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3 Fragen an Michael Preetz
“Das Fußballumfeld ist wie andere Bereiche auch Spiegelbild der Gesellschaft.“ Michael Preetz, Geschäftsführer von Hertha BSC Berlin und GoVolunteer-Botschafter für Vielfalt und Toleranz, über Fremdenfeindlichkeit im Fußball, Integration und Ehrenamt.
GoVolunteer: Sie sind seit mehr als 30 Jahren aktiv im Profifußball tätig, als Spieler und Funktionär. Hat sich der Umgang mit Spielern anderer Herkunft in der Zeit verändert? Offensiv gefragt: Hat der deutsche Fußball ein Problem mit Fremdenfeindlichkeit und was tun Sie, um dem entgegenzuwirken?
Michael Preetz: Ich habe nicht das Gefühl, dass sich diesbezüglich etwas während der Jahre verändert hat. Gerade im Fußball ist es schon lange völlig normal und gelernt, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Hautfarbe miteinander leben. Und ebenso früher wie heute gibt es leider vereinzelte Fehlgeleitete, die damit ein Problem haben. Wir dokumentieren jeden Tag auf dem Platz, aber auch darüber hinaus, dass alle gleich sind. Ich denke aber nicht, dass der deutsche Fußball ein generelles Problem mit Fremdenfeindlichkeit hat. Das Fußballumfeld ist wie andere Bereiche auch Spiegelbild der Gesellschaft.
GoVolunteer: Haben Sie selber schon einmal Erfahrung mit Integrationsprojekten oder ehrenamtlicher Arbeit gemacht? Wenn ja, welche und warum? (Z.B. als Kind im Zeltlager, in einer Jugendgruppe oder als Ehrenamtler im Sport?)
Michael Preetz: Wir haben bei Hertha BSC zum Beispiel das seit 2010 von der Bundesliga-Stiftung geförderte Integrationsprojekt 'MitternachtsSport', welches u.a. Jugendlichen in Berlin an Wochenenden kostenlose Fußballkurse mit sozialpädagogischer Betreuung anbietet und den Teilnehmern die Werte Respekt, Toleranz und Fairplay vermittelt. Ebenso das Projekt „Willkommen im Fußball“. In dem Berliner Willkommensbündnis kooperieren Hertha BSC, Champions ohne Grenzen e.V. und der SC Siemensstadt. Bestandteil der Berliner Kooperation ist ein wöchentliches öffentliches Training für junge Geflüchtete sowie das Projekt 'Fußball plus', das u.a. Beratungsangebote bereitstellt. Bei diesem Projekt war ich persönlich vor Ort und habe erlebt, welche Bedeutung das für die Flüchtlinge hat.
GoVolunteer: Wie engagiert sich die Hertha in Berlin für Geflüchtete? Und legen Sie Ihren Spielern nah, sich auch außerhalb des Vereins für die Stadt zu engagieren?
Michael Preetz: Wie gerade beschrieben gibt es unterschiedliche Maßnahmen und Projekte bei Hertha BSC hinsichtlich der Integration und Unterstützung von Flüchtlingen. Das bekommen die Spieler auch mit. Unter anderem durch unsere Initiative „Hertha hilft“, in die unsere Spieler auch einbezogen sind. Darüber hinaus gibt es den ein oder anderen, der sich schon in verschiedenen sozialen Projekten engagiert.
So bunt ist Deutschland! So bunt sind unsere Partnerprojekte!
HEUTE: Finde eine*n neuen Mitbewohner*in mit Flüchtlinge Willkommen!
Alle, die schon einmal in einer WG gelebt haben, kennen sie: die Kochabende, die durchgequatschten Nächte am Küchentisch und die WG-Parties, aber auch die unumgänglichen Meinungsverschiedenheiten wenn es um Putzplan, Ordnung oder Nachtruhe geht. Die meisten Mitbewohner*innen bringen beim Einzug einiges mit: begehrte Haushaltsutensilien wie Eismaschinen oder Staubsauger, aber auch Persönlichkeit, Charakter und Talente, die oftmals einen spannenden Mix ergeben. Flüchtlinge Willkommen fungiert als Mittler zwischen WGs mit freiem Zimmer und geflüchteten Menschen.
Alles begann im Herbst 2014, als Mareike Geiling und Jonas Kakoschke, die Gründer von Flüchtlinge Willkommen, beschlossen, das freigewordene Zimmer in ihrer WG einer geflüchteten Person zur Verfügung zu stellen.
In dieser Zeit lernten sie auch Golde Ebding kennen und bald wurde aus der privaten Initiative eine Plattform, die bundesweit vermittelt. Einen Monat später zog Bakary aus Mali für ein halbes Jahr bei Jonas und Mareike ein – die erste WG, die durch das Projekt entstand.
Zwei Jahre später sind bereits 402 WGs in ganz Deutschland durch das Projekt zusammengekommen. Flüchtlinge Willkommen bringt Wohnraumgebende und geflüchtete Menschen zusammen, um ein privates Zusammenleben zu initiieren. Die Initiative fungiert dabei als Ansprechpartner für Fragen des Zusammenlebens und bereitet die Kostenübernahme durch Ämter vor.
Die Idee, geflüchtete Menschen dezentral in WGs oder anderen privaten Wohnsituationen unterzubringen, hat mehrere Vorteile. Zum einen wird das Ankommen in Deutschland beträchtlich erleichtert: Das Erlernen der neuen Sprache oder das Kennenlernen von Besonderheiten in unserer Gesellschaft fallen viel leichter, wenn man Mitbewohner hat, die sich auskennen. Dennoch: wenn man sich über Flüchtlinge Willkommen entscheidet, eine*n geflüchtete*n Mitbewohner*in aufzunehmen, übernimmt man nicht gleichzeitig die Verantwortung für diese*n, es geht vielmehr um ein Zusammenleben auf Augenhöhe. Auch dessen Mietkosten müssen von den anderen Bewohnern nicht übernommen werden.
Gibt es dann überhaupt wesentliche Unterschiede zu jeder anderen WG?
Jonas muss beinahe schmunzeln, als ihm diese Frage gestellt wird. “Eine Anekdote, die ich dazu erzählen kann: Immer mal wieder bekommen Mitbewohner, die sich bei uns zusammengefunden haben, Interviewanfragen. Die sind darüber oftmals ganz erstaunt. Aus ihrer Sicht gibt es da nichts zu besprechen: Sie sind Mitbewohner in einer WG wie tausende andere Menschen auch.”
Hanan, die bei Flüchtlinge Willkommen für die Vermittlungsarbeit zuständig ist, fügt hinzu: “In jeder WG bringen Mitbewohner nicht nur viele Sachen mit, sondern auch sich selbst ein. Es gibt so viele Dinge, die man voneinander lernen kann oder durch die man sich gegenseitig inspiriert. Alleine schon das Kochen: Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis hierher gekommen sind, bringen beispielsweise ganz andere Rezepte mit. Gemeinsam kochen und essen ist wie in jeder WG ein ganz großer Bestandteil des typischen WG-Lebens”.
IN ALLER KÜRZE...
WER SIND FLÜCHTLINGE WILLKOMMEN ?
Jonas Kakoschke, Mareike Geiling und Golde Ebding, die Gründer von Flüchtlinge Willkommen wollen langfristig dazu beitragen, eine offene Gesellschaft zu gestalten, in der ein solidarisches Miteinander und ein Zusammenleben auf Augenhöhe als selbstverständlich gelten.
WAS MACHEN SIE?
Flüchtlinge Willkommen bringt Wohnraumgebende und geflüchtete Menschen zusammen, um ein privates Zusammenleben zu initiieren. Sie fungieren dabei als Ansprechpartner*innen für Fragen des Zusammenlebens und bereiten die Kostenübernahme durch Ämter vor.
WIE KANNST DU MITMACHEN?
Du hast Lust, einem geflüchteten Menschen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern? In deiner WG oder Wohnung ist ein Zimmer frei? Werde jetzt aktiv: Melde dein freies Zimmer an und verbreite die Idee von Flüchtlinge Willkommen.
Written by Julia Schuster, edited by Frederike Hülsmann
Photos by Flüchtlinge Willkommen
So bunt ist Deutschland! So bunt sind unsere Partnerprojekte!
HEUTE: Stelle eine*n geflüchtete*n Mitarbeiter*in über jobs4refugees in Deinem Unternehmen ein und trage so zur erfolgreichen Integration bei!
Schon für Menschen, die die deutsche Sprache perfekt beherrschen und hier aufgewachsen sind, kann die Jobsuche manchmal schwierig sein. Viele Geflüchtete, die neu in dieses Land kommen und gerne arbeiten möchten, finden sich häufig im reinsten Bürokratie-Dschungel wieder. Der ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen: vorausgesetzt, man hat kompetente Hilfe dabei.
Genau diese Tatsache war ein Beweggrund für Robert Barr Ende 2015 jobs4refugees zu gründen. Die Organisation macht es sich zum Ziel, Geflüchtete auf dem Weg in Arbeit und Ausbildung zu unterstützen und ihnen somit die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Konkret: Unternehmen laden Jobangebote auf die Webseite von jobs4refugees hoch. Motivierte Geflüchtete auf der anderen Seite registrieren sich und erhalten daraufhin Hilfe bei der Bewerbung für einen passenden Job.
In den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch führt das fünfköpfige Team von jobs4refugees persönliche Gespräche mit den Geflüchteten und nimmt deren Fähigkeiten und Motivationen auf, woraufhin gemeinsam Bewerbungsunterlagen erstellt werden. “Wenn Geflüchtete in Deutschland Arbeit suchen, werden sie oftmals mit systemischen Hürden konfrontiert. Ein fremd klingender Name, formale Besonderheiten bei den Behörden oder die Tatsache, dass viele dieser Menschen zu Beginn gar nicht wissen können, wie ein typischer Bewerbungsablauf in Deutschland vonstatten geht, stellen Nachteile für sie dar. Wir sehen es daher als unserer Aufgabe, möglichst viele dieser Stolpersteine aus dem Weg zu räumen”, sagt Robert.
Und zwar auch aus dem Weg der Unternehmen: deshalb bleibt jobs4refugees auch über den Arbeitsbeginn hinaus im Austausch mit den Unternehmen, um ein nachhaltiges Arbeitsverhältnis zu fördern.
Mittlerweile sind in der Datenbank von jobs4refugees über 15.000 Geflüchtete und mehrere hundert Arbeitgeber registriert. Der Bedarf ist so groß, dass Ende des Jahres ein neuer Standort in Frankfurt am Main eröffnet wird, um noch mehr Menschen zu Arbeit zu verhelfen.
Für Robert ist dies der beste Beweis, dass die Arbeit von jobs4refugees wichtig ist. “Wir alle können wirklich etwas bewegen, konkret Unterschiede machen, egal ob als Unternehmer oder Freiwilliger. Besonders im Herbst 2015 hat man gemerkt, wie groß die Bereitschaft der Deutschen zu helfen ist. Das war auch für mich sehr inspirierend!” Ihm persönlich gefällt seine Arbeit sehr. “Natürlich ist zivilgesellschaftliches Engagement extrem wichtig: aber ein wesentlicher Aspekt ist auch der Spaß daran! Die tollen Leute, die ich hier kennenlerne, der kulturelle Austausch und das Gefühl, für diese Menschen etwas zu bewirken, bereichern mich auch persönlich sehr.”
IN ALLER KÜRZE…
WER IST JOBS4REFUGEES?
jobs4refugees macht es sich zur Aufgabe, Geflüchtete und Arbeitgeber zusammenzubringen. Das fünfköpfige Team um Robert Barr betrachtet Erwerbstätigkeit als wesentlichen Schritt zu einer gelungenen Integration.
WAS MACHEN SIE?
Die Organisation begleitet den gesamten Bewerbungsprozess, bringt Bewerber mit den passenden Jobangeboten zusammen und hilft den Geflüchteten durch den Bürokratie-Dschungel.
Zu dem Angebot gehören außerdem Jobinterview- und Lebenslauf-Trainings für die Geflüchteten sowie der Austausch mit den Unternehmen über den Arbeitsbeginn hinaus.
WIE KANNST DU MITMACHEN?
Du besitzt ein Unternehmen und möchtest eine*n geflüchtete*n Mitarbeiter*in einstellen? Stelle Dein Jobangebot auf jobs4refugees.org und erhalte Bewerbungen, die auf Dein Angebot passen.
Written by Julia Schuster, edited by Frederike Hülsmann
Photos by jobs4refugees, Interview by GoVolunteer
Why diversity (still) matters
Ethnic diversity, cultural diversity, or birthplace diversity… Whatever you call it, diversity still remains a diffuse and somewhat perplexing idea. The topic has thus become an ideological battle ground.
Sometimes it feels as if we forgot why diversity matters. People on both sides of the debate treat diversity too often as a matter of ‘taste for multiculturalism’, bringing with it only either
The best of new cultures:
ethnic cuisine from hummus to ceviche, new friends from Eritrea to Finland, or the emergence of entire new music styles
The worst of new cultures:
Don’t new people also bring new conflicts with them and make our societies less cohesive?
Such a taste-based view makes reasonable debate very hard and often results in mere signaling of identity politics. Let’s take a step away from this pit.
It’s time to re-appreciate 5 key benefits of diversity.
When we attract immigrants from a wide range of countries, they…
1. Make us more innovative. Immigrants ‘think different’. When they work together with us natives, magic happens. Steve Jobs was the son of a Syrian immigrant. Intel was founded by a Hungarian refugee. Ehssan Dariani (StudiVZ) and Lukasz Gadowski (Delivery Hero) helped kick start the German startup scene. These folks are not just cherry picked outliers. It turns out there’s ample research that more immigration and more diverse immigration simply make us more productive, period.
2. Give us bigger paychecks. But don't they take my job? It turns out, they really aren’t. This is a bit puzzling, but the bottom line is that low skilled immigrants often cannot replace natives fully in their jobs. When immigrants are hired, natives as a response specialize more. For example, they move into communication and management roles. This adjustment can be a bit uncomfortable at first but it means close to zero (net) job losses and even bigger paychecks for natives.
3. Integrate themselves more easily. Would you rather have 1 million immigrants from Turkey or 100.000 each from 10 different countries? That’s a cold hearted question, but one researchers are asking. They find that migrants in more but smaller groups have bigger incentives to learn the language. Presumably because they integrate more smoothly, they also create fewer political divisions among natives.
4. Spread our values. Wouldn’t it be better for countries like Egypt, Eritrea or Moldova if people stayed put and worked towards more stable, even democratic forms of government? It turns out, when people emigrate out of such countries, they do exactly that. Countries that send their people to democratic destinations like Germany tend to see more votes for parties that are closer in values to our own. They also spread skills and knowledge they learn from us back to their home countries.
5. Make us more open. Because of these benefits above, diversity of immigration makes natives more open to liberal immigration policies. When immigration works, and diverse immigration often does, then we relax our sometimes skeptical attitudes towards migrants and are more ready to receive more of them. A truly virtuous cycle.
Diversity remains a hotly debated topic in Germany and beyond. We need this discussion, and appreciate different viewpoints. There’s still much to discover, learn and improve as we make diversity work for all of us. Getting there won’t always be easy (many things in life aren’t), but we believe it’s an endeavor worth undertaking.
To foster this debate, GoVolunteer is kicking off the #SoBuntIstDeutschland campaign ("Germany is colorful"). We strive to promote a fact-based and balanced view on the subject and encourage you to share your own perspectives and experiences: How has diversity impacted your life? Let us know on Facebook, Instagram or through [email protected]. We will share your story with our community if you would like us to.
Learn more about the #SoBuntIstDeutschland campaign and the work of GoVolunteer.
Disclaimer:
To make this a better read, we have taken the liberty to be a bit imprecise. We commit at least three sins. First, we cite empirical studies for certain countries, often the US, that suggest (but do not prove) their results could elsewhere. Second, when we write “all”, “all” can come down not to 100% but ‘only’ > 98% of the population. Third, we use the term diversity a bit loosely. Diversity as we define it increases when a country has more immigrants and/or more diverse immigrants.
About the authors:
Johann Harnoss holds a PhD in Economics for his academic work on the economics of immigration and diversity. He started this research during his time at Harvard University where he earned a Master in Public Administration. Johann is a founding member of GoVolunteer as well as its Academic Advisor. You can contact Johann at [email protected] and follow him on twitter @Johann_Harnoss.
Malte Bedürftig holds a Master in Economics (Economic Development) from Universitat Pompeu Fabra, Barcelona. He is the founder and CEO of GoVolunteer. Prior to that, he was a consultant in the public and social sector, focusing on issues around migration, youth unemployment, and the impact of digital technology. Malte’s vision for GoVolunteer is to promote an active society in which everyone can transform their unique potential into social action. You can contact Malte at [email protected] and follow him on twitter @beduerftigm.
So bunt ist Deutschland! So bunt sind unsere Projekte!
HEUTE: Engagier Dich mit Deiner #Fahrradliebe bei den #Bikeygees, denn #cyclingisfreedom!
Dienstagabend im Hangar am Tempelhofer Feld. Gelächter und Rufe dringen aus der großen Halle, etliche Frauen flitzen auf bunten Fahrrädern vorbei, andere schieben weniger Geübte an oder helfen beim Auf-und Absteigen. Die #Bikeygees sind mal wieder am Start!
Zu Beginn des Projekts stand der Spaß am Fahrradfahren.
Anne Seebach und Annette Krüger, selbst begeisterte Radlerinnen, begannen im Herbst 2015 mit einem zunächst noch sehr kleinen Team in der Traglufthalle Moabit regelmäßig Radfahrtrainings für geflüchtete Frauen anzubieten. Heute können sie sich vor Anfragen kaum retten. In zwei Jahren haben die #Bikeygees:
430 Frauen aufs Fahrrad gebracht,
über 50 Trainings durchgeführt und
über 70 Fahrradspenden mit Helm und Schloss ausgegeben.
Der Andrang war bereits im ersten Winter so hoch, dass die Trainings sogar bei minus zehn Grad durchgezogen wurden weil keine der Radfahrschülerinnen eine Winterpause einlegen wollte „Am Anfang kamen die Kinder zu uns. Die Frauen waren zu Beginn noch misstrauisch, als sie aber gesehen haben, dass wir alle auf sie aufpassen, keine Männer da sind und sie nicht gegen ihren Willen fotografiert werden, wollten immer mehr mitmachen“, erzählt Annette.
Die #Bikeygees stehen allen Frauen, die Lust auf Fahrradfahren haben offen, egal ob sie erste vor kurzem nach Deutschland geflohen sind oder nicht. „Das ist eine Sache die wir häufig vergessen: noch vor 100 Jahren war es auch in Deutschland durchaus nicht üblich für Frauen, Fahrrad zu fahren“, sagt Annette.
Ihr gehe es nicht darum, in Geflüchtete und nicht Geflüchtete zu unterteilen, die einzelnen Geschichten der Frauen sollen nicht im Vordergrund stehen, sondern der Spaß am Radfahren. „Wir wollen Grenzen auflösen. Es gibt nicht die „Helfenden“ und die „Geholfenen“, sondern jede Frau kann bei uns Radfahren lernen, und ihr Können dann an andere weitergeben.“
Für Annette ist jede Frau, die den Mut aufbringt, zu den Bikeygees zu kommen, eine Erfolgsgeschichte. „Ich weiß es sehr zu schätzen, dass die Frauen uns vertrauen und sich auf etwas ganz Neues einlassen. Ich hab da großen Respekt vor.“ Besonders freut sie sich darüber, wenn die Frauen danach ihr Wissen weitergeben wollen. Zwei tolle Beispiele dafür: Rihan und Silva (von links: Rihan, Annette, Silva).
Als Rihan vor über einem Jahr das erste Mal zum Training kam, hatte sie zuvor noch nie auf einem Fahrrad gesessen. „Als kleines Mädchen im Irak hätte ich sehr gerne Fahrradfahren gelernt, mein Großvater meinte aber, das sei zu gefährlich und ich würde mich verletzen. Meine Einstellung zu ändern, war schwierig. Hier in Berlin bei den #Bikeygees habe ich das geschafft und mittlerweile fühle ich mich beim Fahrradfahren wie ein Vogel im Wind. Ich wünsche mir, dass noch ganz viele Frauen die gleiche Erfahrung machen!“ Um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen, hilft Rihan heute ehrenamtlich als Trainerin mit, genau wie die achtzehnjährige Silva, die darüber hinaus auch als Redakteurin des Blogs und der Facebookseite von #Bikeygees arbeitet. Silva hat ihre ganz eigene Erfahrung mit den Bikeygees. “In Syrien durften wir zwar Fahrradfahren, fühlten uns aber ständig verurteilt dabei. Es ist so toll, hier mit den anderen Frauen ganz befreit fahren zu können, die sich Zeit für uns nehmen und immer geduldig sind. Menschen, die sich unsicher über den Umgang mit Geflüchteten sind würde ich am liebsten sagen: seid mutig und traut Euch! Wir sind alle Menschen.” Und bei den Bikeygees natürlich radfahrbegeistert obendrein!
#Bikeygees möchte den Frauen einen sicheren, geschützten Raum bieten, in dem sie unter sich sein können. Annette und Anne haben die Erfahrung gemacht, dass viele der sonst aktiven Teilnehmerinnen in Gegenwart von Männern nicht mehr fahren wollten, weshalb die Trainings nur Frauen zugänglich sind.
Annette freut sich über jede Frau, die neu dazukommt, ob als Helferin oder Schülerin. „Für mich ist es jedesmal wieder eine Freude dabei zu sein, wenn die Frauen an Selbstbewusstsein gewinnen, und der sprichwörtliche „Schalter“ in ihrem Kopf umgelegt wird. Sie lernen: wir können das!“ Das größte Kompliment aber hat sie bisher von einer Betreuerin einer Unterkunft erhalten, die ein Training begleitet hat und ganz verblüfft war: sie habe die Frauen nämlich noch nie so strahlen gesehen.
IN ALLER KÜRZE...
WER SIND DIE #BIKEYGEES?
Die #Bikeygees sind ein gemeinnütziger eingetragener Verein engagierter Frauen um die Gründerinnen Anne und Annette, die (geflüchteten) Frauen Radfahren beibringen. So gewinnen die Frauen nicht nur an Mobilität, sondern auch an Selbstbewusstsein - denn: #cyclingisfreedom
WAS MACHEN SIE?
Die Radfahrtrainings finden vor Ort in verschiedenen Unterkünften statt. Besonders wichtig ist den Bikegees dabei, einen Schutzraum für die Frauen zu bieten und eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.
WIE KANNST DU MITMACHEN?
Kontaktiere Annette, komm zum nächsten Training und mach mit: Gib Hilfestellung beim Lernen auf dem Rad, unterrichte Verkehrsregeln, lerne nette Menschen kennen und teile Deine Liebe zum Fahrradfahren.
Die #Bikeygees treffen sich jeden 2. und 4. Dienstag am Columbiadamm 13 (im Hangar 1, offene Sportfläche) sowie an jedem 3. Sonntag des Monats von 14 - 16 Uhr auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule Wassertorplatz.
Du willst mitmachen? Dann kontaktiere Annette unter [email protected] oder über GoVolunteer!
Written by Julia Schuster, edited by Frederike Hülsmann
Photos by Tanja Schnitzler, Annette Krüger & Frederike Hülsmann
Interview by GoVolunteer
Heute startet unsere große Diversity-Kampagne “So bunt ist Deutschland”. GoVolunteer präsentiert Euch Geschichten, Menschen und Fakten rund um das Thema Vielfalt in unserer Gesellschaft.
Du kannst die besten Falafels weit und breit zubereiten, Deine Nichte ist Weltmeisterin im Umarmen, und niemand erzählt so fesselnd von seinem Heimatland wie Dein Nachbar. Kein Mensch gleicht dem anderen – aber jeder hat etwas, das ihn besonders macht.
So, wie sich unsere Fingerabdrücke unterscheiden, unterscheiden wir uns in Charakter, Geschlecht, und Alter. Wir haben unterschiedliche Herkunftsländer, unterschiedliche Begabungen und Fertigkeiten, verlieben uns in verschiedene Menschen, träumen von verschiedenen Dingen, haben unterschiedliche Geschmäcker und Vorlieben. Wir sind ganz und gar bunt. Und das ist gut so!
Es gibt in der klangvollen deutschen Sprache das schöne Wort “Einheitsbrei”, das ein unattraktives Einerlei ohne charakteristische Elemente beschreibt.
Was ist das Gegenteil von Einheitsbrei? Das sind wir! Denn in einer bunten Gesellschaft, zu der Menschen mit vielen verschiedenen Talenten, Hintergründen und Fähigkeiten gehören, gibt es jede Menge Möglichkeiten, voneinander zu lernen und sich inspirieren zu lassen.
„So bunt ist Deutschland“ feiert die Verschiedenheit aller Menschen, die in Deutschland leben. Egal, ob wir erst vor Kurzem in dieses Land gekommen oder dort geboren sind: jeder hat seine eigene Geschichte und macht unser Land zu einem spannenden Ort zum Leben.
In den nächsten 6 Wochen schauen wir im GoVolunteer-Blog auf alle Facetten der Vielfalt in unserer Gesellschaft: von Herkunft, Kultur, Religion und Weltanschauung über sexuelle Orientierung, Geschlecht, Alter und Behinderung bis hin zu unterschiedlichen Lebensstilen und Wertesystemen. Mit dem Blick auf ganz unterschiedliche Menschen und Geschichten wollen wir Euch inspirieren und zum Nachdenken anregen: Was bedeutet Vielfalt für Euch? Wie erlebt Ihr sie in Eurem Alltag? Erzählt es uns! Auf Facebook, Instagram und Twitter!
Aber Nachdenken reicht uns nicht: Wir wollen, dass Ihr alle mitmacht! Das ist nämlich das Tolle an der Vielfalt: Jeder von uns kann sie mitgestalten – über sein persönliches Engagement. Zum Beispiel bei einem der zahlreichen sozialen Projekte auf www.GoVolunteer.com.
Die spannendsten Volunteering-Projekte aus ganz Deutschland möchten wir Euch im Rahmen der Kampagne präsentieren: von WelcomeRide in München, über Rheinflanke in Köln bis hin zu den Bikeygees in Berlin, sind die Wefugees, ProjectTogether, das Refugio Café, Ehrenamt Für Perspektive, HiMate, die Schülerpaten, die Welcome Dinner, jobs4refugees.org, Start with a Friend, Über den Tellerrand kochen, das Migration Hub Network, die Happy Box, integrAIDE und viele mehr dabei!
Fehlt ein Projekt dieser Liste, das nach Deiner Ansicht mehr Aufmerksamkeit verdient hätte? Kein Problem! Sag uns einfach Bescheid und wir holen Euch an Bord: [email protected]
Photo by Mohammad Urfa
Falls Ihr gerade keine Zeit zum Anpacken habt, könnt Ihr auch unterstützen, indem Ihr unsere Botschaft weitertragt und Eure Freunde zum Nachdenken über Vielfalt und eine aktive Gesellschaft anstiftet.
Ein super Denkanstoß sind unsere beliebten Hautfarben-Buntstifte (die gibt es hier: www.sobuntistdeutschland.de). Jede verkaufte Buntstifte-Packung hilft übrigens unserem gemeinnützigen Verein dabei, noch mehr Menschen, für ein soziales Engagement zu motivieren.
Begleitet uns in den nächsten Wochen, lasst Euch überraschen und werdet farbenfröhlich! Deutschland ist bunt – und Ihr seid ein Teil dieser Buntheit. Lasst uns darüber reden, wie wir das bunte Zusammenleben in unserer Gesellschaft gemeinsam gestalten können. Wir sind gespannt auf Eure Ideen!
Photo by Mohammad Urfa
Written by Julia Schuster
Noch schneller ins Engagement: Neue Suchfunktion auf GoVolunteer.com
Vielleicht ist Euch vielleicht schon aufgefallen, dass sich einiges getan hat auf der GoVolunteer-Website: Mit der Unterstützung von Qwant, der nachhaltigen europäischen Suchmaschine, haben wir drei smarte, neue Suchfunktionen entwickelt. So findest Du jetzt noch schneller und genauer das Projekt oder Event, das zu Dir passt:
Kartendarstellung: Projekte und Events kannst Du Dir jetzt auch auf einer übersichtlichen Karte anzeigen lassen - damit verschaffst du Dir einen besonders guten Überblick über Aktivitäten in Deiner Nähe. Oder Du riskierst einfach mal den Blick über den eigenen geografischen Tellerrand: Was geht zum Beispiel gerade in Zürich ab?
Search-Cockpit mit Zeit- und Sprachfilter: Wenn Du eine Suchanfrage auf der Startseite eingibst, wirst Du automatisch ins neue Search-Cockpit weitergeleitet. Dort kannst Du Deine Suche individuell verfeinern. Markiere zum Beispiel, in welcher Stadt du wohnst, für welche Tätigkeitsbereiche Du Dich interessierst, wann du Zeit hast und welche Sprachen du sprichst. In Echtzeit erhältst Du die Projekte und Events, die auf Deine persönlichen Präferenzen passen.
Freitextsuche: Auf der Startseite gibt es jetzt zusätzlich zum Location-Suchfeld auch ein Freitextsuchfeld, über das Du nicht nur nach Projektinhalten (Titel, Beschreibung), Events und Organisationen, sondern auch nach Tätigkeitsfeldern oder Fähigkeiten suchen kannst.
Übrigens bekommt GoVolunteer.com auch bald ein optisches Makeover verpasst: Die Design-Agentur “verynice” aus Los Angeles arbeitet gerade an einem komplett neuen Layout für unsere Website. Das Ziel dabei: Deinen Weg ins Engagement bald noch einfach und interessanter zu gestalten!
Integration durch aktives Mitgestalten: Geflüchtete im Ehrenamt
Meet´n Eat ist ein sympathischer Begegnungsort für gemeinsames kochen, essen, kickern, Quatsch machen und sich unterhalten. Sabine von GoVolunteer und Annika von Ehrenamt für Perspektive, einem Projekt der Berliner Stadtmission, waren dort und haben die Chance ergriffen, Geflüchtete über Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements zu informieren.
Sabine berichtet:
“Alle haben uns herzlich begrüßt und wir sind mit den verschiedensten Leuten schnell ins Gespräch gekommen. In einer freundschaftlichen Atmosphäre haben wir vor dem Essen kurz erklärt, was Ehrenamt in Deutschland eigentlich ist und warum sich so viele Menschen engagieren. Dann haben wir GoVolunteer und Ehrenamt für Perspektive als zwei Möglichkeiten vorgestellt, wie auch Newcomer selbst aktiv werden, in Projekten mitarbeiten und neue Freunde finden können. Viele kannten das Prinzip schon, manche hatten persönlich noch keine Erfahrungen damit, doch so oder so gab es ein großes Interesse an dem Thema. Jetzt können die Nachbar*innen, die wir dort getroffen haben über GoVolunteer Projekte finden, bei denen sie andere unterstützen und neue Leute treffen. Ob ein Event für einen Tag oder ein regelmäßiges Engagement, ob im Bereich Sport, Bildung oder Begleitung, es gibt so viele unterschiedliche Projekte wie Interessen auf GoVolunteer. Oder sie melden sich bei Ehrenamt für Perspektive, um ein 4-monatiges Programm zu machen, welches mit einem Erstgespräch zur Klärung der Wünsche und Erwartungen beginnt.”
Geflüchtete, die sich ehrenamtlich engagieren, nehmen dabei viele Vorteile für sich und ihre persönliche Zukunft mit:
sie lernen neue Leute kennen
sie verbessern ihre deutschen Sprachkenntnisse
sie haben eine sinnvolle Aufgabe
sie können ihr Wissen und ihre Fähigkeiten einbringen
sie sammeln wichtige Erfahrungen für das Arbeitsleben
sie gestalten die Gesellschaft mit
sie stärken ihr Selbstbewusstsein, weil sie sich gebraucht und willkommen fühlen.
Ehrenamtliches Engagement ist demnach eine super Chance für Newcomer, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Wir hoffen, dass wir Geflüchteten bald nicht nur mit unseren Projekten helfen, sondern sie auch selber als ehrenamtliche Helfer begrüßen dürfen.
#mehrPatenschaften in Ostdeutschland
Strahlender Sonnenschein und ein umwerfender Blick auf das Residenzschloss: die kleinste aller Landeshauptstädte zeigte sich am 25. März 2017 von ihrer schönsten Seite. In Schwerin trafen sich an diesem Tag über 90 Engagierte aus ganz Deutschland zum openTransfer CAMP #Patenschaften.
Ihr gemeinsames Ziel: Erfahrungen und Wissen austauschen, voneinander lernen und neue Kooperationen vereinbaren. An ihrer Seite war Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die selbst Patin einer syrischen Familie ist und das Barcamp eröffnete. Die Teilnehmenden tauschten sich in 20 über den Tag verteilten Workshops über ihre Erfahrungen in Patenschaften und Tandems, als Gastfamilie und ihrem täglichen Engagement für Geflüchtete aus.
Warum ein openTransfer CAMP in Schwerin veranstalten?
Für die Stiftung Bürgermut war Schwerin als Veranstaltungsort eine ganz bewusste Entscheidung. Das Barcamp in Schwerin war die Auftaktveranstaltung für das gleichnamige Programm openTransfer #Patenschaften.
Durch verschiedenste Aktivitäten sollen im Laufe des Jahres gezielt Patenschafts- und Mentoring-Projekte in Ostdeutschland unterstützt werden. Das große Ziel: Unterstützung von geflüchteten Menschen durch mehr Patenschaften in den Neuen Bundesländern.
Unterstützung beim Wachstum und der Verbreitung von Projekten
Im Rahmen eines Stipendiums werden bis zu acht Organisationen über fünf Monate beim Wachstum und der Verbreitung ihres Projekts unterstützt. Von der Ansprache potentieller Projektnehmer bis hin zu Finanzierung und Qualitätssicherung: In drei Vor-Ort-Workshops, mehreren Webinaren und regelmäßigem Austausch lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles, was sie benötigen, um ihr Projekt groß zu machen. Auf die Stipendiaten warten wertvolles Wissen und unschätzbare Erfahrungen von Praktikern und Experten.
Jetzt für das Skalierungsstipendium bewerben!
Interessierte können sich ab sofort für das Skalierungsstipendium bewerben. Eine Bewerbung ist bis zum 23. April 2017 möglich. Der Bewerbungsbogen kann hier online ausgefüllt werden: http://bit.ly/patenschaften_stipendium
Weitere Informationen zum Programm, dem Skalierungsstipendium und dem Barcamp in Schwerin unter: www.opentransfer.de/#patenschaften
Written by Sebastian Gillwald
Photo credit: Andi Weiland | openTransfer CAMP (CC by NC)
Was Integration mit yogischen Weisheiten zu tun hat
Wie GoVolunteer die Gesellschaft ein bisschen offener und Engagement sie auch ein bisschen zufriedener macht
Wenn man sich die derzeitigen politischen Ereignisse anschaut, liegt es in der Verantwortung unserer Gesellschaft, sich einer intoleranten Richtungsweisung entgegenzusetzen. Und wir haben gelernt: Begegnungen zwischen Menschen sind die Voraussetzung dafür, dass Integration gelingt und die Gesellschaft zusammenwächst. Wir wollen Millionen von Menschen zum Mitmachen motivieren.
Wir schreiben uns auf die Fahne, das Helfen einfach zu machen. Aber warum sollte man sich überhaupt irgendwie engagieren? Weil das gesund ist und man sich dadurch innerlich besser fühlt und auch äußerlich Zufriedenheit ausstrahlt. Diese Weisheit könnte auch aus dem Yoga kommen. Da tut man Gutes für seinen Körper und das wirkt sich auch positiv auf den Geist aus. Unser Ziel ist es, Volunteering fest im Alltag der Gesellschaft zu verankern, um zwischenmenschliche Begegnungen und somit Vertrauen zu schaffen. So können wir die Gesellschaft aktiv in eine positive Richtung zu lenken.
Dabei verfolgen wir einen ganz bestimmten Ansatz. Wie auch in der Philosophie des Yoga geht es darum, sich selbst und seine Fähigkeiten zu erkennen und diese anzuwenden, um aktiv aus einem tieferen Beweggrund agieren zu können. Daher stellen wir auf unserer Website ganz viele unterschiedliche Projekte vor, die zum Ziel haben, Integration zu fördern. Initiativen präsentieren ihre Projekte und vernetzen sich mit Helfern, Förderern und Kooperationspartnern. Vom Handwerker, der beim Aufbau von Events mitwirkt, über den Juristen, der seine Kenntnisse im Bereich Asylberatung anbietet, bis hin zu Firmen, die sich mit ihren MitarbeiterInnen engagieren. Oder auch StudentInnen und SchülerInnen mit frischen Ideen – jeder kann mit seinem ganz eigenen Hintergrund und Ansatz an einem Projekt mitwirken. Wir fördern dadurch einerseits Begegnungen zwischen den unterschiedlichsten Menschen und Kulturen und schaffen andererseits auch die Möglichkeiten, ganz neue Dinge und Orte zu entdecken. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, des eigenen Charakters, gehört zu den wichtigen Aufgaben eines Menschen.
Und GoVolunteer geht noch einen Schritt weiter. Eine Studie des betterplace lab zum freiwilligen Engagement in Deutschland besagt, “dass Freiwillige in ihrem Engagement persönliche Netzwerke auf- und ausbauen, die auch über die Grenzen des jeweiligen Engagementkontextes hinausgehen”. Bei GoVolunteer entstehen Bindungen. Wir schaffen einen Geschichten- und Vertrauensaustausch zwischen Menschen, sodass Freundschaften entstehen. Der Dalai Lama sagte einmal, dass man einen Menschen nicht kenne, ohne seine Geschichte zu kennen. Und wir wollen doch die Menschen kennenlernen, mit denen wir zusammenleben. Damit sich alle gleichermaßen zu Hause fühlen können.
Den kompletten Artikel findet Ihr auf dem Yoga & Lifestyle-Blog ganzwunderbar.com
The original article was written by Maria Göppel and edited by Eva Musholt. This version was edited by Frederike Hülsmann.
How businesses and social startups join forces for doing good
Francesca (Kiron), Kristina & Malte (GoVolunteer), October 2016
Working in a social startup can be challenging in many ways. People outside the organization tend to ask a similar set of questions: What is your business model? How do you create revenues? How can that be put in a sustainable approach? This blog post wants to give a few answers to these questions and give a surprising solution on how social startups can be successful in the long run.
By Kristina Pihlblad
In the system we are living in right now, one has to sell something another person or organization wants to buy. That situation leaves out a large number of initiatives with great ideas and the potential to create a better society. We are currently experiencing a situation where authorities are struggling to manage the large influx of new residents from all over the world. Initiatives spring into action everywhere, trying to ease integration for newcomers. Especially in a city like Berlin that is vibrant, has a large tech community and high cultural diversity, initiatives have all the prerequisites to become successful. For me personally, Berlin is the capital of opportunities. Still, doing good, creating revenues and thereby having a sustainable impact do not always go hand in hand for a small organization. So how do we solve this issue?
I got very encouraged and inspired at the launch of Bunt & Verbindlich – a platform for integration, where businesses and social startups can meet and exchange needs and resources. The idea “I will do X, when someone helps me with Y” is just what we need. It can even be something simple, as an enterprise donating computers to an organization like Kiron who provide refugees worldwide the opportunity to graduate with an accredited university degree, which can be the key for a refugee to get off to a good start in society.
As a social startup one cannot solve all challenges oneself, but by working together new solutions can emerge. Startups can learn from established businesses in areas such as organization and finance, while corporations profit from new ideas and CSR opportunities. The support businesses can offer to social startups, thus, foster and develop our approach to integration tremendously. Together we can do much more – the potential is huge.
his is exactly our approach at GoVolunteer. GoVolunteer is an active, country-wide community which connects organisations and volunteers, having the vision that it is supposed to be easy and simple to help where it is needed. On our social matching platform, organizers post their integration projects, volunteers sign up with just 1 click and companies easily find impactful projects to support. We want to motivate millions of people to get active, because we believe that true integration is only possible if newcomers and locals meet and get to know each other. By growing a new volunteering culture across society with all ethnicities, we aim to make integration a reality for everyone.
So far, GoVolunteer already supports over 1,000 great integration projects all across Germany and new volunteers sign up every week. Social startups like GoVolunteer bring together passionate, creative and engaged people. With the support of businesses we can have an even greater impact. I am so excited to be a part of all this when mindsets are changing; people are realizing the strength in cooperating instead of competing. I hope that working together can become the new status quo in the future.
And these are also my answers to the questions at the beginning of this blog post: Social startups can develop sustainable business models and create revenues by engaging in collaborations with established corporations willing to contribute their resources and knowledge, thereby often facilitating the first step towards a professional organization. Platforms such as Bunt & Verbindlich foster the cooperation between the two types of actors and play an important role in bringing those actors together. These partnerships allow social organizations to grow and develop as well as to have long-term sustainable impact on the society. That is why I am looking forward to see what we can accomplish together with Bunt & Verbindlich. Kristina, born and raised in Swedish Lund, has a background in Sustainable Development and volunteered several times in South America. She moved to Berlin in Summer 2015. At GoVolunteer Kristina leads our Community Management.
"Soziales Engagement ist eine gewisse Familientradition”
Unser Team – das sind über 30 junge Menschen, die in Berlin, München, Tübingen, Köln und dem Harz für Geflüchtete, den einfachen Weg ins Engagement und Integration arbeiten. Den Anfang aber machte einer allein! Wir stellen vor: unser Gründer Malte
Malte, Du hast GoVolunteer gegründet. Erzähl uns ein wenig über Dich! Ich bin in Berlin aufgewachsen. Meine Eltern sind Lehrer – beide ursprünglich an der Hauptschule, jetzt unterrichtet mein Vater geflüchtete Kinder in Berliner Willkommensklassen. Soziales Engagement für diejenigen, die es schwerer als andere haben, hat für mich insofern eine gewisse Familientradition. In meinem VWL-Studium und später als Berater im Öffentlichen Sektor habe ich mich viel mit den Themen Migration und Entwicklungspolitik beschäftigt.
Was fesselt Dich so an diesen Themen? Die Vision einer Welt, in der sich Menschen unabhängig von Geburtsort und Nationalität frei entfalten, hat mich schon immer fasziniert – und motiviert. Ich bin überzeugt davon, dass eine offene und tolerante Gesellschaft, die Diversity nicht nur zulässt, sondern fördert, ihren Mitgliedern ein riesiges Potential bietet – und zwar in jeder Hinsicht: mehr Innovation, mehr Wohlstand, mehr spannende Menschen!
Wie kamst Du auf die Idee, GoVolunteer zu gründen? Gemeinsam mit vielen Freunden, Kollegen und Studenten aus Berlin habe ich während der letzten zwei Jahre selbst praktisch in der Flüchtlingshilfe mitgearbeitet – meist in Unterkünften und Ankunftszentren. Dieser Helferkreis wuchs im Frühjahr 2015 fast explosionsartig. Viele wussten allerdings nicht, an wen sie sich mit ihrem Willen zur Hilfe wenden sollten. So hatte ich die Idee, über eine ganz einfache Website aufzuzeigen, wo welche Art von Unterstützung gebraucht wird.
Die Grundidee von GoVolunteer ist es, Freiwillige und Organisationen zu vernetzen. Wie funktioniert die Online-Community? Zunächst einmal kann ich auf GoVolunteer.com das gesamte Spektrum an Integrationsprojekten entdecken. Wir liefern eine Antwort auf die Frage: Was gibt es eigentlich alles? Ich kann schauen, was in meiner direkten Umgebung stattfindet, und nach Tätigkeiten suchen, die besonders gut zu mir passen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten, aktiv zu werden: Ich kann mich entweder direkt für einen Termin anmelden – also zum Beispiel für das Fußballtraining am Sonntag mit Bewohnern der Notunterkunft Berlin-Moabit. Oder ich trete einer "Projekt-Community" bei: So kann ich die Organisatoren jederzeit kontaktieren und erhalte alle Neuigkeiten zum Projekt – auch, wann ich wieder gebraucht werde.
Birgit, Malte und Lara beim Sommerfest der Berliner Stadtmission, Juli 2016
Auf GoVolunteer.com können Menschen, die sich für Andere engagieren wollen, fast 500 Projekte entdecken. Was sind das für Projekte? Generell legen wir den Fokus auf Projekte, bei denen "Newcomer" und "Locals" miteinander in den Austausch treten. Diese Begegnungen auf Augenhöhe und das gegenseitige Kennenlernen betrachten wir als absolute Grundvoraussetzung dafür, dass Integration klappt. Ein Beispiel ist der Integrationspark am Flughafen Tempelhof: Vor einer der größten Unterkünfte in Deutschland bauen die Bewohner gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern von GoVolunteer einen "Ort der Begegnung", der jede Menge Möglichkeiten für Sport, Austausch und Kinderspiel bieten wird. Eine große Rolle spielen für uns gerade auch Job-Coaching-Projekte in den Unterkünften und in Unternehmen – dabei bringen wir beispielsweise Geflüchtete mit Menschen zusammen, die vor einiger Zeit selbst noch in der Situation eines Neustarts in Deutschland waren.
Das Internet hat so gut wie alles verändert. Welche Chancen und Herausforderungen bieten digitale Strukturen ehrenamtlichem Engagement und der Unterstützung Geflüchteter? Ich bin mir sicher, dass der digitale Zugang zum gesellschaftlichen Engagement zur Normalität wird – so wie das auch in anderen Lebensbereichen passiert ist: Sogenanntes digitales Matching, das für den Gebrauchtwagenkauf oder die Jobsuche funktioniert, lässt sich auch auf den Bereich der ehrenamtlichen Hilfe übertragen. Das ist eine gute Entwicklung, denn digitale Communities wie GoVolunteer können den Zugang zum Engagement stark vereinfachen und auch flexiblere Formen des Engagements ermöglichen, die etwa mit dem Beruf oder Studium gut vereinbar sind. Ausreden wie "Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll" oder "Ich kann mich nicht dauerhaft verpflichten" zählen damit nicht mehr.
Der Sommer 2015 stand ganz unter dem Zeichen der Willkommenskultur – schon im Winter aber sei die Stimmung gekippt. Wie siehst Du die Situation heute? Die generelle Hilfsbereitschaft hält nach wie vor an: Fast jeder, der im Sommer 2015 bereit war zu helfen, ist es auch jetzt noch. Die Strukturen des Engagements aber haben sich etwas verändert: Viele Helfer der ersten Stunde haben sich mit fast übermenschlichem Einsatz regelrecht ins Engagement gestürzt – und mussten bald einen Gang zurückschalten. Heute geht es weniger um rasche Versorgung als um Integration und Starthilfe: Jetzt ist der lange Atem gefragt. Und die meisten Menschen haben eben verstanden, dass es zu Integration und einem positiven Zusammenleben keine sinnvolle Alternative gibt – deshalb wollen immer noch viele Menschen an diesem großen gesellschaftlichen Projekt mitwirken.
Immer wieder heißt es: Die Zivilgesellschaft sei für den Staat in die Presche gesprungen. In welcher Rolle sieht Du die Politik in Sachen Flüchtlingshilfe und Integration? Ganz persönlich finde ich, dass der Staat nicht alles selber machen muss, sondern viel häufiger auf die Kreativität und Innovationskraft von Privatpersonen bauen sollte. Natürlich darf man nicht vergessen, welches Leid eine Flucht bedeutet: Aber das, was in der digitalen Flüchtlingshilfe stattgefunden hat, ist auch ein unglaublich positiver Entdeckungswettbewerb für gute Lösungen. Das Ergebnis ist viel besser und bunter als alles, was sich ein Kopf oder Ministerium jemals hätte allein ausdenken können. Allerdings muss die Politik einen passenden Rahmen für solche sozialen Innovationen schaffen – dazu gehört vor allem die finanzielle Förderung. Wir haben über 35 Mitarbeiter, die bisher ehrenamtlich arbeiten – das lässt sich nicht dauerhaft durchhalten. Firmen investieren in neue Ideen, weil sie sich einen Gewinn davon versprechen: Der Staat sollte sich das für soziale Projekte abgucken und damit die gesamte Gesellschaft stärken.
Zum Ende ein Ausblick in die Zukunft: Was wünschst Du Dir für GoVolunteer? Ich wünsche mir, dass wir es schaffen, Vorurteile und Ängste abzubauen und uns auf die Chancen fokussieren, die eine vielfältige und tolerante Gesellschaft bietet. Wir sind entschlossen, einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, indem wir Begegnungen schaffen. Unser Ziel lautet: Im kommenden Jahr soll jeder zweite Mensch in Deutschland selbst aktiv werden und ein neues, positives Miteinander gestalten!
Du willst Dich engagieren und Integration leben? Melde Dich jetzt an und werde Teil der Community auf GoVolunteer.com!
Du organisiert ein eigenes Projekt oder bist Teil einer Initiative? Stell Eure Arbeit vor und finde Menschen, die Euer Projekt unterstützen!
Du möchtest Malte selbst gerne interviewen und über GoVolunteer berichten? Schick eine Mail an malte[at]govolunteer.com!
Gemeinsam noch mehr erreichen - die “Helfer-Allianz”
Viele Menschen dafür zu begeistern, sich in ihrer Stadt für Flüchtlinge einzusetzen, haben sich zahlreiche Organisationen und soziale Startups zur Aufgabe gemacht. Schließlich erreichte die Zahl der Menschen, die in Deutschland im Jahr 2015 Asyl suchten, die Rekordhöhe von über einer Million. Daraufhin sind viele digitale Hilfsangebote entstanden – doch: Es mangelt an Übersicht und Transparenz für jene, die helfen wollen. Das Rad jedes Mal neu zu erfinden, ergibt wenig Sinn. Und so lautet das Gebot der Stunde: zusammenarbeiten! Diesen Vorsatz will die „Helfer-Allianz“ in die Tat umsetzen. Am vergangenen Mittwoch kamen 13 soziale Startups und Hilfsorganisationen zum ersten Mal zusammen.
Digitaler Flüchtlingsgipfel motiviert zur Gründung der „Helfer-Allianz“
Entstanden ist die Idee für die Helfer-Allianz beim “Digitalen Flüchtlingsgipfel 2016”, zu dem das Bundesministerium des Inneren mit seinen Programmpartnern betterplace lab, Initiative 21 und Open Transfer im Juni einlud: Nicht nur die Vielfalt der Ideen, sondern insbesondere die allseits zu spürende Bereitschaft zur Zusammenarbeit waren beeindruckend. Vereint in dem Ziel, gemeinsam eine erfolgreiche Integration der geflüchteten Menschen im Land zu stemmen, beschlossen HelpTo, ichhelfe.jetzt, Betterplace, Metacollect, Clarat und GoVolunteer, den Worten Taten folgen zu lassen und einen regelmäßigen Zirkel zur Zusammenarbeit von digitalen Hilfsportalen ins Leben zu rufen.
Ein starker Wille zur Zusammenarbeit, um Integration gemeinsam zu meistern
Am letzten Mittwoch des Juli 2016 trafen sich schließlich 13 soziale Startups und Hilfsorganisationen, um die gemeinsame Herausforderung anzugehen und zu besprechen, wie die Zusammenarbeit in der „Helfer-Allianz“ inhaltlich und technisch aussehen wird. Mit viel positiver Energie und Enthusiasmus wurde diskutiert, wie durch Kooperationen ein Mehrwert für Ehrenamtliche und Hilfesuchende geschaffen werden kann. Dafür sollen die Angebote der verschiedenen digitalen Plattformen besser im Sinne der Nutzer abgestimmt und vernetzt werden, damit der Zugang zu verlässlichen Informationen sowie die Reichweite und Wirkung der Projekte erhöht werden können.
„Wir alle haben verstanden, dass das hier kein Konkurrenzgeschäft ist. Es geht um Transparenz und darum, den Hilfsprojekten eine möglichst hohe Reichweite zu bieten – damit Leuten, die Unterstützung benötigen, tatsächlich geholfen wird. Das können wir gemeinsam einfach besser als alleine.“ (Malte Bedürftig, GoVolunteer)
Was wir erreicht haben und was jetzt zu tun ist
In den nächsten Monaten werden sich Arbeitsgruppen intensiv mit verschiedenen Schwerpunkten einer Zusammenarbeit – inklusive der damit verbundenen Chancen und Risiken – auseinandersetzen. Hierbei sollen grundlegende Fragen beantwortet werden: Wer will die „Helfer-Allianz“ sein und welchen Mehrwert kann sie bieten? Wie kann das an die Öffentlichkeit kommuniziert werden, um das Netzwerk aus Ehrenamtlichen, Unternehmen und Medien auszubauen und zu stärken?
Die 13 sozialen Startups und Hilfsorganisationen wollen überlegen, wie eine inhaltliche Zusammenarbeit aussehen kann, aber auch, inwiefern eine technische Verknüpfung sinnvoll ist. Zu klären gilt etwa, welche Möglichkeiten und Grenzen es hinsichtlich der Vernetzung der Plattformen, Open Source und Datensicherheit gibt.
Nach diesem gelungenen Kick-Off sind wir positiv gestimmt, dass wir zusammen noch mehr Menschen zur Mitgestaltung der Integration geflüchteter Menschen bewegen können. Uns bleibt nur noch zu sagen: Genug geredet, auf geht’s!
Grenzenloser Jubel
Eigentlich ist Fußball keine große Sache. 22 Menschen laufen einem Ball hinterher. Aber es ist und bleibt einfach eines der schönsten Dinge der Welt: Packende Begeisterung auf dem Platz und der Tribüne... ganz egal woher man kommt.
Fußball verbindet! Das finden auch das Team von GoVolunteer und Hertha BSC. Gemeinsam laden sie 150 Geflüchtete und Helfer in das Olympiastadion Berlin zum letzten Saisonspiel von Hertha BSC ein. Hertha Stürmer Vedad Ibisivic übergibt persönlich die Tickets und freut sich sehr, dass geflüchtete Menschen die Möglichkeit bekommen das Fußballspiel anzuschauen. Auch er musste damals dem Bosnienkrieg entfliehen und konnte über den Fußball Anschluss und Begegnungen finden.
Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal in einem deutschen Bundesliga-Stadion zu Gast zu sein? Die Begeisterung der Teilnehmer war grandios wie Ihr an den Statements, die wir nach dem Spiel eingesammelt haben, unschwer erkennen könnt. Für uns heißt das, dass zukünftig noch mehr gemeinsame Aktionen mit Geflüchteten und Berlinern stattfinden müssen, die Sorgen, Wut und Ängste für einen Augenblick in den Hintergrund rücken lassen. Vielleicht gewinnt ja nächstes Mal sogar die richtige Mannschaft ;)
“I love Hertha Berlin. I used to be a fan of Juventa now it is Hertha.“ (Mohammad, Syrien)
“Ich mag Fußball sehr gerne. Danke für die Möglichkeit, zum ersten Mal ein Spiel live zu sehen!“ (Hayman, Afghanistan)
“Wir haben richtig mitgefiebert! Ich wünschte, dass Hertha die Champions League geschafft hätte. Dann hätte wir nächstes Jahr ein Spiel gegen Real Madrid anschauen können“ (Ahmed, Irak)
“Ich war zum ersten Mal im Stadion. Es war großartig und wir hatten riesigen Spaß. Wir bedanken uns bei GoVolunteer und Hertha und hoffen es war nicht das letzte Mal! (lacht)“ (Deldar, Irak)
“Wir waren zusammen mit meinem Mann und unseren zwei Söhnen im Stadion. Die beiden haben schon seit sie ganz klein sind davon geträumt, zu einem echten Fußballspiel zu gehen.“ (Rana, Syrien)
“Die Stimmung und der Gesang waren sehr beeindruckend, obwohl Hertha verloren hat.“ (Ghith, Syrien)
“Es ist schön zu sehen, wie sehr die Fans ihre Mannschaft unterstützen. Das hat mich angesteckt!“ (Abdullah, Iran)
“Very nice atmosphere. Good game Hertha“ (Omar, Syrien)
Erstes Treffen von Hannah (rechts) und Andrea (links). Der Fotograf bleibt lieber Wirt J
GoVolunteer Team München
Hannah und Andrea. Groß ist es nicht gerade, das Münchner Team. Und außerdem noch ganz neu.
Aber die Chemie stimmt schon mal. Deshalb sind wir, Hannah und Andrea, auch motiviert, GoVolunteer auch in der "heimlichen" Hauptstadt bald etwas bekannter zu machen. An die "echte" Hauptstadt kommen wir aber vermutlich nicht so bald ran. Das hat zwei Gründe: Wir sind eben (noch) nur zu zweit und haben beide noch diverse andere Aufgaben zu wuppen. Dieses Schicksal teilen wir mit den meisten anderen Freiwilligen, das ist uns schon klar.
Partner managerin Hannah Gessler, Ethnologin mit Erfahrung im Bildungsbereich diverser Non-Profit-Organisationen, schreibt fleißig an ihrer Masterarbeit für den Studiengang Management in Non-Profit-Organisationen. Das ist nicht leicht "so nebenbei", v.a. wenn man gleichzeitig auch noch eine bezahlbare Bleibe sucht - ausgerechnet in einer Stadt wie München. Aber Pendeln ist auch nicht lustig.
Jetzt bekommt sie Unterstützung von Andrea Schmitz. Die hat zwar keine Erfahrung im Non-Profit-Bereich, dafür aber ein paar Marketing-Jahrzehnte auf dem Buckel. Könnte helfen bei der Ansprache von Projekt-Koordinatoren und potenziellen Helfern. Denn die wollen wir zwei ja an Bord holen. Andrea ist selbständig, als Texterin und Marketingberaterin für kleine und mittlere Unternehmen. Macht sich auch nicht von alleine und der Kunde ist König.
Wir hoffen sehr, dass wir bald noch weitere Unterstützung bekommen, damit wir uns besser aufteilen können - insbesondere um direkter an die Projektkoordinatoren herantreten zu können. Das halten wir beide für ziemlich wichtig.