@ryziziespino38865-blog @ohmyzelij-blog @abner7love @ionasture @sivanaspirit @starwill @dorothyjbradley-blog @marytrend-blog @thehabitmaker-blog @nicholasbowen200-blog @healthyfitstyleus-blog @wsupermin-blog @tintstore
Ray-Ban Sunglasses

shark vs the universe
almost home

izzy's playlists!
Monterey Bay Aquarium

❣ Chile in a Photography ❣
art blog(derogatory)
🪼

★

PR's Tumblrdome
cherry valley forever
todays bird
Sade Olutola
RMH

Love Begins
Peter Solarz

祝日 / Permanent Vacation
No title available
d e v o n
NASA

roma★

seen from Germany
seen from Argentina
seen from United States
seen from United States

seen from Türkiye

seen from India

seen from Malaysia
seen from Türkiye

seen from United States

seen from Malaysia

seen from United States

seen from Honduras

seen from Malaysia
seen from United States

seen from United States

seen from United States
seen from Germany
seen from Germany
seen from United States

seen from Argentina
@frankavollrath
@ryziziespino38865-blog @ohmyzelij-blog @abner7love @ionasture @sivanaspirit @starwill @dorothyjbradley-blog @marytrend-blog @thehabitmaker-blog @nicholasbowen200-blog @healthyfitstyleus-blog @wsupermin-blog @tintstore
Ray-Ban Sunglasses
Als blutige Anfängerin beim MTB-Festival "Rosadira Bike" im Eggental
Unbezahlte Werbung – Pressereise | Vom 13.-16. Juni habe ich mein Hollandrad kurzerhand gegen ein Mountainbike eingetauscht, um die ersten Schritte in der großen, weiten und mir völlig neuen Welt dieses Outdoorsports zu gehen. Und wo ginge das besser als im wunderschönen Eggental auf der Sonnenseite des UNESCO Welterbes Dolomiten? Die Region in Südtirol hatte ich bereits im vergangenen Winter bei…
View On WordPress
Ob es mich wohl auch in Finnlands Hauptstadt verschlagen hätte, wenn ich nicht das dringliche Bedürfnis verspürt hätte, mein dort ansässiges Familienmitglied wiederzusehen? Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass dies wahrscheinlich nicht zum jetztigen Zeitpunkt der Fall gewesen wäre. Umso mehr freue ich mich, dass mein verlängertes Wochenende in Helsinki neben großer Wiedersehensfreude auch zahlreiche Überraschungen bereithielt. Trotz vergleichsweise kurzem Besuch bekam ich einiges zu sehen und fühle mich bereits ein wenig in den Bann des Landes der tausend Seen gezogen. Welche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten ich empfehlen kann, ein paar allgemeine Infos und unschlagbare Café-Tipps, könnt ihr hier nachlesen.
Hei Suomi – Ein perfektes Wochenende in Helsinki
Ein Wochenende in Helsinki: Allgemeine Tipps
Anreise: Von zahlreichen deutschen Flughäfen fliegt Finnair nach Helsinki. Aber auch Lufthansa oder Eurowings steuern die Hauptstadt Finnlands regelmäßig an. Ich bin für circa 150€ von Düsseldorf aus nach Helsinki geflogen. Allerdings bin ich sowohl auf dem Hinflug, als auch auf dem Rückflug in Skandinavien zwischengelandet. Ansonsten wären es rund 100€ mehr gewesen.
Flughafentransfer: Vom Flughafen gibt es einen Direktbus von Finnair, der auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt mehrmals hält und 6,80€ pro Fahrt kostet. Hin- und Rückfahrt zusammen kosten 12,60€. Das Ticket kann bequem vor Ort im Bus oder online erworben werden und die Fahrt dauert in etwa eine halbe Stunde. Außerdem könnte ihr mit dem Zug in die Stadt fahren. Mit dem P-Zug (P-juna) dauert es ebenfalls 30 Minuten und diese Linie eignet sich am besten, wenn ihr ins Zentrum möchtet. Falls ihr aber in einen östlichen Teil der Stadt wollt, nehmt ihr am besten den I-Zug (I-juna).
Fortbewegung: Das meiste erreicht man wunderbar zu Fuß. Ansonsten sind auch die Einzeltickets für den Nahverkehr erschwinglich und das öffentliche Verkehrsnetz ist super ausgebaut. Was ich außerdem empfehlen kann, ist das Ausleihen eines Fahrrades und die Stadt auf diese Weise zu erkunden. Es gibt nämlich ebenfalls ein extrem gutes Netz an Fahrradwegen, so zum Beispiel auch eine Fahrradautobahn durch die Stadt. Die Stationen zum Ausleihen und wieder Abgeben der Leihräder sind über die ganze Stadt verteilt und können bequem in der App ausfindig gemacht werden. Alle Infos und Tarife findet ihr hier auf der Website der City Bikes.
Währung: In Helsinki wird mit Euro bezahlt. Es gibt zahlreiche Automaten in der Stadt und es ist Allgemeinhin üblich auch kleinste Beträge mit Kreditkarte zu zahlen.
Wetter: Für einen Helsinkibesuch eignen sich vor allem die Sommermonate. Im Sommer wird es nie zu heiß und man die größte Chance auf Sonnenschein. Auch das verschneite Helsinki im Winter kann natürlich seinen Reiz haben, allerdings ist es dann eher ungemütlich, kalt und grau. Im Dezember liegen zwischen Sonnenauf- und Untergang nur wenige Stunden und es kann bis zu -20°C kalt werden.
Bei meinem Besuch im Juni hatte ich mit Temperaturen zwischen 15 und 25°C, also ideales Sightseeing-Wetter.
Wohnen: Vor allem die Stadtteile im Süden der Stadt sind empfehlenswert. Kamppi ist das zentralste Viertel. Mir haben Punavuori und Katajanoka außerdem besonders gut gefallen. Nördlicher als Kallio solltet ihr nicht wohnen. Wie immer empfehle ich an erster Stelle Airbnb als Unterkunft für einen Städtetrip. Hier gibt es 30€ Reiseguthaben für deine erste Buchung über Airbnb. Ich hatte dieses Mal das Glück bei einem Familienmitglied unterzukommen.
Reiseführer: Als Reiseführer hatte ich den DuMont Helsinki dabei. Vor Ort habe ich zusätzlich noch den Helsinki Pocket Guide von Lonely Pocket genutzt (englisch).
Ein Wochenende in Helsinki: Sehenswürdigkeiten
Dom von Helsinki und Senatsplatz
Der Dom von Helsinki zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die schneeweiße Kathedrale tront als Wahrzeichen Helsinkis auf einer Art Podest an der nördlichen Seite des Senatsplatz. Zwischen 1830 und 1852 wurde sie errichtet und ist heute Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen zugleich. Sie wird auch das weiße Herz von Helsinki gennant und gehört als eines der imposantesten und zugleich geschichtlich bedeutungsvollsten Bauwerken der Stadt in jedem Fall mit auf die Sehenswürdigkeitenliste für die Stadt.
Kiasma
Für alle Kunst- und Designinteressierten gehört das Kiasma zweifellos zu den To-Do’s in Helsinki. Als Museum für zeitgenössiche Kunst soll es Kunst einem breiten Publikum zugänglich machen. Außerdem ist as Kiasma Teil der Finnischen Nationalgallerie und durch das besondere Design ein beliebtes Fotomotiv.
Temppeliaukio Kirkko – Felsenkirche
Temppeliaukio Kirkko ist eine der schönsten Kirchen, die ich je besucht habe. Der Bau wurde in einen Felsen gesprengt und es wurde darauf verzichtet, den Innenraum zu verputzen. Das verleiht der Kirche einen
einzigartiken und rustikalen Charakter. Auch sonst ist das Interieur einfach gehalten, was allerdings keinesfalls trist wirkt, sondern viel mehr das Außergewöhnliche dieses Bauwerks unterstreicht.
Photo by Jorge Láscar | Flickr
Vanha Kauppahalli – Markthalle
Bei Vanha Kauppahalli handelt es sich um eine alte traditionelle Markthalle, die detailgetreu renoviert wurde und nun mit vielen kleinen Bistros, Cafés und Marktständen zum Verweilen einlädt. Das historische Gebäude liegt direkt am Hafen sollte definitv mal durchschlendert werden.
Hipster-Viertel Kallio
Kallio gilt als das Hipster-Viertel Helsinkis. Hier herrscht vor allem im Sommer rund um die Uhr reges Treiben. Von der Innenstadt aus erreicht man Kallio bequem zu Fuß, mit einem Leihrad oder der Straßenbahn. Es handelt sich außerdem um das Studentenviertel und einige Stimmen behaupten sogar, es handele sich bei Kallio um die kleine Schwester von Berlin-Kreuzberg. Hier findet ihr kleine unabhängige Cafés, Boutiquen, Papeterien, Bars, Clubs, regelmäßige Flohmärkte, Festivals und eine trendige, sich stetig weiter entwickelnde Food-Szene.
Beliebte Orte und Treffpunkte in Kallio sind:
Bärenpark (Karhupuisto)
Marktplatz von Hakaniemi
Die Straßen Fleminginkatu, Helsinginkatu und Vaasankatu
Das kleine idyllische Viertel Torkkelinmäki
Flow Festival
Photo by /kallu | Flickr
Photo by /kallu | Flickr
Eine Bootstour zu einer Insel
Vor Helsinki liegen rund 330 Inseln. Sie sind beliebte Erholungsorte für Einheimische, um ab und zu dem Trubel der Hauptstadt zu entkommen. Viele Bewohner Helsinkis haben Sommerhäuser, unter anderem auch auf den Inseln vor der Stadt. Mein Besuch fiel genau auf die Sommersonnenwende, also der kürzesten Nacht des Jahres. Wir sind auf eine solche vorgelagerte Insel gefahren, um dort der Sonne dabei zuzuschauen, wie sie in dieser Nacht gar nicht gänzlich untergeht. Das warganz schön verrückt.
Für Touristen sind beliebte Inselziele Suomenlinna oder Seurasaari.
Bei Suomenlinna handelt es sich um eine Seefestung. Sie gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Helsinki. Seit 1991 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Ausflug auf die Insel lohnt sich besonders bei schönem Wetter. Hier lässt es sich problemlos einen Tag aushalten und zum Beispiel ausgiebig spazieren, die Seeluft genießen, die Festung entdecken und den Blick auf Helsinki bestaunen. Außerdem gibt es Cafés und Restaurants. Die Preise hier haben es allerdings in sich, weshalb man alternativ auch einfach eine Picknicktasche packen könnte. Vom Marktplatz aus fährt mit einem Tagesticket sogar kostenlos. Ansonsten kostet die Fährfahrt 5€.
Ebenfalls ein interessanter Tagesausflug ist eine Bootstour auf die Insel Seurasaari. Hier befindet sich das gleichnamige Freilichtmuseum Seurasaari. Wen interessiert, wie das Leben in Finnland früher ausgesehen hat, der ist hier genau richtig. Aus dem ganzen Land wurden die alten Häuser auf die Insel gebracht, um einen authentischen Eindruck vom traditionellen Leben der Finnen zu kreieren. Einzelne stammen bereits aus dem 17. Jahrhundert. Ein weiteres Highlight sind die unzähligen Einchhörnchen, die Seurasaari ihre Heimat nennen. Die quirligen Einwohner sind ungewöhnlich zahm und erfreuen sich vor allem bei den Touristen größter Beliebtheit.
Kamppi-Kapelle
Auch bekannt unter dem Namen Kapelle des Schweigens, handelt es sich bei mittlerweile recht bekannte Kamppi-Kapelle ein auf den ersten Blick eher weniger als solche zu erkennende kleine Kirche. Das schlichte minimalistische Holzdesign sowie die runde Form sorgen dafür, dass das Gebäude Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Durch die zentrale Lage, ist es wahrscheinlich, dass ihr ohnehin vorbeikommt und ein kurzes Inne halten lohnt sich hier auf jeden Fall.
Sibelius Denkmal
Kennt ihr Sibelius? Ich Banause kannte ihn vorher leider auch nicht. Jean Sibelius war einer der bedeutensten finnischen Komponisten. Ihm wird nachgesagt, wie kein anderer Musik, Natur und Geschichte miteinader verbunden zu haben.
Das Denkmal, was ihm zu Ehren 1967 eingeweiht wurde, befindet sich im gleichnamigen Sibelius-Park im Stadtteil Töölö. Durch die ungewöhnliche und interessante Form des Denkmals zählt es zu den meistfotografiertesten Motiven Helsinkis.
Löyly
Saunieren gehört in Finnland zum Volkssport. Hier verstehen die Finnen keinen Spaß und es kann schon einmal vorkommen, dass man sich schwitzend mit seinen Kollegen zum gemeinsamen Team-Event in einem der Holzhäuschen wiederfindet. Auf 5,5 Millionen Einwohner Finnlands, kommen sage ung schreibe 3,3 Millionen Saunen.
Löyly, was übersetzt übrigens Aufguss bedeutet, ist ein besonders modernes und luxuriöses Beispiel für eine finnische Saune. Sie liegt direkt am Wasser und besticht durch modernstes Design. Für rund 20€ kann man hier zwei Stunden schwitzen udn entspannen. Anschließend kann ich einen Drink oder einen Snack im angrenzenden Restaurant mit Blick auf’s Wasser wärmstens empfehlen.
Photo by Petri Jokinen | Flickr
Uspenski Kathedrale
Eine weiteres beudeutenes Bauwerk in Helsinki ist die finnisch-orthodoxe Uspenski Kathedrale. Ähnlich wie der Dom steht sie erhöht und ist somit schon von Weitem zu sehen, insbesondere die 13 funkelnen Spitzen der vergoldeten Kuppeln. Errichtet wurde die Kathedrale auf einem Fels auf der Halbinsel Katajanokka, von wo man ebenfalls eine schöne Aussicht auf Stadt und Hafen hat. Der Eintritt ist kostenlos.
Amos Rex
Hier kommt ein weiterer Tipp für euer Wochenende in Helsinki falls ihr Kunstliebhaber seid oder eure Tage vor Ort mit nicht allzu gutem Wetter gesegnet sind: Das erst 2018 wiedereröffnete Museum Amos Rex. Ein Mix aus klassischer und digitaler Galerie. Hier erwarten euch wechselnde, zum Teil interaktive Ausstellungen in spannender Architektur. Je nach Austellungen müsst ihr allerdings ein wenig Wartezeit für den Ticketschalter mitbringen.
Photo by Petteri Järvinen | Flickr
Ein Wochenende in Helsinki: Der beste Kaffee
Johann & Nyström – Nah am Hafen, Snacks und leckerer Kaffee
Kaffa Roastery – Gemütliches Café mit eigener Rösterei
Kuuma – Hipster place to be und leckeres Frühstück
Cafe Regatta – Rotes Häuschen am Wasser mit Zimtschnecken und Kaffee
Sis. Deli + Café – Gesund, minimalistisch und lecker
Relove – Zwischen Secondhand, Design und gutem Kaffee
Falls ihr weitere Empfehlungen und Tipps für die finnische Hauptstadt habt, teilt sie gerne in den Kommentaren.
Viel Spaß in Helsinki!
Ab in den Norden - Tipps für ein perfektes Wochenende in Helsinki Ob es mich wohl auch in Finnlands Hauptstadt verschlagen hätte, wenn ich nicht das dringliche Bedürfnis verspürt hätte, mein dort ansässiges Familienmitglied wiederzusehen?
Auslandssemester in Mexiko - Erfahrungen und Tipps von Marie
Beim Erstellen und Bearbeiten der Interviews wird mir immer wieder bewusst, wie riesig die Welt doch ist und wie viele wunderschöne Orte es gibt, die dann meist ihren Weg auf meine ohnehin schon sehr lange Bucket List finden. Genauso ist es mir natürlich auch mit Mexiko gegangen, nachdem ich die spannenden und ausführlichen Antworten von Marie gelesen habe. Sie verbringt derzeit mehrere Monate in…
View On WordPress
Und erneut hab ich einen Interviewpartner gefunden, bei dem ich eigentlich erwartet hätte, dass er vor lauter Glückseligkeit auf seiner karibischen Insel, überhaupt keine Zeit für Interviews hätte. Aber wie bereits bei meinem letzten Interview mit Romana über ihr Leben auf Bali, hab ich mich kurz darauf gefragt, ob dem wirklich so ist. Ist ein Leben in der Dominikanischen Republik, in der Hauptstadt Santo Domingo, um genau zu sein, wirklich so paradiesisch, wie man beim ersten Hören meint? Christian klärt uns auf. Zumindest über seine ganz persönliche Sichtweise und Erfahrungen nach mehr als drei Jahren vor Ort.
Ein Leben in der Dominikanischen Republik
Hallo lieber Christian, erzähl uns doch am besten erst einmal wer du bist und was du machst!
Ich bin Christian, 31 Jahre alt und wohne seit mehr als 3 Jahren in Santo Domingo. Ich arbeite hier bei einem Reiseveranstalter und erkunde nebenbei so viel wie es nur geht die wunderschöne Dominikanische Republik, die unglaublich vielfältig ist und vor allem in Bezug auf unberührte Natur extrem viel zu bieten hat. Seit einigen Jahren berichte ich außerdem auf My Travelblog über meine Reisen und Erlebnisse.
Wie sah dein Start in den Tag heute morgen aus?
Da heute Sonntag ist und ich ausnahmsweise am Wochenende mal nicht im Land unterwegs war, war ausschlafen und „tranquilo“ angesagt – das ist das spanische Wort für „ruhig“ und kann für alles verwendet werden, was entspannt und relaxed ist. Anschließend ging es auf einen lokalen Markt, um ein wenig Früchte und Gemüse zu holen.
Was hat dich nach Santo Domingo verschlagen?
Wie oben schon angedeutet die Arbeit. Ich hatte zuvor bereits 3 Jahre in der Karibik gewohnt (auf Grenada) und hatte nach einer einjährigen Weltreise ein spannendes Angebot aus der Dominikanischen Republik bekommen, weswegen ich diese Herausforderung gerne angenommen habe. Zudem wollte ich schon immer spanisch lernen, was übrigens dann hier vor Ort auch ziemlich fix ging.
Wie sahen deine Vorbereitungen aus?
Da es nicht mein erster Auslands-Aufenthalt war/ist, gab es keine speziellen Vorbereitungen. Meine Besitztümer beschränkten sich ohnehin auf ein Minimum und abgemeldet aus Deutschland war ich auch schon lange. Interessanter war da schon die Zeit vor meinem ersten Auslands-Aufenthalt in Grenada, als ich alle meine Wohnungs-Habseeligkeiten verkaufte, einige Impfungen vornahm, eine Krankenversicherung abschloss etc. – eben all die organisatorischen Dinge, die man vor solch einem Auslands-Aufenthalt machen muss.
Wie sahen die ersten 24 Stunden vor Ort aus?
Den ersten Tag verbrachte ich im Prinzip mit klassischen Erkundungstouren in Santo Domingo. Einmal durch die hübsche Kolonialzone laufen, schon einmal ein Auge auf mögliche Wohnungen werfen und natürlich der Gang in den Supermarkt, was ich übrigens in fremden Ländern immer besonders spannend finde, da man so einen natürlichen Einblick über Produkte, Preise, Kultur und andere Besonderheiten bekommt. Ein typischer Alltagsort eben. Zudem ging es schon mal auf eine kurze Stippvisite ins Büro vorbei, wo ich einige Tage später meine Arbeit beginnen sollte.
Wie riecht es in Santo Domingo?
Uff, ziemlich rau. Abgase, Stau und Müll sind hier leider an der Tagesordnung und auch ziemliche Probleme. Zum Glück wohne ich in der historischen Altstadt, der Zona Colonial. Hier ist es ein wenig ruhiger und ab und an schafft es auch einmal eine Meerbrise durch die Straßen, auch wenn der nächste Badestrand doch etwas weiter weg ist.
Was waren deine ersten Eindrücke und Erfahrungen?
Spannend war zu Beginn vor allem, wie offen die Menschen hier gegenüber Neulingen sind. Nach ein paar Wochen hatte ich schon dutzende Bekanntschaften, die man auch immer wieder auf der Straße bei einem gemütlichen Bierchen traf. Ansonsten ist Santo Domingo eine typische lateinamerikanische Großstadt. Da ich in den ersten Wochen (wie eigentlich auch nach wie vor noch) extrem viel herumgereist bin, waren die ersten Erfahrungen meines Lebens in der Dominikanischen Republik generell eigentlich die, dass ich überrascht und beeindruckt war von der extrem Vielfalt im Land und dass das klassische Bild des Landes mit All-Inclusive & Co. eigentlich gar nicht wahr ist, sondern nur einen winzig kleinen Teil auf der Landkarte einnimmt.
Gab es Überraschungen?
Die eben angesprochenen Punkte lassen sich denke ich auch auf diese Frage übertragen. Vor allem die beinahe Unendlichkeit an spannenden Zielen und Attraktionen war schon überraschend. Ansonsten gab es da eher weniger, denn irgendwie war ich die Karibik ja schon von meinen 3 Jahren zuvor gewöhnt, auch wenn es große Unterschiede zwischen der englisch- und der spanisch-sprachigen Karibik gibt.
Hat es lange gedauert bis du dich eingelebt hast? Fiel es leicht?
Aufgrund der oben schon angesprochenen Willkommenskultur sowie der offenen Menschen fiel es schon recht leicht, hier zurecht zu kommen. Aus diesem Grund sowie meiner bereits vorhandenen Erfahrungen im Ausland war das kein Problem, sodass ich ziemlich schnell vom Land begeistert war.
Wie würdest du die Menschen vor Ort beschreiben? Konntest du dich integrieren? Oder verbringst du mehr Zeit mit anderen Internationals?
Die Menschen hier lassen sich definitiv als typisch Latino beschreiben! 🙂 Offen, heißblütig, oft auf Ihr Äußeres bedacht, immer wild tanzend, Musikliebend über alles, aufgeschlossen für Neues. Das sind so die Dinge, die mir spontan einfallen.
Hier vor Ort bin ich eigentlich sowohl mit Locals als auch mit Expats unterwegs. Mit einer dominikanischen Freundin und mittlerweile fließend spanisch sprechend sollte ich wohl als gut integriert gelten. 😉
Auf der anderen Seite ist es manchmal einfacher, mit Expats die gleiche Wellenlänge zu finden, da man natürlich viele Dinge gemeinsam hat und ähnlich erlebt.
Welche Teile der Stadtwürdest du zum Wohnen empfehlen und warum?
Definitiv die Zona Colonial, hier wohne ich auch schon seit Beginn. Anfangs wollte ich die Kolonialzone eigentlich meiden, weil ich dachte, es handelt sich dabei nur um eine überteuerte Touristen-Zone, wo tagtäglich Massen von Besuchern durchgeschoben werden. Doch weit gefehlt! Die Zona Colonial ist bei Dominikanern die In-Gegend schlechthin, abends spielt sich hier das Leben ab. Es gibt unzählige Cafés, Bars und Restaurants und dank der vielen historischen Häuser fühle ich mich oft wie in einem Freiluftmuseum, was ich sehr genieße. Zudem hat man hier alles in Geh-Entfernung und spart sich somit viele Stunden im Stau. Noch mehr Details findet ihr in meinem Artikel über die Zona Colonial.
Ansonsten gibt es aber auch noch andere schöne Gegenden. Den Wohnort in Santo Domingo würde ich ehrlich gesagt nach dem Arbeitsort auswählen, damit man kurze Wege hat – das ist viel wert in einer chronisch verstopften Stadt.
Auch wenn diese Frage natürlich sehr individuell zu beantworten ist: Was ist das durchschnittliche Budget pro Monat? Was würdest du als Minimum empfehlen?
Mit 1000 USD im Monat kommt man auf jeden Fall gut hin. Ich zahle rund 450 USD für meine kleine, möblierte, aber sehr zentrale Wohnung – wer hier ein wenig auf die Lage verzichtet, bekommt locker auch etwas für 200 USD. Für Nahrungsmittel benötige ich rund 200-300 USD im Monat und vom Rest kann man dann im Land reisen, Versicherungen bezahlen, ausgehen oder ähnliches. Es gibt viele Dinge, die hier deutlich günstiger sind als in Deutschland – allerdings auch wieder teuer, wenn man bedenkt, dass der Mindestlohn gerade einmal 200 USD beträgt.
Was war dein schönster Moment in Santo Domingo? Oder generell während deines Lebens in der Dominikanischen Republik?
Dadurch, dass mich eher das Land statt die Stadt selbst fasziniert, gibt es jetzt hier nicht so viele spektakuläre Momente direkt aus Santo Domingo. Da ich relativ weit oben wohne, sind meine schönsten Momente eigentlich der tägliche Sonnenaufgang, den ich im Halbschlaf von meinem Bett aus beobachten kann sowie der Sonnenuntergang, den ich wiederum von einer Gemeinschaftsterrasse auf der anderen Seite sehe, von der ich übrigens auch jetzt gerade dieses Interview schreibe.
Wenn ich es aufs Land beziehe, würde mir jetzt spontan eine spektakuläre Wanderung zu 4 versteckten Wasserfällen einfallen, die ich zusammen mit meiner Freundin unternahm – La Rejolla heißt dieses Wunderwerk der Natur.
Und gab es einen Schlechtesten?
Auch hier müsste ich wenn eher einen wiederkehrenden Moment nennen – und das ist der Müll in der Stadt. Er erschüttert mich jedes Mal, was erstens an Plastikbergen hier im Land produziert wird und zweitens wie sorglos es einfach in die Gegend geschmissen wird – egal ob auf die Straße, in die Natur, aus dem Autofenster oder ins Meer.
Ansonsten halten sich meine schlechten Momente hier zum Glück extrem in Grenzen.
Könntest du dir vorstellen für immer dort zu leben?
In Santo Domingo möchte ich definitiv nicht für immer bleiben und meine Zeit hier wird sich wohl auch im kommenden Jahr dem Ende neigen, um noch mehr von der Welt zu entdecken. Irgendwo am Meer in einem kleinen Strandort in der Dominikanischen Republik könnte ich es mir aber schon bedingt vorstellen, für immer zu leben. Da mich aber nach wie vor das Reisefieber nicht loslässt, werden erst einmal noch andere Länder erkundet.
Hast du Insidertipps für uns?
Klar! Hier meine Top 5 (davon alle in der Zona Colonial) für alle Santo Domingo Besucher:
– Parque Duarte: ein Park in der Zona Colonial, der sich abends zum offenen Treffpunkt für ein gemütliches Bier in Gesellschaft entwickelt. Wer Kontakt sucht, bleibt hier nicht lange allein.
– Sicily Restaurante: ein kleiner Laden (Restaurant trifft es nicht wirklich) in der Calle Sanchez mit den besten und kreativsten Empanadas (gefüllte Teigtaschen) der Stadt
– Navaricos: kleiner Tapas-Laden mit dem wohl günstigsten Wein der Stadt und netter Atmosphäre zum draußen sitzen
– Bonye: ein Freiluftkonzert, welches jeden Sonntag an den historischen Ruinen von San Francisco stattfindet, bei dem stets hunderte feierwütige Dominikaner und Expats zu den Bachata-, Merengue- und Salsa-Klängen einer einheimischen Band auf der Straße tanzen
– Parada 77: wer das aktive Nachtleben der Zona Colonial erkunden möchte, ist in dieser seit Jahren beliebten Bar genau richtig. Hier tanzt das Volk zu den dominikanischen Klängen, aber als Ausländer wird man dennoch nicht schräg angeschaut.
Was würdest du jemandem sagen, der darüber nachdenkt ebenfalls für längere Zeit nach Santo Domingo zu gehen?
Ich würde ihn fragen, ob er wirklich unbedingt nach Santo Domingo will oder ob es auch ein anderer Ort im Land tut. Das Leben in der Dominikanischen Republik ist traumhaft und es gibt so viele paradiesische Fleckchen in diesem Land, aber in Santo Domingo ist dies nur bedingt so. Insofern jemand, der eine lateinamerikanische Großstadt sucht, ist er hier genau richtig.
Wenn es denn aber Santo Domingo sein soll, würde ich ihm unbedingt die Zona Colonial als Wohnort raten und ihm sagen, dass er darauf achten soll, dass ihm seine Arbeit genügend Zeit gibt, das Land zu erkunden.
Und zu guter Letzt: Wenn du Santo Domingo in 3 Wörtern beschreiben müsstest, welche wären es?
Lateinamerikanisch, chaotisch, wachsend
Vielen Dank für deine Zeit, Mühen und Offenheit! Bis bald!
Zuhause im Paradies? Leben in der Dominikanischen Republik Und erneut hab ich einen Interviewpartner gefunden, bei dem ich eigentlich erwartet hätte, dass er vor lauter Glückseligkeit auf seiner karibischen Insel, überhaupt keine Zeit für Interviews hätte.
Unbezahlte Werbung – Pressereise* | Mein erster Südtirolbesuch stand an. Ebenso war es mein erstes Mal inmitten des Unesco-Welterbes der Dolomiten. Während der Anreise fiel es mir schwer, die immer höher werdenden Berge und verschneiten Bäume mit meinem Bild von Italien zu vereinen. Irgendwie passte das so gar nicht zu meinen Erinnerungen an ausgedehntes Schlendern durch die Straßen von Verona oder an das weltbeste Eis in Mailand. Ich kann allerdings an dieser Stelle bereits vorwegnehmen, dass sich die anfängliche Verwirrung schnell legte und sich die Tage in Südtirol nun wunderbar in die Reihe wunderschöner Italienerinnerungen einreihen. Aber der Winterurlaub im Eggental brachte neben schönen Erinnerungen noch weitere spannende Dinge mit sich.
Winterurlaub im Eggental
Jede Menge Pistenspaß
Viel zu lange ist es schon wieder her gewesen, dass ich das letzte Mal auf dem Board stand. Außerdem war es mein erster Geburtstag im Schnee, was ich jederzeit wiederholen würde. Im Ski Center Latemar Obereggen warten 48 Pistenkilometer auf Wintersportbegeisterte und die, die es werden wollen. Wem das nicht genug ist, der kann mit dem selben Skipass ebenfalls die benachbarten Skigebiete des Val di Fiemme/Obereggen nutzen und kommt somit kurzerhand auf 100 Pistenkilometer. Dank zahlreicher Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, einem der größten Fun-Parks Italiens, einem Nightpark, professioneller Skischulen und -verleihe sowie über 100 Loipenkilometer ist die Region sowohl für Anfänger und Familien, als auch für erfahrene Ski- und Snowboardfahrer zu einer beliebten Winterdestination geworden.
Und falls es noch mehr Frühaufsteher wie mich da draußen gibt: Ab März 2019 gibt es die Möglichkeit, früh morgens, noch vor allen anderen, den ersten Lift zu nehmen und die frisch präparierten Pisten zu genießen. Wir konnten das Ganze schon jetzt einmal ausprobieren und was soll ich sagen: Es war ein Traum. Das Gefühl, diejenige zu sein, die die erste Furche in den Schnee zieht, ist einfach cool. Als die anderen Wintersportler dann langsam anfingen, die Pisten zu stürmen, saßen wir bereits beim wohl verdienten Frühstück.
Was mich persönlich sehr fasziniert hat, ist die Entstehungsgeschichte des Skigebiets. Zu Beginn der 70er Jahre taten sich 11 junge Männer mit der Idee zusammen, aus dem bis dato eher langweiligen Obereggen ein Skigebiet zu machen. Dafür klopften sie an den Haustüren der überschaubaren Anzahl an Einwohnern, preisten ihre Idee und die damit einhergehenden Chancen für die Region an und versuchten so, das nötige Startkapital zusammen zu bekommen. Was aus dieser Vision geworden ist, kann man heute bewundern. Mal ehrlich, wie viel Mut müssen diese Jungs gehabt haben, um eine solche Idee in die Tat umzusetzen? Jeder kennt diese Abende, an denen die verrücktesten Pläne entstehen. Plötzlich erscheint es das naheliegendste von der Welt zu sein, eine Bar zu eröffnen oder eine Weltreise zu machen. Meistens bleibt es bei der Idee. Aber ein Skigebiet aus dem Boden stampfen zu wollen und die Sache auch noch durchziehen? Respekt!
Das Skigebiet in Zahlen:
300 Sonnentage im Jahr
18 Lifte
200 Schneekanonen
48 Pistenkilometer
40 Pisten
29 Berghütten
Steilste Piste: 58% Neigung
Preis für 1-Tages-Skipass: 46-50 Euro
Hüttenkulinarik
Mindestens genauso wichtig wie die Schneebedingungen und gutes Wetter, ist das leibliche Wohl im Winterurlaub, oder? Die frische Höhenluft und körperliche Ertüchtigung führen bei mir zweifellos zu größerem Appetit. Der Mix aus Südtiroler und Italienischer Küche hat uns zum Glück täglich die nötige Energie für unsere Abfahrten gegeben.
In 29 Hütten wird in Obereggen die kulinarische Versorgung der Gäste garantiert. Dabei sind mir vor allem zwei Hütten im Gedächtnis geblieben, welche ich liebend gern und ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann und möchte.
Mein Hüttenhighlight war definitiv die “Berghütte Oberholz“, welche mit ihren drei Stuben samt Glasfronten über dem Fuße der Dolomiten zu schweben scheint. Die Architektur sticht einem schon von Weitem ins Auge und fand nicht umsonst ihren Weg in zahlreiche weltbekannte Magazine. Das gemütliche warme Holz im Kontrast zum kühlen Glas stellt einen besonderen Materialmix dar, welcher mit Recht viel Anerkennung erntet. Neben der traumhaften Aussicht auf Piste und Berge überzeugt aber auch die Küche. Wir kamen in den Genuss eines riesigen Frühstücksbüffets, welches keine Wünsche offen ließ und der Blick auf die anderen Teller überzeugt mich davon, dass sich auch der Rest des Angebots sehen lassen kann.
Eine weitere eher trendige Hütte, ist die “Baita Gardoné – The Mountain Riviera“. Der perfekte Ort, um sich die Wintersonne bei einem Glas Wein und leckerem Essen ins Gesicht scheinen zu lassen.
Noch mehr Schnee und Eis
Hin und wieder kann eine Abwechslung von Ski und Snowboard nicht schaden. Mir auf jeden Fall nicht. Spätestens am Ende des zweiten Tages hab ich dermaßen Muskelkater, dass mir die ein oder andere Alternative sehr willkommen erscheint.
Obwohl ich Eislaufen liebe und auch fünf verschiedene Flächen dafür zur Verfügung gestanden hätten, entschied ich mich dagegen. Eine sitzende Tätigkeit erschien mir angebrachter nach den vielen Stunden auf dem Board.
Wir nutzen stattdessen eine der beiden Rodelbahnen und stürzten uns die 2,5 km lange Strecke auf dem Schlitten herunter. Nach dem ein oder anderen Bodenkontakt, jede Menge Lachern und nun endgültig müden Muskeln war das der perfekte Abschluss des aktiven Teil des Tages. Dienstags, Donnerstags und Freitags ist die Rodelbahn Obereggen von 19-22 Uhr sogar beleuchtet und man kann das Ganze unter hoffentlich klarem Sternenhimmel genießen.
Unsere Unterkunft in Obereggen
Für uns ging es jeden Tag von der Piste schnurstracks in den Wellnessbereich unseres Hotels, um uns aufzuwärmen und zu entspannen. Genächtigt haben wir während des gesamten Aufenthalts im wunderschönen Hotel Cristal, welches unmittelbar an der Piste liegt. Aus dem Skikeller sind es lediglich 10 Meter und man befindet sich unmittelbar auf der Piste, was natürlich absoluter Luxus, aber dennoch extrem praktisch ist.
Sowohl die Zimmer-, als auch weitere Einrichtung des Hotels ist modern, aber gleichzeitig gemütlich gehalten. Die Möbel sind aus Lärchen- und Zirbelholz aus der Umgebung gefertigt. Von unserem lichtdurchfluteten Zimmer und sogar aus den bequemen Betten hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf das Bergpanorama.
Neben der direkten Lage an der Piste, war die Verpflegung mein Highlight im Hotel. Bei uns blieben jedenfalls keinerlei Wünsche offen. Das Frühstücksbüffets reichte von den verschiedensten Brot- und Brötchensorten, über regionalen Käse, alle denkbaren Eierspeisen und einer großen Obstauswahl bis hin zu frisch gebackenen Kuchen. Es gab sogar pflanzliche Milchalternativen, was mittlerweile zwar selbstverständlich sein sollte, es aber leider nicht ist. Abends gab es mehrgängige Menüs mit unterschiedlichen Hauptspeisen zur Auswahl. Als Vegetarierin musste ich keinerlei Abstriche machen. Ebenfalls überzeugen konnte die umfangreiche Weinkarte und die Empfehlungen des weinkundigen Hotelbetreibers.
Weitere Informationen zum Hotel, Preise und Verfügbarkeiten findet ihr hier.
Unvergesslicher Helikopterrundflug
Das Beste kommt bekannterweise ja zum Schluss. Dem ist auch heute so. Unser absolutes Highlight war der Rundflug über die Dolomiten mit dem Helikopter. Wow. Wenn ich darüber nachdenke, werde ich schon wieder ganz aufgeregt. Abgeholt wurden wir noch in Skiklamotte bei der Berghütte, wo wir unsere Mittagspause verbracht hatten. Von dort aus ging es in einem großzügigen Schlenker zurück ins Tal und direkt zu unserem Hotel. Das war mal ein Auftritt.
Auch wenn so ein Helikopterflug meist ein ziemliches Loch in das Reisebudget reißt, lohnt es sich ungemein. Es ist ein so unvergessliches und einmaliges Erlebnis, dass es sich ganz wunderbar als Geschenk eignet. An jemand anderen oder eben auch an sich selbst.
Falls ihr euch für einen Helikopterrundflug interessiert, findet ihr auf dieser Seite alle nötigen Infos und die Möglichkeit zu buchen.
Anfang Dezember durfte ich zusammen mit einigen weiteren Wintersportbegeisterten in Form einer Pressereise Winterurlaub in Obereggen machen und die Region erkunden. An dieser Stelle ein erneutes Dankeschön an Südtirol Tourismus, Eggental Tourismus und Hotel Cristal.
Winterurlaub im Eggental Unbezahlte Werbung - Pressereise* | Mein erster Südtirolbesuch stand an. Ebenso war es mein erstes Mal inmitten des Unesco-Welterbes der Dolomiten.
Drei Jahre Bali. Drei Jahre, in denen es fast alles gab. Unzählige Sonnenuntergänge im Paradies, das vertraut werden mit einer fremden Kultur, Herzschmerz, Chaos und jede Menge Surf-Sessions. Ramonas Zeit auf Bali gleicht einer Achterbahnfahrt. Das das für Bali aber nichts außergewöhnliches zu sein scheint, ist eines der Phänomene, das sie uns im Interview über ihre Zeit auf Indonesiens berühmtester Insel erklärt.
Ramonas Leben auf Bali
Hallo liebe Ramona, erzähl uns doch am besten erst einmal wer du bist und was du machst!
Hallo, ich heiße Ramona, bin 38 Jahre jung, Weltenbummlerin, Surferin, Gründerin von Surf Fitness Online und, vor allem, Mama von Zwillingen. Ich habe die letzten drei Jahre auf Bali gelebt, bin derzeit wieder in Deutschland, überlege aber schon wieder, wie und wann ich am besten wieder weg kann.
Wie sah dein Start in den Tag heute morgen aus?
Gerne würde ich jetzt von einer wundervollen Morgenroutine berichten, mit der ich sanft in den Tag gestartet bin, aber seitdem ich Mutter von 1-jährigen Zwillingen bin, ist es mit der Ich-Zeit am Morgen vorbei. Meine Routine besteht aus Flaschen machen, Pampers wechseln, schmusen und spielen. Einen schöneren Start in den Tag, kann ich mir nicht vorstellen.
Was hat dich nach Bali verschlagen?
Es gibt ja eigentlich nur zwei Gründe seinen Wohnort zu verlegen. Entweder der Job oder die Liebe. Bei mir war es gleich zwei Mal Liebe. Zum einen surfe ich leidenschaftlich gern. Seitdem ich das erste Mal auf einer Welle geglitten bin, wurde ich süchtig nach den Wellen, nach dem Meer, nach dem Lifestyle. Irgendwann reichte es einfach nicht mehr ein paar Wochen im Jahr Urlaub zu machen. Ich habe immer wieder mit dem Gedanken gespielt, mein Leben ans Meer zu verlegen, aber die Vernunft hielt mich zurück.
Dann lernte ich mich auf einer meiner Trips nach Bali einen Local kennen. Der nächste Urlaub folgte und ich begann mich zu verlieben. Gemeinsam entstand der Plan für ein Business und ein gemeinsames Leben im Paradies. Das war der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und mir den Mut gab, alles in Deutschland hinter mir zu lassen und ein neues Leben auf Bali zu starten.
Wie sahen deine Vorbereitungen aus?
Das reine Chaos beschreibt es am Besten. Innerhalb von 4 Wochen habe ich meine Wohnung und meinen Job gekündigt, meine Möbel verscherbelt, eine Firma gegründet und tränenreiche Abschiede gefeiert. Ich war nur noch in einem Tunnel und hab einen Punkt nach dem anderen auf meiner Liste abgehakt. Heute würde ich vieles anders machen, strukturierter vorgehen, mir mehr Zeit lassen, aber damals war es genau der richtige Weg für mich. Einfach machen, hauptsache los!
Und wie sahen die ersten 24 Stunden vor Ort aus?
Ich wurde vom Flughafen abgeholt. Die erste Nacht habe ich bei Freunden verbracht, gemeinsam sind wir lokal essen gegangen. Zu mehr war ich aber nicht mehr im Stande. Ich war einfach nur platt. Innerlich tobte es in mir – der Stress der letzten Wochen, die ganzen Abschiede, die hoffnungsvolle, aber unbekannte Zukunft, das freudige Wiedersehen, und irgendwie fiel ich dann in einen unruhigen Schlaf. Da mein Freund am nächsten Morgen arbeiten musste, habe ich die Zeit genutzt, um ausgiebig mit meinen Freunden zu plaudern, ein Zimmer und einen Roller zu finden. Nach dem Umzug in das vorläufige Domizil sind wir dann (ENDLICH) zum Strand gefahren, um den Sonnenuntergang zu genießen.
Wie riecht es auf Bali?
Die Luft ist schwer, feucht, salzig und es riecht süßlich, nach den Räucherstäbchen, die an jeder Ecke verbrannt werden. Es ist ein ganz besonderer Duft, den es so, glaub ich, nur auf Bali gibt.
Was waren deine ersten Eindrücke und Erfahrungen?
Bei meinem allerersten Besuch auf Bali 2010 hatte ich erstmal einen Kulturschock. Man stellt sich das ja alles so idyllisch vor, Strand, Palmen, Tempel, so wie auf den Bildern, die man sich vorher angeschaut hat. Beim ersten Schritt aus dem Terminal wurde ich aber zunächst von einer riesen Masse an Taxifahrern empfangen, die alle gleichzeitig auf mich einredeten und mir ihren Fahrdienst zum – natürlich – absoluten Schnäppchenpreis anzubieten hatten. Als ich meinen zuvor bestellten Fahrer dann ausgemacht hatte, ging es in den dicksten Verkehr. Überall war es hektisch, überall laut und überall waren riesige Werbeschilder angebracht. Aus dem Radio dröhnte Gamelan und eine Sprache, die mir damals vollkommen fremd war. Ich kam mir vor wie in einem Ameisenhaufen, nichts schien geordnet zu funktionieren, aber irgendwie ging es doch.
Nach 2 Stunden Fahrt, war ich dann aber doch in meinem Paradies, so wie ich es von den Bildern kannte. Ich hatte eine wunderbare Zeit, aber danach war Bali gedanklich von meiner Reiseliste abgehakt. 2014 hat es mich aber doch wieder hin verschlagen und dann noch mal und dann noch mal. Je öfter ich dorthin flog, desto familiärer wurde es, da ich mit jedem Mal immer mehr Freunde und Bekannte fand und letztenendes war es wie ein nach Hause kommen.
Gab es Überraschungen?
Jede Menge, eigentlich lief so gar nichts nach Plan.
Hat es lange gedauert bis du dich eingelebt hast? Fiel es leicht?
Dadurch, dass ich schon einige Male auf Bali war und schon einen Freundeskreis dort hatte, war es für mich sehr leicht, mich einzuleben. Trotzdem hat es ein paar Wochen gedauert, ehe ich dieses Gefühl von Urlaub los geworden bin und realisiert habe: “hey, das ist jetzt mein alltägliches Leben. Mein Leben auf Bali.”
Wie würdest du die Indonesier beschreiben? Konntest du dich integrieren? Oder hast du mehr Zeit mit anderen Internationals verbracht?
Ich habe mich sehr viel mit Locals umgeben und Internationals, die das genau so machten. Die Expatszene war mir immer etwas suspekt, weil ich der Meinung bin, dass man in und mit der Kultur des Landes leben sollte, in dem man ist und nicht seine eigene exzessiv durchsetzen und ausleben sollte. Was ich besonders an Indonesien mag, sind die freundlichen Gesichter, die man immer und überall sieht. Und es ist eine echte Freundlichkeit, nicht so wie in Thailand, wo vieles einfach aufgesetzt ist. Indonesier nehmen dich schnell und gerne mit in ihr Leben und geben dir einen Raum darin. Die Familie und Freunde sind für sie sehr, sehr wichtig. Man sorgt füreinander, lacht miteinander, isst miteinander und manchmal, jedoch selten, leidet man miteinander. Hat zum Beispiel einer von ihnen gerade keinen Job, sprich auch kein Geld, ist es für alle anderen selbstverständlich so lange mitzubezahlen, bis wieder Einkommen da ist. Ohne wenn und aber. Wenn man auch noch ein paar Brocken indonesisch spricht, kommt man wunderbar zurecht, bis zu einem gewissen Punkt.
Zwar sind die Indonesier außerordentlich hilfsbereit, aber leider absolut nicht hilfreich, wenn man mal wirklich ein Problem hat. Mir als Deutsche fehlte hier oft die Effizienz und das Lösungsorientierte. Zum Beispiel hatte ich einmal meine Kreditkarte verloren, also habe ich mir selbst über Western Union Geld geschickt. Ich musste ungelogen 10 Filialen anfahren, um dann die Transaktion abzubrechen. Die Ausreden reichten von Computerfehler, über jetzt gerade kein Internet bis hin zu der zuständige Mitarbeiter ist gerade nicht da. Dann habe ich das Geld an einen Localfreund gesendet. Der es dann in der ersten Filiale problemlos erhalten hat. Und so freundlich und offen sie auch sind, man bleibt immer der Bule (indonesisch für Ausländer) mit der hellen Haut und dem vielen Geld.
Welche Teile der Insel würdest du zum Wohnen empfehlen und warum?
Das ist sehr schwierig zu beantworten, denn es hängt stark davon ab, was man möchte. Grundsätzlich gilt, wer Trubel mag und auf eine gute Infrastruktur wert legt, ist im Süden gut aufgehoben – Canggu, Kuta, Seminyak, Sanur, Nusa Dua und Ubud, in der Mitte Balis, sind die Orte mit den meisten Expats und den meisten westlichen Bequemlichkeiten. Je nördlicher man geht, desto ursprünglicher wird es. Aber Bali ist ständig im Wandel und wird bebaut ohne Ende. Canggu, zum Beispiel, hat sich meiner Meinung nach sehr zum Nachteil gewandelt. Bei meinem ersten Besuch war es ein kaum besiedeltes Fischerdörfchen, heute ist es DER Hotspot und hektisch, wie einst Kuta. Kuta, der australische Ballermann, wirkt heute hingegen teilweise wie leergefegt, weil alles weiter die Küste heraufwandert.
Auch wenn diese Frage natürlich sehr individuell zu beantworten ist: Was ist das durchschnittliche Budget pro Monat? Was würdest du als Minimum empfehlen?
Man kann auf Bali sehr, sehr günstig leben, wenn man bereit ist, es den Locals gleich zutun. Das bedeutet allerdings auch, die Ansprüche extrem runterzuschrauben. Mein erstes möbliertes “Appartement” hat gerade mal 140 Euro im Monat gekostet. Es geht sogar noch günstiger, aber hier muss man dann auf ein Bett und eine normale Toilette verzichten. Je mehr man an seinen westlichen Standards festhalten will, desto teurer wird es und nach oben gibt es keine Grenzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit 1000 Euro im Monat ein gutes Mittelmaß zwischen Local-Life und Western-Ansprüchen realisieren kann.
Was war dein schönster Moment auf Bali?
Es gab so viele, dass ich den schönsten gar nicht ausmachen kann und will. Aber es waren vor allem die Momente im Kreise von netten Leuten, die man gemeinsam genossen hat, wie wunderschöne Sonnenuntergänge, einen gute Surfsession oder in einem Cafe sitzen und aufs Meer oder aufs Reisfeld zu schauen.
Und der Schlechteste?
Als mir mein Ex-Freund das Herz gebrochen hat.
Könntest du dir vorstellen zurückzugehen oder für immer dort zu leben?
Ich habe ja schon Eingangs erwähnt, dass ich derzeit wieder in Deutschland bin. Eigentlich wollte ich gar nicht solange hier bleiben, aber äußere Umstände haben mich dazu bewogen. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, wieder auf Bali bzw. in Indonesien zu leben, aber nur, mit einer Base in Deutschland, zu der ich immer, wenn ich will, zurückkehren kann.
Hast du Insidertipps für uns?
Bleibe nicht an einem Ort! Reise herum!
Es gibt viele Orte, da bleibst du schnell einfach kleben. Bali hat viele Facetten, reise rum und sammle Eindrücke.
Einmal Nyepi erleben!
Nyepi ist der Tag der Stille, das balinesische Neujahr. Am Tag zuvor werden in vielen bunten Paraden die Geister von der Insel vertrieben. Damit die Geister denken, dass die Insel unbewohnt ist und nicht zurückkehren, steht die einen Tag lang Insel still. Niemand darf das Haus verlassen, das Licht muss ausbleiben, die TV-Sender senden nicht und sogar der Flugverkehr wird für diesen besonderen Tag eingestellt. Letztes Jahr wurde sogar stellenweise das Internet abgestellt. Ich habe noch nie so eine friedliche und ruhige Atmosphäre erlebt und der Blick nachts in den Sternenhimmel ist unbeschreiblich.
Mit Locals anfreunden!
Man kann die ganze Zeit in einer Blase verbringen. Ähnlich wie bei einem Cluburlaub, in dem du das Hotelgelände die ganze Zeit nicht verlässt und die einzigen Locals, mit denen du in Kontakt bist, die Angestellten sind. Mit dem wirklichen, echten Leben vor Ort hat das nichts zu tun. Komm mit Locals in Kontakt und verbringe Zeit mit ihnen. Nur so lernst du das Land und die Kultur wirklich kennen.
Für konkrete Tipps darfst du mich gerne anschreiben: [email protected]
Was würdest du jemandem sagen, der darüber nachdenkt ebenfalls für längere Zeit nach Bali zu gehen?
Mach es einfach! Ich habe meine Entscheidung nie bereut, auch wenn ziemlich viel schief gelaufen ist. Im Gegenteil, wäre ich nicht gegangen, hätte mich die Frage, was wäre wenn, in den Wahnsinn getrieben. Öffne dich und hab Vertrauen! Alles auf Bali ist sehr, sehr intensiv – es gibt kein Mittelmaß, entweder ist man auf dem höchsten Hoch oder im tiefsten Tief. Aber du kannst darauf vertrauen, dass Bali jedem das zeigt, was er sehen soll und jedem das gibt, was er gerade braucht.
Und zu guter Letzt: Wenn du Bali in 3 Wörtern beschreiben müsstest, welche wären es?
Magisch, intensiv und (leider) überlaufen
Vielen Dank für deine Zeit, Mühen und Offenheit! Bis bald!
Ist ein Leben auf Bali wirklich so paradiesisch? Ramona erzählt es uns! Drei Jahre Bali. Drei Jahre, in denen es fast alles gab. Unzählige Sonnenuntergänge im Paradies, das vertraut werden mit einer fremden Kultur, Herzschmerz, Chaos und jede Menge Surf-Sessions.
Und schon wieder ist ein Jahr verflogen. Dabei kommt es mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich meinen letzten Geschenke Guide für Reisebegeisterte veröffentlicht habe. Und andererseits ist ziemlich viel passiert in den letzten zwölf Monaten. Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Heute geht es um ein paar kleine Geschenkideen und vielleicht auch den ein oder anderen Denkanstoß, was das Konsumverhalten an Weihnachten angeht.
Nachhaltige Geschenkideen für Reiseliebhaber
1. Selbstgemachte Kosmetik
Wenn man das Wort selbstgemacht hört, löst das bei dem ein oder anderen immer noch die Erinnerungen an selbst gebatikte Shirts oder gefilzte Schlüsselanhänger aus. Keine Sorge, hier soll es um wirklich nützliche und schöne Dinge gehen, wie zum Beispiel selbstgemachte Kosmetik.
Entweder verwendet ihr hübsche alte Marmeladen- oder Einmachgläser wieder oder ihr besorgt euch neue ansehnliche Glasbehältnisse, die man dann wiederum wiederverwenden kann. Hier findet ihr beispielsweise ein praktisches Behältnis-Set. Insbesondere wenn eure zu Beschenkenden viel und gerne reisen, könnt ihr Behältnisse bis maximal 100ml wählen, damit diese unproblematisch mit ins Handgepäck wandern können und die ideale Reisegröße haben. Im Internet findet ihr zahlreiche Anleitungen, wie ihr beispielsweise Bodylotions, Badezusätze oder Peelings ganz einfach selber machen könnt. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch euren Geldbeutel, denn die Zutaten reichen in der Regel für große Mengen und sind somit günstiger als die Produkte aus der Drogerie und Parfümerie.
Ich habe mal ein paar meiner liebsten Ideen gesammelt:
Hier findet ihr eine Anleitung für einen DIY-Lippenbalsam.
Hier könnt ihr Schritt-für-Schritt vegane Badekugeln selbst machen.
Hier gibt es die Anleitung für ausgefallene schwarze Badebomben.
Hier findet ihr alles, was ihr braucht, um fancy Marmorseife selbst zu machen.
Und zu guter Letzt findet ihr hier ein Rezept für eine Lavendel-Bodybutter.
©lindaloves
©subvoyage
©arstextura
2. Eine Einladung zum gemeinsamen Kochen oder Essen
Wenn in der heutigen Zeit etwas zu kurz kommt, dann ist es oft die Zeit, die wir mit unseren Liebsten verbringen. Wie wäre es, wenn man sich Kochzeit schenkt? Ihr könnt euch zum Beispiel das Lieblingsland des zu Beschenkenden vornehmen und euch gemeinsam an einem landestypischen Gericht versuchen? Oder aber man lädt die zu beschenkende Person zu einem Überraschungsdinner ein und verwöhnt ihn mit einem landestypischen 3-Gänge-Menü. Auf diese Weise verbessert man seine Kochkünste, verbringt Zeit zusammen und kauft weniger unnötigen Kram.
Beispielhafter Vorschlag für ein lateinamerikanisches Menü
Vorspeise: Selbstgemachte Guacamole mit Brot oder Chips
Hauptgericht: Ein scharfes und wärmendes Chili sin Carne
Dessert: Alfajores, traditionelle argentinische Sandwich-Cookies
3. Erinnerungen festhalten
Viel zu oft landen die Bilder unserer letzten Reisen nur noch in irgendeinem Smartphoneordner. Eigentlich sind sie dafür aber viel zu schade, denn wer erinnert sich nicht gern an die gemeinsam verbrachten, freien und entspannten Tage am Strand, in den Bergen oder in einer fremden Stadt? Wie wäre es, wenn man diese Erinnerungen konserviert und für die Zukunft in anschaulicher Art und Weise festhält? Die kreativen Köpfe unter euch können sich bei der Gestaltung eines individuellen Fotobuchs oder eines Rahmens austoben und beispielsweise noch Tickets, Anekdoten oder andere Überbleibsel aus dem Reisegepäck hinzufügen. Für die weniger kreativen oder Minimalisten unter euch gibt es unkomplizierte Apps mit deren Hilfe man in Nullkommanix ein hübsches Fotobuch oder einen Kalendar samt Klemmbrett auf dem Smartphone erstellen und dann direkt aus der App bestellen kann.
4. Nachhaltige Geschenke
Natürlich schenkt man manchmal auch gerne materielle Dinge. Insbesondere, wenn man weiß, dass die Dinge gefallen und benötigt werden. Trotzdem kann hierbei auf verschiedene Dinge geachtet und Wert gelegt werden. Beispielsweise könnten wir versuchen, auf natürliche Materialen zurückzugreifen, um die Entstehung von neuem Plastik und Mikroplastik zu reduzieren. Außerdem können wir Produkte von Unternehmen verschenken, die innerhalb Deutschlands oder Europas produzieren, um lange Transportwege zu vermeiden. Ein weiterer beachtenswerter Punkt sind zweifellos die Produktionsbedingungen. Produzieren die Firmen, deren Produkte ich verschenken möchte, unter fairen Bedingungen? Wie nachhaltig sind diese Firmen generell? Heutzutage lassen sich diese Informationen in der Regel binnen weniger Minuten recherchieren und es gibt eine große Anzahl nachhaltiger Unternehmen in beinahe jeder Branche, sodass auf nichts verzichtet werden muss.
Auch hier habe ich ein paar Ideen gesammelt:
Uhren und Armbänder von Holzkern (mit dem Code detailidee10 gibt es noch bis Weihnachten 10% auf eure Bestellungen)
Reisegeschirr wie Besteck, To-Go-Becher, Flaschen oder Dosen, um den vielen Verpackungsmüll auf Reisen in Grenzen zu halten
Eine recycelte und wieder recycelbare Yogamatte von hejhej-mats (mit dem Code hejhej-detailidee gibt es noch bis Weihnachten 5% auf eure Bestellungen)
Reisegepäck von Horiznstudios
Bademode von MYMARINI oder Josea-Surfwear
(E-Book-) Reiseführer für die nächste Destination
Weitere Tipps:
Habt ihr schon einmal über alternative Verpackungen nachgedacht? Am besten wäre es, wenn wir die Geschenke in etwas einpacken, was wir sowieso Zuhause haben, wie beispielsweise alte Zeitungen. Eine weitere Idee könnten Jutebeutel sein. Die kann der oder die Beschenkte anschließend lange zum Einkaufen usw. verwenden.
Nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch Stress sparender ist es, wenn ihr euch mit eurer Familie, euren Freunden und eurem Partner darauf einigt, euch in diesem Jahr zu Weihnachten (oder auch zu kommenden Geburtstagen) “nur” ein Geschenk zu machen. Wir neigen oft dazu, hier und da noch ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, die wir den Geschenken beilegen können, aber ist das wirklich nötig und nützlich?
In diesem Sinne: Fröhliches Verschenken!
It’s that time again: Meine nachhaltigen Geschenkideen für Reiseliebhaber Und schon wieder ist ein Jahr verflogen. Dabei kommt es mir vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich meinen letzten Geschenke Guide für Reisebegeisterte veröffentlicht habe.
Patrick ist der wunderbaren Position, die zweitgrößte Stadt Australiens sein Zuhause nennen zu können. Selten habe ich in den bisherigen Interviews eine SO große Liebe für die Wahlheimat raushören können, wie bei Patrick. Wie sein Leben in Melbourne gestartet ist und welche Eindrücke er bisher gewonnen hat? Lest selbst!
Hallo lieber Patrick, schön, dass du dir die Zeit nimmst. Zuallererst: Wer bist du und was machst du?
Hi Franka, ich wohne seit 2,5 Jahren in Australien, 1 Jahr davon in Melbourne. Ich habe einen Großteil des schönsten Landes der Welt bereist und bin wohl darauf hängen geblieben. Ich arbeite als Tourguide und zeige Abenteuerlustigen was “OZ” so zu bieten hat. Nebenbei Helfe ich Adidas eine Laufcommunity in Melbourne zu organisieren. Damit nicht alle die hier her kommen das Rad neu erfinden müssen, schreibe ich über meine Erfahrungen auf meinem Blog active4.life.
Wie sah dein Start in den Tag heute Morgen aus?
Melbourne ist eine der sportlichsten Städte überhaupt, ich habe eine Handvoll anderer earlybirds für einen morning Run getroffen, danach gab es ein ausgedehntes Frühstück plus Sonntags-Schnäppchen-Lebensmitteleinkauf auf einem Markt nah zu meiner Wohnung.
Wie sahen deine Vorbereitungen in Deutschland aus?
Für Deutsche gibt es ein super Einstiegsvisum. Es heißt work and holiday, ist einfach online zu beantragen und erlaubt es einem, ein Jahr im Land zu leben und zu arbeiten. Arbeit findet man am einfachsten vor Ort, deshalb haben sich die Vorbereitungen in Grenzen gehalten.
– Wohnung auflösen
– Buchen von Flug Tickets und einem AirBnB für die erste Woche
– Einkaufen, Ich habe ein paar Sachen aufgeschrieben die mir den Anfang erleichtert haben.
Und die ersten 24 Stunden vor Ort? Was hast du als erstes gemacht?
Simkarte geholt, Bankkonto eröffnet, Steuernummer beantragt und ab zum Strand!
Wie riecht es in Melbourne?
Momentan ganz klar nach Frühling mit einer Note Kaffee und Eukalyptus, da die Jahreszeiten in Melbourne umgedreht sind, im Vergleich zu Deutschland. Ein wenig off topic, aber in Melbourne gibt es viele Ausstellungen, eine davon heißt smell of Melbourne, ich fand die aber nicht so prickelnd.
Mhh… Frühling, Kaffee und Eukalyptus. Das klingt überragend! Was waren deine ersten Eindrücke und Erfahrungen?
Alle Leute haben gelächelt, wenn jemand einen Bus verlassen hat, hat er “thanks Mate” zum Busfahrer gerufen.
Gab es Überraschungen?
Vieles ist sehr teuer in Australien, der Verdienst ist aber auch besser. Oft wirken Sachen teurer, weil man an Anfang australische Dollar und Euro gleich setzt.
Hat es lange gedauert, bis du dich eingelebt hast? Fiel es dir leicht?
Das ging sehr schnell, Melbourne ist die europäischste Stadt in Australien und hat sehr viele Parallelen zu Berlin (was meine deutsche Wahlheimat war).
Wie würdest du die Australier beschreiben? Konntest du dich gut integrieren? Oder hast du mehr Zeit mit anderen Internationals verbracht?
In Australien allgemein und Melbourne speziell trifft Internationals auf fast Jeden zu, sehr bunt gemischt viele noch nicht all zu lange hier. Deutsche findet man in Australien zuhauf. Als ich neu im Land war und mein Englisch verbessern wollte, habe ich es gemieden all zu viel mit anderen Deutschen zu unternehmen. Seitdem klar ist, dass ich bleibe, habe ich einige Deutsche in meinem Kreis. Im Grunde habe ich die Erfahrung gemacht das der “normale Australier” am Anfang schon fast überfreundlich ist, viel mehr als in Deutschland (was schnell zu dem Schluss führt, das man schon nach kurzer Zeit einen großen Freundeskreis hat). Das ist aber oft nur die oberflächliche Schicht und bedeutet noch nicht viel. Um wirklich in einem Kreis akzeptiert zu werden, bedarf es mehr Zeit.
Welche Teile der Stadt würdest du zum Wohnen empfehlen und warum?
Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Meine Empfehlung ist es, erst mal irgendwo hinzugehen. Ich habe am Anfang ein Zimmer über die Facebook-Seite Deutsche in Melbourne gefunden. Einfach ein halbes Jahr da sein und gucken, wo finde ich Arbeit, in welchem Bezirk wohnen meine Freunde oder sind die meisten meiner Aktivitäten. Für mich ist Southbank der Lieblingsbezirk, ich kann alles zu Fuß erreichen und die Verbindungen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und großen Straßen ist großartig.
Was ist dein durchschnittliche Budget pro Monat? Was würdest du als Minimum empfehlen?
Für ein gutes Leben sollten es nicht weniger als 4000 AUD im Monat sein, der Durchschnittsaustralier verdient 5000 AUD, ohne große Fixkosten zu haben kann man mit weniger als 2000 AUD überleben.
Was war dein bisher schönster Moment in Melbourne?
Jedes Mal wieder, wenn ich am Flughafen bin und den Terminal verlassen habe. Ich bin froh, hier zu sein. Ich glaube das es was ganz anderes ist, wenn man in der Stadt wohnt in der man wirklich wohnen möchte, als wenn man an einem Ort wohnt, nur weil man schon immer da wohnt.
Und der Schlechteste?
Ich habe eine Weile überlegt und mir ist nichts eingefallen, ich finde das ist ein Statement.
Planst du für immer dort zu leben? Könntest du es dir vorstellen?
Ganz klares ja. In den Letzten 10 Jahren war Melbourne die lebenswerteste Stadt der Welt, das ist doch was. Ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen um eine Familie zu gründen.
Hast du einen Insidertipp für uns?
Ich war gerade erst mit einer Freundin aus Deutschland in der Artvo Ausstellung, das hat Spaß gemacht.
Was würdest du jemandem sagen, der darüber nachdenkt ebenfalls nach Melbourne auszuwandern?
Wilkommen!!!
Ich empfehle dir, bevor du dich niederlässt ein wenig umher zu reisen, vielleicht gefallen dir andere Orte noch besser.
Und zu guter Letzt: Wenn du Melbourne in 3 Wörtern beschreiben müsstest, welche wären es?
bunt — laut — echt
Vielen Dank für deine Zeit, Mühen und Offenheit! Bis bald!
Ich danke dir Franka! Es ist immer toll wenn sich jemand für mich und meinen Blog interessiert.
Wahlheimat Australien – Patricks Entscheidung für ein Leben in Melbourne Patrick ist der wunderbaren Position, die zweitgrößte Stadt Australiens sein Zuhause nennen zu können. Selten habe ich in den bisherigen Interviews eine SO große Liebe für die Wahlheimat raushören können, wie bei Patrick.
Auf den Spuren der Berber: Wandern im Atlasgebirge in Marokko
Unbezahlte Werbung | Pressereise*| Drei Tage lang habe ich die facettenreiche Region im Norden Afrikas erkundet. Zu Fuß ging es vorbei an den rotbraunen Bergdörfern der Berger, an spielenden Kindern und Tee trinkenden Herren, an stacheligen Kakteen, bunten Teppichen und verschneiten Gipfeln. Ich könnte diese Liste ewig weiterführen, so vielseitig und faszinierend sind die Bilder, die sich einem…
View On WordPress
Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, wie das Leben in Südamerika so aussieht? Vor welchen Herausforderungen man plötzlich steht oder ob es leicht ist, sich einzuleben? Oder überlegt ihr vielleicht ebenfalls euer Auslandssemester in Chile zu verbringen? Im Interview teilt Kati ihre ganz persönlichen Eindrücke mit uns und lässt uns somit ein kleines bisschen teilhaben an ihrer Erfahrung vor Ort.
Hallo liebe Kati, erzähl uns am besten erst einmal wer du bist und was du so machst?
Hey, ich bin Kati, 24 Jahre alt und studiere Übersetzen und Dolmetschen in Leipzig. Zurzeit mache ich ein Auslandsjahr in Chile. Hauptsächlich wohne und studiere ich in Concepción, das ist ca. 500km südlich von Santiago. Ich versuche aber so viel wie möglich vom Land und Südamerika generell kennen zu lernen. Auf meinem Blog Culturholic könnt ihr dazu gerne mehr erfahren.
Wie bist du heute Morgen in deinen Tag gestartet?
Sehr entspannt. Ich war gestern Abend auf einer super netten Geburtstagsparty mit ganz vielen anderen Auslandsstudis. Es wurde viel gequatscht und wir haben Reisetipps ausgetauscht. Jetzt gerade ist es etwas regnerisch, aber das ist okay. Ich werde mich in meinem Bett einkuscheln und noch ein paar Dinge für die Uni erledigen.
Was hat dich ausgerechnet nach Chile verschlagen?
Hauptgrund für das Land war mein Studium. Da ich im Schwerpunkt Spanisch studiere, wollte ich natürlich in ein Land, in dem Spanisch gesprochen wird. Die Uni Leipzig hat eine Kooperation mit der Universidad de Concepción (UdeC) und ich war eine von drei glücklichen, die ein Stipendium für zwei Semester erhalten hat.
Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich vor meiner Reise nicht viel von Chile wusste, außer vielleicht dass es das längste Land der Welt ist, Santiago die Hauptstadt ist und sich im Süden um die Grenzen gestritten wird. Umso begeisterter war ich, als ich recherchiert habe und gemerkt habe, wie meine Bucket List immer länger geworden ist.
Und wie sahen deine Vorbereitungen aus?
Durchwachsen. Für das Visum mussten einige Unterlagen zusammengesucht werden, wie auch für die Bewerbung, das Stipendium an sich und die Immatrikulation an der UdeC. Um andere Dinge, wie beispielsweise die Wohnungssuche habe ich mir noch nicht so viele Gedanken vorab gemacht, da mir gesagt wurde, dass das hier ganz entspannt per Handschlag funktioniert. Was dann auch genauso war.
Wie können wir uns deine ersten 24 Stunden vor Ort vorstellen?
Regnerisch, grau und kalt. Ich bin in Deutschland während einer weiteren Hitzewelle bei 38°C los geflogen und bei 12°C angekommen. Ich habe den letzten Flug von Santiago nach Concepción verpasst, weil wir wegen eines Unwetters bei einem Zwischenstopp in Rosario nicht starten durften. Die Airline hat mir aber ein Hotel inkl. Transfer gebucht und mich auf den ersten neuen Flug am nächsten Morgen umgebucht. Nach 49 Stunden bin ich dann in meinem Airbnb angekommen, hatte 5 Minuten zum Durchatmen und musste sofort weiter in die Uni zu einer Einführungsveranstaltung.
Als ich das erste Mal unter Chilenen gegangen und durch die Stadt gelaufen bin, ist mir aufgefallen, dass es sehr laut war. In den riesigen Malls ist es sehr bunt und vor allen Dingen voll. Emotionsgeladen war ich so oder so, aber die Lautstärke und das Gedrängel haben das ganze noch untermalt. Mein Auslandssemester in Chile startete also ziemlich turbulent.
Ansonsten habe ich die erste Woche mit 3 Pullis, dicken Wollsocken und Tee vor der Heizung verbracht.
Wie riecht es in Concepción?
In der Innenstadt so wie gewohnt. Autoabgase, Frittenfett und zwischendurch eine frische Briese. In den Wohngegenden stinkt es leider manchmal. In Chile gibt es sehr viele Straßenhunde, die sich ihr Fressen aus den Müllsäcken holen, was natürlich Dreck und Gestank hinterlässt. Ich war aber überrascht davon, wie sauber und gepflegt die Hunde alle aussehen. Mein typisches Bild, was ich von einem Köter habe, hat sich hier nicht bestätigt. Mitlerweile streichel ich die kleinen und gebe ihnen Namen : D
Was waren deine ersten Eindrücke und Erfahrungen?
Ich bin froh, dass ich die Landessprache beherrsche. Nur mit Englisch geht hier nämlich fast gar nichts. Auch nicht am Flughafen in Santiago, was mich echt gewundert hat.
Ansonsten wurde ich von den Chilenen aber super nett empfangen. Sowohl in der Uni, als auch sofort am ersten Wochenende. Man wurde direkt nach Hause eingeladen und hat so super leicht Anschluss gefunden.
Gab es Überraschungen?
Ja! Die Uni sollte eigentlich am 6. August starten. Wegen Protesten und der Besetzung der Fakultät ging sie aber erst Ende September los. Wir sind aus dem Grund recht spontan in die Atacama Wüste und nach Bolivien gereist. Zwar waren wir ziemlich unvorbereitet und man hätte besser planen können, aber dafür war ich ohne jegliche Erwartungen unterwegs, was quasi vor Ort für eine Überraschung nach der anderen gesorgt hat.
Hat es lange gedauert bis du dich eingelebt hast? Fiel es leicht?
Dadurch, dass ich nur anderthalb Wochen in Concepción war und danach direkt 3 Wochen gereist bin, war da nicht viel mit einleben. Ab September ging mein Auslandssemester in Chile dann aber langsam richtig los. Ich habe ein Zimmer in einem Studentenheim mit 25 anderen Leuten, sowohl Chilenen als auch weiteren Auslandsstudenten. Da man sich eine Küche teilt – was vielleicht erst einmal schrecklich klingt, aber gar nicht so wild ist – lernt man sich schnell kennen und das Einleben fiel mir leicht.
Ich bin aber noch gut 6 Wochen jede Nacht um halb vier aufgewacht, sprich mein Jetlag hielt ganz schön lange an.
Wie würdest du die Chilenen beschreiben? Konntest du dich gut integrieren?
Oder verbringst du mehr Zeit mit anderen Internationals?
Die Chilenen sind alle nett. Ich hatte mit niemandem bis jetzt Probleme und habe auch noch von keinem Konflikt mitbekommen. Man wird zu jeglichen Feiern eingeladen, auch wenn man die Person, die feiert, gerade erst kennen gelernt hat.
Mein Freundeskreis hier ist sehr gemischt. Er besteht sowohl aus Chilenen, als auch aus vielen andere Auslandsstudenten, besonders aus Mexiko und Belgien, aber natürlich auch Deutsche sind dabei.
Catcalling auf der Straße ist allerdings ein unschönes Thema, was hier noch sehr ausgeprägt stattfindet. Gemeint ist damit, dass man als Frau in der Öffentlichkeit sexuell anzügliche und extrem unangemessene Kommentare von Männern zu hören bekommt.
Welche Teile der Stadt würdest du zum Wohnen empfehlen und warum?
Concepción kann ich zum Leben empfehlen. Als Europäer muss man sich hier nicht groß umgewöhnen. Das Wetter kann man mit dem in Hamburg vergleichen. Morgens scheint die Sonne und man könnte im Top losziehen, aber 2 Stunden später steht auf den Bürgersteigen das Wasser, weil die Kanalisation dem Regen nicht standhält.
In der Stadt sind ständig irgendwelche Feiern und Feste und auch so ist das Nachtleben sehr ausgeprägt. Zu besonderen Stadtteilen kann ich hier nicht viel sagen. Dass jedes Viertel eine eigene Atmosphäre zu bieten hat, wie ich es aus Leipzig kenne, kann ich von Concepción nicht behaupten.
Was ist dein durchschnittliches Budget pro Monat? Was würdest du als Minimum empfehlen?
Für mein Zimmer zahle ich ca. 250€, was haargenau in meinem Budget liegt. Busfahren und Reisen generell ist hier sehr günstig, sofern man Lust auf das Leben in Hostels hat. Mir persönlich gefällt das Nächtigen in Hostels der Leute wegen sehr. Man findet sofort Anschluss.
Das Essen hier ist aber sehr teuer. Normale Produkte wie Käse, Joghurt und Nudeln kosten das gleiche wie in Deutschland, sobald man mal Abwechslung möchte, muss man tiefer ins Portemonnaie greifen. Sojaprodukte, bzw. Alternative Nahrungsmittel generell sind hier mau und wenn dann nicht günstig.
Um aber zur Frage zurückzukommen: Was ich monatlich ausgebe, habe ich noch nicht berechnet. Es variiert aber auch total und hängt davon ab, ob ich wieder reisen war oder tatsächlich mal einen ganzen Monat hier „gewohnt“ habe und nur zur Uni gegangen bin. Mindestens 1.000€ sollte man aber zur Verfügung haben.
Was war dein bisher schönster Moment in Chile?
Falls meine Mutter das hier liest, soll sie den Teil bitte überspringen^^
Wir waren in San Pedro de Atacama und haben einen kleinen Spaziergang durchs Dorf gemacht. Als wir uns für eine kleine Pause in ein Bushäuschen gesetzt haben, hat ein Auto angehalten und der Fahrer hat uns gefragt, ob alles gut sei und wir genug Wasser dabeihätten. Wir haben das bejaht und dachten das wäre es gewesen. Als er dann gehört hat, dass wir Deutsch gesprochen haben, ging das Gespräch aber noch weiter. Er hat uns davon erzählt, dass er in einer Sternwarte arbeitet und sein Chef auch aus Deutschland sei und uns daraufhin auch ziemlich schnell gefragt, ob wir nicht einsteigen wollten, dann würde er uns die Sternwarte zeigen und wir könnten gemeinsam noch einen Kaffee trinken. Wir drei Mädels waren uns ziemlich schnell einig und haben das sofort abgelehnt, weil es uns irgendwie suspekt vorkam. Als sein Chef aber genau in dem Moment angerufen hat und der Mann im Auto uns das Telefon gereicht hat, damit wir mit dem Chef sprechen sollten und ihm so glauben könnten, sind wir nach kurzem Hin und Her dann doch eingestiegen. Auch während der Fahrt hatte ich noch ein ganz komisches Gefühl und war mir nicht sicher, was ich da eigentlich gerade tue.
Aber turns out: Der Mann hat uns zu der Sternwarte gefahren, wir haben im Garten mit ihm und seinem Chef einen Kaffee getrunken, bekamen unsere persönliche Rundtour durch die Sternwarte und wurden danach wieder nach Hause gefahren.
Abends als ich im Bett lag musste ich noch einmal lachen über diese gesamte Situation, aber ich war super zufrieden, die Erfahrung gemacht zu haben.
Solche Geschichten kenne ich nur allzu gut noch aus meinem Auslandssemester in Südamerika. Manche Dinge sollten Mütter einfach besser nicht wissen. Was war der bisher schlechteste Moment?
Die Situation in der Uni nervt ein wenig. Durch die Besetzung verschiebt sich der gesamte Unterricht und ich kann nicht, wie geplant, ab Mitte Dezember reisen, sondern habe noch bis Ende Januar Unterricht und kann dann erst los. Wir waren zwar jetzt schon zu Beginn etwas unterwegs, aber es hätte einfach alles besser geplant werden können, wenn man das gewusst hätte und mehr Zeit gehabt hätte.
Könntest du dir vorstellen für immer in Chile zu leben?
Nein. Das ist aber einfach eine persönliche Sache. Ich möchte früher oder später wieder in der Nähe meiner Familie sein.
Hast du vielleicht ein paar Insidertipps für uns?
Concepción ist keine Stadt, die vom Tourismus lebt. Es gibt hier zwar ein paar schöne Stadtparks und viele größere Nationalparks, aber wenn man sich entscheidet Chile zu bereisen, muss Concepción nicht unbedingt angesteuert werden. Zum Wohnen ist es dafür sehr entspannt. Insidertipps könnte ich dementsprechend nur für Clubs oder Restaurants geben.
Eine Reise in die Atacama Wüste ist dafür umso mehr zu empfehlen. Vor Ort kann man viele Tagestouren durch unterschiedliche Täler oder Sportaktivitäten, wie Sandboarding buchen, aber auch selbstständig mit dem Fahrrad die Gegend erkunden. Für mich war es das erste Mal, dass ich in einer Wüste war und ich war beeindruckt von der Größe und der Weite. „Na klar, ist ja auch die Wüste!“ könnte man jetzt denken, und dazu auch noch die größte und trockenste der Welt, aber nichtsdestotrotz war ich hin und weg von der Atmosphäre und den total anderen Lebensbedingungen vor Ort. Und wenn man schon einmal da oben ist, sollte man auch den 4-tägigen Roadtrip nach Uyuni in die Salzwüste nach Bolivien machen. Die Tour wird dort an jeder Ecke angeboten. In meinen Augen hat das Land wunderschöne Landschaften zu bieten.
Was würdest du jemandem sagen, der darüber nachdenkt ebenfalls nach Chile zu gehen?
„Pack deinen Koffer so, dass du für jedes Wetter gewappnet bist!“
„Stell dich auf Instantkaffee von Nestlé ein…“
Und zu guter Letzt: Wenn du Chile in 3 Wörtern beschreiben müsstest, welche wären es?
Gastfreundlich – Wetterabhängig – Wunderschön!
Vielen Dank für deine Zeit und Offenheit! Bis bald Kati!
Wetterabhängig, aber wunderschön! - Katis Auslandssemester in Chile Habt ihr euch auch schon einmal gefragt, wie das Leben in Südamerika so aussieht? Vor welchen Herausforderungen man plötzlich steht oder ob es leicht ist, sich einzuleben?
Ich befinde mich in der glücklichen Position, die schönste Stadt am Rhein meine Heimat nennen zu können. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber gerade dann fällt der objektive Blick auf die Stadt etwas schwer. Gibt es hier wirklich Sehenswertes? Lohnt sich ein Wochenende hier? Kann man einen Besuch empfehlen? Nach kurzer Überlegung und dem Notieren meiner ersten Gedanken, kam ich recht schnell zu meiner Antwort: JA! So objektiv wie möglich beurteilt, finde ich, dass Düsseldorf einiges zu bieten hat. Vielleicht nicht so viel wie Hamburg, Berlin und München, aber ein Wochenende braucht man schon, um die Schönheit unserer Rheinmetropole zu erleben.
Ein Wochenende in Düsseldorf
Grund 1: Die Altstadt
Die bekannte Altstadt Düsseldorfs gilt als Magnet für Jung & Alt. Vor allem tagsüber lohnt sich ein gemütlicher Spaziergang durch die historischen Gassen. Einige Teile stammen noch aus Gründungszeiten der Stadt im Jahre 1288. Neben vielen Geschäften, Cafés und Restaurants, befinden sich hier zahlreiche Museen, wie die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, das NRW-Forum, das Museum Kunstpalast oder das Filmmuseum.
Besonders hervorzuheben sind auch das kleine Kunstkino Cinema auf der Schneider-Wirbel-Gasse, der Markt auf dem Carlsplatz mit vielen kulinarischen Highlights und die Rheinterrassen mit wunderschönem Ausblick auf den Rhein und die andere Rheinseite. Vor allem letztere gelten als Anziehungspunkt für Touristen und Düsseldorfer. Sobald das Wetter es einigermaßen zulässt, sitzt man hier gemütlich draußen und hat man einen schönen Blick über den Rhein.
Kaffee in der Altstadt? Meine Empfehlungen sind Woyton, Rösterei Vier, Pure Freude und Bazzaar Caffe.
Grund 2: Die längste Theke der Welt
“Wir haben in Düsseldorf die längste Theke der Welt…”, so singt der Frontsänger der Toten Hosen über seine Heimatstadt. Entgegen den Erwartungen einiger Touristen handelt es sich dabei nicht um eine bestimmte, überdimensionale Theke inmitten einer der zahlreichen Kneipen der Stadt, sondern um die Masse. Würde man die Theken der über 250 in Düsseldorf ansässigen Kneipen aneinander reihen, so erhält man eben die längste Theke der Welt.
Unter Alt wird hier nicht nur eine bestimmte Anzahl an Lebensjahren verstanden, sondern es ist die Bezeichnung für die typische Biersorte. Ein dunkles Bier, was in einigen Brauereien der Stadt für euch gebraut und frisch aus dem Fass ausgeschenkt wird. Zu den beliebtesten zählen das Füchschen, Zum Schlüssel, Schumacher, Uerige und Kürzer. Auf sogenannten Altbier-Safaris durch die Altstadt könnt ihr euch einmal durchprobieren.
Zu sagen ist trotzdem, dass besonders die Altstadt abends gewöhnungsbedürftig sein kann. Vor allem die Bolkerstraße ist zweifellos nicht jedermanns Sache. Dort trifft man auf unzählige feierwütige Touristen, Fußballfans, Junggesellenabschiede und Einheimische, was hin und wieder zu etwas aufgeheizter Stimmung führt.
Grund 3: Die Kö
Die schöne, von Kastanienbäumen umsäumte Einkaufsstraße gilt als Wahrzeichen der Stadt. Auf der Flaniermeile Königsallee sind alle großen Designer vertreten und locken die Kunden mit auffällig gestalteten Schaufenstern in ihre Geschäfte. Daneben gibt es aber auch kleinere Boutiquen und andere, weniger hochpreisige große Namen der Modewelt. Bei einem Schaufensterbummel entlang des Kö-Grabens, bietet es sich an, sich in einem der Cafés niederzulassen, um das rege Treiben einfach nur auf sich wirken zu lassen und Leute zu beobachten.
Am einen Ende der Königsallee ist in den letzten Jahren ein architektonisch höchst interessantes Millionenprojekt umgesetzt worden, der Kö-Bogen. Eine Parkanlage und zwei Gebäude, welche neben dem Kaufhaus Breuninger weitere Boutiquen und Gastronomie beherbergen, gehören dazu. Das moderne Design mit dem vertikalen Streifenmuster der Fassade lockt nicht nur Shoppinglustige, sondern auch viele Fotografen an.
Grund 4: Der Medienhafen
Das Schöne an Düsseldorf ist, dass es alles bietet, was man sich von einer Großstadt wünscht, es international ist, aber trotzdem dabei noch recht überschaubar bleibt. So kann man beispielweise ohne Weiteres von der Altstadt aus in die modernste Gegend, den Medienhafen, in weniger als 20 Minuten laufen.
Im Medienhafen begeistern moderne Architektur, wie die berühmten Gehry-Bauten des Neuen Zollhofs. Die drei vom berühmten Architekt Frank O. Gehry gestalteten Gebäude sind eines des Lieblingsfoto-Motive der Stadtbesucher. Ansonsten befinden sich auf dem Gelände des alten Handelshafen stylische Bars, gute Restaurants, Discos und unzählige Büros. Mehr als 700 Unternehmen haben sich hier niedergelassen, was mehr als 75% aller in Düsseldorf ansässigen Unternehmen ausmacht. Der Spaziergang lohnt sich!
Grund 5: Der Rheinturm
Ebenfalls am Rande des Medienhafens befindet sich DAS Wahrzeichen der Stadt, der Rheinturm. Unser Fernsehturm ist da höchste Gebäude der Stadt und gehört zweifellos in die Silhouette des Stadtbildes. Auf über 240m behalten die Besucher von der Besucherterrasse aus den Überblick über die Stadt.
Grund 6: Kaiserswerth
Bei Kaiserswerth handelt es um einen Stadtteil Düsseldorfs im Norden der Stadt. Von der Innenstadt aus erreicht man Kaiserswerth am besten mit der Linie U79, was nur etwa 25 Minuten dauert. Von der Haltestelle aus muss man lediglich eine Ampel überqueren und befindet sich im historischen Ortskern mit Häusern aus dem 17. und 18. Häusern. Ein Kaffee & Kuchen oder Auch-Tipp hier: WUNDERHAUS deli & friends.
Einige Gehminuten später erreicht man schon das Rheinufer. Dort befindet sich die Kaiserpfalz, eine Burgruine aus dem 10. Jahrhundert. Im Umkreis befindet sich außerdem zahlreiche weitere Restaurants und Cafés. Sehr zu empfehlen ist der Burghof. Man kann entweder auf der Terrasse mit Blick über den Rhein Platz nehmen, in dem Wintergarten, wo Snacks und Getränke angeboten werden oder in dem Restaurant.
Gestärkt lädt der Rhein nun zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Eine Alternative wäre es, von Kaiserswerth aus mit dem Boot zurück in die Altstadt zu gelangen.
Grund 7: Work & Live stimmen
In Düsseldorf scheint alles zu stimmen. Zumindest, wenn man den Meinungen von mehr als 14.000 Auswanderern Glauben schenkt. Das Netzwerk InterNations führt jährlich eine Studie durch, mit der festgestellt werden soll, welche Orte auf der Welt sich besonders gut dafür eigenen, seinen neuen Wohnsitz dorthin zu verlagern. Und siehe da, Düsseldorf schafft es zur Überraschung Vieler vor zwei Jahren auf Platz 4.
Obwohl Düsseldorf gern als sehr teuer und versnobt dargestellt wird, sind die Befragten insgesamt mit ihrer finanziellen Situation zufrieden. Neben dem Einkommen stimme die Work-Life Balance, Reise- und Transportmöglichkeiten, Umwelt und medizinische Versorgung. Das gesamte Ranking findet ihr hier.
Und auch 2018 findet man Düsseldorf bei vielen Befragungen und Studien weit oben auf den Ergebnislisten. Beispielsweise haben es laut Monocle Magazin insgesamt vier deutsche Städte 2018 in die Top 25 der besten Städte weltweit geschafft. Düsseldorf ist selbstverständlich darunter.
Spätestens diese Belege müssen euch neugierig genug gemacht haben, unserer schönen Rheinmetropole einen Besuch abzustatten und mindestens ein Wochenende in Düsseldorf zu verbringen.
In diesem Sinne also, viel Spaß in der schönsten Stadt am Rhein.
PS: Viele weitere Tipps für ein Wochenende in Düsseldorf findet ihr zum Beispiel bei Lisa auf Lisas’s Closeup oder auf THE DORF.
7 gute Gründe für ein Wochenende in Düsseldorf Ich befinde mich in der glücklichen Position, die schönste Stadt am Rhein meine Heimat nennen zu können.
190 km von Perth entfernt befindet sich der Nambung Nationalpark. In der Nähe der westaustralischen Stadt Cervantes, ist er bekannt für wunderschöne Strände am Kangaroo Point und an der Hangover Bay, und für die beliebten Pinnacles. Wieso sich der Besuch besonders vor und während des Sonnenaufgangs lohnt und welches persönliche Erkenntnis dieser Besuch ebenfalls mit sich brachte, erzähle ich euch jetzt.
Wissenswerte Informationen:
Anfahrt: Von Perth dauert es etwa 2,5 Stunden bis man den Nationalpark erreicht. Die 200km legt man entweder an einem Stück zurück oder man stoppt in Cervantes, um dort die berühmten Fischspezialitäten zu probieren.
Dauer: Wenn man sich für einen Tagesausflug entscheidet, sollte man früh aufbrechen, um den Tag bestmöglich vor Ort nutzen zu können. Ich empfehle allerdings eine Übernachtung, um in den Genuss eines Sonnenaufgangs oder -untergangs in den Pinnacles zu kommen. Außerdem verteilen sich so die 5 Stunden Fahrt bequem auf zwei Tage.
Eintritt: Der Eintritt beläuft sich wie für alle Nationalparks auf 13$.
Übernachtung: Wir haben in der Lobster Lodge übernachtet. Einem wirklich sehr einfachen Hostel, welches aber in unmittelbarer Nähe zum Nambung Nationalpark liegt und somit der ideale Ausgangspunkt ist, um noch vor Sonnenaufgang aufzubrechen. Als Backpacker handelt es sich hierbei um eine super Unterkunft, für alle anderen heißt es eine Nacht lang über das ein oder andere Übel hinwegsehen.
Kangaroo Point am Abend zuvor
Als wir am Abend nach Ankunft in Cervantes den Strand namens Kangaroo Point besuchten, hatten wir das große Glück ihn menschenleer vorzufinden. Die gesamten 2 Stunden die wir dort verweilten, entspannten und der Sonne dabei zusahen, wie sie langsam ihren Weg hinter den Horizont fand, störte uns keine Menschenseele. Für mich ist es immer wieder beeindruckend, dass sich trotz Hauptreisezeit solch einsame Momente erleben lassen. Die Größe dieses Landes ist besonders als Europäer nur schwer greifbar.
Während sich die gesamte Szenerie zunehmend in die schönsten Rot-, Orange- und Gelbtöne tauchte und wir tief versunken waren in Gespräche über den Sinn und Unsinn des Lebens, hätte es kaum idyllischer werden können. Australien schaffte es trotzdem wieder einmal auch diese Situation noch zu toppen. Seinem Namen entsprechend bekamen wir am Kangaroo Point nun doch noch Gesellschaft. Das Rascheln in den Büschen hinter dem Sandstrand gewann unsere Aufmerksamkeit und da saß es auch schon, das größte Känguru, welches ich bis dato in Australien zu Gesicht bekommen hatte. Und das in freier Wildbahn. Dieses Maß an Aufregung machte müde. Zudem wussten wir bereits, dass es am kommenden Morgen früh rausginge, weshalb wir uns dazu entschieden, so früh wie möglich unsere Betten aufzusuchen.
Sonnenaufgang in den Pinnacles
Nach einer äußerst kurzen und nur mäßig erholsamen Nacht klingelte der Wecker irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr am nächsten Morgen. Nach einer mehrere Sekunden andauernden Orientierungsphase wusste ich auch wieder, wo ich mich befand und bewegte mich aus dem Stockbett des Hostels. Ich meine mich zu erinnern, dass es schwarzen Kaffee zum Wachwerden gab. Diese Erinnerung kann allerdings auch meinem Wunschdenken an diesem Morgen entsprungen sein. Jedenfalls empfehle ich euch diesen für Tage, die zu solch unangenehmen Uhrzeiten beginnen.
Durch die ideale Lage des Hostels dauerte es nur wenige Fahrminuten bis wir uns inmitten der Wüstenlandschaft des Nambung Nationalparks befanden. Dort warteten wir auf baldiges Aufgehen der Sonne und somit hoffentlich auch wärmere Temperaturen. Viel konnte man zu diesem Zeitpunkt nicht erkennen, weshalb ich umso gespannter auf das Bild bei Sonnenaufgang war, was mir andere Reisende bereits angepriesen hatten.
Einige Minuten und ein wenig Gefröstel später war es dann soweit und der Horizont färbte sich langsam gelb-orange-rot. Mit jedem Meter, den die Sonne anstiegt, veränderte sich das Bild, was die Kalksteine auf orangenem Boden uns boten. Die ewig langen Schatten wurden allmählich kürzer und die gesamte Kulisse wurde in ein Spektrum der schönsten warmen Töne getaucht.
Guten Morgen Westaustralien – guten Morgen Jetzt & Hier
Und genau in diesem Moment war ich das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit gänzlich im Hier und Jetzt. Durch ständiges online und erreichbar sein, durch die damit einhergehende ständige Reizüberflutung, Werbebeschallung und dem dauerhaften unrealistischen Vergleich mit allem, was man dort so sieht, hatte ich komplett vergessen, wie es sich eigentlich anfühlt – so ganz losgelöst von allem einfach den Moment zu genießen.
Und auch wenn mir das rational betrachtet alles bewusst ist, passieren die eben genannten Dinge pausenlos unbewusst, wenn man sich diesen Reizen so viele Stunden täglich aussetzt. Natürlich ist das Bewusstsein ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber dennoch für mich auf keinen Fall ausreichend. Das hat mir dieser Moment – oder besser gesagt die Reflexion des Moments im Nachhinein – gezeigt. Dass ich dafür extra ans andere Ende der Welt fliegen, mitten in der Nacht aufstehen und mich inmitten einer Felswüste befinden musste, ist eigentlich traurig.
Trotzdem besser hier als gar nicht und besser früher als später und von jetzt an möglichst bewusst, nicht aus Langeweile oder zur Ablenkung.
Und auch auf Reisen geht es mal ohne Handy, ohne Kamera, ohne Reden, ohne Begleitung, einfach nur für den Moment. Eigentlich ziemlich offensichtlich, aber für mich – und aus zahlreichen Gesprächen weiß ich, dass es vielen anderen auch so geht – ist es immer wieder hilfreich, sich diese Tatsache ins Gedächtnis zu rufen und bewusst zu machen.
Guten Morgen Westaustralien - Sonnenaufgang in den Pinnacles 190 km von Perth entfernt befindet sich der Nambung Nationalpark. In der Nähe der westaustralischen Stadt Cervantes, ist er bekannt für wunderschöne Strände am Kangaroo Point und an der Hangover Bay, und für die beliebten Pinnacles.
Weil's meistens anders kommt: Reiseapotheke für den Sommer
Anzeige | Situation 1: Mit einer wunderbaren Begleitung bereise ich Nordafrika, Marokko um genau zu sein. Wir schlendern über den riesigen bekannten Bazar in Marrakech. Ein paar mit Sesam ummantelte Nüsse hier, ein frisch gepresster Orangensaft da, schnell noch den ein oder anderen Kaffee und am Abend ab ins zuvor recherchierte Restaurant, welches auch unbedingt super Bewertungen hat und…
View On WordPress
Anzeige | Das Leben in der Großstadt, ich habe es bewusst und aus freien Stücken gewählt. Besonders in Nordrhein-Westfalen stolpert man von der einen in die nächste Großstadt. Es handelt sich um das bevölkerungsreichste Bundesland. Das bringt zahlreiche Vorteile und Möglichkeit mit sich. Das weiß ich sehr zu schätzen. Trotzdem sehne ich mich seit einiger Zeit immer öfter nach Ruhe. Nach einer Auszeit in langsamerem und ruhigerem Umfeld. Um diesem Wunsch nachzugehen, gab es Anfang Mai eine einwöchige Auszeit an der Ostsee. Und diese Zeit war ohne Zweifel genau der Gegensatz zu meinem trubeligen Alltag, den ich gebraucht habe.
Auf nach Mecklenburg-Vorpommern – Endlich Ruhe!
Die Sache mit der Auswahl
Ich liebe das Leben in der Großstadt. Ich liebe es alles zu Fuß erledigen zu können. Alles in unmittelbarer Nähe vorfinden zu können. Egal ob Bäcker, Supermärkte, Friseure, Büdchen, Cafés oder Restaurants, alles befindet sich in einem Radius von 5 Minuten Fußweg von meiner Wohnung entfernt. Ich kann mir aussuchen, ob ich bei dem Bäcker mit den leckersten Croissants oder bei dem mit der nettesten Verkäuferin kaufen möchte und wenn sich meine Meinung ändert, probiere ich einfach den nächsten aus. Diese Auswahl bringt in vielerlei Hinsicht eine Menge Freiheit mit sich. Auf der anderen Seite kann es eine ganz schöne Herausforderung darstellen, gehört man zu den weniger entscheidungsfreudigen Menschen, so wie ich. Wahrscheinlich sind es mittlerweile Stunden, die ich damit verbracht habe, mit meiner besten Freundin darüber zu diskutieren, in welchem Restaurant wir uns treffen.
Da kann es ganz schön entlastend sein im Urlaub nur zwei Restaurants im gesamten Ort vorzufinden. In unserem Fall war das erste der beiden auch noch ausgebucht und somit gab es überhaupt nichts mehr zu entscheiden. Die Brötchen des einzigen ortsansässigen Bäckers waren übrigens auch super.
Ich brauche Platz!
Wir hatten ein wunderschönes Ferienhaus mit Reetdach in der Gemeinde Börgerende-Rethwisch im Landkreis Rostock. Ich glaube der Garten war größer als der gesamte Wohnblock auf dem das Mehrfamilienhaus mit meiner Wohnung in Düsseldorf steht. Ein wahrer Traum für uns und unsere vierbeinige Reisebegleitung.
Noch mehr Begeisterung rief der vom Haus nur 50 Meter entfernte Strand hervor. Noch vor dem ersten Kaffee eine Runde mit dem Hund am Strand joggen zu können, ist für mich unbezahlbar. Da könnte noch so schlechtes Wetter sein, der Blick aufs Meer entschädigt alles. Die blaue Farbe, die Weite, die gleichmäßige Brandung und das Meeresrauschen haben nachweislich eine beruhigende Wirkung. Daneben entsteht gleichzeitig ein Gefühl von Freiheit und Grenzenlosigkeit. Zu was ich wohl fähig wäre, wenn ich das jeden Morgen vor der Arbeit haben könnte?
Endlich Ruhe
Der entscheidende Erholungsfaktor war für mich die Ruhe. Und die hätte ich gegen nichts auf der Welt eintauschen wollen. Ruhe vor dem Alltag, vor nervigen Terminen, Verantwortung, dem Lärm der Großstadt. Keine Nachbarn, die wie Elefanten die Treppe herunter stolpern, kein Lieferwagen, der mit laufendem Motor minutenlang auf der Straße steht, kein Gedränge in der Straßenbahn, keine Parkplatzsuche… Einfach Ruhe. Endlich Ruhe.
Genau darum geht es in den fünf Videosspots mit dem Slogan “Endlich Ruhe” des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, in denen auf witzige und charmante Weise das Thema Ruhe in den Mittelpunkt gestellt wird. Für die Produktion gab es außerdem prominente Unterstützung. Mit den Schauspielern Anneke Kim Sarnau, Hinnerk Schönemann und dem Comedian Olaf Schubert sind fünf Videos entstanden, in denen es um jeweils eine Urlaubsregion in Mecklenburg-Vorpommern geht. Die abwechslungsreichen Videos über Schwerin, Rostock, die Ostseeküste und Co. befinden sich alle in der YouTube-Playlist „Endlich Ruhe“.
Mein persönlicher Favorit ist der Clip über die mecklenburgische Seenplatte. Die Ruhe suchenden Angelfreunde Anneke und Hinnerk werden von einem angeregt per Bluetooth-Kopfhörer telefonierenden Hobbyangler gestört. Kurzerhand und unbemerkt versenkt Hinnerk das Mobiltelefon per gekonntem Angelschwung im See. Somit ist die Ruhe in Nullkommanix wieder hergestellt.
Die Hashtags #endlichruhe und #aufnachmv bieten die perfekte Inspirationsquelle für einen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern.
Wer Stadt will, kann sie haben
Wer mich kennt, weiß wie sehr ich Kaffee liebe. Und genauso liebe ich das gemütliche Schlendern durch kleine bunte Viertel neuer oder bekannter Städte. Kurzerhand ging es deshalb für einen Nachmittag nach Rostock. Eine Stadt, über die ich bis dato wenig gelesen oder gehört hatte, die uns aber einen gemütlichen sonnigen Nachmittag im Mai beschert hat.
Ein empfehlenswerter Ort für leckeren Kaffee und den besten Kuchen, den ich seit langem gegessen hatte, ist das Törtchenlokal Waldenberger.
Es war ein extremer Kontrast sich vom bevölkerungsreichsten Bundesland ins bevölkerungsarme Flächenland Mecklenburg-Vorpommern zu begeben. Es ist aber genau das, was zwischendurch so wohltuend ist. Mit einem Job, in dem man dauerhaft online, dauerhaft auf der Suche nach dem Neusten und Beliebtesten ist, rückt der Ausgleich oftmals viel zu sehr in den Hintergrund. Das Integrieren von kleinen Ruhepausen und bewusstem Offline-Sein in meinen Alltag gelingt mir immer besser, aber stellt zweifelsfrei keinen Ersatz für richtige tagelange Auszeiten dar. Das ist meine persönliche Erkenntnis nach einer Woche an der Ostsee. Und das Schöne ist, dass man dafür weder das Land verlassen, noch sich dem Flugstress stellen musste.
Transparenz: Dieser Beitrag ist als gesponserter Artikel in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern entstanden.
MerkenMerken
MerkenMerken
MerkenMerken
MerkenMerken
Von der Großstadt an die Ostsee – endlich Ruhe! Anzeige | Das Leben in der Großstadt, ich habe es bewusst und aus freien Stücken gewählt. Besonders in Nordrhein-Westfalen stolpert man von der einen in die nächste Großstadt.
Ein langes Wochenende in Budapest - Entpuppt als eine Traumstadt
Selten war ich so gespannt auf das Erkunden einer Stadt wie bei Budapest. Seit Jahren möchte ich die ungarische Hauptstadt besuchen. Nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Empfehlungen und begeisterter Erzählungen von Freunden und Bekannten, die bereits dort gewesen sind. Im Vorhinein habe ich bereits viel gelesen und nach Inspiration gesucht und so konnte ich mir schon vorher bildhaft vorstellen,…
View On WordPress
5 schnelle Tipps zum besseren Einschlafen auf Reisen | Anzeige
Wie gerne würde ich zu den Menschen gehören, die immer und überall und zu jeder Tageszeit schlafen können. Tue ich aber leider überhaupt nicht. Und aus Gesprächen und genervten Nachrichten weiß ich, dass zahlreiche andere Reisende das auch nicht können. Trotzdem gibt es ein paar Kniffe, mit denen ich mir die ein oder andere schlaflose Minute spare und mir das Einschlafen auf Reisen ein bisschen…
View On WordPress