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@mrchnknd
Abgemacht, ist abgemacht.
Brichst du es, brichst du es.
Sollst dann Leben, mit der Entscheidung,
kein zurück mehr, nie mehr wieder.
Wenn dein Feind zum Freund deines Freundes wird, wird dein Freund ebenfalls zum Feind.
EST 24.03.22
requested by @14malbert
Looking for Alaska “The nourishment is palatable”
Eine wie Alaska
Hallo,
es ist nun eine Weile her, dies sei mir bitte verziehen. Mein Anlass, im Titel. Das erste Mal las ich dieses Buch von John Green vor 5 Jahren. Denn erst im Alter von zwanzig Jahren, lernte ich das Lesen für mich kennen. Es ist nicht so, dass ich vorher ein schlechter Leser war, nur waren meine Gedanken damals schon so zerstreut, dass ich mich nie auf Dinge konzentrieren konnte, die eben Aufmerksamkeit erforderten.
Mit der damaligen Dunkelheit, die mich selbst im Sommer umhüllte, suchte ich mir einen sicheren Ort oder versuchte zumindest wieder einen zu finden, nachdem “diese” Bank aufeinmal nicht mehr als Rückzugsort funktionierte, weil sie nicht mehr da war. Logisch oder?
Dennoch sollte ich einen Ort finden, ein Sanktum, ein Ort an dem ich weiß, dass mich dort niemand verletzen kann.
Aber ich irrte mich.
Als ich an diesem Tag in einen Buchladen ging, wusste ich nicht wonach ich suche. Es war immer so, wie gesagt, gelesen habe ich nicht wirklich vorher. Trotzdem erschienen mir die Buchbände, Titel, die Art und Form die Bücher nunmal mitsichbringen, wahrlich magisch.
Mit gesenktem Blick schlich ich mehr oder weniger durch den Laden, bis ich an der Jugendabteilung ankam. Normalerweise schaute ich dort immer nur nach Mangas, wobei ich selbst beim Manga “lesen” sehr anstrengend war, eigentlich schaute ich immer nur, ob diese eine Mangareihe endlich fortgesetzt worden war, weil ich wusste, dass sie nur zehn Bände beinhalten sollte. Aber dann sah ich die Topseller und ganz weit oben stand es:
“Eine wie Alaska”.
Aha dachte ich mir. Wer ist Alaska? Und wieso sieht man nur ihre Füße? Wusstet ihr, dass die meisten (zumindest glaube ich es) Buchcover von John Green in der Deutschenfassung nur irgendwelche weiblichen Füße zeigen? Also zumindest ist es bei einigen so und hinterfragt habe ich dies nie. Wie dem auch sei, ich nahm es in die Hand und dachte mir einfach nur, dass es ein weiteres von tausend Jugenddramen wäre.
Aber ich irrte mich erneut.
Denn an diesem einen Tag, wollte ich “Bücherroulette” spielen. Das ist eine Angewohnheit von mir, immer dann wenn ich nicht weiß, was für ein Buch ich lesen möchte, stell ich mich vor das Regal mit dem gewünschtem Genre und greife einfach zu und nehme es, ohne irgendwas außer den Titel zu lesen. Ja ich weiß was ihr denkt: “Das kann ja unmöglich dauerhaft gut klappen!”. Und ihr habt Recht, oftmals sind dort echt schräge Dinge dabei, aber manchmal muss man sich einfach zusammenreißen und die lyrischen Ergüsse von anderen Autoren über sich ergehen lassen.
Zum Glück, durfte ich aber wohlmöglich das Buch lesen, was mir neben ein oder zwei anderen am meisten im Herz und Gedächtnis geblieben ist.
Nicht zu vergessen, dass ich mir die Serie dazu auf Joyn gestern in einem Zug durchgesehen habe. Und mir schmerzt mein Herz erneut, wenn ich an Miles denke, wenn ich an Alaska denke. Diese ganze Geschichte ist für mich mehr als ein Buch, mehr als eine Serie die über Teeniedramen in der Schule und der Gefühlswelt berichtet. Ich habe mit jedem der einzelnen Figuren ein Verbindungspunkt gefunden und ich bekomme jedes Mal so eine unglaubliche Gänsehaut, wenn ich den Namen Alaska höre oder lese.
“Das große Vielleicht” war damals für mich schon ein Punkt, was mich sehr interessiert hat und selbst nach fünf Jahren, kann ich immernoch nicht sagen, was es damit auf sich hat.
Ebenfalls die Frage “Wie man aus dem Labyrinth des Leidens entkommt” habe ich mir seitdem durch den Kopf gehen lassen. Dabei kamen neue Fragen auf, “Was ist der Sinn des Lebens” - woran ich tatsächlich beinahe zerbrach.
Aber ich zerbrach nicht, hehehe.
Denn ich werde nicht aus dem Labyrinth “schnell und direkt” rauskommen, weil es kein Labyrinth gibt. Das Labyrinth ist das Leben selbst, egal wie gut oder schlecht es dir im Moment geht, es sind Krisen und Herausforderungen denen du tagtäglich gegenüber treten musst. Und es liegt nicht nur an dir, diese zu meistern. Das musste ich durch das Buch und das Leben selbst erst lernen.
Miles hätte niemals den Verlust von Alaska überlebt, wenn er nicht den Colonel, den Fuchs und Lara gehabt hätte. Das hätte niemand. Denn wenn du dir schon ein so enorm starkes Band zu einer Person aufgebaut hast, egal ob Freundschaft oder durch Liebe und dieses dann einfach durchtrennt wird, dann verlierst du nicht nur den Band zu dieser Person (Oder alternativ zu dem was du eben liebst), sondern auch deine eigenen Teile. Denn eine Verbindung zwischen Menschen ist immer wie eine unsichtbare Brücke, die an DIR und der anderen Person festgemacht worden ist, bricht ein Teil auf irgendeiner Seite ab, bricht auch ein Teil auf der anderen Seite, ganz logisch oder?
Jedoch war er aber nicht alleine, denn Liebe und Freundschaft, sollten in beiden Fällen, bedingungslos sein. Sie alle verlierten jemanden, aber sie alle hatten auch das Glück jemanden kennenlernen zu dürfen, der sie in ihr Herz gelassen hat und das ist wahnsinnig viel Wert.
Wenn man mir also die Frage stellt:
“Dodo Hurricane, was ist das große Vielleicht?”
Dann antworte ich:
“Tut mir leid, aber das weiß ich selber noch nicht, aber ich muss es ja auch nicht alleine herausfinden.”
Und wenn jemand fragt:
“Dodo Hurricane, wie kommt man aus dem Labyrinth des Leidens raus?”
Dann sage ich:
“Man muss immer weiter gehen, egal wie sehr dich etwas immer wieder zurückzieht, egal wie dunkel es in manchen Abschnitten wird. Denn wie Konfuzius bereits sagte “Der Weg ist das Ziel”, denn niemand erwartet, dass du alleine gehen musst, niemand erwartet, dass du es alleine hinkriegen musst. Die Erfolge und Rückschläge die du im Laufe der Zeit in deinem Labyrinth erfährst, bringen dir IMMER neue Erkenntnisse und Erfahrungen und das bringt dich letztendlich ans Ziel. Das Ziel an sich ist nur dafür da, damit du zum Schluss sagen kannst: das und das habe ich aus meinem Leben gelernt und mitgenommen.”
Und wenn dann noch jemand fragt:
“Dodo Hurricane, was ist der Sinn des Lebens?”
Dann grinse ich und sage:
“Du pass mal auf, ich rezitiere Morty aus Rick & Morty: Wir alle sind ohne Grund hier auf der Welt, wir alle sterben irgendwann [...]”.
Meistens sind sie dann erstmal geschockt, aber dann sage ich sowas wie:
“Egal ob es Gott ist, egal welcher Gott. Egal was von dir verlangt wird, egal was man dir sagt, was du tun musst. NICHTS davon ist der Sinn deines Lebens, wenn du es nicht als dieses anerkennst. Schlussfolglich bedeutet das, dass du dir frei aussuchen darfst, was der Sinn DEINES Lebens ist! Egal, ob du einfach nur ein Bauarbeiter sein möchtest um für Leute ihre Häuser zu bauen oder ob du Menschen lieber direkt hilfst als Krankenpfleger/in. Unabhängig davon, ob es Gott gibt oder sonst irgendetwas was vergleichbar göttlich ist, lebe für dich und deine Umwelt die du magst und bewunderst und ich denke kaum, dass ein Gott für mehrere milliarden Menschen jeweils einen Sinn findet. Es liegt an jeden einzelnen von uns, es selber herauszufinden”.
“Ich weiß nicht, wo dort drüben ist, aber ich glaube, es ist irgendwo, und ich hoffe, dass es wunderschön dort ist.” - Miles Halter / John Green
- Dodo Hurricane ♥
Das Schlimmste ist nicht der körperliche Schmerz. Viel, viel schlimmer ist der Psychische. Weil man ihn nicht mit Schmerztabletten und Pflastern behandeln kann.
- yes, sometimes