Jahr #5
Immer wieder immer wieder immer wieder
Vor 5 Jahren zum ersten Mal gemerkt, dass da wirklich was nicht stimmt, dass da mehr ist und die paar mal selbstverletzung keine Teenie Phase waren.
Auf und ab und immer wieder.
Von Februar zu Februar.
Ein grauer Schleier der sich über alles legt.
Und jedes Mal fühlt sich’s so an als wärs vorbei wenns wieder bergauf geht.
Und jedes Mal gehts wieder bergab.
Müdigkeit.
Lebensmüdigkeit, gegen die kein Schlaf der Welt hilft nur einer außerhalb.
Und jedes Mal fühlt sich’s so an als würd noch was fehlen. Am Anfang war’s eine Person, dann ne Therapie, einfach ne gute Freundschaft, das Alleinsein-können, eine Reise und jetzt fühlt es sich so an als würde da nur eine Erkenntnis fehlen. Als würde mir irgendwas nen Satz zuflüstern und mir würde es wie Schuppen von den Augen fallen, ich würde alles begreifen und alles würde sich ändern.
Quatsch ist das.
Es nervt. Mich und andere.
Andere es zu hören, mich es zu leben.
Und immer wieder fühlt sich’s einfach so an als würde das Leben mich nicht lieben und immer dachte ich, das wäre ich. Ich muss mich nur lieben und alles wird gut.
Ein scheiß wird gut.
Ich bin selbstreflektierter denn je, ich kümmere mich um mich, hör auf mich, steh für mich ein.
Hab alles getan von innerem Kind bis Eckhart Tolle.
Ich finde mich schön, ich finde mich toll, ich weiß, ich bin ein liebevoller ehrlicher und offener Mensch. Ich weiß ich verdiene gutes.
Es ändert sich nicht.
Nebel im Kopf.
Ich denke über die chemische Zusammensetzung meines Gehirns nach und ob es wirklich einfach daran liegen kann.
Ob so die Welt funktioniert.
Es wär so schön und gleichzeitig will ich’s nicht glauben, will echt sein, nicht krank.
Ja.
Echt will ich sein, nicht krank.
Jahr #6
Nothing much has changed.
Jahr #7
Es geht mir besser.
Die Klinik Erfahrung war nicht so gut aber ich hab einen Therapeuten kennengelernt und gehe (hoffentlich) dieses Jahr nochmal hin und mach Therapie. Er hat mir Hoffnung gegeben und denke das ist alles was mich grade über Wasser hält.
Ich bin in einer Partnerschaft. Zum ersten Mal seit 4 Jahren. Was soll ich sagen… ich hab so lang davon geträumt und jetzt sitz ich hier und frage mich ob es besser gewesen wäre wenn wir uns nie kennengelernt hätten. Ich frage mich das nicht wenn ich in Menschs Augen schaue dann weiß ich, dass ich ihn liebe. Aber ich frage mich das jetzt. Jetzt wo alles nur Chaos und Überforderung ist. Ich schäme mich dafür.
Es ist ein Kampf. Auch diese Partnerschaft. Ich wünschte ich müsste das nicht sagen aber ich spüre es. Ich spüre, dass ich krank bin.
Jeder Konflikt löst unfassbares Leid aus. Triggern. Bindungsangst. Angst verlassen zu werden.
Mein Hirn ist noch komplizierter als ich eh schon dachte und es überwältigt mich, weiß nicht mehr wo oben und wo unten ist, was ich tun soll, was ich denke, was ich fühle, und einfach alles.
Es ist gut trotz allem! Und selbst wenn es scheitert, also wenn WIR scheitern - ich habe jetzt schon sehr viel über mich und meine Emotionen gelernt. Und auch, dass borderline noch mehr da ist als ich dachte. Oder zumindest nenne ich es borderline. Keine Ahnung.
Suizidal bin ich grade nicht auch wenn ich manchmal nicht mehr weiter weiß.
Es kann besser werden. Das weiß ich jetzt. Und das ist gut.
Jahr #9
Uff. Also. Was dazwischen war sieht man ja, wieder 4 Monate BKH und dem Suizid wohl so nah wie nie. Vielleicht ganz gut dass ich das #8 einfach vergessen hab lol...
Jetzt gut eingestellt auf Lithium, Sertralin und Agomelatin.
Es läuft?
Damn.
Das damalige "gut" war zwar besser, aber nix im Vergleich zu jetzt. Echt krass einfach.
Auch eine gesunde Beziehung so ??? Hä lol
Ja
Werde jetzt mal meinen Tumblr bissi umgestalten und hoffe sehr, dass es so bleibt 🥹🥹🥹
Achja und bzgl "echt will ich sein, nicht krank" - ich denke ich kann erst echt sein, wenn ich nicht mehr (so) krank bin. ♥️
"Auf, dass es niemals bleibt wie es ist" zu "wenn alles so bleibt, dann ist es gut" - ok kid
Ein paar Pflanzen und ein buntes Haus - so fühl ich mich etwas:














