Boaf 21st Century style. Zwischen It-Girl und ewiger Studentin. Wie sähe das moderne AU für dein boaf-birdie aus?
Ich sehe Klára tatsächlich sehr in einem University-AU, als Langzeitstudentin/Academic Nomad. Immer da, man weiß nicht, wann sie mal fertig wird und das Studienfach wurde auch schon wieder gewechselt. Aber Papa zahlt halt.
Klára, halbwegs IT-Girl und halbwegs Bibliothekszeitgeist. Sie bewegt sich genauso sicher auf eine Studentenparty mit billigem Biet wie auf einer Vernissage mit Weißwein.
Und ihr Auftraten? Immer mit leicht zerzaustem Haar, ein Stapel Bücher oder ein alter Lederrucksack bei sich. Ein Mix aus Vintage-Kleidern, geerbtem Schmuck und abgetragenen Converse.
Kláras Signature Trait: Reden über Philosophie, Kunstgeschichte und Literatur als hätte sie alles schon durchdrungen, doch wenn man sie fragt, wann sie ihren Abschluss macht, lacht sie nervös.
Sie hat man begonnen mit Anglistik, wechselte zu Kunstgeschichte, dann kurze Ausflüge in Philosophie und Gender Studies. Offiziell eingeschrieben, selten mehr als 1-2 Seminare pro Semester besucht.
In diesem AU spricht Klára neben englisch auch sehr gutes ungarisch, von ihrer Familie, dazu ein wenig französisch ("weil man es im Erasmus gebraucht hat") und Latein-Basics, wegen irgendeinem gescheiterten Nebenfach.
Klára lebt in einer halb-chaotischen WG, immer wechselten Mitbewohner, Poster an den Wänden, unfertige Essays und leerer Kaffee neben Weinflaschen. Vormittags verschläft sie die Vorlesung, geht stattdessen in ein Café wo sie liest und Notizbücher vollkritzelt. Nachmittags ist sie in Bibliotheken oder Archiven, aber die Hälfte der Zeit wird mit Freundinnen verquatscht. Die Abende sind gefüllt mit Parties, Lesungen und WG-Küchenphilosophie.
Und finanziell? Tja, Papa zahlt (noch), halb genervt, halb stolz, dass seine Älteste sich Zeit lässt "ihr Ding zu finden".
Sitzt in einer verrauchten Bar, diskutiert leidenschaftlich über Virginia Woolf, während ihr Handy voller unbeantworteter Mails von der Uni ist.
Lässt sich auf einer WG-Party auf den Boden fallen, liest aus dem Stegreif ein Gedicht vor
Bricht mitten im Semester auf, um „dringend nach Budapest“ zu fliegen, angeblich für Familienforschung
Wird von Professor:innen halb bewundert, halb verzweifelt belächelt: sie könnte so viel sein, wenn sie nur mal irgendwas abgeben würde.