Issue #2: Ungeliebt Words by Helga Hell all images copyright by HELLROT.

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Issue #2: Ungeliebt Words by Helga Hell all images copyright by HELLROT.
Issue = - die Ausgabe - die Zeitung, etc.; Pl.: die Ausgaben - das Problem; Pl.: die Problem - das Thema;Pl.: die Themen - der Austritt; Pl.: die Austritte - die Causa - das Ergebnis; Pl.: die Ergebnisse - der Erlass; Pl.: die Erlasse - die Erteilung; Pl.: die Erteilungen - die Frage; Pl.: die Fragen - das Heft; Pl.: die Hefte - die Herausgabe - der Ausfluss; Pl.: die Ausflüsse
Mühe. Die meisten Frauen werden früher oder später innerhalb ihrer festen Beziehung vergewaltigt. Das ist nicht Neues. Bei mir war es gestern mal wieder soweit. Während ich gerade dabei war, eine Birne zu schälen, griff mir mein Verlobter plötzlich von hinten zwischen die Beine und zerrte mich an den Haaren auf die Knie. „Na, los“, raunte er mit zu, während er mein Gesicht grob auf seinen bereits harten Schritt presste. Ich spürte, dass ich keine Chance hatte, also packte ich seinen Schwanz aus und lutschte daran. Das gefiel ihm so gut, dass er mich wieder zu sich hochzerrte und mir meine Hose bis zu den Kniekehlen herunter riss. Derweil kugelte die bescheuerte Birne zwischen meinen Füßen hin und her, während sich zwischen meinen Beinen rein gar nichts tat. Ich war – im Gegensatz zu der überreifen Frucht - nicht einmal ansatzweise feucht, aber das war meinem Verlobten scheißegal. Gierig spuckte er sich in die Hände und begann, zuerst sich und dann mich einzureiben. Schließlich dran er mit einem kurzen heftigen Ruck in mich ein. Fuck! Das brannte wie Feuer. Ich biss mir auf die Unterlippe und versuchte krampfhaft, meinen Schreien etwas Laszives zu verleihen, um ihn jetzt bloß nicht abzutörnen. Denn je geiler er wurde, desto schneller würde er kommen. Und kommen musste er in jedem Fall, weil ich ihm an diesem verregneten Sonntagnachmittag einen geilen Orgasmus nicht verwehren wollte. Gut, dass mein Verlobter mein Gesicht nicht sah, ich heulte nämlich. Aber das war schon in Ordnung, das waren nur die Hormone, ich hatte nämlich meine Tage. Tatsächlich brauchte mein Angebeteter kaum zehn Stöße, dann kam er mit lautem Getöse in mir und auf der Birne. Ich stöhnte gespielt hingebungsvoll und drehte mich lächelnd zu ihm um: „Ich liebe dich“, flüsterte ich. Er keuchte. „Ich dich auch, Baby, du bist die Beste.“ Ich weiß.
Peru. Indien. Tansania. Vietnam. Hach, man kann bis ans Ende der Welt reisen und wird doch überall bloß auf seine fucking Muschi reduziert. Hotelmanager, Krokodilbändiger, Rosenverkäufer. Der Vater deiner besten Freundin. ALLES Ficker.
Mucho. Meine Spanisch-Kenntnisse beschränken sich auf die Worte „calor“ (heiß), „hambre“ (hungrig) und „Diosmio!“ (Oh mein Gott!). Das genügte, um in Lima das zu bekommen, was ich brauchte: schnellen, harten Sex. Und davon bitte „mucho“, denn nachdem meine letzte Beziehung vor drei Wochen mal wieder an meiner verhurten Seele zerbrochen war, hatte ich einiges nachzuholen. - Dazu mehr in HELLROT, Issue #3.
Stöhn. Wer einem Soundsystem hinterher reist, kennt das Vergnügen, sich bis obenhin mit Speed, Ketamin und XTC vollgepumpt an eine der Boxen, dem Altar aller Techno-Jünger, zu lehnen und abzuwarten. Bis der wummernde Bass einsetzt, den gesamten Körper durchströmt, es in einem zuckt und vibriert – bis ES einem schließlich kommt. Dröhn! Stöhn! Schön!
Solo. Soviel Schnaps. Sodbrennen. Song. Sodom. Sonntag. Sowenig Zeit. Soltau-Nord. Sozialer Abstieg. So allein.
Gerätschaft. So. Und nun sagen Sie mal bitte „aaaaahhhhhh“, ja, sehr schön. Gaaanz weit aufmachen. Und nochmal „aaaaahhhhh“. Gut, danke. Hm. Tja, das sieht leider gar nicht gut aus. Sie sind ja ganz angeschwollen. Das muss ich mir mal genauer ansehen. Auweia, hm, da muss ich mal eben ran mit meiner Gerätschaft. Uh. Ah. Ja, so ist's gut. Ah, na, das ist doch schon viel besser. Gut, sehr gut. Mmmh. Ja. Jaaaaa. Ja, ja, ja. Gut, fertig. Sie sind geheilt. Das macht 34,95 Euro.
Hügel. Schon als Kind habe ich gerne Dinge bemalt. Ostereier zum Beispiel. Aber das ewige Blasen hat auf Dauer echt genervt, also habe ich mir irgendwann Svetlana angeschafft. Die ist 1.) billiger und 2.) praktischer, weil ihre Haut abwaschbar ist. Außerdem mag sie es, wenn mein Pinsel auf ihrer nackten Haut kitzelt. Und mir gefällt es, dabei zuzusehen, wie sich ihr hagerer Körper nach meinem filigranen Pinselstrich verzehrt. Immer, wenn ich mit meinem Pinsel in die Nähe ihrer Muschi komme, fängt sie ganz leise an zu stöhnen. Dann tauche ich meinen Pinsel noch einmal ein in das warme Wasser und meinen Tuschkasten. Rosarot ist die Farbe, die mir zu Svetlanas Muschi einfällt. Und wenn ich dann langsam ihren weichen Hügel nachzeichne, dann öffnet sie meist schon von ganz allein ihre schönen langen Beine. Dann brauche ich meinen Pinsel überhaupt nicht mehr ins Wasser eintunken, ihr Saft genügt völlig, um die Tusche zu befeuchten. Sanft umkreise ich dann ihre Klitoris, bis Svetlana anfängt sich zu winden und zu zucken. Zwischendurch lecke ich an meinem Pinsel, ich will schließlich auch etwas davon haben. Und wenn mein Kunstwerk schließlich vollendet ist, dann ist es auch Svetlana. Einfach nur da liegt sie dann, mit geschlossenen Augen. Ein lebendiges Kunstwerk. Meine Muse.
Krümelmonster. Ich stehe am Flughafen von Lima in der Schlange vorm Check-In. Vor mir steht Krümelmonster. Ein fetter Ami in einem blauen T-Shirt, auf dem vorne die Visage des gefräßigen Sesamstraßen-VIPs prangt. „Du siehst jung aus“, sagt er, mustert mich von oben bis unten und leckt sich dabei gierig über die Lippen. „Bist du mit deinen Eltern unterwegs? Macht ihr hier Ferien?“ Äh, ja. „Und? Zum ersten Mal so weit von zu Hause weg, wie?“ Äh, ja. „Spannend, oder? Man lernt interessante Leute kennen und so.“ Äh, ja. „Tolle Titten!“ Er macht Andeutungen, mir in die Brüste zu kneifen und bricht dann in schallendes Gelächter aus. „Darf ich?“, fragt er und lacht weiter. Auf seiner Stirn haben sich kleine Schweißperlen gebildet. „Ungefähr die Größe hat meine Tochter auch, weißt du? Klein und fest. Sie ist gerade 15 geworden, meine Kleine.“ Äh, ja. Klar darf „Krümel“ mal zugreifen. Fühlt sich okay an. „Wanna Cookie?“, frage ich ihn schließlich. Und natürlich hat der nimmer satte geile Bock auch dagegen nichts einzuwenden. Also verschwinden wir kurzerhand auf dem Herren-WC. Von den verdienten 50 Euro (Aufwandsentschädigung, weil ich mich danach wieder ganz hinten in der Schlange vorm Check-In anstellen muss) kaufe ich mir später im Duty Free eine lange Stange Toblerone. Die ist schön hart. Und knackt beim Reinbeißen.
Rührei. Wenn das Frühstück wichtiger wird, als der Sex, sollte man gehen.
Saudumm. Bloß, weil ich dir meinen Rücken zugewandt habe, heißt das nicht, dass ich dich nicht sehen kann. Und nur, weil auf meinem Arsch „Super Diva“ steht, bedeutet das nicht, dass ich eine saudumme Fotze bin. Ich weiß alles und sehe alles. Meine Vagina ist mein drittes Auge. Ein feuchtes kleines Dreieck mit Weitsicht, ähnlich der Pyramide der Illuminaten. Frag' mich nach meinem Alter, die Antwort wird lautet: 23. Sekte, Sekte, Sekte. Hahaha! Ich krieg' euch alle. Ich beobachte euch, schon lange. Während ihr mir auf die Fotze starrt, hab' ich euch schon längst gefickt. Weltherrschaft! Chaos! Ich spiel' dir das Lied vom Tod. Da-dumm. Di-dumm. Dumm. Saudumm.
Staub. „Perversion ist für mich ein Kompliment“, sagt mein Idol Bruce LaBruce. Aber leider gibt es seiner Ansicht nach „einfach keinen Raum mehr für Perverse“. Das sehe ich anders. Als ich kürzlich in einem Sexkino seinen Film „No Skin Off My Ass“ über einen schwulen Coiffeur ansah, der in einem Park einen jungen Skin aufgabelt und ihn in seinem Apartment einsperrt, um ihn später zu vernaschen, stieß ich in Reihe 9 auf eine echt total perverse Schlampe, die mir sogleich ohne Vorwarnung ihre scharfen Titten zeigte und mich bat, daran zu saugen. Ich, ebenfalls nicht ganz ohne, tat, wie mir geheißen. Keine drei Sekunden später gesellte sich eine militantlesbische Mittfünfzigerin zu uns und fing an, an meiner Hose rumzufummeln, was ich mir gerne gefallen ließ, zumal ich bereits seit einer Weile mit meiner Zunge zwischen den Schenkeln der Schlampe zugange war. Aber ohne nun weiter ins Detail zu gehen, wollte ich doch an dieser Stelle einfach mal festhalten, wie respektabel krass pervers manche Mitmenschen doch sind. Echt krass pervers. Soviel zu dem Thema.
User friendly. Geliebte Susanna, ich möchte dir als Ausdruck meiner unbedingten Liebe zu dir ein Ständchen singen: Guess mine is not the first heart broken. My eyes are not the first to cry. I'm not the first to know there's just no getting over you. I know I'm just a fool who's willin' to sit around and wait for you. But Baby can't you see there's nothing else for me to do? I'm hopelessly devoted to you. But now there's nowhere to hide since you pushed my love aside. I'm out of my head, hopelessly devoted to you, hopelessly devoted to you, hopelessly devoted to you. („Hopelessly Devoted to You“, written by John Farrar, performed by Olivia Newton-John, featured in the film version of Grease) Meine liebe Svetlana, dies ist meine Antwort: Use me when you want to come I've bled just to have your touch When I'm in you, I want to die Use me when you want to come I've bled just to have your touch When I'm in you, I want to die User friendly fucking dope star obscene Will you die when you're high? You'd never die just for me User friendly fucking dope star obscene Will you die when you're high? You'd never die just for me, yeah "I'm not in love, but I'm gonna fuck you 'Til somebody better comes along" "I'm not in love, but I'm gonna fuck you 'Til somebody better comes along" Use me like I was a whore Relationships are such a bore Delete the ones that you've fucked Use me like I was a whore Relationships are such a bore Delete the ones that you've fucked, ahh User friendly fucking dope star obscene Will you die when you're high? You'd never die just for me User friendly fucking dope star obscene Will you die when you're high? You'd never die just for me, ohh yeah "I'm not in love, but I'm gonna fuck you 'Til somebody better comes along" "I'm not in love, but I'm gonna fuck you 'Til somebody better comes along" („User Friendly“ is written by Jr. Bier; Jeordie White; Brian Warner; Timothy Michael Linton, it's song No. 9 on Marilyn Manson's album „Mechanical Animals“)
So sehr. Ich sehen mich so sehr nach Liebe. Ich habe es satt, benutzt zu werden. Ich brauche … eine Freundin. So wie dich, Susanna. Bitte lieb' mich. Bitte pass' auf mich auf. Bitte sorg' für mich. Dafür gebe ich dir meinen Körper. Meine Seele hast du ja schon. Ich werde mit dir schlafen, so oft du möchtest, wie du es möchtest. Du weißt ja, ich habe kein Geld. Noch nicht. Aber ich werde schon sehr bald welches auftreiben. Das verspreche ich dir, Susanna. Bei meinem Leben. Nur bitte, schick' mich nicht wieder fort. Ich liebe dich doch so.
Maßlos. Ich rauche Kette, kaue Nägel und lutsche ständig an irgendwelchen Schwänzen herum. Lange dachte ich, ich sei einfach ein schwacher Charakter, maßlos, lustvoll und gierig. Heute weiß ich, was mein Problem ist. Wikipedia hat es mir erklärt: „Fixierung ist ein Begriff aus der psychoanalytischen Neurosenlehre Sigmund Freuds. Gemäß seiner Theorie der psychosexuellen Entwicklung durchlebt der Mensch fünf Phasen: orale Phase (1. Lebensjahr) anale Phase (2.–3. Jahr) phallische Phase (4.–5. Jahr) Latenzphase (6.–13. Jahr) genitale Phase (ab 14. Jahr) Nichtbefriedigung der für die Phasen jeweils charakteristischen Bedürfnisse (z.B. gestillt werden durch die Brust der Mutter in der oralen Phase) ist ein traumatisches Erlebnis, das zur Fixierung führt, also dem Stehenbleiben auf dieser Entwicklungsstufe. Ein „oraler Charakter“ ist passiv, abhängig, fordernd, neidisch, egoistisch usw. und kann sich in übermäßigem Essen, Trinken, Rauchen usw. äußern.“ (Quelle: Wikipedia)
Ein Herz für Tiere. Als ich kürzlich Ferien im Urwald machte, schnackte mich ein Krokodilbändiger an. Er wollte mir das größte Krokodil im ganzen Amazonas zeigen. Ich ließ mich nicht lange bitten. Für zoologische Abnormalitäten war ich immer zu haben. Tatsächlich war das Exemplar, das er mir kurz darauf präsentierte, von beeindruckender Länge. So etwas hatte ich noch nie gesehen! Anfassen wollte ich es aber nicht. Ich hatte Angst, dass es nach mir schnappen würde. Aber ein bisschen mit den Augen zwinkern war schon drin. Als ich nach zehn Minuten wieder ging, weinte das Krokodil dicke Krokodilstränen und sprach: „Geh' nicht, you beautiful Gringo woman. I love you! I want to marry you!“ Das tat mir so in der Seele weh, dass ich doch noch auf ein kurzes Stelldichein blieb. Da freute sich das Krokodil und wedelte ganz aufgeregt mit seinem Schwanz.