Ich würde sagen, heute war einer dieser Tage, die man so schnell nicht vergessen wird.
Er begann, wo der andere endete, in Banff auf dem Tunnel Mountain Village II Camp Ground. Noch gestern Abend hatten wir uns nach der Wettervorhersage erkundigt. Es hieß: bewölkt und potentiell leichtes Schneegeriesel.
Als wir heute morgen aufwachten und den Blick nach draußen wagten war von dieser Vorhersage nichts zu sehen. Stattdessen gab es leichte Schleierwolken, aber sonst blauen Himmel (über die Temperaturen, die über Nacht die Windschutzscheibe gefrieren ließen schweige ich an dieser Stelle).
Nach dem Frühstück schauten wir also, dass wir so schnell wie möglich auf die Piste, den Highway 93 North, kamen. Am Eingang der Nationalparkroute erwartete uns dann ein Schild, dass die Straßenbedingungen auf Grund des Schneefalls schlecht wären....nun ja....so schlimm war es nicht.
Also fuhren wir Richtung Jasper und was dann kam kann man schwer in Worte fassen. Die Natur besticht durch eine fast unendliche Weite. Dazu kam noch der schneeweiße Überzug des abgezogenen Schneesturmes. Und so fuhren wir entlang des Icefield Parkway, machten immer wieder kurze Stopps, um die Aussicht zu genießen, einige Wasserfälle anzuschauen und natürlich um den Columbia Gletscher und das Icefield zu erkunden. Als ob die Landschaft nicht genug wäre, hat dann auch noch ein Bär (und wir sicher im Auto) unseren Weg gekreuzt. Eine ganz besonders beeindruckende Begegnung mit der Wildnis.
Zugegebenermaßen gab es aber auch einige lustige Momente auf unserem Weg.
Einige der Besucher des Nationalparks, die quasi mit uns gefahren sind und die wir immer wieder antrafen, hatten sich bei der Wahl ihrer Kleidung (besonders bei den Schuhen) vergriffen. Sie schlitterten die doch recht schneeglatten Wege entlang, hielten sich fast schon verzweifelt an ihren Begleitern fest, natürlich nicht ohne auf ein perfekt inszeniertes Selfie, by the way, zu verzichten. Bei der ein oder anderen Situation hat sich dann schnell eine Zuschauergruppe gefunden, um das Spektakel zu verfolgen. Natürlich gab es keine Verletzten. Für Unterhaltung und einiges Kopfschütteln war aber gesorgt.
In Jasper angekommen lassen wir nun den Tag gebührend am Lagerfeuer ausklingen...