der Abend hat sich einmal nicht der inhaltlichen Seite der Fotografie gewidmet, sondern er beschäftigte sich damit, was sich wo verkaufen lässt, wie Galerien und Auktionshäuser von einander profitieren und auf welchen Ebenen sie miteinander konkurrieren. Das Interesse die Fotografie zu fördern findet bei beiden Spielern des Kunstmarktes einen unterschiedlichen Ausdruck, wie lässt sich dieser beschreiben? Das Gespräch fand auf Deutsch statt. Diandra Donecker Diandra Donecker (*1988) studierte Kunstgeschichte auf Magister an der Ludwig- Maximilians- Universität in München und schloss unter Betreuung von Herrn Professor Ulrich Pfisterer mit einer Arbeit über niederländische Druckgraphik in der Renaissance 2014 ab. Der Schwerpunkt ihrer kunsthistorischen Interessen liegt auf Papierarbeiten, seien es Zeichnungen, Druckgraphiken oder Fotografien. Volontariate führten sie sowohl in die Abteilungen für Prints & Drawings des British Museums, London als auch an das Metropolitan Museum, New York. Anschließend war sie als Junior Specialist bei Christie’s München beschäftigt, bevor sie bei Grisebach zunächst in der Abteilung 19. Jahrhundert und dann als Leitung der Fotografie Abteilung einstieg. Seit Anfang 2019 ist Diandra Donecker Geschäftsführerin und Partnerin bei Grisebach. Robert Morat Robert Morat (* 1971) studierte in Hamburg Kunstgeschichte und Germanistik. Er hatte schon früh sehr intensiven Kontakt mit der Kunst und Künstlern. Seine Eltern trugen eine große private Sammlung zusammen (Dürer, Rembrandt, Goya, Morandi, Schuch, Kirkeby, Kocherscheidt etc.), institutionalisierten diese früh in einer Stiftung und machten sie damit öffentlich zugänglich. 2004 eröffnete er in Hamburg die Robert Morat Galerie für Fotografie. 2015 folgte der Umzug mit der Galerie nach Berlin. Seit 2007 nimmt die Galerie regelmäßig an Messen in Paris, Los Angeles, New York, Amsterdam, London und Miami teil. Robert Morat ist Mitglied der deutschen Gesellschaft für Photographie und ist regelmäßig Gastredner an Hochschulen und Kunstakademien zum Thema „Fotografie am Kunstmarkt“. SHOW & TELL Des Weiteren wurden während des SHOW & TELL zwei Arbeiten aus unserem letzten Open Call präsentiert. Wir haben uns über die Fotografien von Lara Ohl und Lukas Ratius gefreut.
Lara Ohl: The boarders, Großbritannien, 2019
Internate sollen privilegierten Schüler*innen die bestmögliche Bildung und Vorbereitung auf ihr späteres Leben gewährleisten. Die Arbeit „the boarders” erforscht, wie junges Leben unter den Leitwerten von Tradition, Zusammenhalt, Prestige und Erfolg in dem spezifischen Bildungssystem stattfindet. Für die Kinder und Jugendlichen sind Internate ein Zuhause; anders als die meisten Heranwachsenden leben sie dort nicht im Familienheim, sondern unter Gleichaltrigen in exklusiven Gemeinschaften. Die Schüler*innen, die in ihrem alltäglichen Umfeld auf dem Schulgelände verschiedener Internate in Großbritannien porträtiert wurden, erwecken den Eindruck, schon auf ein erwachsenes Leben eingestellt zu sein.
Lukas Ratius: Apparat, 2019
Die Fotoreportage „Der Apparat“ beleuchtet die kleinteiligen Aspekte in den administrativen und politischen Netzwerken des Bundeslandes Saarland. Fernab der gewohnten, fast ikonenhaften Bildgewalt des politischen Alltagsgeschäfts, soll aus der fotografischen Beschäftigung mit möglichst unterschiedlichen Institutionen eine fragmentarische Darstellung der Bandbreite staatlicher Ereignisse, Prozesse und Schnittstellen entstehen. Zusammengefasst wird das Projekt in einem Fotobuch erscheinen.
Bilder des Treffens: Uwe von Loh
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Our new format FOTOTREFF #ABROAD in cooperation with Goethe-Institut Budapest and Mai Manó Ház with a new and exciting programme took place on Friday, 31st of May at 7pm at Mai Manó Ház in Budapest TALK Identity as/vs intimacy. Róna Kopeczky was in conversation with Peter Puklus (1980) and Tobias Zielony (1973). While the Hungarian artist Peter Puklus deals with personal, intimate subjects – friendship, family, motherhood and fatherhood – and transcends them by conferring a symbolic and universal validity to them, German photographer Tobias Zielony operates in the opposite direction. He confronts the identity of youth and subcultures around the globe in an attempt to reveal their structure, their rites, their staged positions, occasionally grasping personal narratives. The talk focused on the way these respective approaches differ but also on the points where they intersect. The talk was held in English TOBIAS ZIELONY Born in 1973 in Wuppertal, Germany, Tobias Zielony studied Documentary Photography at the University of Wales, Newport, before he continued with artistic photography at the Academy of Fine Arts Leipzig under Timm Rautert in 2001. Tobias Zielony is known for his photographic depiction of juvenile minorities in suburban areas –a subject he already set out with during his studies in Newport. Themes and social realities his research touches upon include structural change, migration and drug abuse, as well as sexwork as shown in “Big Sexyland” (2006-2008) and “Jenny, Jenny” (2013). For “Manitoba” (2009-2011) Tobias Zielony spent time with adolescents of indigenous origins living in Winnipeg and the province of Manitoba, Canada. In 2015 the artist participated at a group show for the German Pavilion at the 56th Venice Biennale with his work “The Citizen” (2015). He had group shows at Bozar Center for Fine Arts, Brussels (2015) and the 2nd Montevideo Biennial (2014) and solo shows at the Philadelphia Museum of Art (2011) and Berlinische Galerie (2013). He participated in the International Studio and Curatorial Program, New York, and was awarded the Karl-Ströher-Preis in 2011. PETER PUKLUS Peter Puklus is an artist currently living and working in Budapest, Hungary. He studied photography at the Moholy-Nagy University of Art and Design, Budapest (MOME) and new media design at the École National Supérieur de Création Industriel (ENSCI) in Paris. Currently he is enrolled in the Doctoral School of MOME where he will support his thesis in 2020. In 2012 Puklus published two photo-books: "One and a half meter" with Kehrer Verlag, Heidelberg and "Hand book to the Stars" with Stokovec, Banská Stiavnica. In 2016 Puklus published his third photobook "The Epic Love Story of a Warrior" in cooperation with Self Publish, Be Happy, London. This title got shortlisted at the Aperture/Paris Photo Photobook Award 2016. Recent solo exhibitions of Puklus include "Life is Techno" at Trafó Gallery, Budapest, "New Works" at Conrads Gallery, Düsseldorf, "Unsafe to Dance" in C/O Berlin, Berlin, "One and a half meter" in Robert Morat Gallery, Berlin and "The Epic Love Story of a Warrior" at Capa Center, Budapest and Raster Gallery, Hungary. The most recent and still on-going project of Puklus entitled "The Hero Mother – How to build a house" received Grand Prix Images Vevey 2017–2018. RÓNA KOPECZKY Róna Kopeczky (1983) is a curator and art historian. She worked as a curator for international art in Ludwig Museum Budapest between 2006 and 2015, where she mostly focussed on the site-and situation specific practices of young and mid-career artists from the Central Eastern European region. In February 2015, she joined acb Gallery in Budapest as artistic director. She participated in the organization of the first OFF-Biennále Budapest from the beginning of 2015 and was member of the curatorial team for the second edition of OFF-Biennále Budapest hold in Fall 2017. She is the co-founder of Easttopics, a platform dedicated to the promotion of the Eastern European contemporary art scene. She holds a PhD in Art History from Sorbonne University. → https://kow-berlin.com/artists/tobias-zielony http://peterpuklus.com https://kunstaspekte.art/person/rona-kopeczky SHOW & TELL Furthermore, two series from our last Open Call were presented during the SHOW & TELL. We enjoyed the presentations by Kata Geibl and Katalina Szaráz.
By framing inanimate scientific tools as the protagonists in her work, Kata Geibl highlights how we rely on lifeless objects to reveal secrets about human nature. Sisyphus is a photographic project that commentates on our incessant obsession with science – a discourse that regularly opens up new questions rather than conclusive answers – a hydra with multiplying heads that cannot ever be fully defeated or conquered. (From the essay by Cat Lachowskyj). The series premiered at Unseen Amsterdam in 2018.
Are we there yet? / Visions of Home Since 2014 Katalina Szaráz moved to a new place every year. She had been living in Budapest, Antwerp, Stuttgart, Paris, and during the last six months she was travelling in Southeast Asia and Australia. In the last two years it already became an issue to define where she belonged. Katalina Szaráz had really faced these thoughts and feelings on the road, when night trains, ship cabins and hotel rooms became her non-permanent “homes”. Through her series she reflects on these feelings by documenting her “visions of home”.
Images of the event: Imre Kiss and Anna Charlotte Schmid
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FOTOTREFF #29 – Am Samstag den 4. Mai 2019 fand das #29 Fototreff statt.
TALK Über Farbe, Intuition und Sehnsucht – Matthias Harder war im Gespräch mit Jessica Backhaus zu Gast beim FOTOTREFF #29. Immer wieder macht sich Jessica Backhaus auf die Suche nach neuen Ausdrucksmitteln, woraus ein faszinierendes Wechselspiel zwischen Darstellung von Realität und rätselhafter Abstraktion entsteht. Die Künstlerin fokussiert sich auf Gegenstände und Situationen des Alltags und betrachtet die Welt durch ihre Kamera aus ungewöhnlichen Perspektiven. Aus ihrem freien Spiel mit Materialien entstehen inszenierte Stillleben, Collagen und minimalistische Farb- und Lichtexperimente. Im Mittelpunkt stehen bei uns die aktuellen Entwicklungen ihres Werks, die an Hand ihrer letzten beiden Arbeitskomplexe "Six Degrees of Freedom", 2015 und "A Trilogy", 2017 eine Einordnung und einen Diskurs finden. Das Gespräch fand auf deutsch statt. JESSICA BACKHAUS Jessica Backhaus wurde 1970 in Cuxhaven geboren und ist in einer Künstlerfamilie groß geworden. Sie gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen zeitgenössischer Fotografie aus Deutschland. Ihre Arbeiten werden international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. in der National Portrait Gallery, London, im Martin-Gropius-Bau, Berlin und im Marta Herford, Herford. Die Kunsthalle in Erfurt widmete Jessica Backhaus 2013 eine große museale Ausstellung. Ihre Werke haben zudem dauerhaft ihren Platz in bedeutenden Sammlungen u.a. der Sammlung des Museum of Fine Arts, Houston, der Margulies Collection, Miami und der Art Collection der Deutsche Börse, Frankfurt. Jessica Backhaus lebt und arbeitet in Berlin. MATTHIAS HARDER Dr. Matthias Harder, 1965 in Kiel geboren, studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Philosophie in Kiel und Berlin. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie sowie Vorstandsmitglied des European Month of Photography. Seit 2004 arbeitet er als leitender Kurator in der Helmut Newton Foundation Berlin. Er publiziert darüber hinaus regelmäßig international in Kunstzeitschriften wie Art in America, Aperture, Foam, Eikon oder Photonews, und veröffentlicht Artikel in Büchern und Ausstellungskatalogen. → https://www.robertmorat.de/artists/jessica-backhaus-3 BOOK SLOT In unserem noch neuen Format BOOK SLOT hatten wir diesmal zwei Gäste. Tobias Kruse und Feng Li sprachen miteinander über ihre neuen Bücher.
Tobias Kruses Arbeit "Material" ist eine visuelle Abhandlung, die sich nicht geradlinig entwickelt – sie bewegt sich über unsere lineare Vernunft hinaus. Wie lassen sich unsere, teils unmerklichen Erfahrungen abbilden? Mit dem Bewusstsein dafür, daß das Fotografieren einerseits kreative Energie, und andererseits auch eine Zwecklosigkeit beinhaltet, hat Tobias Kruse in den letzten Jahren die unbeschreiblichen Momente des Lebens festgehalten: die Form eines Objekts, der Moment des Bewusstwerdens einer drohenden Verletzung, die Geburt von Kindern und das Glück auf ihrer Haut. Er hat diese Momente in einem unabgeschlossenen Atlas von Bildern gesammelt, die die Intensität der Gegenwart genauso heraufbeschwören können, wie die Erosion der Zeit versinnbildlichen. „Viele nennen das Werk ein Tagebuch, aber das ist natürlich nicht das, was es ist“, sagt Tobias Kruse. "Es sind Miniaturen, ein Kondensat." Am 10. Mai eröffnet Tobias Kruse die Ausstellung „Material“ in der ROBERT MORAT | GALERIE in Berlin-Mitte. Heute stellt er in unserem Rahmen sein Buch vor. Feng Li arbeitet an "White Night" seit über 10 Jahren. Er beherrscht das Fotografieren intensiver und intuitiver Straßenfotos und durchstreift die Stadt Chengdu, wobei er die menschliche Fauna der Stadt in all ihren ungewöhnlichen Facetten mit Hingabe zum Subjekt zart erfasst. Seine Fotos zeigen zufällige und realitätsnahe Begegnungen in einer urbanen Landschaft von Einkaufsstraßen, Parks und Restaurants. Es scheint, dass Feng Li sich im Nahbereich am wohlsten fühlt. Und anstatt in der Ferne zu suchen steht dazu fast im Widerspruch, dass sich seltsame und fremd wirkende Kreaturen auf seinem Sucher festsetzen. Feng Li hat ein Auge für den Alltag, und entdeckt ohne Anstrengung die ungewöhnlichsten Szenen des so gewöhnlichen Spektakels des Lebens. Wir danken herzlich Amelie Kahn-Ackermann, Jana Ritchie und Lars Dreiucker die seine Ausstellung im SPRECHSAAL (Eröffnung am 26. April) kuratiert haben, für die Gelegenheit, Feng Li auch beim Fototreff Berlin vorzustellen. → https://www.robertmorat.de/exhibitions/tobias-kruse-material/ https://www.sprechsaal.de/veranstaltung/vernissage-feng-li-white-night/ Vernissage Feng Li – White Night
SHOW + TELL Des Weiteren wurde während des SHOW & TELL eine Arbeite aus unseren letzten Calls präsentiert. Wir haben uns über die Präsentation von John Gribben gefreut.
Glaikit is a self portrait project exploring the use of Glaswegian slang language from my local area in Scotland. Glaikit is slang for being glazed over, detached, vacant. I've created an almost character, Nigel, (slang for someone alone) which I become in the images I create the images in camera by meticulously covering myself in the sprinkles and staging the shot. - John Gribben
→
Glaikit
Bilder des Treffens: Uwe von Loh
► Podcast des Gesprächs:
► Podcast des Book Talks:
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FOTOTREFF #28 - Am Samstag, den 30. März 2019 ab 19 Uhr, haben wir zwei Magazine und ihre Herausgeberinnen vorgestellt. Zu Gast war Flurina Rothenberger, Gründerin von KLAYM, einem wachsenden Netzwerk von Jungfotografen aus der Côte d’Ivoire und aus Südafrika, und Herausgeberin von The NICE Magazine, einer Publikation, die Beiträge und Arbeiten von Jungkreativen aus wechselnden afrikanischen Städten veröffentlicht. Rothenberger war im Gespräch mit Anna-Alix Koffi, Herausgeberin des Magazins SOMETHING WE AFRICANS GOT, ein Magazin über Kunst und kritisches Denken aus Afrika. Im Mittelpunkt des Gespräches stand die diskursive und kollaborative Arbeitspraxis der Projekte, und es wurden Auszüge aus der bevorstehenden NICE Ausgabe aus Katlehong/Johannesburg in Südafrika vorgestellt. Das Gespräch fand auf Englisch statt.
→ The NICE Magazine https://vimeo.com/298015427 https://vimeo.com/298034792 https://www.nzz.ch/feuilleton/das-sind-die-gesichter-afrikas-ld.1360409 https://bellevue.nzz.ch/reisen-entdecken/nice-aus-zuerich
→ SOMETHING WE AFRICANS GOT https://www.youtube.com/watch?v=e81MvsZZVCY https://www.rencontres-arles.com/en/something-we-africans-got https://www.lemonde.fr/afrique/article/2018/01/07/something-we-africans-got https://annaalixkoffi.wordpress.com/off-the-wall/
BOOK SLOT Im zweiten Teil des Abends hat Jens Schwarz hat unsere Gespräche über Fotobücher mit seinem in Arles vorgestellen Buchdummy THEMMUNS fortgeführt. THEMMUNS ist ein Fotoprojekt über Jugend in Nordirland. Nach dem Brexit-Referendum des Vereinigten Königreichs im Jahr 2016 wird Nordirland 2019 im Falle eines Brexits die Europäische Union verlassen müssen, obwohl die Mehrheit der Bürger dort für einen Verbleib gestimmt hatte. Lokale protestantische Loyalisten unterstützten überwiegend den Brexit, während die andere Fraktion der hauptsächlich katholischen Republikaner dagegen war. Schwarz begleitet mit seinem Projekt Jugendliche beider Konfessionsgruppen in Alltagssituationen und untersucht deren jeweilige Nöte, soziale Umfelder und Lebensstile. In seiner Arbeit geht es ihm um einen einfühlsamen Blick auf ein komplexes soziales Gefüge und die Suche einer jungen Generation nach Identität.
→ Buchprojekt https://www.themmuns.net/
SHOW + TELL Des Weiteren wurden während des SHOW & TELL zwei Arbeiten aus unseren letzten Calls präsentiert. Jörg Gläscher und Sonja Trabandt haben ihre noch im Prozess befindlichen Projekte gezeigt.
Jörg Gläscher, State of the State
Any real democracy can be recognised today by its clear separation of powers into the legislative, executive and judiciary branches of government. A separate government institution is responsible for each of these powers, which should work independently from each other and keep each other in check. This model of governance can be recognised in states all over the world, but is increasingly becoming the subject of intense questioning. The idea of “State” is also a significant one, and one that is often abused, misinterpreted and distorted, or even seen as synonymous with estrangement. It is a construct that in some areas has broken free of any connections to its so-called people; a dehumanised construct scorned by critics and found to be autonomous and autocratic. But a state is not just an unfeeling institution, and is by no means just a machine with binary codes, which can only recognise 0 and 1. A state is given life by its people, and any activity - or lack thereof - always arises from them. The question of what a state really is and what is hidden behind the stereotypical idea of “the State” has never been more exciting. On a global level, it is important not to define a state as “Merkel”, “Erdogan” or “Xi Jinping” or even “the Russians”. Now seems like the perfect time for a photographic examination of the idea of “State” across various different countries.
→ State of the State
Sonja Trabandt, Übermorgen Schnee
Wenn bei deiner besten Freundin Krebs diagnostiziert wird, fällt man in einen Strudel von Ereignissen. Die Chemotherapie, die das Leben von A. rettet, zerstört nicht nur den Krebs, sondern nimmt ihr das Frau-sein, ihr Lebendig-sein, ihreHaar, ihre Kraft und ihre Unversehrtheit. A. fällt vor meinen Augen. Sie kann ihre Haare nicht loslassen, hat Angst wie ein Tier in einer Falle, kann nicht verstehen, warum dies mit ihr geschieht. Nach fast einem Jahr Behandlung ist A. schließlich krebsfrei, aber das Gefühl der Ohnmacht bleibt bestehen. Sie sieht jetzt überall Gefahr, erlebt alles neu und wagt nichts mehr. Selbst wenn ihr Haar nachwächst, spürt sie immer noch die Glatze. A. ist schwach, fühlt sich noch schwächer und als ständige Belastung für ihre Umwelt, nur langsam kämpft sie sich ins Licht zurück. Es sind diese Emotionen, die ich in Bilder umwandele, um sie den Dokumentationen des Systems gegenüberzustellen, das die Gesellschaft bei schweren Erkrankungen eines ihrer Mitglieder geschaffen hat. → Übermorgen Schnee
Bilder des Treffens: Anna Charlotte Schmid
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