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Zukunft macht man nicht mit links
Ihr Lieben,
habt ein wunderbares Weihnachtsfest im Kreise eurer Verantwortungsgemeinschaft! Und solltet ihr euch zwischen den Jahren und vor den ganzen Neujahrsempfängen einmal langweilen, findet ihr hier nachfolgend einen Blogpost von Franzi!
Lisa
Am 5. Dezember wurde mit Bodo Ramelow zum ersten Mal ein Mitglied der Linkspartei Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes. Überall war die Aufregung groß. Mitglieder der Jungen Liberalen und der Junge Union protestierten vor dem Landtag. „RamelNO“ war auf den Plakaten zu lesen „Keine Verantwortung für SED-Erben“, „Zukunft macht man nicht mit links“.
Meine Mutter ist in der DDR aufgewachsen. Als sie meinen Papa kennenlernte, der für wissenschaftliche Recherchen immer wieder für wenige Tage nach Ostdeutschland einreiste und sie sich verlobten, war sie stetigen psychischen Spielchen ausgesetzt. Immer wieder musste sie teilweise acht Stunden lang auf eine Telefonverbindung nach Münster warten, obwohl sie genau wusste, dass mein Vater vor dem Telefon wartete. Immer wieder hörte sie ein Klicken im Telefon, wenn sie mit meinem Vater sprach. Immer wieder wurde sie dazu aufgefordert, Familie und Freunde zu verraten, um ihren Verlobten heiraten zu dürfen. Sie tat es nicht, dennoch wurden ihr dank der Einschaltung eines Anwalts nach Monaten voller Vorladungen und Anhörungen die Hochzeit und die sofortige Ausreise gewährt. Sie musste ihren Pass abgeben und durfte ganze zwei Koffer in ihr neues Leben mitnehmen. Ihre Familie und Freunde, wurde ihr gesagt, würde sie nie wieder sehen. Wenige Monate nach ihrer Ausreise fiel die Mauer. Meine Mutter saß in Münster in einer frischrenovierten Wohnung vor dem Fernseher und weinte. Genau diese Szene hatte ich im Kopf, als ich dabei zusah, wie Bodo Ramelow die Wahl zum Ministerpräsident annahm. Gregor Gysi saß auf der Tribüne und lächelte selig. Klar, seit dem Fall der Mauer ist viel Zeit vergangen. Es waren mit Sicherheit nicht Gregor Gysi und auch nicht Bodo Ramelow, die meine Mutter vor 25 Jahren gedemütigt und unter Druck gesetzt haben. Dennoch ist es wichtig, dass diejenigen, die damals mitbekommen haben, was in der DDR tagtäglich passierte, heute davon berichten. Darf die Linkspartei nun keine Ministerpräsidenten stellen? Natürlich darf sie das. Aber sie muss auch damit rechnen, dass dies aufmerksam beobachtet wird. Mit Ramelow als Ministerpräsident hat die Linkspartei neue Verantwortung übertragen bekommen. Wie sie damit umgeht, wird sich erst zeigen.
Heute ist FDP-NRW-Generalsekretär Johannes bei uns! (hier: Stadthalle Olpe)
#NoHoGeSa - viele Grüße an all diejenigen, die heute in Hannover gegen #HoGeSa demonstrieren.
Danke, Saskia! 😢😔 (hier: Stadthalle Olpe)
Der Yannick. Von den Junos. 💗 #imHerzensindwireins #einmalJuLisimmerJuLis (hier: Stadthalle Olpe)
geile Halle, geile Menschen! 💛💙 #dieseJuLis #JuLis #LaKoNRW #weristeigentlichdieserNRWTag? (hier: Stadthalle Olpe)
Working Hipster. #ichtragdiebestenNikesdieichgefundenhab (hier: Stadthalle Olpe)
Poah! So viele Leute bei der eLaVo-Sitzung, dass die gar nicht alle auf ein Foto passen! 💛 #immerdieseJuLis #julis (hier: Stadthalle Olpe)
Viele Verbesserungsvorschläge für die beste Bildung der Welt haben uns heute erreicht! Wir werden das Ganze in den nächsten Wochen auswerten und euch über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten! #SprachrohrBildung
Justizirrtümer & ihre Folgen für die Opfer – ein Appell für mehr Gerechtigkeit
Liebe JuLis, pünktlich zur Woche vor dem Landeskongress teilt euch Kevin mit, was er von Justizirrtümern hält!
Eure Lisa!
Immer wieder wird in den Medien vereinzelt über Fehlurteile und Justizirrtümer berichtet. Bekannteste Beispiele in den vergangenen Jahren waren der Fall Gustl Mollath, der über mehrere Jahre hinweg in der Psychiatrie gegen seinen Willen eingesperrt gewesen ist und der Fall des Lehrers Horst Arnold, welcher fünf Jahre lang wegen einer vermeintlichen Vergewaltigung unschuldig im Gefängnis gesessen hat.
Unverkennbar, das deutsche Justizsystem zählt mit zu den zuverlässigsten und gerechtesten der Welt. Fehlurteile kommen bei uns im Vergleich zu anderen Staaten äußerst selten vor. Dennoch dürfen wir nicht die Augen davor verschließen, dass es auch in Deutschland eine gewisse Dunkelziffer an Fehlurteilen gibt.
Wir dürfen nicht vergessen: Betroffene Menschen sitzen zum Teil über Jahre in Gefängnissen ein, ohne Hoffnung auf Hafterleichterung oder gar vorzeitige Entlassung. Dieser Umstand wird sich leider auch nie zu hundert Prozent ausschließen lassen, denn überall dort, wo Menschen arbeiten geschehen Fehler. Dies hat es zu allen Zeiten gegeben und wird sich auch in Zukunft nicht gänzlich ausschließen lassen. Entscheidend ist jedoch, wie wir als Gesellschaft und vor allem, wie der deutsche Staat mit Fehlurteilen & den daraus resultierenden Folgen für die Opfer umgeht.
An diesem Punkt sehe ich derzeit noch massive Defizite in der deutschen Gesetzgebung. So werden zu Unrecht verurteilte Häftlinge in Deutschland für jeden Tag Gefängnis mit 25 Euro pro Tag „entschädigt“, abzüglich der Kosten für „Unterkunft und Verpflegung“. Ein Betrag, der sich für jeden Betroffenen wie eine Ohrfeige anfühlen muss in einer Zeit wo die Höhe des Mindestlohns bei 8,50 Euro pro Stunde liegt.
Mindestens genauso drastisch wie die finanziellen Folgen für die Opfer sind aber die sozialen Aspekte. Familien werden auseinandergerissen, soziale Kontakte brechen fast immer komplett ab, dazu kommt für die Betroffenen meist noch der Verlust von Job und Ansehen, was nicht selten schwere, psychische Auswirkungen auf die Opfer hat. Die Stigmatisierung der vermeintlichen Täter führt nicht selten zur vollständigen sozialen Isolation, selbst wenn der Verurteilte nachträglich frei gesprochen wird. Die seelischen Wunden verfolgen die Opfer oftmals das ganze Leben lang.
Was aber kann ein liberaler Staat tun, um Fehlurteile in Zukunft zu vermeiden und was kann für die betroffenen Opfer getan werden? Zu allererst sollte es Kernanliegen sein, den Betrag der Haftentschädigung auf ein Niveau anzuheben, welches neben den finanziellen Verlusten auch die sozialen Verluste der Opfer angemessen berücksichtigt.
Darüber hinaus muss der Staat auch endlich seiner Verantwortung gegenüber betroffenen Justizopfern gerecht werden. Und da reicht es dann eben nicht aus zu argumentieren, der Fall Horst Arnold sei ein ganz normaler Fall gewesen, wie es unsere geschätzte Parteifreundin Dorothea Henzler seinerzeit getan hat, im Gegenteil. Gerade aus liberalem Verständnis heraus sollte es dann Aufgabe des Staates sein, Justizopfern deutlich intensiver als bislang zur Seite zu stehen und bei der Widereingliederung in die Gesellschaft aktiv zu helfen.
Denn nichts ist gerechter als diejenigen, die im Namen des Volkes ihrer Freiheit beraubt werden, angemessen zu entschädigen. Und zwar unabhängig jeglicher Kosten, die auf den Staat in einem solchen Fall zukommen mögen.
Denkt ihr dran? Nur noch bis Morgen könnt ihr euch die vergünstigten Hotelzimmer sichern!#malnochebenschnellindieTastenhauen
Boah! Wir wollen wissen, was Dich bockt! Am 12.11. gehen wir auf die Straße, um zu hören, was für DICH die beste Bildung der Welt bedeutet. Du kannst uns aber auch einfach ein Kommentar hinterlassen, auf Facebook schreiben, eine Mail schicken oder eine coole Postkarte senden, die wir am 12.11. überall verteilen! #besteBildungderWelt
Geschwätz von gestern
Liebe JuLis,
wir haben auch abseits von Landes- und Bundeskongressen eine Meinung. Und die wollen wir zukünftig mit euch teilen. Hier werdet ihr immer mal wieder Blog-Beiträge von den Landesvorstandsmitgliedern zu ganz verschiedenen Themen finden. Den Anfang macht Frederik.
eure Lisa!
Geschwätz von gestern
Als im Sommer 2006 ein 20-Jähriger Insasse der JVA Siegburg von seinen Mithäftlingen brutal ermordet wurde, waren sich die NRW-Sozialdemokraten – damals in der Opposition – schnell einig, was die Übernahme von politischer Verantwortung anging:
„Angesichts dieser katastrophalen Vorgänge […] ist ein Rücktritt unausweichlich.“ Auch wenn die Ministerin keine persönliche Schuld trage sei es „sonnenklar, dass sie dafür die politische Verantwortung übernehmen muss“ so der damalige SPD-Landtagsvize Moron. Der damalige SPD-Fraktionsvize Ralf Jäger pflichtete ihm bei: Der Staat müsse die Unversehrtheit von Menschen gerade dann garantieren, wenn sie sich in seinem Gewahrsam befinden. Bei Verstößen brauche es das Signal politischer Verantwortung, „auch wenn keine persönlichen Fehler begangen wurden.“ (Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger)
Im Jahr 2014 werden in NRW-Flüchtlingsheimen Schutzbefohlene von Sicherheitsfirmen misshandelt und eingesperrt. Menschen, die in NRW Schutz vor Verfolgung, Folter oder gar Mord in ihrer Heimat suchen, sind hier plötzlich der Willkür von offenbar kriminellen Mitarbeitern von Sicherheitsdiensten ausgeliefert. In ausländischen Nachrichtensendungen werden Vergleiche mit dem US-Foltergefängnis Abu Ghuraib gezogen.
Ralf Jägers Ministerium wurde nachweislich bereits vor Monaten von den Zuständen informiert. Es ist zwar schwer vorstellbar, dass Ralf Jäger persönlich über die kriminellen Vorgänge informiert war. Trotzdem ist sein Rücktritt unausweichlich – genau wie er es 2006 gegenüber Ministerin Müller-Piepenkötter treffend formuliert hat: Es braucht das Signal der politischen Verantwortung. Es sind Politiker wie Ralf Jäger, die aktiv und nachhaltig die politische Kultur in unserem Land schädigen.
Die Debatte über den ausstehenden Rücktritt verdeckt unterdessen das eigentliche Problem: Menschen, die bei uns Schutz suchen, stopfen wir in alte, überfüllte Schulen mit fragwürdigen Hygienezuständen deren Umkreis sie nicht verlassen dürfen. Die überwältigende Mehrheit der Menschen schicken wir wieder zurück. Neuerdings übrigens auch in so sichere Herkunftsländer wie Serbien. Wer argumentiert, dass es Ayslbewerbern in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch relativ gut geht, kann ja selbst einmal eine Nacht im Flüchtlingsheim verbringen. Es wäre NRW zu wünschen, dass es die Kraft findet, die eigentlichen Ursachen für die Vorfälle wirksam zu beheben.
Wenn Erich Honecker wüsste, was Gregor Gysi 23 Jahre nach der Einheit so alles in deutschen Talkshows verbreitet... #DDR #Unrechtsstaat
Ein großer Teil des eLaVos ist heute beim Kreiskongress der @juliskoeln! (hier: Bürgerhaus Kalk)
Zwei Neumitglieder! #whoop (hier: Roncalli's Apollo Varieté)