look up. #Berlin on Flickr.
Three Goblin Art
noise dept.
KIROKAZE
DEAR READER

shark vs the universe
I'd rather be in outer space đž
Xuebing Du

ellievsbear

â

Kiana Khansmith

Product Placement
tumblr dot com
One Nice Bug Per Day
Claire Keane

Love Begins

â

JVL
PUT YOUR BEARD IN MY MOUTH

Origami Around
NASA
seen from United States

seen from Brazil
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United Kingdom

seen from Malaysia
seen from United States

seen from Singapore
seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from United States

seen from Germany
seen from United Kingdom
@joergnicht
look up. #Berlin on Flickr.
Posted: 12/06/2016 Vor einigen Wochen kĂŒndigte Instagram an, die Fotos derjenigen User, denen man folgt, nicht mehr allein in chronologischer Reihenfolge anzuzeigen, sondern auch nach Relevanz z...
Apple zeigt mal wieder, wie kĂŒnstlerisch Handyfotos aussehen können. Und bei der Gelegenheit gibt Fotograf Jörg Nicht ganz konkrete Tipps, was man fĂŒr bessere Aufnahmen beachten sollte.
Bildmontage und Bildbearbeitung
Nach meinem letzten Blogpost, in dem ich verschiedene Sichtweisen auf ein manipuliertes Foto unterschied, baten mich einige Leser, doch noch einmal genauer meine Meinung zu formulieren. Ich schrieb, dass es unterschiedliche Positionen der Bewertung gibt: Eine Position lehnt eine Bearbeitung grundsĂ€tzlich ab, wĂ€hrend die Gegenposition argumentiert, es gebe kein Foto ohne Bearbeitung. Zwischen diesen Positionen befinden sich all jene, die sagen, ein Eingriff in die Bildaussage muss zumindest kenntlich gemacht werden. SchlieĂlich argumentiert eine vierte Position, dass derjenige, der ein solches Foto mit einem Preis auszeichnet, einen Fehler gemacht hat. Dieses Argument ist wichtig, weil es nicht, wie die anderen Positionen, die Verantwortlichkeit (allein) beim Fotoproduzenten verortet, sondern â vereinfacht gesagt â die Verantwortung beim Rezipienten sieht: Derjenige, der ein â mehr oder minder offensichtlich â manipuliertes Foto als sehr gut bewertet, mache einen Fehler. Dann ist es letztlich auch egal, ob es die Jury eines Kameraherstellers oder die Masse an Followern auf Instagram ist, die ein Bild gut findet â der Druck zur KreativitĂ€t geht von der Rezeptionsseite aus. Wenn die Rezipienten nur âunbearbeiteteâ Foto gut finden wĂŒrden, dann wĂŒrde niemand mehr Fotos bearbeiten und etwa Flugzeuge in ein Bild montieren.
 Wenn es um Instagram und die Manipulation von Fotos geht, ist diese Position durchaus von Bedeutung. Denn so wie fĂŒr viele die VerfĂŒhrung groĂ ist, erfolgreich durch gekaufte Likes und Follower zu werden oder zu bleiben, so ist die VerfĂŒhrung groĂ, das Spektakel, das ein Foto darstellt, durch Bearbeitung herzustellen. In dem konkreten Fall hat der Fotoautor den Fehler gemacht zu behaupten, das Flugzeug wĂ€re tatsĂ€chlich im Moment der Aufnahme dort entlang geflogen. Ich meine, jeder sollte den Bearbeitungsprozess auf Nachfrage offenlegen. Fotografen tun das recht ungern, so wie auch Köche ihre Rezepte nicht gern verraten. Der Bearbeitungsprozess ist das Betriebsgeheimnis.
An diesen Beitrag angeheftet habe ich ein Foto, das ich selbst vor ein paar Tagen veröffentlicht habe. Es zeigt den Berliner Fernsehturm und ein Paar, das sich an den HĂ€nden hĂ€lt. Fernsehturm und Paar spiegeln sich in einer PfĂŒtze. Ich habe das Foto zunĂ€chst auf den Kopf gestellt. Nach einer grundlegenden Bearbeitung (Helligkeit) der RAW-Datei in Lightroom habe ich es dann mithilfe von SKRWT und VSCO angepasst. Das Foto ist auch auf Instagram zu sehen.
Die Sonne war allerdings kurz vor der Aufnahme hinter Wolken verschwunden. Im zweiten Bild habe ich mit der App LensDistortions (iPhone) eine Sonne eingefĂŒgt, um zu zeigen, dass ein solches Bild mehr hermacht. Wer sich auf der Webseite des Anbieters umschaut, wird sehr viele beeindruckende Montagen finden. Viele der gezeigten Gegenlichtaufnahmen wĂŒrde ich mit einer echten Sonne nicht hinbekommen.
Ich verwende diese App nicht, weil ich dem Prinzip folge, so weit wie möglich vorzufindende Gegebenheiten zu nutzen. Wenn die Sonne nicht scheint, muss ich damit leben oder aber auf die Sonne warten. Entsprechend lehne ich es ab, in meine Fotos Objekte einzumontieren. Wer das machen möchte, kann es gern tun. Ich muss es aber nicht mögen. FĂŒr mich habe ich also eine Entscheidung getroffen. Wer eine andere Entscheidung trifft, tut es sicher mit gutem Grund.
Auf der Feuerleiter
Ein Foto zeigt eine Feuerleiter von unten. Genau in der Mitte des Fotos befindet sich ein Flugzeug. Was fĂŒr ein wunderbarer Moment, dachte sich die Firma Nikon und mit ihr viele Follower auf Instagram. Der Kamerahersteller zeichnete das Foto bei einem Wettbewerb aus. Der Bildautor gab auf Instagram an, er habe nicht allzu lange warten mĂŒssen, bis das Flugzeug ganz zufĂ€llig genau in der Bildmitte auftauchte. Nun, er hat wahrscheinlich gar nicht gewartet, weil er das Flugzeug einmontiert hat. Allerdings wurde dieses Foto nicht in der Kategorie âBeste Montageâ ausgezeichnet (Informationen zum Foto sind hier zu finden: http://petapixel.com/2016/01/29/nikon-awards-prize-to-badly-shopped-photo-hilarity-ensues/)
Der Fall hat fĂŒr groĂe Diskussionen in den Sozialen Medien gesorgt. Eine Fraktion steht auf dem Standpunkt, dass jede Bearbeitung eines Fotos Teufelzeug ist. Ich nenne sie die Puristen. Eine solche Fotomontage lehnen Puristen ab. Puristen versehen ihre Fotos allerdings auch gern mit dem Hinweis, sie seien nicht bearbeitet worden. Möglicherweise verkennen sie den Punkt, dass die Software einer jeden Kamera, aber gerade auch die Software von Smartphones nur bearbeitete Fotos preisgibt.
Genau so argumentiert eine andere Fraktion: Es gebe keine unbearbeiteten Fotos. Insbesondere die Erhöhung von Kontrast, SĂ€ttigung und Farbe mithilfe diverser Filter sei ein massiver Eingriff und erfolge praktisch immer. Wo liege der Unterschied zwischen einem Flugzeug, das es in dem Moment der Aufnahme nicht an dieser Stelle gab, und der VerĂ€nderung der Bildaussage durch verĂ€nderten Kontrast etc.? Die Kreativen, so will ich sie nennen, argumentieren aber nicht nur damit, dass es unbearbeitete Fotos nicht gibt, sondern auch damit, dass gerade in den Sozialen Fotonetzwerken die User ihre Bilder bis zur Unkenntlichkeit bearbeiten. So waren Fotos des zugefrorenen Canale Grande in Venedig eine Zeit lang sehr beliebt. Landschaften werden aufgepeppt mit einer zweiten, kĂŒnstlichen Sonne; ĂŒber den Weihnachtsmarkt rieseln Schneeflocken bei Plusgraden usw.
Eine Zwischenposition nehmen jene ein, die argumentieren, ein einmontiertes Flugzeug verĂ€ndere die Bildaussage. Ein Foto mĂŒsse demgemÀà als Montage ausgewiesen werden. Diese Position erkennt ausdrĂŒcklich an, dass es sich dabei durchaus um eine Kunstform handelt. Die Vermittler ziehen eine moralische Grenze, zwischen erlaubter und nicht erlaubter VerĂ€nderung des Fotos. Diese Grenze zu ziehen ist freilich sehr schwierig. Sind die Schneeflocken auch schon eine solche unerlaubte Manipulation?
Eine weitere Position argumentiert anders: Das Bild spiele gar keine Rolle. Entscheidend sei, dass Nikon ein Bild ausgezeichnet hat, das nicht den Regeln entsprechend aufgenommen worden ist. Der Kreative wĂ€re demnach eher ein Opfer, weil er den Marktgesetzen erlegen ist und unbedingt kreativ sein musste â hier in Form von etwas, was nicht in das Bild hinein gehört. Hier wenden einige ein, der Bildautor habe, wie oben erwĂ€hnt, zunĂ€chst behauptet, er hĂ€tte das Foto so und nicht anders aufgenommen.
Jede der hier skizzierten Positionen hat Argumente, die im Kern nicht ganz neu sind. Die Diskussionen sind teils heftig ausgefallen und die Kritik wurde persönlich, so dass sich der Fotograf gezwungen sah, einen lĂ€ngeren Entschuldigungstext zu schreiben (https://instagram.com/p/BBKgxvlrROk/). Mich hat ĂŒberrascht, wie emotional die Debatte ausgetragen wurde, da ich auf fotosozialen Netzwerken eine Reihe von âBearbeitungenâ zur Kenntnis nehme, die niemanden zu interessieren scheinen. Vielleicht lag es an der Auszeichnung des Fotos durch Nikon, an der sich viele gestört haben. Möglicherweise stören sich einige User schon lĂ€nger daran, dass gerade stark bearbeitete Fotos in bestimmten Netzwerken besonders gut anzukommen scheinen. Wie auch immer, letztlich muss jeder fĂŒr sich entscheiden, welchen Weg er beim Fotografieren und Bearbeiten geht.
An einem spÀten Nachmittag tanzen mehrere PÀrchen. Der Holzboden zeichnet eine feine Struktur. Ganz am oberen Rand glitzert die Sonne, es könnte Wasser sein. Die AtmosphÀre scheint gelöst zu sein.
Dieses Foto habe ich vielen Personen gezeigt und immer fragten sie sich, wo es wohl entstanden ist. Wo tanzen Menschen im Freien? Vielleicht in Italien. Aber hat man in Italien schon einmal klassische TÀnzer gesehen? Nur wenige erkennen, dass es sich um Moskau handelt. Wenn ich das RÀtsel aufklÀre, höre ich oft: Ist es in Moskau nicht kalt? Nein, nicht im Sommer.
Das Foto ist fĂŒr mich die Essenz Moskaus: Inmitten der groĂen Stadt wird in der Ăffentlichkeit getanzt. Beim Tanzen sind die Menschen in einer intensiven Zweierbeziehung. Eine Szene, die mich im August 2015 sehr berĂŒhrt hat.
âCats & tats. đ»đ #tattoo #loveâ
Hashtag-Trends #Love
 Welche Hashtags soll ich verwenden auf Instagram? Wie wĂ€re es mit dem beliebtesten Hashtag #LOVE? Aber was bekomme ich zu sehen, wenn ich mir Fotos anzeigen lasse, die damit getaggt sind? Zum Beispiel bekomme ich ein Foto angezeigt, wie das oben angefĂŒhrte: Eine Katze sitzt im Schoss einer vermutlich jungen Dame, deren tĂ€towierte Beine zu sehen sind. Insofern ist auch konsequent, dass das Foto auch mit #tattoo getaggt ist.Â
Die Dame liegt auf einer Couch, die Fernbedienung ist halb von einer Decke zu sehen, die offensichtlich zwischen junger Dame und Couch liegt. Warum ist aber die junge Dame so leicht bekleidet, wenn doch eine Decke notwendig zu sein scheint? Oder schĂŒtzt diese Decke nur die Couch? Und warum ist die junge Dame so dĂŒnn? Zu hoffen ist, dass sie dem KĂ€tzchen genĂŒgend zu fressen gibt.
Das KĂ€tzchen darf zwar in die Kamera schauen mit blauen Augen, die zur Hose passen. Aber ansonsten ist es zu groĂen Teilen eine weiĂe FlĂ€che. Armes Tier.