Manche nehmen Drogen um SpaΓ zu haben. Ich, um den Schmerz zu betΓ€uben, ΓΌber den ich nicht reden kann.
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@seelentausch
Manche nehmen Drogen um SpaΓ zu haben. Ich, um den Schmerz zu betΓ€uben, ΓΌber den ich nicht reden kann.
Ketamin auf Clubtoiletten, und der Spiegel fragt dich jedes Mal: βWie lange willst du dich selbst noch belΓΌgen?
Ich habe gelernt, zwei Personen zu sein. Ich lache, bis alle glauben, ich sei glΓΌcklich. Nachts liege ich wach und frage mich, wie lange ich diese Maske noch tragen kann. Gedanken an den Tod kommen manchmal wie Schatten vorbei β nicht, weil ich leben verachte, sondern weil ich nichts mehr spΓΌren will und mir Frieden in meinem Kopf wΓΌnsche, wenn er wieder zu laut wird. Ich verstehe nicht, warum alles, was ich mir erkΓ€mpft habe, wieder zerfΓ€llt. Und es tut so weh, dabei zuzusehen.
Wie geht es dir ?
Gut und selbst?
Ich habe den Kampf gegen meinen Drogenkonsum lange gefΓΌhrt β und schlieΓlich gewonnen. Es gab Zeiten, in denen ich dachte, ich wΓΌrde jeden Tag ein StΓΌckchen mehr von mir selbst verlieren. Manchmal hatte ich das GefΓΌhl, dass ich daran zugrunde gehen wΓΌrde. In meinen dunkelsten Momenten dachte ich sogar, dass es vielleicht eine ErlΓΆsung wΓ€re, von all dem Schmerz befreit zu werden.
Doch genau in diesen Momenten habe ich gelernt, wie stark ich wirklich bin. Ich habe erkannt, dass ich mehr wert bin, als meine Sucht mir glauben machen wollte. Heute sehe ich, wie viel Licht und Hoffnung in meinem Leben stecken kΓΆnnen, wenn ich mir selbst die Chance gebe. Der Kampf war hart, aber er hat sich gelohnt β denn jetzt bin ich frei.
Du schneidest dich, weil du willst, dass man sieht, wie verletzt deine Seele in Wahrheit ist. Die Wunden sind nicht nur Γ€uΓerlich, sie spiegeln den inneren Schmerz wider, den niemand wirklich versteht. Jeder Schnitt, jede Narbe ist ein Hilfeschrei, der nie gehΓΆrt wurde. Die Verzweiflung, die dich quΓ€lt, ist wie ein endloser Kampf mit deinen eigenen DΓ€monen, einem stΓ€ndigen Auf und Ab der GefΓΌhle, das dich in den Abgrund zieht. Du wΓΌnschst dir, dass jemand endlich erkennt, wie tief dein Leid reicht, und dass die Schreie, die du in der Dunkelheit aussendest, nicht vergeblich sind
Du fehlst mir so sehr, dass es jeden Tag aufs Neue weh tut. Du bist so laut in meinem Kopf und alles dreht sich. Ich versuch dich zu vergessen doch es geht nicht. Du bist in meinem Kopf und in meinem Herz, immer da, aber doch nicht hier.
Darf man dir schreiben?
Ja⦠why not?
Denn anderen das GefΓΌhl geben, es ist alles oke. Und dann einfach ein Suizid durchziehen, damit wΓΌrde keiner rechnen...
Es ist eine Weile her, dass ich dich gesehen habe, dass ich abends noch auf deine Nachrichten gewartet habe. Dass ich dich geliebt habe. Jetzt, wo es so kalt geworden ist, fehlt mir etwas. Ich habe noch dein Shirt in meinem Bett, und es hΓ€ngen immer noch Bilder von dir an meiner Wand. Was wΓ€re gewesen, hΓ€tten wir nicht so gelitten? HΓ€tten wir geschwiegen statt geredet? HΓ€tten wir nicht gestritten? Doch ich weiΓ, irgendjemandem tut es leidβ¦
π
Sucht ist eine lebenslange Diagnose, und man wird sie erst los, wenn man stirbt. Man kann nur lernen, damit umzugehen mehr nicht
Ich hatte geglaubt, ich hΓ€tte es hinter mir. Ich dachte, ich wΓ€re stark genug, die Dunkelheit fernzuhalten. Dennoch habe ich aufgegeben und mir das Gift in die Vene gedrΓΌckt, weil ich den Krieg in meinem Kopf nicht mehr ertrage. Ich will nicht mehr spΓΌren, nur fΓΌr einen Augenblick einfach alles vergessen.