Das war Urlaub #ostsee

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@ichliebefliegendekuehe
Das war Urlaub #ostsee
Der Campingplatz hat uns wieder ❤️ Wochenendurlaub im Wohnwagen
2022-06-07
Ich hatte einen Freund. Er sagte, er sei einer. Ich habe ihn gebeten, immer zu sagen was los ist. Weil ich vor allem in der schriftlichen Kommunikation nicht immer gut zwischen den Zeilen lese. Außerdem mag ich Ehrlichkeit und klare Worte. Es kam oft vor, dass er sich Wochen nicht meldete. Es ging ihm nicht gut. Deshalb verstand ich. Ich bat, dass er mir dann trotz allem ein Zeichen gibt, sodass ich den Fehler nicht bei mir suche. Oft war es auch ich, die den Kontakt suchte, er reagierte. Wenn wir uns getroffen haben waren wir sehr vertraut. Es war spürbar, dass wir uns mögen.
Wir hatten eine Diskussion (per sms) und er verfiel in einen unpassenden Ton. Wir beide hatten unseren Anteil daran. Ich meinte, das ich das Gespräch wegen seines Tones beenden möchte. Seine Antwort war „vielleicht denkst du in der Pause nach, welchen Anteil du daran hattest“
Dieser Satz war zu viel. Er ist so von oben herab. Meine Mutter meinte diesen Satz oft, wenn sie ein schlechtes Gewissen machen wollte. So indirekt und so vorwurfsvoll. Ich weiß natürlich, dass wir beide Anteil an dem Verlauf des Gesprächs hatten.
Ich sagte ihm nach einer mehrstündigen Pause, dass ich nicht möchte, dass man so mit mir redet. Ich sagte ihm, dass dieser Satz mich verletzt. Das ich direkte Worte lieber habe aber nicht dieses von oben herab. Ich sagte, dass das ein Satz ist, den man Kindern sagt, wenn man sie „erziehen“ und „zurechtweisen“ möchte. Ich habe inhaltlich zugegeben, dass natürlich auch ich Verantwortung trage, dass aber die Art und Weise, wie er spricht keine Option in einer Freundschaft ist. Der erste Satz seiner Antwort war: „Schade, du hast die Pause nicht zum nachdenken genutzt“
Er hat nicht verstanden. Und das hat mich sehr gekränkt. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr kann, dass er mich nicht versteht. Ich habe ihm gesagt, dass ich Freunde brauche, die mich nehmen wie ich bin, die mich verstehen, offen sind und ehrlich, Freunde die nicht von oben herab mit mir reden.
Das ist bald drei Wochen her. Es kam keine Antwort und damit kam eine Antwort. Es tut mir nicht leid. Denn so sehr ich ihn mag, er kostet mehr Energie, als dass er mir gegeben hat. Ich habe zu viel agiert und zu wenig Reaktion bekommen. Es war kraftzehrend.
Jetzt bin ich traurig. Ich habe dieses Ausgang mehrmals gesehen. Und immer wieder dagegen angekämpft. Ich bin ihm hinterhergelaufen. Über zwei Jahre. Ich kann nicht mehr. Und deshalb ist es ok.
Oder?
2022/06/05
Wir sitzen abends auf dem Balkon in unserer Kuschelecke. Unsere Tochter schläft in ihrem Bett. Unser Sohn hat sich zu uns gekuschelt mit einem Buch. Es ist so harmonisch und schön.
Es sind seltene Momente. Und er genießt und braucht sie. Der Alltag verhindert es oft. Gerade sind Ferien, er kann länger wach bleiben, er hat die Ruhe dafür.
Es ist schön Kinder zu haben. Und wir haben Glück, unsere Kinder sind gesund. Aber es kann auch sehr anstrengend, sehr zerreißend sein. Unser Großer hat Asperger. Er kämpft vor allem mit seinen Emotionen. Wir beginnen gerade erst mit professioneller Unterstützung und ich wünsche mir so sehr, dass man ihm das notwendige Handwerkszeug gibt, um besser zurecht zu kommen.
Momentan ist es oft schwierig. Er wird wütend. Ist überfordert. Weint. Es zerreißt uns das Herz ihn leiden zu sehen. Es ist schwer, ihm seine Grenzen aufzuzeigen, Aggressionen nicht persönlich zu nehmen und im selben Moment die Liebe und Nähe zu geben, die er braucht.
Ich möchte ihn in den Momenten einfach in den Arm nehmen und das Chaos in seinem Kopf und Körper einfach nehmen.
💛
So schön, wenn Leidenschaft weitergegeben wird
💛
Nicht nur meine Tochter mag die Rose 😞
2022/04/26
Ich weiß nicht warum, aber ich fühle mich bereits am zweiten Tag nach der Arbeit erschöpft. Ich bin müde und habe das Gefühl ich könnte gleich wieder Urlaub machen. Die Arbeit macht mir keinen Spaß. Egal was gerade zu tun ist. Und es ermüdet mich immer so zu tun als wäre ich gut drauf… freundlich sein … lächeln … kompetente Antworten geben. Ich kann das, aber es strengt an.
Ich habe die Bewilligung einer Reha in einer psychosomatischen Klinik bekommen. Ich weiß noch nicht wann es los geht. Eine Zeit lang dachte ich die vier Wochen krank daheim genügen und es könne nun wieder los gehen. Aber ich spüre, dass ich kaum Kapazitäten frei habe.
Ich denke mir, dass eine Sache doch genügen würde. Nur Depressionen und Sozialphobie oder nur eine Pandemie durchstehen mit (vorerkrankten) Kindern oder nur ein Kind mit einer Autismus Spektrum Störung haben. Ich hab alles drei. Und ich möchte stabil und resilient und stark sein, um meinen Kindern eine gute Mutter zu sein, ihnen den Weg gut bereiten zu können. Ich gebe mein Bestes. Zur Zeit nimmt es mir jedoch mehr Energie als mir gut tut.
Heute auf dem Heimweg vom Campingplatz sind wir an einer Blumenpflück-Wiese vorbei gefahren und haben ein Strauß gepflückt.
Heute beim Spaziergang gefunden und lecker Pesto gemacht
Ich erkenne bei meiner Mutter die selben Symptome, die ich hatte und zum Teil noch habe aufgrund meiner Depression und Angststörung. Ich habe bereits vor einiger Zeit versucht das anzusprechen und wurde aggressiv angegangen, weil sie doch nicht verrückt ist und die Symptome ja körperlich spürbar. Argumente, dass das absolut im Rahmen des Möglichen ist, haben nicht geholfen.
Ich schwanke zwischen Wut über ihr Unverständnis und Mitgefühl über ihr Leiden.
Aber ich möchte mich davon distanzieren. Schon damals hat sie meine psychischen Probleme kleingeredet und nur akzeptiert, weil mein Mann Krebs hatte. Darf darf man psychisch angeschlagen sein. Vermutlich stelle ich mich in ihrer Denke momentan auch nur an.
Es ist wie es ist.
Frohe Ostern 🐣
Mein Bulletjournal
Ich schreibe nicht täglich. Es ist vielmehr ein Ort um ziellose kreative Ergüsse loszuwerden