Andrea Kvas - italienischer Künstler, der auf der abc Art Berlin Contempory eine Performance in einer großen Rauminstallation zeigte: "Für mich ist die Interaktion mit Kunstwerken sehr wichtig."
"Im Rahmen der Performance wird Ihre Installation verändert. Wie soll der Raum zum Schluß aussehen?" "Ich habe nie ein statisches Konzept, auch nicht für die Performance. Ich möchte einfach nur einen Raum verändern. Bei meinen Arbeiten weiß ich am Anfang nie, wohin sie mich führen. Ich folge der Richtung, die das Werk mir vorgibt. Es ist ein fließender Prozess." "Dann spiegelt die Performance Ihre Arbeitsweise?" "Ja, das kann man sagen. Wenn ich arbeite, arrangiere ich die einzelnen Objekte immer wieder neu, übermale sie, mache Werkzeuge zu Kunstobjekten und umgekehrt. So kam ich irgendwann auf die Idee, den Fußboden zu nutzen, auf dem ich gearbeitet habe. Das sind die bunten Holzplanken dort drüben." "Dürfen die Besucher Ihre Arbeit verändern?" "Ich will die Menschen unbedingt involvieren. Denn die Interaktion mit Kunstwerken und die physische Annäherung sind mir sehr wichtig. Vor fünf Jahren habe ich bei der Biennale in Venedig gejobbt. Im französischen Pavillon musste ich die Objekte säubern und neu hinstellen. Das hat mein Verständnis vom Umgang mit Kunst stark beeinflusst." "Wie stellen Sie sicher, dass die Objekte nicht beschädigt werden?" "Durch die aktive Beteiligung der Besucher erkenne ich, welche Materialien sich gut eignen und welche weniger. Holz ist widerstandsfähig, Polyurethan hingegen bricht schnell. So lerne ich auch etwas über meine eigene Arbeit und kann das Material anpassen." "Haben sich schon Käufer bei Ihnen gemeldet?" "Es gibt Japaner, die interessiert sind. Meine Arbeit ist nah dran an ihrer Kultur und ihrem Leben." "Apropos Leben: Wie gefällt es Ihnen in Berlin?" "Da ich immer Ausstellungen vorbereiten muss, habe ich bisher leider nicht viel von Berlin gesehen. Die Kippenberger-Show im Hamburger Bahnhof habe ich mir letztes Jahr nicht entgehen lassen. Ich liebe den ironischen Ansatz seiner Arbeit. Aber ich bin neugierig auf Berlin und habe mir vorgenommen, nächstes Mal mehr durch die Stadt zu laufen, um sie besser kennenzulernen." Andrea Kvas zeigte auf der abc Art Berlin Contemporary eine raumfüllende Installation. Die bemalten Objekte wurden im Rahmen einer Performance von Mitarbeiterinnen der Galerie Kwert neu gruppiert. Der Künstler war zwar anwesend, doch gab er keine Anweisungen.
Info: http://andreakvas.tumblr.com/
Galerie: www.chert-berlin.com
Interview und Foto: Elfie Berkenbusch








