2. Fallstudie: https://www.youtube.com/watch?v=0XcCHa90-HY
Das Manicipium des Jim Wise, 2015
pencil on paper, 40 x 70cm

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2. Fallstudie: https://www.youtube.com/watch?v=0XcCHa90-HY
Das Manicipium des Jim Wise, 2015
pencil on paper, 40 x 70cm
1. Fallstudie: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Idiot
Die Schmach des Ippolit, 2015
pencil on paper, 35 x 45 cm
Das Denken löst sich leicht los
pencil on paper, 45 x 75cm
Hans-Jörg Rheinberger – Rekurrenzen
Zur Kritik von Louis Althussers Auffassung der Marxistischen Erkenntnistheorie
„Das Denken löst sich leicht los.“[1]
Fremdwörter Attentismus: Abwartende Haltung, bspw. Politisch: gegenüber dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Man hoffte, die Situaiton würde sich klären. Dem gegenüber: Voluntarismus und Dezisionismus: Wille und Entscheidung stehen im Vordergrund. Gründe und Logik rücken in den Hintergrund. Hypostasieren: Vergegenständlichen, Personifizieren, Verselbstständigen
S. 31, zur Struktur der Gesellschaft ökonomische, politische und ideologische Instanz (Ebene). Stehen in einem Determinationszusammenhang – das eine bestimmt das andere und umgekehrt: Produktionsverhältnisse rufen eine spezifische Überbau-Struktur hervor. Produktionsverhältnisse setzen eine juristisch-politische und ideologische Überbau-Struktur voraus. Letztlich entscheidet immer die Ökonomie.
S. 39, zur Struktur einer jeden Praxis Praxis ist die Veränderung einer Grundmaterie in ein Produkt. Ein Arbeitsprozess samt Produktionsmitteln. „Das Moment der Veränderungsarbeit, das in seiner spezifischen Struktur Menschen, Mittel und technische Gebrauchsmethode der Mittel verbindet.“.
S. 40, zur Trennung von Arbeit und Mensch und ihrem Verhältnis Als „Unterworfene“ sind die Subjekte Elemente des Prozesses, aber nicht dessen Subjekt als Triebkraft; Subjekt in diesem Sinne ist der Prozess oder die Praxis selbst.
S. 42 ‚ zur „theoretischen“ Praxis „Das reale Subjekt bleibt nach wie vor außerhalb des Kopfes in seiner Selbstständigkeit bestehn; solange sich nämlich der Kopf nur spekulativ verhält, nur theoretisch.“‘[2] S. 43: „Dieses Denken ist vielmehr das historisch konstituierte System eines Denkapparates, gegründet in und verknüpft mit der natürlichen und gesellschaftlichen Gesellschaft. […] Als solches ist es durch eines Struktur konstitutiert, die eine Verbindung darstellt zwischen dem Objekttyp (Rohstoff), an dem es arbeitet, den Mitteln theoretischer Produktion, über die es verfügt (seine Theorie, seine Methode, seine Technik experimenteller und anderer Prägung) und den (zugleich theoretischen, ideologischen und gesellschaftlichen) historischen Beziehungen, innerhalb derer es produziert. Dieses ganz bestimmte System von Bedingungen weist dem einzelnen Subjekt (Individuum) seine Stelle und Funktion in der Produktion von Erkenntnissen zu.“ S. 44, „Die Genesis der Erkenntnis aus dem materiellen Lebensprozess und die Funktion und Bestimmung bezüglich desselben erscheinen bei ihm gerade noch als ephemere Rahmenbedingungen, die dem Erkenntnisprozess jedoch radikal extern sind. Der Denkvorgang ist prinzipiell autonom. Der Prozess rein theoretischer Erkenntnisproduktion erscheint nun als ihre überhistorische Natur.“ „Der Demiurg des Wirklichen?“ „Der Verkehrung des Subjekt-Objekt-Verhältnisses in der Bestimmung der Praxis überhaupt entspricht seine Auflösung als Basisrelation im Erkenntnisvorgang.“
S. 46, „Was ist dieses anonyme System ohne Subjekt, was ist es, das denkt? Das „Ich“ ist zerstört […] – nun geht es um die Entdeckung des „es gibt“. Es gibt ein „man“. In gewisser Weise kehren wir damit zum Standpunkt des 17. Jahrhunderts zurück, mit folgendem Unterschied: nicht den Menschen an die Stelle Gottes zu setzen, sondern ein anonymes Denken, Erkenntnis ohne Subjekt, Theoretisches ohne Identität….[3]“
S. 49, Marx und Engels zum Verhältnis von Theorie und Praxis Der Denkprozess als ein Naturprozess (S. 48), der selbst aus den Verhältnissen rauswächst. […]Das eine Moment (das Denken richtet sich nach der Reife des Organs) Denken richtet sich nach der Wirklichkeit – die praktische Tätigkeit determiniert die theoretische – wächst alsbald heraus wirkt zurück auf die praktische Tätigkeit und damit auf die Wirklichkeit: ein Wechsel- oder Tauschverhältnis. Aabstrahierte Gesetze werden ab einer gewissen Entwicklungsstufe von der wirklichen Welt getrennt, ihr als etwas Selbstständiges gegenübergestellt, als von außen kommende Gesetzte, wonach die Welt sich zu richten hat. S. 53 „Aus der bestimmten Form der materiellen Produktion ergibt sich eine bestimmte Gliederung der Gesellschaft, […] zweitens ein bestimmtes Verhältnis der Menschen zur Natur. […][Und] ihre geistige Anschauung ist durch beides bestimmt. Also auch die Art ihrer geistigen Produktion.“
S. 59, „Erkenntnisobjekt“ und „Realobjekt“: zum Immanentismus des Erkenntnisprozesses bei Althusser „Erkennen heißt, dem Realobjekt das Wesen entziehen (abstrahieren); der Besitz des Wesens durch das Subjekt heißt abstrahieren.
[1] (Brecht, 1967), Bd. 12, S. 422, zitiert nach (Rheinberger, 2014)
[2] (Rheinberger, 2014)
[3] Erst ab dem 18./19. Jahrhundert wurde das Sitzen auf Stühlen in weiten Bevölkerungskreisen allmählich zum Normalfall, wobei jedoch lange Zeit noch zwischen einem dem Hausherren vorbehaltenen Armstuhl und einfacheren Sitzmöbeln (Bänke, Hocker etc.) für die übrigen Familienangehörigen oder gar fürs Gesinde unterschieden wurde.: http://de.wikipedia.org/wiki/Stuhl_%28M%C3%B6bel%29
Skript für Aufnahme während des Zeichnens
Böhringer, Castiglione: Die (technischen) Dinge verschleiern sich
Dinge und ihr Eigenleben - Eigenleben von Dingen Nachweisen. Mühelosigkeit finden. Die Dinge machen sich selbst. Automatisierung. Fehlschuß