Ab 4.11.2012 wird "Die Nonne und Herr Jilg" jeweils 16.00 an drei Sonntagen in 3sat ausgestrahlt.
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Ab 4.11.2012 wird "Die Nonne und Herr Jilg" jeweils 16.00 an drei Sonntagen in 3sat ausgestrahlt.
ZDF/3sat
Eine Reise nach Jerusalem in drei Teilen Die katholische Ordensschwester Jordana und der ZDFkultur-Moderator Rainer Maria Jilg folgen den Spuren der Kreuzfahrer und machen eine "Reise nach Jerusalem": 2000 Kilometer auf der Route des 1.Kreuzzuges durch die Türkei, den Libanon, die palästinensischen Autonomiegebiete und Israel. Die Reise beginnt in Istanbul, der Stadt zwischen Okzident und Orient. - Der Stadt, in der sich vor 985 Jahren zum ersten Mal Kreuzfahrer sammelten, um die Heilige Stadt für das Christentum zurückzuerobern. Für Schwester Jordana und Rainer Maria Jilg beginnt hier der Abenteuertrip ins Unbekannte, aber auch eine spirituelle Reise.
Am Pfingstmontag zeigt zdf.kultur alle drei Teile von DIE NONNE UND HERR JILG! 16.50 Uhr, Türkei 17.30 Uhr, Libanon 18.15 Uhr, Jerusalem
Sendetermine Teil 1 - Türkei: 6. April 2012 Teil 2 - Libanon: 8. April 2012 Teil 3 - Israel: 9. April 2012 Immer 21.45 Uhr auf ZDFkultur
Teil 3 – Israel
Ohne IHN geht in Israel gar nichts. Das erfahren Schwester Jordana und Rainer Maria Jilg gleich nach ihrer Ankunft. – Mit IHM geht eine ganze Menge: Polygamie zum Beispiel, wie bei den African Hebrews in Dimona, der Stadt, in der die israelische Atombombe gebaut wurde. Für die Palästinenser in den besetzten Gebieten geht dagegen nur wenig, ob mit IHM oder nicht. Schwester Jordana und Rainer Maria machen einen deprimierenden Besuch in der Geisterstadt Hebron, bevor sie sich zu ihrem eigentlichen Ziel aufmachen: Jerusalem. Die Heilige Stadt ist so heilig, dass es eine eigene Geisteskrankheit hervorgebracht hat: das Jerusalemsyndrom. Wer sich damit ansteckt, wird hier noch nicht verraten.
Teil 2 – Libanon
Beirut: Christliche und muslimische Viertel, Ruinen und Prachtbauten, Falafel und Hamburger – und mittendrin eine deutsche Dominikanerin und ein Fernsehmoderator. Schwester Jordana und Rainer Maria Jilg reden mit dem Musiker Zeid Hamdan über Sex, Gott und Rock’n Roll. Danach geht es in den Süden des Landes, wo die Spuren des letzten Krieges von 2006 noch allgegenwärtig sind. Hier betreibt die Hisbollah eine Touristenattraktion, lädt zum Kaffee und hat (fast) alle Menschen lieb. In der Bekaa-Ebene lernen Schwester Jordana und Rainer Maria, dass die Riesterrente nicht der Weisheit letzter Schluss ist und warum die Bundeswehr auf deutschen Autobahnen auch Check-Points einrichten sollte. Zum Ende besuchen sie einen traurigen Vergnügungspark, dessen Betreiber noch einiges von der Hisbollah lernen könnten.
Teil 1 – Türkei
Schon bald nach der Abfahrt aus Istanbul stoßen Schwester Jordana und Rainer Maria Jilg an die Grenzen der Macht Gottes: Im Stadtverkehr von Ankara hilft ein Gebet genauso wenig wie ein Blick auf das Navigationsgerät. In Konya erleben sie das erste vieler kleiner Wunder dieser Reise: Dass die Derwische nach ihrem schwindelerregenden Tanz nicht einfach umfallen, kann eindeutig als Gottesbeweis durchgehen. An der syrischen Grenze stellen sie sich die Frage, wie Gott Bürgerkrieg und Flüchtlingselend zulassen kann. Warum können die Menschen nicht friedlich zusammenleben, alles mit Zierdeckchen verschönern und gemeinsam singen wie im Chor der Zivilisationen in Antakya? – Und wie foltert man einen Fernsehmoderator, ohne sich strafbar zu machen?
Die Reise beginnt in Istanbul, der Stadt zwischen Okzident und Orient. – Der Stadt, in der sich vor 985 Jahren zum ersten Mal Kreuzfahrer sammelten, um die Heilige Stadt für das Christentum zurückzuerobern. Für Schwester Jordana und Rainer Maria Jilg beginnt hier der Abenteuertrip ins Unbekannte, aber auch eine spirituelle Reise.
Vor der Ordensschwester und dem Moderator liegen 2000 Kilometer – durch die Türkei, den Libanon, die palästinensischen Autonomiegebiete und durch Israel nach Jerusalem – mitten hinein ins Epizentrum der drei großen Buchreligionen. Und wie es eine solche Reise mit sich bringt, sitzen sie dabei oft genug zwischen allen Stühlen. Auf dem Weg in “Gottes eigene Stadt” setzen sie sich mit ihrem eigenen Glauben auseinander und gehen der Frage nach, warum die heiligen Schriften mit ihrer Botschaft der Liebe bis heute als Begründung für Intoleranz und Gewalt herhalten müssen.
Alle Alben sortiert, sehr schön, wow, klasse, süpertürbo! Hier bei Facebook.
(Lutze)
Auf dem Papier existiert der erste Teil von "Die Nonne und der Jilg" schon. Jetzt müssen nur noch einige tausend Bilder zusammengefügt, vertont, farbkorrigiert und ausgespielt werden. Aber das sind Peanuts - wir sind Quasi fertig.
(lutze)
PS: Das war ein Witz, es sind nicht tausend Bilder sondern Hunderttausende.
Herbst
Alle sind wieder zuhause. Auch die kleine Nonne und der Hund, Beifahrer im roten Chevrolet. Ich FRIERE und brauchte zum Einschlafen eine Wärmflasche! Mir wurde es ja schon in den letzten Tagen in Tel Aviv bei 25 Grad zu kalt... Meine Ausreise aus dem Heiligen Land gestaltete sich unproblematisch und der Plausch mit den Sicherheitsbeamten war sogar sehr nett. Vielleicht war er deshalb so kurz, weil sie meine Bereitschaft zum großen Erlebnis erzählen spürten und sie sich dachten "och, lieber nicht, Bombenleger würden anders ticken". Ich hätte ja gerne mehr erzählt, waren die letzten Tage doch sehr schweigsam und das Wachbleiben mitten in der Nacht (3 Uhr Flughafen!) anstrengend.
In Athen musste ich umsteigen und habe noch mehr unleserliche Schilder gesehen, wieder anders. Zumindest kann ich jetzt nicht sagen ich war in Griechenland, da war ich nämlich vorher noch nie. Zurück in der EU. Wie schön, ab jetzt wieder alles zu verstehen! Meine lieben Mitschwestern erwarteten mich am Flughafen und dann: erzählen!!! Komisch wieder hier zu sein. Wie weit ich weg war (auch innerlich) merkte ich, als mir mein Passwort für den PC einfach nicht einfallen wollte. Na, dann muss er noch warten, zum Glück bin ich Besitzerin eines iPhones! Was die anderen ja schon wissen: es ist Herbst! Dunkel ist es! Nur widerwillig ziehe ich mir eine Jeans und einen Pulli an (gefühlsmäßig wäre ein Schneeanzug angebrachter). Guten Morgen Deutschland! Guten Morgen Kinderdorf! Mal schauen, ob ich, nur aus dem Gefühl der Nostalgie heraus, heute mal beim Autofahren hupe und über eine rote Ampel fahre :-)
Oder lieber doch nicht.
Sr. Jordana
Besuch bei der eingesperrten Familie
Bethlehem ist eine Reise wert! Besonders spannend mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Heute habe ich alle in Israel zur Verfügung stehenden benutzt: Scherut Taxi ( das ist ein Sammeltaxi das erst dann losfährt wenn es mit 10 Personen voll besetzt ist) Bus, Straßenbahn, Taxi... Von Tel Aviv nach Bethlehem. Allerdings muss man vor dem Checkpoint aussteigen, geht durch endlose Gänge, bis man auf die andere Seite der hohen Mauer gelangt. Vorher wurde das Taxi dreimal von Soldaten angehalten und diesmal war ich die einzige, die nicht kontrolliert wurde. Eine völlig abgesperrten Stadt, aus der dort Geborene nicht ohne ein spezielles Visum herauskommen. Ich habe dort unangekündigt meine dominikanischen Mitschwestern besucht, die wir seit Wochen nicht erreicht haben und von denen ich nur eine Straße als Adresse hatte. Ich habe sie gefunden und bin sehr herzlich empfangen und umsorgt worden. Sie haben dort eine Kinderkrippe mit 40 Kindern zwischen 6 Monaten und 4 Jahren. Ich durfte gleich einen Kindergeburtstag mitfeiern und mit den Kleinsten spielen. Was für süße Kinder!
Dann wurde ich per Schnelldurchgang mit den heiligen Stätten des Ortes vertraut gemacht ( die Kirche auf dem Feld der Hirten, denen die Geburt Jesu verkündet wurde, die Geburtskirche und die Kirche mit einer Grotte die die stillende Maria beherbergt haben soll), wobei meine Mitschwestern jede Warteschlange ignorierte und ich Souvenirs zum Sonderpreis erstehen konnte "for the sister". Sr. Marlin erzählte, dass sie seit dem Bau der Mauer Bethlehem nicht mehr verlassen durfte, da sie Einheimische sei. Sie lebt sozusagen im Riesenknast... meine eingesperrte Familie... kaum zu glauben. Von daher waren sie über meinen Besuch sehr erfreut. Schade das wir dort nicht gedreht haben ( was wir ursprünglich wollten), wir hätten doch einfach hinfahren sollen, aber das weiß ich jetzt.
Eine wunderbare Begegnung.
Auf dem Rückweg habe ich noch in der Jerusalemer Altstadt schöne Dinge erworben u. a. Briefmarken für einen ganzen Stapel mir hinterlassene Karten.... Die alle zu befeuchten hat mich meine letzte Spucke gekostet. Sollte ich mal Heilig gesprochen werden, dann könnt ihr sie als Reliquie verkaufen. Allerdings konnte mir noch niemand den Ort zeigen, an dem sie auch aus dem Land befördert werden, echt, ich habe weder in Tel Aviv, noch in Jerusalem einen Briefkasten gefunden. Das wird meine letzte Aufgabe in diesem Land sein. Allen Empfängern sei schon mal gesagt " ich tue mein Bestes!". Der Busbahnhof in Tel Aviv ist eine fast nicht einnehmbare Festung mit einem Labyrinth zur Verwirrung der Bussuchenden. 8 Etagen, Geschäfte, Büros, Bussteige). Unglaublich, aber ich wollte auch das mal erleben und mit Erfolg bestehen! Heute Abend war ich noch schwimmlustig am Strand ( es ist Vollmond und immer noch mind. 29 Grad), aber die See war so rauh, dass ich nur einen Spaziergang machte und eine lange Unterhaltung mit jemanden führte, der vielleicht einem Jerusalemsyndrom sehr nahe kommt.
Inzwischen mag ich das Alleinsein wieder :-), freue mich aber dennoch auf meine Mitschwestern und das Kinderdorf, nicht jedoch auf die herbstlichen Temperaturen ( gestern und heute waren es hier 37 Grad!!).
Mein wirklich letzter Gruß :-) aus Israel
Vielleicht jedenfalls
Sr. Jordana
Sonne, Strand und keine Monsta's
Jetzt bin ich alleine im "Gelobten Land" übrig geblieben und versuche es schön zu finden alleine am Strand zu liegen bei 34 Grad Hitze. Nach fast 5 Wochen charmanter Monstagesellschaft ist das gar nicht so einfach wieder alleine den Koffer zu schleppen, durch eine Tür zu gehen oder so banale Entscheidungen zu treffen wie etwas zu essen. Ich bin eigentlich eine selbständige Frau, aber in den letzten Wochen hat diese Eigenschaft etwas Pause gehabt und lässt sich nur schwer wieder erwecken.
Ursprünglich wollten auch die Neugier und der Wissensdurst noch das Land erkunden, aber diese lassen sich bei Sonnenuntergang am Meer und Baden ruhig stellen. Morgen werde ich noch eine letzte Reise nach Bethlehem unternehmen bevor das nächste jüdische Fest den Busverkehr lahm legt (Laubhüttenfest diesmal, was eine Woche gefeiert wird, sagt mein Gastgeber). Zum Glück darf ich sein Fahrrad benutzen und werde auf diese Weise noch etwas von der Stadt und Umgebung erkunden (glaub ich jedenfalls)
Grüße aus Israel
Sr. Jordana
Zuhause ...
Es ist Winter, meine Waschmaschine hat sich nicht selbst repariert - sie zeigt mir zuwenig Eigeninitiative! Ganz im Gegensatz zu unerfreulicher Post, die meine Abwesenheit genutzt hat, um sich hämisch kichernd zu einem großen Haufen zusammenzurotten. Zum Glück wurde sie von einigen schönen Postkarten unterwandert, so dass das Durchgucken nicht allzu schlimm war ...
Apropos Postkarten: Von Jerusalem gibts nur welche mit so Zeugs wie der Grabeskirche und der Klagemauer und der Al Aksa Moschee drauf. Wäre ich Jerusalemmer Ansichtskartenhersteller, würde ich eine Serie mit Fotos von den Hydranten herausgeben!
Mehr Hydrantenfotos gibts hier: Israels unbekanntes Gesicht
(Volker)