“Zu verschenken” in der Kasseler Nordstadt. Fotografiert am 30.1.2021.
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@roleyfalk
“Zu verschenken” in der Kasseler Nordstadt. Fotografiert am 30.1.2021.
#mequeer
Trigger-Warnung, Homophobie
: 2018 trendete in den sozialen Medien das Hashtag #mequeer. Nach #metoo, unter dem Betroffene sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung, und #metwo, unter dem Betroffene von Rassismus ihre Erfahrungen schilderten, begannen Betroffene von Homo-, Transphobie und anderer Queerfeindlichkeit ihre Erfahrungen in die Öffentlichkeit zu tragen.*
Auch ich setzte einen Post mit einigen Äußerungen dazu auf Facebook ab, welcher vor ein paar Wochen dann mit der Benachrichtigung ich würde damit Hassreden verbreiten von Facebook gelöscht wurde. Da ich die Aktionen allesamt gut und wichtig fand, beschloss ich da schon, das Thema wieder aufzugreifen. Gestern Nacht schrieb ich Aussagen, welche ich im Laufe meines Lebens abbekam oder z.B. als Zuschauer beim ersten Prozesstag gegen Ulrich Kutschera miterlebte auf und beschloss diese an eine Wand zu projizieren. Darunter eine Matratze und einige Gegenstände, die für mich zu aktiver queerer Sexualität gehören können. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass das aktive ausleben queerer Sexualität auch 2021 immer noch mit Gefahr und Diskriminierung verbunden ist. Sowohl rhetorische als tätliche homophobe Gewalttaten nehmen laut Polizei-Statistiken seit Jahren stetig zu. Zuletzt sind die angezeigten homophoben Straftaten um 70% gestiegen.** Da es sich aber nur um angezeigte Straftaten handelt dürfte die Dunkelziffer um einiges höher liegen. Gleichgeschlechtliche Paare müssen fast immer damit rechnen attackiert zu werden, sollten sie sich trauen, sich öffentlich als Paar erkennen zu geben. Genauso ist das aktive Ausleben von Homosexualität mit Fremden bei Dates über Apps oder beim Cruising auch immer mit einer gewissen Gefahr verbunden, weiß man ja vorher nicht, wen man trifft. So geschahen auch geplante Attacken und sogar Morde gegen Homosexuelle.*** Da ich mich weniger als Künstler sondern mehr als visuellen Aktivisten verstehe, möchte ich diese Art von Themen in meinen Arbeiten behandeln und nicht zuletzt kam ich durch eigene Betroffenheit und der Zensur durch Facebook meiner Aussagen auf die Idee. Quellen für meine Aussagen:
· * https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/twittern-ueber-lgbt-feindlichkeit-mequeer-dokumentiert-die-alltagsdiskriminierung-queerer-menschen/22927384.html
· ** https://www.lsvd.de/de/ct/2445-Homophobe-Gewalt-Angriffe-auf-Lesben-Schwule-bisexuelle-trans-und-intergeschlechtliche-Menschen-LSBTI *** https://www.queer.de/detail.php?article_id=37298, https://www.queer.de/detail.php?article_id=37983, https://www.queer.de/detail.php?article_id=35655
"Deutschland", aufgenommen am 27.1.2021 Auf dem Weg um für die aktuelle Aufgabe von Holger Jenß für die Basisklass Fotos von einem Ort unserer Wahl zu machen lief ich mit meinem Hund einen Weg, welcher hinter den Gebäuden von einer der in Kassel ansässigen Rüstungsunternehmen entlang führte. Am Holocaust-Gedenktag entstand dieses Bild durch Zufall. Deutschland 2021, exportiert Waffen und profitiert von Kriegen, versteckt sich dann aber, wie es hier metaphorisch perfekt und unfreiwillig von irgendwem in diesem Konzern dargestellt wird, hinter einem dicken Zaun, wenn es darum geht die Konsequenzen für das eigene Handeln zu tragen oder zumindest das Mindestmaß an Menschlichkeit zu beweisen. This is Germany.
Sailor Moon-Antifa-Motiv. 2016 mit einer Handy-App zusammengebastelt, vom autonem Referat für Frauen* und Geschlechter-Politik als Button vertrieben.
Aufgenommen am 18.1.2021. Verschiedene Aktivist:innen haen in der Kasseler Innenstadt einen Wald aus abgelegten Weihnachtsbäumen aufgebaut, aus Protest gegen andauernde Umweltzerstörung für kapitalistische Zwecke.
Mein Husky Archie - Bild aus der Aufgabe visualisierung der Kunsthochschule mit Mo Harawe, der auch das Bild aufnahm
Klassenkampf & Kitsch - Bild-Edit inspiriert vom gleichnamigen Album von Disarstar
Übung vom Illustrations-Workshop mit Hendrik Dorgathen
Rebel Girls, Models: Alex & Helena
GAME OVER - Foto von (m)einer Verhaftung bei einer Demonstration gegen Neonazis in Frankfurt 2014, bearbeitet wie ein Ausschnitt aus einem Gameboy-Spiel. (Ausschnitt aus meiner Bewerbungsmappe für die Kunsthochschule Kassel)
Altes Selbstportrait, Tim Burton inspiriert. Original-Zeichnung von 2016, 2020 für eine Publikation digital nachbearbeitet
Look At Me Now
Ich. Foto von Joey Arand.
Ergebnisse Illustrationsworkshop mit Hendrik Dorgathen zum Buch “Der illustrierte Mann”
Plakat für eine Queer-Party in Kassel am 2.3.2019
Kassel-Tour in Kleingruppen, Stadtteil Philippinenhof. Aufgabe im Rahmen des Erstsemesters visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. 7.11.2020