Hier bin ich wieder, in diesem Loch.
Im tiefen Dunkeln, nach oben schauend und nach einem Funkeln suchend.
Und da seid ihr, auf mich herab blickend.
Mit euren schweren Koffern auf euren Schultern.
Ich kneife die Augen zu, denn ich weiß, was nun folgt.
Einer macht den Anfang. Der erste Koffer fällt. Der zweite Koffer folgt und damit noch unzählige mehr.
Jeder einzelne von euch wirft seinen Koffer zu mir hinab.
Wenn ich euch in die Gesichter schaue, sehe ich, wie ihr euch streitet. Wie ihr den anderen die Schuld zuweisen möchtet, dass sie dafür verantwortlich sind, dass ihr euren Koffer abgeworfen habt.
Ich sehe Gesichter gezeichnet durch Wut, Trauer und Hass.
Aber kein einziger von euch möchte sich bewusst machen, dass ihr für eure eigenen Taten verantwortlich seid.
Und keiner würdigt mich mehr eines Blickes. Zu groß ist die Scham.
Nun liege ich hier mit euren Koffern die schwer auf mir lasten, während ich selber meinen eigenen kaum zu tragen vermag.
Und wieder wird mir bewusst, dass ich mein letztes Funkeln in meinem Koffer eingeschlossen habe.
Zu groß war die Schuld in meinem Herzen. Zu groß war die Angst, mein letztes Funkeln mit dieser Schuld zu ersticken.
So verzeih mir, mein letztes Funkeln. Doch vermochte ich nicht meine Schuld auf dich zu laden.
Und so ereilt uns das Schicksal, über das eingesperrte Funkeln und seiner Wächterin.
Eine Wächterin die ersticken wird bevor sie ihr Funkeln befreien kann und ein Funkeln, welches lebt, aber nie die Freiheit erblicken wird.