Fette Bäume, blaues Wasser
Immer nach Norden. Weg von der Sonne? Weit gefehlt! Die Temperatur schnellt auf saftige 100°F (ca. 36°C) als wir ins Napa Valley (B), die berühmte Weinanbaugegend um Kalifornien, vordringen. Eigentlich wollten wir hier in urigen Weinkellern köstlichen kalifornischen Wein verköstigen doch daraus wurde nix: Sonntags sind zwar alle Supermärkte und Restaurants geöffnet aber keine Weingüter. Also schnurstracks weiter Richtung Küste.
Auf dem Weg Richtung Fort Bragg (C), über Mendocino (ja genau das Michael Holm Mendocino), machen wir noch Stop um den Sonnenuntergang über dem Pazifik zu beobachten. Die nordwestliche Küste Kaliforniens ist jedenfalls nicht für ihre Flauschigkeit bekannt. Gute 18° Unterschied zum Napa-Valley hat es hier. Dafür besitzt die Küste hier ihren eigenen Charme.
Abends steigen wir also in Fort Bragg ab das im wesentlichen aus einer 10km langgezogenen Straße mit einer üppigen Auswahl an Fast-Food Restaurants und Supermärkten besteht. Authentisch. Und stilecht werden hier auch um 9 Uhr die Bordsteine hochgeklappt so dass wir nur noch im Denny's Allround Restaurant was zu Futtern finden. Ein Motel haben wir auch klar gemacht. Das läuft im Übrigen immer nach der gleichen Taktik: mit zwei Leuten einchecken und die restlichen drei reinschmuggeln. Groß genug ist hier sowieso alles, auch die Zimmer.
Früh am Morgen geht es weiter die Westküste hoch Richtung Redwood Nationalpark. Unterwegs passieren wir die "Avenue of the Giants" die für ihre prächtigen Mammutbäume bekannt ist.
Danach noch einen kleinen Abstecher über die 36 in den Van Duzen County Park wo wir am Van Duzen River im Schatten der Mammutbäume vor steilen Felswänden mit den Locals eine Runde plantschen.
Weiter geht es die 101 hinauf quer durch den Redwood Nationalpark. Die Mammutbäume werden hier noch fetter also beschließen wir ein paar Hikes durch den wirklich atemberaubenden Wald zu machen. Man fühlt sich ein paar Millionen Jahre ind er Zeit zurückversetzt denn was hier rumsteht lässt einem einfach nur die Sprache verschlagen. Ich hoffe die Bilder geben einen annährend guten Eindruck von dem was wir hier erlebt haben.
Über Crescent City (D) fahren wir nun die 199 gen Osten Richtung Grants Pass (E) wo wir am späten Abend eintreffen. Das 50.000 Seelen Städtchen direkt am Interstate No. 5 besteht auch auf den ersten Eindruck nur aus Restaurants, Baumärkten und Supermärkten und auch hier werden früh die Zäune hochgefahren. Eine amerikanische Pizza in einer super-mega-freundlichen Absteige (und überhaupt sind alle Bedienungen hier so scheiße-freundlich dass man fast Angst bekommt!) ist aber noch drin. Vollgefuttert geht's dann ins Super 8 Mote, das noch ein Zweierzimmer für uns frei hat ;).
Crater Lake
Der einstige Vulkan der vor ein paar tausend Jahren ausgebrochen ist hat nichts als ein Krater mit sagenhaften 11km Durchmesser hinterlassen in dem sich über die Jahre feinsten Schmelz- und Regenwasser angesammelt haben. Im Krater gibt es sogar einen "Vulkan im Vulkan", ein kleiner Berg der sich mit seinem Mini Krater wie Phönix aus der Asche erhebt. Das Wasser hat eine unfassbar tief-blaue Farbe. Der ganze Ort wirkt surreal, magisch anziehend und atemberaubend!
Um die Aussicht perfekt zu machen krabbeln wir auf den angrenzenden Mount Scott der knapp 2700m über dem Meeresspiegel und etwa 500-1000m über dem Crater Lake trohnt. Der Trail ist etwa 4km lang. Vom Gipfel herunter waren es gefühlte 500m denn wir schlittern auf kürzestem Weg in Bear Grylls Manier die Lavasteine herunter. Geil!
Auf der Rückfahrt machen wir ein paar Meter gut, genehmigen uns noch Ribs und Chili im "Hole in Wall BBQ" in Eugene (absolut empfehlenswert!) und starten direkt nach Portland durch wo wir nun die Nacht verbringen.
Auf bald.














