Der Widerspruch aber ist die Wurzel aller Bewegung und Lebendigkeit; nur insofern etwas in sich selbst einen Widerspruch hat, bewegt es sich, hat Trieb und Tätigkeit.
— Hegel, Wissenschaft der Logik
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Der Widerspruch aber ist die Wurzel aller Bewegung und Lebendigkeit; nur insofern etwas in sich selbst einen Widerspruch hat, bewegt es sich, hat Trieb und Tätigkeit.
— Hegel, Wissenschaft der Logik
Sein, reines Sein, – ohne alle weitere Bestimmung. In seiner unbestimmten Unmittelbarkeit ist es nur sich selbst gleich und auch nicht ungleich gegen Anderes, hat keine Verschiedenheit innerhalb seiner noch nach außen. Durch irgendeine Bestimmung oder Inhalt, der in ihm unterschieden oder wodurch es als unterschieden von einem Anderen gesetzt würde, würde es nicht in seiner Reinheit festgehalten. Es ist die reine Unbestimmtheit und Leere. […] Sein, das unbestimmte Unmittelbare ist in der Tat Nichts, und nicht mehr noch weniger als Nichts.
— Hegel, Wissenschaft der Logik
Nichts, das reine Nichts; es ist einfache Gleichheit mit sich selbst, vollkommene Leerheit, Bestimmungs- und Inhaltslosigkeit. […] Nichts ist somit dieselbe Bestimmung oder vielmehr Bestimmungslosigkeit und damit überhaupt dasselbe, was das reine Sein ist.
— Hegel, Wissenschaft der Logik
Das reine Sein und das reine Nichts ist also dasselbe. Was die Wahrheit ist, ist weder das Sein noch das Nichts, sondern daß das Sein in Nichts und das Nichts in Sein nicht übergeht, sondern übergegangen ist; aber ebensosehr ist die Wahrheit nicht ihre Ununterschiedenheit, sondern daß sie nicht dasselbe, daß sie absolut unterschieden, aber ebenso ungetrennt und untrennbar sind und unmittelbar jedes in seinem Gegenteil verschwindet. Ihre Wahrheit ist also diese Bewegung des unmittelbaren Verschwindens des einen in dem anderen: das Werden; eine Bewegung, worin beide unterschieden sind, aber durch einen Unterschied, der sich ebenso unmittelbar aufgelöst hat.
— Hegel, Wissenschaft der Logik
“Man does not exist prior to language, either as a species or as an individual. We never encounter a state where man is separated from language, which he then elaborates in order to ‘express’ what is happening to him: it is language which teaches the definition of man, not the contrary.”
— Roland Barthes, The Rustle of Language
“To have inward solitude and space is very important because it implies freedom to be, to go, to function, to fly. After all, goodness can only flower in space just as virtue can flower only when there is freedom. […] And space and silence are necessary because it is only when the mind is alone, uninfluenced, untrained, not held by infinite varieties of experience, that it can come upon something totally new.”
— Jiddu Krishnamurti, Freedom from the Known
Was ich fordere ist Selbstironie, Spaß, Albernheit, […] Albernheit […] [die] in der Öffentlichkeit ein unverschämt schlechtes Image [hat]. Wenn ich nicht albern wäre, wäre ich längst tot.
— Ronald M. Schernikau
“Es gibt doch wenig Menschen, mit denen man es aushalten kann.”
— Theodor Fontane
“Der kleinste Garten ist oft der schönste.”
— Vita Sackville-West
“It’s not ‘natural’ to speak well, eloquently, in an interesting articulate way. People living in groups, families, communes say little–have few verbal means. Eloquence–thinking in words–is a byproduct of solitude, deracination, a heightened painful individuality.”
— Susan Sontag, As Consciousness Is Harnessed to Flesh (via the-book-diaries)
… In groups, it’s more natural to sing, to dance, to pray: given, rather than invented (individual) speech.
Zur Stiege
Im Lokal „Zur Stiege“ ging ich so regelmäßig wie die Müllabfuhr essen. Mit den Stammgästen teilte ich das Krumm- und Komischwerden. Die Speisekarten klebten. Wir hattens aufgegeben, wegzukommen.
wenn ich sitze kann ich auch liegen wenn ich liege kann ich auch schlafen wenn ich schlafe kann ich auch tot sein
Was soll man in diesem Theater anderes tun, als nach Hause zu gehen, sich hinzusetzen und die Klappe zu halten?
Immer Morgen immer frisches Blut immer Eierschale im Gesicht keine Erfahrung nötig brauchst du nicht für diesen Job du machst einfach bis du es drauf hast oder nicht ist auch egal ist jetzt nicht so als ständen die Leute Schlange für dein Leben
küsse
küsse in knierichtung knapp und schmierig polar bewegt sich die nacht am großen wagen vorbei
frühlingsgefühl
kaugummi im haar beim gesangsunterricht verstarb ich
Der Held von heute stirbt [...] namenlos und ausgelöscht von Mächten, die er nicht einmal kennt, geschweige denn bekämpfen könnte.
— Rolf Hochhuth, Der Stellvertreter