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@monokulturmuenchen
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Lob und Kritik zur neuen Pop-Förderung
Die Art, wie in München Jurys besetzt werden, ist verantwortlich für die zunehmende Monokulturisierung der Kunstszenen vor Ort. Die Stadt, sprich das Kulturreferat, will sich qualitativ absichern (verantwortlicher Umgang mit Steuergeldern …) und rekrutiert die Juroren aus dem akademischen oder "professionellen" Milieu. Und auch die Jurys wollen sich absichern, gegenüber dem Auftraggeber Kulturreferat, dem Steuerzahler, vor allem aber gegenüber dem eigenen akademischen Ruf. Viele von ihnen haben eine regelrechte „Jurykarriere“ im Blick (… Geisteswissenschaftler müssen halt auch von etwas leben). Auf die Weise werden die Szenen nach bestimmten Modediskursen, Themen oder Professionalitätsvorstellungen selektiert, mit denen gerade jeder einverstanden ist. Was dem nicht entspricht oder darüber hinausragt, fliegt raus. Das Ergebnis kann man bei der Theaterszene sehen: Niemand kriegt mehr was, der sich nicht vorauseilend dieser Sicherheitsarchitektur andient. Die Stadträte spielen erfahrungsgemäß kaum eine Rolle, denn die haben bisher noch jeden Juryvorschlag abgenickt: Dafür bezahlt man ja Experten. Ein Circulus vitiosus also, oder ein weiterer Kunstabtötungsmechanismus, der die Kunst in München auf ein belanglos vorhersehbares Provinzniveau herabzieht.
Kunst ist nicht Expertensache. Künstler wird man nicht, indem man lernt, jurorengefällige Antragsprosa zu schreiben. Die Jurys müssen transparent, divers und unter Mitwirkung der Künstler mit praxiskundigen, unkonventionellen Juroren besetzt werden. Kunst zu machen muss wieder jedem offenstehen, nicht nur nur Leuten mit Diplom. Vögel studieren ja auch nicht erst mal Ornithologie, bevor sie losfliegen.
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Stellungnahme Stereokultur
Stereokultur begrüsst ausdrücklich die nun endlich stattfindenden Umsetzungen von Maßnahmen nach jahrelangen Diskussionen & Debatten innerhalb der Stadtgesellschaft, um die Förderstruktur dahingehend zu verbessern, die Pop- / Subkultur ggü. der Hochkultur allmählich gleichberechtigt und auf Augenhöhe zu behandeln.
Die im ersten Schritt 100.000EUR Fördermittel können hier nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein, und sind im Vergleich zu den Fördersummen in der städtischen Hochkultur marginal und müssen mittelfristig massiv erhöht werden. Dennoch begrüssen wir diesen Schritt.
Bei der konkreten Umsetzung jedoch bemängeln wir 2 Punkte massiv:
1) Es ist nun die Rede von einer Jury, deren Besetzung unklar ist, wenn nicht sogar intransparent: "Fachleute & Stadträte". Unter keinen Umständen darf ein neues Instrument der inhaltlichen (künstlerischen) Lenkung seitens der Stadt entstehen. Mit Verlaub und allem Respekt, wir bezweifeln dass Städträte die inhaltliche Kompetenz besitzen über die Vergabe von Pop-Kultur-Fördermittel zu urteilen. Hier fehlt es an Informiertheit, zu befürchten ist politische Einflussnahme oder eine Auswahl nach persönlicher Sozialisierung. Wir erinnern uns deutlich wie zuletzt Kammerspiele-Intendant Lilienthal aus ähnlichen Umständen nicht mehr weiter verpflichtet wurde.
-> Stereokultur fordert: Wenn es denn eine Jury geben muss, dann eine strikt basisdemokratische Vergabe, mit Open Spaces, wo die Szene sich trifft und selbst über die Vergabe entscheidet. Diese Strukturen müssen offen, niederschwellig und transparent sein. Auch die Unkosten dieser Struktur muss die Stadt tragen (Räumlichkeiten, Einladungen/Bekanntmachung, Aufwandsentschädigungen).
2) Die Fördermittelstruktur muss in beiden Maßnahmen (Konzertreihen, Albenproduktion) um eine weitere, dritte, niedrigere Stufe ergänzt werden. Die jetzt angedachten Summen sind de facto wieder eine Exzellenzförderung: Das stellen wir grundsätzlich nicht in Frage, aber muss vielmehr um eine grössere Anzahl kleinerer Summen in einer niederschwelligeren Ad Hoc - Förderung erweitert werden.
-> Stereokultur fordert: Mit einer dritten Kategorie von Bezuschussungen von Konzertreihen und Albenproduktionen von bis zu 1000 EUR würde mehr Breitenwirkung erzielt, und dem Prinzip besser Rechnung getragen werden, dass der Kulturstaat für Alle da ist, gemäß Artikel 3, Bayr. Verf., als Staatsziel. Die Vergabe dieser Kategorie soll unbürokratisch, zeitnah, niederschwellig und ohne Jury erfolgen.
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Der Nachtbürgermeister vermittelt zwischen den Anwohnern und den Feiernden – bald könnte auch München einen haben.
“In München wurde erkannt, dass die Subkultur in der Stadt unterrepräsentiert ist“
Zitat: Pressemitteilung
20.12.2018
Kulturreferat stärkt Popmusik-Szene
Ab 2019 erhält das Kulturreferat zusätzliche Mittel für die Popmusikförderung. Der Stadtrat hat auf Antrag des Kulturreferenten Dr. Hans-Georg Küppers das jährliche Budget für diesen Bereich dauerhaft um 100.000 Euro aufgestockt. Damit sollen zeitnah und unkompliziert erste Maßnahmen umgesetzt werden, die sich aus dem Popmusik-Hearing vom 3.12.2018 ergeben haben.
Über 100 Akteur*innen aus allen Bereichen der Popmusik waren der Einladung des Kulturreferats in Kooperation mit dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft und der Fachstelle Pop im Feierwerk gefolgt. Darunter waren Musiker*innen, DJs, Booker, Agent*innen, Promoter*innen, Veranstalter*innen, Labels/Verlage, Locations/Clubs mit eigenem Live-Programm, Produzent*innnen und Proberaumanbieter*innen. Sie brachten ihre vielfältigen Anliegen in moderierten Workshops ein. Ziel war es, den Förderbedarf und die Bedürfnisse verschiedener Akteur*innen zu sammeln. Über das Hearing gibt es ein Video, das auf der Seite der Fachstelle Pop unter http://bit.ly/popmusik-hearing aufgerufen werden kann:
Innerhalb der nächsten Wochen werden die Anliegen sortiert und gewichtet, damit passende Fördermaßnahmen erarbeitet werden können, darunter auch kleinere, niederschwellige Angebote. Ideen, deren Umsetzung unkompliziert ist, sollen rasch aufgegriffen werden.
Es ist geplant, die Ergebnisse dem Stadtrat zu präsentieren. Außerdem sollen Möglichkeiten entwickelt werden, um Pop-Themen im direkten Kontakt mit der Stadtverwaltung zu besprechen und zu bearbeiten. Darüber hinaus sollen Popbeauftragte aus anderen Städten eingeladen werden, um von den dortigen Fördermaßnahmen und ihren Erfahrungen zu berichten.
Damit soll der Informationsaustausch intensiviert werden, um daraus an neuen Förderkon-
zepten zu arbeiten oder bisherige zu verbessern. Bestehende und geplante Fördermöglichkeiten und Förderstrukturen sollen offensiv kommuniziert werden, gebündelt sowie übersichtlich und transparent dargestellt.
Kontakt:
Pressestelle des Kulturreferats, [email protected]
oder Telefon 089/ 233 26005
Feierwerk / Fachstelle Pop, [email protected]
Zitat Ende.
Viele Kreative finden München langweilig, gerade Nachwuchskräfte ziehen lieber nach Berlin oder Hamburg. Das wird für die bayerische Haup
As a young Veranstalterin that came to Munich with the explicit idea of being part of said subculture (theres very few of us), I can say the following :
1- 2 years and over 50 concerts and a couple festivals organized later, I don’t think it’s possible for anybody to live from concert organization by themselves. Either you need State support, or you need a rich boyfriend/girlfriend to pay for your “Luxus hobby”.
2- there’s not a single venue in this city that will support a long term local experimental music showcase 100%. It will always be a question of “can we get city money from it” or “you need to cover your own costs” - not because the venue managers are assholes that don’t believe in the music, but because there is no stable audience for experimental music in Munich.
3- once again for the people in the back, there is no stable audience for experimental music in Munich and organizing experimental concerts is a financial risk that nobody can afford to assume
4- 99% of Munich’s representations of subculture (the Boat, the Containers, the Hotel happening, the Beach and the Tents) are actually a capitalist dream that screams “Disneyland” more than “artistic freedom”. Your bottled Weinschorle is not feeding my creativity.
5- Munich finally pushed me beyond all my limits and I am too tired to care anymore. To hell with this scene, or absence thereof, I will do like many before me, and we will organize some public representations of subculture when we feel like it, at our own financial risk, for an audience that doesn’t grow, and keep to themselves through bonds of friendship rather than lifestyle.
- Emilie Gendron, @munichagain
Zu hohe Mieten, zu wenig Räume: Freie Künstler haben es schwer in München. Die Künstlervereinigung "Monokultur München" fordert mehr Vielfalt, kritisiert Rendite-Denken und lehnt städtische Neubauten für die Szene, die an "Schulen" erinnern, ab.
http://m.bpb.de/presse/272538/politik-im-freien-theater
„Vorschläge zur Förderung von Freier Szene, Pop- und Jugendkultur VIII - Popkultur in ganz München“ Jetzt gab es einen ganzes Antragspaket (DIE GRÜNEN/ROSA LISTE-Stadtratsfraktion): - Ein/e Nachtbürgermeister/in für München - Schallschutzfonds für Musikclubs - Förderung der freien Kulturszene bedarfsgerecht ausbauen - Stadtentwicklungskonzept “Platz für Kunst” partizipatorisch entwickeln - München braucht ein zweites überregionales jugendkulturelles Zentrum - Gründung einer weiteren Kunst- und Wohngenossenschaft unterstützen - Popkultur auch in Erdgeschossen - Popkultur in ganz München - Musikräume in Schulen als Proberäume nutzen - Musik in Tiefgaragen - Kultur in Neubaugebieten ...ausführlich in der Rathausumschau ab S.30
Zumindest, wenn es nach der Stadtratsfraktion von Grünen und Rosa Liste geht. Sie fordert ein umfangreiches Konzept zum Schutz der Subkultur in der Stadt.
Erste Erfolge für Stereokultur München:
“...die Grünen (greifen) die Forderung der Musikerinitiative Stereokultur auf: In Open-Spaces-Tagungen, Workshops und einer kontinuierlichen Arbeitsgruppe soll referatsübergreifend und mit möglichst vielen Akteuren ein Konzept erarbeitet werden, wie München nicht nur auf Konflikte reagieren, sondern aktiv die Subkultur in München gestalten kann”.
Auch wenn sich die Opposition unsere Forderungen aufgreift.
Der Kampf zur Durchsetzung unserer Ziele hat erst begonnen. Doch neue Allianzen zeichnen sich in der Diskussion um einen Nachtbürgermeister ab.
Nächstes Treffen am 20.5.2018 15 h in der Glockenbachwerkstatt, Biergarten.
Euer Stereokultur München Team
BR Zündfunk über den Beschluss des Stadtrats zum ‘Gesamtkonzept Popularmusik’: “München bleibt auf ewig Dorf”
"Gesamtkonzept Popularmusik": München hat jetzt ein Konzept für Popkultur. Es besagt vor allem eins: Viel ändern muss sich erst mal nicht in der bayerischen Landeshauptstadt.