Ich will leben..aber ich kann dieses Leben nicht mehr leben..
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@karussell-der-gedanken
Ich will leben..aber ich kann dieses Leben nicht mehr leben..
Habe ich endgültig meinen Mut gefunden und Mich gewählt? Ziehe ich es endlich durch und lasse die Angst, Hoffnungen und die Ungewissheit diesmal nicht siegen?
Ich hoffe es so sehr..
Wieso kommen mir die Tränen, obwohl ich vor Wut innerlich koche. Wieso kann ich keinem Streit standhalten. Wieso falle ich immer wieder in meine alten Muster rein. Wieso kann ich nicht von dem fliehen, was mir schadet. Wieso kann ich nicht einfach leben. Wieso kann ich mich nicht aufraffen. Wieso..Wieso..Wieso.. Es gibt soviel Fragen und zu jeder einzelnen gibt es tief in mir auch eine Antwort, nur diese ist so versteckt in meiner selbst, dass ich sie nicht finden kann.
Ich wollte schon lange in mein Tagebuch schreiben, jedoch habe ich nie die richtigen Worte noch die Kraft gefunden meine Gefühle und Geschehnisse niederzuschreiben.
Das was ich hier jedesmal aufs neue erfasse ist das, was all die Jahre in mir geschlummert hat und immer noch mein Leben bestimmt. Die Angst, dass es Menschen lesen werden und sich denken, wieso ist sie nicht schon früher geflüchtet, wieso kann sie ihren Freunden so gute Rate geben und die Starke spielen, aber das was hinter ihren Türen passiert, widerspricht mit dem was sie sonst selbst verkörpert. Warum geben die Menschen mit den schlimmsten Situationen, die besten Ratschläge, um diese dann selbst nicht zu folgen?
Polizei, zwei Abtreibungen, Schläge, psychische Spiele, Lügen, Beleidigungen, Manipulation, Drogenkonsum, Geldprobleme, Egoprobleme, früher krankhafte Eifersucht, sentimentale Sachen kaputt machen, Urlaube nicht angetreten, hinter meinen Rücken über mich schlecht geredet, mich hintergangen, Respektlosigkeit, in meinem Dasein sich in guten Licht stellen, mein Handy kaputt gemacht, zuhause mache fast alles nur ich ob Einkäufe (finanziell und Geschäfte gehen) Kochen Wäsche usw, und es sind noch viele weitere Dinge vorgefallen. Zudem fange ich erst recht nicht an mit der Geschichte, wie wir zusammen gekommen sind…
Trotz all den Dingen, bin ich in seinen Augen der ˋTäter´, der selbst Schuld sei und die schlimmste die er jemals kannte.
Ich hab alles getan für ihn.. gewartet, geholfen, Geld geliehen, gefahren, Dinge besorgt, unterstützt, immer gut über ihn in seinem Beisein und auch wenn er nicht dabei war geredet… und trotzdem ist er das Opfer und ich die schlimmste Person, die er jemals kannte.
Warum komme ich nicht vom ihm los… egal was er mir antut… ich bin immer noch hier… bitte lieber Gott,hilf ihr… ich schäme mich im Grund und Boden und habe niemanden dem ich all meine Last anvertrauen kann aus Scham, Angst und der Zukunft…
Kennt ihr diese Müdigkeit, die einfach nicht weg gehen möchte, egal wie lange man schläft oder sich ausruht? Die Verzweiflung wird groß, denn ich weiß das mein Körper und Geist sich wahrhaftige Ruhe wünscht, jedoch spiele ich mit denen Räuber und Gendarm, wie in der Kindheit. Die Müdigkeit übernimmt mich, mein Leben. Ich war früher der Mensch, der nie Mittagsschlaf gemacht hat oder gar länger im Bett liegen geblieben ist, sondern sofort aufgestanden und in den Tag gestartet ist. Die Zeit ist vorbei und ich merke, dass ich mich im Überlebungsmodus befinde. Es wird nicht besser, nur noch schlechter..
Ich ertrinke und finde keine Worte die meine Gedanken zusammenfassen. Leere breitet sich aus. Schmerz. Hoffnungslosigkeit. Es zieht mich immer weiter in die dunkle Tiefe hinein.
Ich hab Angst.
Und hier liege ich wieder.. Allein im Bett und hinterfrage mein ganzes Leben. Wir sind auf der Welt um Fehler zu machen und aus diesen zu lernen, aber was ist, wenn es man jedesmal die selben macht und nicht daraus lernt oder diesen Schmerz uns einfach stumm werden lässt. Was dann? Kann ein Tag ohne Tränen vergießen zu Ende gehen. Nein, ich glaube nicht. Es ist eine Mischung aus zu vielen Gefühlen und das Gefühl von Leere in mir. Wie geht das? Wie kann alles zu viel sein und doch zugleich so wenig bis es mich verstummt.. ich verstehe es nicht.
Was ich verstehe ist, dass dieser Knoten in mir immer enger und enger wird.. bis ich keine Luft mehr bekomme
Bin ich wirklich so kaputt, dass ich mein Leben so führe,als ob ich blind wäre. Blind vor der Vernunft, Blind von dem Verständnis von Gut und Schlecht, Blind vor der Realität, Blind durch meine Träume und Wünsche. Kam ich so auf diese Welt? So voller zerbrochener Teile, die ich all mein Leben mit mir tragen soll und diese immer weiter in zig kleine weitere Stücke kaputt hauen soll? Ich weiß es nicht, aber ich bete, dass ich irgendwann aus dieser Hölle erwache und den Kleber finde, der mich zusammen klebt.
Was hält mich noch ernsthaft fest? Die Frage stelle ich mir immer und immer wieder selbst. Ist das Liebe? Nennt man das wahrhaftig Liebe? Nein.. dieser andauernde Schmerz, die Enttäuschungen, falschen Hoffnungen und respektlose Verhalten war und ist nie Liebe gewesen. Ist das die ermüdende Hoffnung die mich festhalten lässt? Sind es meine Träume und Wünsche die ich all diese Zeit mit dieser Person hatte? Ich glaube ich habe mich selbst nie wirklich respektiert, wie ich auch, ich hab es nie beigebracht bekommen. Mein Leben fühlt sich an, wie ein schlechter Film, den man am liebsten einfach nur ausmachen möchte. Ich bin und war immer für mein eigenes Leben verantwortlich und ich habe versucht mein bestes zugeben, aber für was letztendlich? Denn im Endeffekt ist es eine reine Qual und ein Trauerspiel geworden. Vor zehn Jahren hätte ich nicht gedacht, dass mein Leben so aussehen würde. All die Jahre hatte ich Angst, dass ich das Leben meiner Eltern führen würde, allein deren Beziehung.. und siehe da, es ist am Ende so geworden. Genau das wovor ich mich gefürchtet habe. Jeder sagt, ich sei noch in der Blüte meines Leben, aber wenn es sich so anfühlt.. wie sollen die restlichen Jahre werden? Meine Mutter hat alles versucht , gemacht und getan damit wir glücklich sind. Aber wann war sie jemals wirklich glücklich und konnte ihre Träume erfüllen? Ist es Liebe, wenn ich mich aufopfere, mein ganzes gebe und nicht ein funken Liebe entgegengebracht bekomme? Nie kam es mir in den Sinn, dass ich jemals auch nur ansatzweise in solche Situationen komme, das ich körperlich, verbal und psychisch von jemanden kaputt gemacht werde, den ich „liebe“. Musste ich mich überhaupt so unter meinem Wert verkaufen und mich eine Option machen lassen? Nein. Hab ich es mit mir machen lassen, ja.. und ich bereue es zutiefst. Ich habe mich verloren, um diese Person zu lieben. Nie hat sich auch nur einer für mich so aufgeopfert oder mich als erstes gewählt.. Nein, mein Leben bestand darin, immer die Option zu sein oder das Mittel zum Zweck. Meine Freunde sind mir sehr heilig, jedoch habe ich Angst alles zu offenbaren, was ich durchgemacht habe, was meine Gedanken sind.. wie soll ich es denn auch, wenn ich auch bei denen das Gefühl habe , dass ich ersetzbar oder nur die nervige dicke Freundin bin. Ich rede laut, weil ich das Gefühl habe, dass mir niemand zuhört oder mich versteht. Ich bleibe leise, weil meine Worte keine Heimat finden. Polizei, mehrere Abtreibungen, körperliche Narben… ist DAS Liebe? Nein.. und doch bleibe ich. Ist es das? Habe ich nichts anderes verdient.. wahrscheinlich. Man sagt, im jeden Satz, Witz oder Taten steckt ein Stück Wahrheit drin. Also bin ich ernsthaft die Person, die er sagt wer ich sei oder hat er aus mir diese Person erschaffen? Das Leben steckt voller Überraschungen, ob gute oder schlechte. Was in mir vorgeht tagtäglich wäre zu lang, um es auf schwarz und weiß zu verewigen. Der Text widerspiegelt meine Gedanken. Nichts hat einen richtigen anfangen, geschweige fügt sich der eine Satz nach dem Punkt auf den anderen. Es ist ein Karussell voller Gedanken und Gefühle, welches mich langsam immer mehr ermüdet. Die Schmerzen aus meinem Herzen finden ihren Weg in meinen Körper. Es wird nicht leichter, sondern nur noch schwerer. Kann ich diese Last für immer tragen? Ich weiß es nicht. Was ich jedoch weiß ist, dass ich allmählich in diesen ertrinke.