Ralf Hanrieder Magisches Quadrat Rauminstallation "Hyper Cube"
https://www.youtube.com/watch?v=JIzNIoAPD7s
https://mq.itickles.de/ueber-mich/
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Ralf Hanrieder Magisches Quadrat Rauminstallation "Hyper Cube"
https://www.youtube.com/watch?v=JIzNIoAPD7s
https://mq.itickles.de/ueber-mich/
Installationsansichten von Muriel Baumgartner “Im Material der Existenz” Ausstellungsraum Klingental/Rank, Basel
„Eigentlich interessiert mich ja der Mensch, dieses seltsame Wesen. Ich untersuche ihn sozusagen über seinen materiellen Output.“
MURIEL BAUMGARTNER arbeitet vorwiegend mit dem Gegebenen; seien es elementare Alltagsgegenstände, welche sie transformiert, oder Ausstellungssituationen, für welche sie ortsspezifische Installationen entwickelt. Sie schält Bedeutungen heraus, welche ihr bemerkenswert erscheinen, und wirft im Kopf des Betrachters Fragen auf. Sie bewegt sich dabei in ökologischen, gesellschaftlichen und psychologischen Themenfeldern. Am leichten Ende des Spektrums stehen poetische, manchmal humorvolle Spiele mit der Wahrnehmung.
Für die Ausstellung „Im Material der Existenz“ entwickelt sie ausschliesslich mit Materialien und Objekten aus dem Bestand des Ausstellungsraums eine Rauminstallation. Sie geht von der materiellen Existenz des Ausstellungsraumes aus, welche von ihrer eigenen Existenz dann durchdrungen wird. Besucher werden vor und hinter den installierten Wänden ebenfalls Teil der Installation. Es entsteht ein sozialer Raum - ein Modell einer Ausstellung - in welchem sich unsere physischen, mentalen und sozialen Existenzen kreuzen.
„Arbeit am Körper AK“, Rauminstallation
„Auf Grund“, 2015 Digitalfotografie
Fotos: Olivia Wiederkehr
Skate it - Rauminstallationen für Skateboards
Die Webserie "Art of Skate" beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen Skateboarding und Kunst. In der ersten Folge stellen wir den Künstler Roberto Cuellar und seine aktuellen Arbeiten vor. Roberto nennt sich selbst einen "Aktionskünstler", er experimentiert mit Farben und Formen. Sein Ziel ist es, seine Kunstwerke so zu entwerfen, dass die Skater "ein Teil davon" werden.
Wenn der gebürtige Mexikaner Roberto Cuellar eine neue Skulptur fertiggestellt hat, dann strahlen seine Augen. Mit der Gestaltung und dem Bau von Skateboard-Skulpturen in Lateinamerika und Europa lebt der 26-Jährige seinen Traum: Er ist Skateboarder – schon sein halbes Leben lang. Als 12-Jähriger zog er mit seinen Eltern von Mexiko nach Deutschland. Er interessierte sich schon früh für Kunst, Design und Architektur. Roberto reist gern, liebt es, anderen zu helfen: "Wie meine Oma, die als Anwältin den Menschen geholfen hat, die sich keine rechtliche Unterstützung leisten konnten", sagt der gebürtige Mexikaner. "Hätte ich die Skaterampen nicht, würde ich wahrscheinlich in einer Stadtmission arbeiten." Manche seiner Entwürfe liegen lange in der Schublade, bevor er sie umsetzt. "Oft ergibt es sich aber sehr spontan, dass jemand eine meiner Ideen toll findet und hilft, sie umzusetzen", erklärt Roberto. Auf diese Weise hat er auch seine ersten Projekte realisiert. Er arbeitete eine Weile als Grafiker in Deutschland, bis er merkte, dass eine Festanstellung nichts für ihn ist. Daraufhin schnappte er seinen Rucksack und begann zu reisen.
Roberto spricht bescheiden von seinen Projekten, mit denen er inzwischen zu einem gefragten Aktionskünstler geworden ist. Denn immer öfter sind es nicht nur Skulpturen, sondern ganze Installationen und Settings, die Roberto erschafft. Und genau an diesem Punkt will er mit "Art if Skate" ansetzen. Die neuen Arbeiten werden von Roberto weit über das Objekt hinaus geplant. Der Raum, Farben, das Setting, Licht, Bewegung, das Gesamtkunstwerk lebt von vielen Details und Interpretationen der Menschen, die darin aktiv werden.
http://creative.arte.tv/de/art-skate-roberto-cuellar
3 tage gearbeitet, bin gespannt für die Austellung #skinlessxray #intramurous #rauminstallation (at fachochschule düsseldorf)
Andrea Kvas - italienischer Künstler, der auf der abc Art Berlin Contempory eine Performance in einer großen Rauminstallation zeigte: "Für mich ist die Interaktion mit Kunstwerken sehr wichtig."
"Im Rahmen der Performance wird Ihre Installation verändert. Wie soll der Raum zum Schluß aussehen?" "Ich habe nie ein statisches Konzept, auch nicht für die Performance. Ich möchte einfach nur einen Raum verändern. Bei meinen Arbeiten weiß ich am Anfang nie, wohin sie mich führen. Ich folge der Richtung, die das Werk mir vorgibt. Es ist ein fließender Prozess." "Dann spiegelt die Performance Ihre Arbeitsweise?" "Ja, das kann man sagen. Wenn ich arbeite, arrangiere ich die einzelnen Objekte immer wieder neu, übermale sie, mache Werkzeuge zu Kunstobjekten und umgekehrt. So kam ich irgendwann auf die Idee, den Fußboden zu nutzen, auf dem ich gearbeitet habe. Das sind die bunten Holzplanken dort drüben." "Dürfen die Besucher Ihre Arbeit verändern?" "Ich will die Menschen unbedingt involvieren. Denn die Interaktion mit Kunstwerken und die physische Annäherung sind mir sehr wichtig. Vor fünf Jahren habe ich bei der Biennale in Venedig gejobbt. Im französischen Pavillon musste ich die Objekte säubern und neu hinstellen. Das hat mein Verständnis vom Umgang mit Kunst stark beeinflusst." "Wie stellen Sie sicher, dass die Objekte nicht beschädigt werden?" "Durch die aktive Beteiligung der Besucher erkenne ich, welche Materialien sich gut eignen und welche weniger. Holz ist widerstandsfähig, Polyurethan hingegen bricht schnell. So lerne ich auch etwas über meine eigene Arbeit und kann das Material anpassen." "Haben sich schon Käufer bei Ihnen gemeldet?" "Es gibt Japaner, die interessiert sind. Meine Arbeit ist nah dran an ihrer Kultur und ihrem Leben." "Apropos Leben: Wie gefällt es Ihnen in Berlin?" "Da ich immer Ausstellungen vorbereiten muss, habe ich bisher leider nicht viel von Berlin gesehen. Die Kippenberger-Show im Hamburger Bahnhof habe ich mir letztes Jahr nicht entgehen lassen. Ich liebe den ironischen Ansatz seiner Arbeit. Aber ich bin neugierig auf Berlin und habe mir vorgenommen, nächstes Mal mehr durch die Stadt zu laufen, um sie besser kennenzulernen." Andrea Kvas zeigte auf der abc Art Berlin Contemporary eine raumfüllende Installation. Die bemalten Objekte wurden im Rahmen einer Performance von Mitarbeiterinnen der Galerie Kwert neu gruppiert. Der Künstler war zwar anwesend, doch gab er keine Anweisungen.
Info: http://andreakvas.tumblr.com/
Galerie: www.chert-berlin.com
Interview und Foto: Elfie Berkenbusch
Verhaltensmuster der Dinge
// über die Rauminstallationen von Iris Hamers
Abb. Installation von Iris Hamers (2012)
Stoffe, Gläser, Geräte, Möbel, Töpfe, Pflanzen, Borken, Scheiben, Steine, Stummel, gelehnt, gedehnt, geklammert, geschichtet, überlagert, gerahmt, gehängt, gehüllt, verhüllt, geknickt, geknotet, in einen Raum, auf einen Boden, an eine Decke, an eine Wand, in einen Rahmen und über diesen Rahmen hinaus, arrangiert zu einem Muster, zu einem Muster aus Mustern, das sich verhält. So sieht es aus. Man wird irgendwie gezogen, irgendwo geführt, in eine Geschichte, eine Geschichte aus Geschichten, die einem erzählt: so verhalten sich die Dinge. Pass auf, schau zu!
Die Dinge, die Iris Hamers in einer Installation im Raum zu einem Muster arrangiert, in dem sie sich zueinander verhalten, haben mindestens vier Eigenschaften die sie miteinander verknüpft. Sie haben eine ursprüngliche Funktion, ein ursprüngliches Muster, einen ursprünglichen Ort und einen sozusagen natürlichen Zustand, der mehr oder weniger frisch erhalten oder bereits sozusagen von ihnen abgeblättert sein kann, wie bei diesem verbeulten gelben Plastikkanister, der so zerknautscht in einer Ecke liegt, dass er einem beinah eine Fratze schneidet. Nicht alle haben das alles in gleichem Maße, da werden unterschiedliche Gewichtungen und Durchdringungen von Eigenschaften auf andere so bezogen oder geschichtet, dass sie sich ineinander reihen oder gegeneinander stoßen können.
Da gibt es zum Beispiel eine aus hängenden Tüchern aufgespannte Ecke im Raum, die einen Raum im Raum eröffnet, der einen ganzen Schub von Assoziationen auslösen kann. Die Stoffe hängen übereinander, mit Wäscheklammern an einer Wäscheleine befestigt, und haben unterschiedliche industriell gefertigte Muster. Von der in rötlich bis orange getauchten Tropenlandschaft eines alten Wickelrocks über das verblassende blau und grau und grün einer Camouflageplane. Oder das in beige bis braun gehaltene quasigestrickte Quasiquadratmuster eines Bettbezugs, bis, über Eck gehängt, der schmale Streifen Nesselstoff mit über die Falten wehendem Gras, das, nicht ganz naturgemäß, in der Vertikalen wächst. Die Situation macht einen ärmlichen, beinah schmuddeligen Eindruck, sodass man sich vielleicht in erster Assoziation fragen könnte, wo denn die Matratze ist für den schwer verletzten Kindersoldaten in diesem nachgebauten Separee eines Behelfslazaretts aus irgendeinem vergessenen Krieg irgendwo in Afrika. Aber diese erste Assoziation geht fehl. Oder sie geht unter. Sie wird überlagert von einer weiteren Schicht von Dingen, die sich anders verhalten, die andere Räume eröffnen und mit anderen Gedanken spielen. Da ist noch dieser transparente blaue Stoff, hinter dem die Informationen eines grafischen Schulplakats schemenhaft zu erahnen sind. Oder der schmale Tisch mit der zu großen Tischdecke mit den vielen gardinenartig fallenden Falten und dem schwarzen Muster auf grünem Grund, das fast schon an eine Ritterrüstung mit Wappen erinnert. Oder dieser Plastikkanister, der in seiner Zerknautschtheit an eine Voodoomaske denken lässt. Verstärkt wird dieses Voodoo-Gedankenmuster durch die quadratische Platte, die davor liegt und auf der verschiedene Holzstöckchen unterschiedlicher Länge und Dicke nebeneinander gereiht liegen wie zu symbolischem Genbrauch bei einem archaischen Ritual. So stellt man sich in nächster Assoziation in diesem Raum eher jemanden vor, der tanzt, als jemanden, der stirbt. Und damit ist es nicht genug. Von da aus assoziiert man gerne weiter. Man gehe und man sehe selbst.
Iris Hamers begibt sich für ihre Arbeiten auf Reisen. Sie konfrontiert sich intensiv mit Städten oder Landstrichen und den Dingen, die sie dort findet. Sie sammelt oder sie kauft. Sie lässt sich von den Geschichten oder den Faszinationen leiten, die von den Dingen ausgehen, an ihren ursprünglichen Orten mit ihren ursprünglichen Mustern in ihrer ursprünglichen Funktion. Ihr Interesse fokussiert sich mehr und mehr, die Dinge beginnen, etwas von ihr zu wollen, sich zu ihr und zueinander zu verhalten. Im nächsten Arbeitsschritt macht sie sich mit ihrer Sammlung vertraut, sie breitet sie aus und sie umgibt sich mit ihr. Sie beginnt zu experimentieren, zu arrangieren und zu schauen, was sich wie verhält und was es wie erzählt, wenn es in leichter Schräglage zu seiner ursprünglichen Funktion in ein neues Muster gereiht wird und einen neuen Ort eröffnet.
Iris Hamers' Installationen, die in Mimi Cries zu sehen sind, gehen auf einen Besuch der Ausstellung „Garden and Cosmos: The Royal Paintings of Jodhpur“ in London (2008), eine Reise nach Ghana (2011), sowie mehrere längere Aufenthalte in Istanbul (2012) zurück.
/// Erschienen im Katalog zur Ausstellung Mimi Cries von Iris Hamers und Jenny Theisen, 13.09. - 27.09.2013 The Box Düsseldorf
by Daniela Ehemann
Der Flug der Villa, Fotografie, 21 x 29,7 cm, 2011
'The fall of the building', Photography, 21 x 29,7 cm, 2011