Eine Geschichte, die definitiv besser zum Medium Film passt als zum Buch. Für Fans der grenzenlosen Darstellung von Unausgesprochenem ist es ein Paradies. Wie weit jedoch kann man gehen, um nicht in der Falle des blossen Sensation-Seeking zu landen? Buch und Film haben schon vor dem Filmstart bei den Kritikern für grossen Aufruhr und dadurch für grossartige Werbung gesorgt. Ich mache mir nur Sorgen um die Logik, welche die Grenzen der körperlichen Gesundheit strapaziert. Trotz allen Ekels erkrankt die Protagonistin niemals an einem Infekt! An diesem Punkt scheitert der Film für mich leider und fällt zurück in die wanna-be-cool-Kategorie, obwohl ich ein grosser Fan von Tabubrüchen bin. Auch neben den ganzen Ekel-Szenen darf man nicht vergessen, dass es sich hier eigentlich um ein Teenager-Mädchen handelt, das die Scheidung ihrer Eltern und das grosse Drama darum noch nicht verarbeiten konnte. Dadurch, dass sie sich selber schadet, verlängert sie ihren Spitalaufenthalt und hofft so ihre Eltern am Krankenbett wieder zusammenzubringen. Eigentlich steckt ein ernstes Beziehungsdrama im Hintergrund, der vom stark herausgearbeiteten und genauso präsentierten Charakter der Hauptfigur verschluckt wird.
LOS AMANTES PASAJEROS (E 2013) - schaumige Komödie a là Almodóvar
Am 19ten Juli war es endlich so weit: Am Orange Cinema Zürihorn wurde Pedros neuster Streifen gezeigt, der im Frühling in den Kinos lief. Trotz tiefer Erwartungen wegen der Kritik, die der Film bekommen hat, war ich positiv überrascht und wurde sehr gut unterhalten. Es ist sehr schwer, eine Komödie zu drehen, die nicht zu billig rüberkommt. Obwohl die von Almodóvar so beliebte und oft thematisierten schwulen Figuren sehr klischiert dargestellt werden, wirken sie nicht zu stark übertrieben. Die poppigen Farben ergänzen die Charaktere der einzelnen unprofessionell agierenden Figuren, vor allem wenn sie ständig die absurdesten Zusammenhänge enthüllen. Die einzigartige Geschichte über Leute, die in einer Flugkonserve eingesperrt sind, mit etwas Hektik und spanischem Temperament gewürzt, produziert sehr unterhaltsame flimmernde Bilder, die einen Kinobesuch oder DVD-Kauf/Verleih definitiv lohnenswert machen!
So schön, dass wir schon mehr als 100 Jahre Filmgeshcichte haben! Man kann die allerneuste Stücke in dem Stil von alten einsetzen. So hätte das Intro von der Serie BREAKING BAD in den 90er Jahren ausgesehen. Spassig!
Tarantio hat wieder kreiert. Er hat gut umgesetz, wozu er das grösste Talent hat: Tolle Dialoge und wunderschön kadrierte Aufnahmen. Die Musik würde ich jetzt nicht in die Aufzählung reinnehmen, da sie mich nur zur Hälfte überzeugt hat. Der Soundtrack bei der grossen Schussszene in Candyland ist voll daneben: das Moderne passt gar nicht zum Zeitgeist des Films. Einige andere Tracks und natürlich der Titelsong sind aber voll getroffen. Story? Wie ein Gummi, bis zum Zerreissen ausgedehnt: Viele zu lange Szenen, die man nicht weglassen kann, aber kürzer dürften die schon sein. Die tolle schauspielerische Leistung muss man auch loben, jedoch sollte Tarantino lieber hinter der Kamera bleiben. Zum Glück bin ich ein grosser Fan von Ästhetik und Gleichgesinnten empfehle ich den Film gerne. Denjenigen, die aber eine tolle Geschichte erleben möchten, rate ich davon ab.
3 Zimmer/Küche/Bad (D 2012) - Eine luftige Tragikomödie für anspruchsvolle Studenten.
Die Zügelei und die Jahreszeiten bilden die Rahmen der Geschichte, wo eigentlich allen immer nur schlecht geht. Beziehungsdramen von Studentenzeiten, Freundschaften und aus dem Elternhaus werden auf eine ganz leichte Art durch kluge Dialoge gesamt Klischees erzählt. Die Überraschungseffekt den einzelnen Wendepunkte ermüdet sich nie. So bleibt der Film bis zum Ende trotz Drama sehr unterhaltsam. Auch der Soundtrack bietet Paar schöne klänge für die Ohren und für Berlin Fans die Bilder wärmen das Herz. Jeder, der mal jung oder Student war, das WG-Leben kennt, erkennt sich selbst in einer der Figuren.
SZÉL (Wind, Marcell Ivànyi, 1996 HU), ein Kurzfilm, Gewinner der Palme d'Or in Cannes in 1996.
Bin grad draufgestossen und war sehr beeindruckt! Verfilmung eines Bildes in 360 Grad Drehung. Es tauchen Fragen auf, man fühlt sich als Teilnehmer dieser Szene vor Ort. Ohne Musik, ohne Dialog, nur der Wind bläst durch die Heide. Man spürt eine Art von Ruhe, Stille, Drohung und Ausgeglichenheit, obwohl was man sieht gar nicht lustig ist. Das Schweigen, die langsame Kamerabewegung, die Stille und die schockierende Entfaltung der Szene, das schwarz-weisse Bild wirkt authentisch und dramatisch. Der Zuschauer wird zu einem unsichtbaren Zeugen. Das nenne ich qualitatives Filmemachen und Kunst!
Ein tolles und schwieriges Thema wird ganz leichtfüssig präsentiert. Durch den Humor wird das Thema Behinderten und Sexualität zugänglich gemacht. Es kommt nicht leicht für einen Gesunden einen körperlich schwer Behinderten zu spielen, jedoch gelingt es John Hawkes sehr gut. Mein Lieblingsfigur war trotzdem die von Moor Bloodgood gespielte Pflegerin, die leicht unterkühlt, menschlich, stark und von dem Protagonisten als sich gut abgegrenzt wirkt. Was mir noch aufgefallen ist, dass Helen Hunt in schweren Situationen sehr gutes Schauspiel leistet, aber wenn es zu banalen Szenen wie Weinen kommt, ist sie unglaubwürdig. Schade dass den Film nicht Franzosen gemacht haben. Eine europäische Version mit weniger Kitsch wäre angenehmer anzuschauen und würde dem Thema eher entsprechen.
Ein ganz langsamer Film mit wunderschönen Farben, sorgfältig komponierten Bildeinstellungen und Kameraführung. Durch die langen Einstellungen und sich langsam entwickelnde Geschichte wandert die Aufmerksamkeit des Zuschauers in die Tiefe der einzelnen Figuren. Man ist gezwungen, fast jeden einzelnen Schritt, jede Bewegung und Mimik zu verfolgen. Das Ende ist ganz plötzlich und abrupt, genau auf dem Höhepunkt des Konfliktes. Mit der Auflösung der Geschichte muss der Zuschauer sich selbst auseinandersetzen. Ich liebe es, wenn Filme einen offenen Schluss haben. Es regt die Leute zum Denken an – zu Überlegungen, wie es weitergehen könnte. Daraus bildet sich eine Interaktion zwischen Film und Zuschauer, ein Involvement.
Ich habe es geschaut ohne zu sterben... Extrem anstrengend war es. Schon wenn ich gesehen habe, dass Tom Hanks und Halle Berry die Hauptrollen spielen, wusste ich, es muss etwas sehr schlechtes sein :-S 200 Millionen Euro hat es gekostet, was man auch gut sieht, finanziert vor allem durch russischen und chinesischen Oligarchen (Die Zeit, 7.2.2013). So eine Verschwendung, besonders weil man gar nicht drauskommt worum es geht. Das einzige womit man als Zuschauer spielen kann ist das Erkennen von einzelnen Figuren/Schauspieler die in verschiedenen Zeitsträngen verschieden aussehen. Voilà!
Wie zeit.de geschrieben hat: "Unverfilmbare Bücher zu verfilmen ist der neue Leistungssport ehrgeiziger Filmemacher."
Nach einen sehr kurzfristigen Entschluss bin ich für eine lange Wochenende an die Berlinale gefahren. Erstes mal in Berlin und zum ersten mal an diesem Festival, wo übrigens auch der grösste europäische Filmeinkauf passiert. Ich möchte hier nicht das Festival vorstellen und deren Programm, das findet man auf ihre Webseite. Eher meine kurzfristige Eindrücke und Meinung zu Einzelnen Filme und Programme an den ich teilgenommen habe.
Was ich bis jetzt am allertollsten an ihrer Werbung finde ist das Banner auf dem Flughafen! Es ist einfach grossartig und lustig! :-D
Man braucht einen ganzen Vormittag sich durch den Programmdschungel durchzukämpfen und die Karte allen Standorten durchzusuchen. Die Berlinale ist wahrscheinlich eine von sehr wenigen grossen Filmfestivals wo auch einfache Fussgänger hin können. Nun sind die Tickets schon immer ausverkauft, da hat man keine Chance. Sie sind meistens an die Gäste, Presse und Akkreditierte vorreserviert und deshalb bleibt für die Plebejer praktisch nichts. Nun werden die nicht gebrauchte Gäste/Presse-Tickets 30 min - 1.5 Std vor dem Filmstart abgegeben an die aktuelle Theaterkasse, die dann ans Publikum verkauft werden können. Es kann aber sein, dass es doch noch Paar Tickets übrig sind und an dem Tag der Vorstellung gekauft werden können. Dementsprechend sah einen Tag bei mir folgend aus:
13h - für EXPOSED in CineStar um 22 Uhr gibt es noch Karten, die ich mit grosser Freude kaufe. Nun, wie weiter? Da es mein erster Tag an der Berlinale ist, gehe ich weiter an meine Entdeckung der Potsdamer Platz, der zentrale Ort des Festivals. Ich spaziere bei dem Berlinale Palast vorbei und bei dem Eingang erfahre ich, dass Karten kann ich nur im Gebäude nebenan kaufen.
13:30 - ich gehe rüber und da steht schon eine Schlange mit 30 Leuten. Die Kasse öffnet erst in eine Stunde. So stehe ich mit weiteren 30, später 80 Menschen eine Stunde in der Kälte, um nachher zu erfahren, dass es für den Abendfilm keine Karten gibt. Wir sollen eine separate Schlange bilden für den Abendfilm. Restkarten kommen erst halbe Stunde vor der Vorstellung. Es ging um PROMISED LAND (Gus van Sant) um 19:15.
14:50 - Wir fangen an in der Reihe stehen aber ohne grosse Lust da 4 Stunden lang nur wegen einem Film herumzugammeln. So organisieren wir uns, wer wie lang da bleibt und ein Paar von uns geht weiter andere Filme bis dann zu schauen.
15:30 - ich gehe wieder ins CineStar, um 17h wird der Pirat Bay Film (TPB - AFK) gezeigt, den mich sehr interessiert. Ich erfahre an der Kasse, dass es ausverkauft ist, ich soll es immer wieder kommen zu probieren.
15:45 - da ich Löwenhunger habe, gehe ich schnell gegenüber was zum Essen. Wegen Zeitmangel esse ich was schnelles: ein Apfelstrudel und Wasser.
16:15 - bin wieder an der Kinokasse. Jemand will ihres Ticket für den TPB Film verkaufen, ich schnappe mir die Gelegenheit und atme auf. Endlich kann ich aufs WC, Juhuuuu!! :-)
17Uhr - THE PIRAT BAY - AWAY FROM KEYBOARD. Ich kenne einen Typ aus der Presse lernen mit dem ich zufälligerweise in einen Lover Seat sitze und er entschuldigt sich ständig wegen körperliche Berührungen. Lover Seat halt, kann man nicht entgehen. Ich geniesse mir den Film und laufe nachher voll gestresst zur Theaterkasse von der Berlinale Palast für den 19:15 Film.
18:50 - ich erkenne die Leute von der Schlange vor 3 Stunden vorher. Mein Platz ist gesichert, ich kriege eine Karte. Juhuuuu!! So ein Glück!
19:00 - Wir spazieren auf dem roten Teppich in der Berlinale Palast. Ich gehe Jane Fonda vorbei (die sich mit Reporter beschäftigt) ohne zu wissen wer das ist (es ist mir kurz danach eingefallen, wer das war ;-) )
19:20 - Die Stars lassen auf sich warten (Gus van Sant, Matt Damon, etc...), sie werden den Zuschauern im Kino kurz vorgestellt, dann geht's lost mit dem Film.
21:15 - ich raste durch Potsdamer Strasse durch ins CineStar für EXPOSED. Wir stehen lange vor dem Kinosaal. Werden erst etwas nach 22 Uhr reingelassen.
22:20 - Der Film beginnt. Ständige Tonproblemen, trotz Neustart des Computers. Der Film war zum Glück faszinierend genug um durchzuhalten.
00:45 - endlich im Bett....
Man muss ein hochmotivierter Filmfanatiker sein um die Berlinale Film-Erlebnissvoll durchzuziehen. Kein wunder hatte ich am zweiten Tag Migräne ;-) Es hat sich aber alles gelohnt, die viele hin und her Laufen zwischen Kinos, das stundenlange Herumstehen in der Kälte, das Hungern.
Vor allem fand ich noch den Talent Campus Programm mit zahlreichen Podiumsdiskussionen und Vorstellungen von verschiedenen Filmschaffender zu verschiedensten Themen hochspannend.
Folgend möchte ich kurz über einige Filme was berichten die ich in diesen drei Tagen gesehen habe.
TPB - AFK (Simon Klose) - sehr roh gemacht. Empfehle nur diejenigen, die wissen was Pirat Bay ist und die sich für den Gerichtsverfahren gegen Pirat Bay interessieren. Sonst wird es langweilig. Der Regisseur hat nach dem Film den Startschuss für den Upload des Films auf Youtube gegeben. Man kann es hier in voller Länge anschauen.
PROMISED LAND (Gus van Sant) - Qualität von GOOD WILL HUNTING. Einfach ein durchschnittliches gutes Hollywood Film. Trotz aktuelle Thema war ich von Gus van Sant enttäuscht, fand den Film etwas lasch. Ich habe von Gus filmisch etwas mehr erwartet.
EXPOSED (Beth B)- Dieser Film hat mir am meisten gebracht, von dem ich etwas neues gelernt und erfahren habe. Ein Doku über die Burleske Szene in New York. Viele Ausschnitte aus Performances und Gespräche mit den Künstler. Wie einer der Zuschauer nach dem Film gesagt hat: "This is a feel good movie. If you don't feel good at the end, you are hiding something from yourself." Ich fand den Film grossartig und empfehle es allen.
LONG HAPPY LIFE (Boris Khlebnikov)- ein russicher Film den ich nicht empfehle. Wahrscheinlich mit Absicht wurde die Musik ganz rausgelassen was dem Film sehr viel schadet. Ich bin ständig eingeschlafen. Man könnte 1.5 Std in die Mitte ausschneiden. Die Geschichte wäre gut, aber die Umsetzung viel zu langatmig und nur sehr wenige spürbare Spannungszenen. Schade.
LES MISÉRABLES (Tom Hooper) - grandiöser Hollywood Musical-Film. Es sind ungf. 5 Sätze die nicht gesungen werden. Hugh Jackman gibt sich sichtbar sehr viel mühe mit Schauspiel und Singen. Singen kann er allerdings nicht. Russell Crowe auch nicht wirklich. Anne Hathaway hat mich sehr überrascht: sie spielt und singt wunderbar. Für mich ist diese Performance der Top ihrer Karriere bis jetzt. Eddie Redmayne singt auch superb! Wer Musicals gerne mag den sollte den Film schauen gehen. Was mich am meisten amüsiert hat, ist die Casting von des Thénardier Ehepaares: Sacha Baron Cohen und Helena Bonham Carter. Wer passt denn besser diesen Rollen wenn nicht sie? ;-)
Nächstes Jahr bin ich definitiv für den ganzen Programm da und werde Tag für Tag hier berichten! Vor allem freue ich mich auf noch mehr Talent Campus Veranstaltungen und auf nur ein mal am Tag früh morgens an die Schlange zu stehen. Von Berlin mehr zu erleben leider keine Chance, da soll man nicht während der Berlinale hin. ;-)
Weiterhin gibt es einige Szenen, die es gar nicht braucht und die nur dumm vorkommen. zB. die ganz schlecht gemachte Szene, wo Mendez die Entscheidung treffen muss, ob er trotz die Stornierung der Aktion von seinen Vorgesetzten die Rettung als Filmcrew doch durchführt. Furchtbar schlecht gemachte Sequenz :-S Es gibt nur ganz wenige Spannungsmomente, die tiefgehend und rechtfertigt sind. Alle andere sind die klassische Hollywood Methoden, die nur langweilen, weil man ganz genau weiss wie das ganze rauskommt. Der Moment wo alle im Kleinbus sitzen und durch die aufgeregte Masse von iranischen Männern, die das Bus stossen und schlagen (da es offensichtlich weisse Menschen drin sitzen), der Moment war richtig voller Spannung und sehr gut gemacht. Und was ist mit der Endung?? So eine Enttäuschung zum Schluss! Klischee, Klischee, Klischee... Die letzte 10-15 Minuten könnte man einfach wegschneiden. Mendez redet kurz mit seinem Chef, der sich über den Erfolg freut - Yeeay, Mendez geht rüber zu seine ExFrau und Kind, die man während den ganzen Film nicht gesehen hat (es gab nur Weisungen im Film drauf, dass er wahrscheinlich geschieden/getrennt und unglücklich damit ist) - Yaaey. Dieser Strang der Story ist sehr schlecht ausarbeitet und es brauchte am Ende die Szene mit der ExFrau gar nicht. Es ist nur verwirrend und folgt einfach die Art und Weise der klassischen Happy Ending.
Bezüglich der Einsatz der Musik: der Soundtrack ist super! Voller Musik die zu den Zeit passt, die alle kennen. Nun, in vergleich mit WATCHMEN, wo die einzelne Songs lang genug gespielt werden um sie zu geniessen, werden die in ARGO viel zu schnell geschnitten. Eine Ausnahme ist die von Led Zeppelin. Die Teil ist sehr gut gemacht, der Track ist lang genug und mit dem Bild und Sequenz perfekt zusammenmontiert.
Für mich ist der Film ziemlich kontrovers: viele tolle und gleich viele schlechte Momente. Ich empfehle es aber unbedingt zu schauen, weil die Geschichte soll man kennen. Man dürfte es nicht verpassen. :-)
Zum Abschluss ein echtes Szenenbild aus 1979 für den als coverstory dieneden Film ARGO. "Argo fuck yourself!"
Stadt: wunderschön, Zentrum zu Fuss leicht und schnell entdeckbar
Programm: gut übersichtbar, vor allem schweizer Filmszene
Organisation: tip-top, Stadt-Übersichtskarte in Programmheft sehr hilfreich
Homepage: auch gut übersichtbar, obwohl manchmal hat man das Gefühl, es sei nicht immer alles klar wie man einzelne Funktionen verwenden könnte. Dies bezieht sich vor allem auf moderne Funktionen von Ticketkauf, MyFestival, Apps.
iPhone-App: ausser dass man zu einzelnen Tagen die Filme durchscrollen kann, total nutzlos. Beinhaltet den Rahmenprogramm nicht, die ausgewählte und gespeicherte Filme sind dann vermischt. Braucht noch viel Entwicklung und Verbesserung!
Filmrepertoar: Hab es geschafft 7 Filme zu schauen. Die Kurzfilme sind leider kurz gekommen :-(
More then Honey ist wirklcih toll, grossartige aufnahmen, sehr interessante geschichte. Aber warum muss man den Imker mitnehmen grad jetzt ins Kino. Warum??? Man sollte Paar Jahre warten. Das ist doch völlig peinlich! Nur weil es den More then Honey so gut gelaufen ist, muss man schnell ein Film über ein Imker machen und da anhängen und warten auf anhänglichen Erfolg? Natürlich haben beide Filme die Preise abgeerntet: More then Honey der Publikumspreis und der Imker das Jurypreis. I don't approve! Man sollte das innovative Denken und Kreativität feiern und nicht die Geldmacherei.
Draussen ist Sommer: sehr gut gemachte Familiendrama. Kommt bald ins Kino, ich empfehle es allen. Mein Lieblingsfigur und Schauspieler ist der Schweizer Philippe Graber, der den creepy Nachbar Spielt und mich immer an jüngeren Roeland Wiesnekker erinnert
Avanti: Drama, Drama mit wenig Diversität und wenig tiefgehende Stärke, leider. Jedoch ganz gut gespielt.
Halb so Wild: viel zu langatmig, das Thema zu klein mit zu wenig Diversität für einen langen Film in einem Ort. Für ein erster Film nicht schlecht! :-)
Generation Teleboy: war ein interessanter Einblick in die Schweizer Unterhaltungsgeschichte, gut gemacht und geschnitten. Bin aber nicht sicher ob das Thema mich wirklich interessiert hat.
Boys Are Us: Grossartig! Man fühlt sich mit der Zeit psycho, da kommt nicht raus was soll das mit den drei Typen, die immer wieder Parallel vorkommen, immer das gleiche Handlung mit allen passiert. Sehr gut gemacht!
Dead Fucking Last: wirklcih ganz lustig, typisch schweizer Unterhaltungsfilm. Der von Wiesnekker ist natürlich der grossartigste Spiel, nur schon deswegen lohnt es sich anzuschauen. Ich tue den Film sonst klar in meine Limonade ;-)
Missed ones: alle Kurzfilme, Musikvideo-Reihe, Verliebte Feinde, Sadhu, Thorberg, Post Tenebras Lux, Cyanura, Das bessere Leben ist Anderswo, Harry Dean Stanton: Partly fiction, Paul Bowles: the cage door is always open, Opération Libertad, Paradies: Liebe, Paradies: Glaube, Nackte Haut in Schweizer Film - Reihe.
IN BRUGES' dialogues are so sophisticated and witty, one must be really somewhere else in mind not to fall off the chair from laughing! Here are my very favorite lines which I remembered once, when I had to spent 6 month in the cold middle-land of Sweden as an exchange student. The timing of the exchange was very bad and I could just feel the same way about Örebro as Ray did about Bruges.
Ray: I'm not being funny. We can't stay here.
Ken: We have to stay here until he rings.
Ray: Well what if he doesn't ring for two weeks?
Ken: Then we stay here for two weeks.
Ray: For two weeks? In fucking Bruges? In a room like this? With you? No way.
Ray: Maybe that's what hell is, the entire rest of eternity spent in fucking Bruges.
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Harry: [about Ray] So he's having a really nice time?
Ken: Well, I'm having a really nice time. I'm not sure it's really his cup of tea.
Harry: [after a long pause] What?
Ken: You know, I'm not sure it's really his thing.
Harry: What do you mean it's not really his thing? What's that supposed to mean? It's not really his thing. What the fuck is that supposed to mean?
Ken: Nothing, Harry.
Harry: It's a fairytale town, isn't it? How's a fairytale town not somebody's fucking thing?