Rollenspielprojekt von @riddikulus und @shakshuka-grandpasweaters
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Wenn ihr euch fragt, was um alles in der Welt ein Sekretariatsblick ist: Hier wird's erklärt.
Achtung! Dies Play beinhaltet Transgenderthemen. Näheres dazu in unseren Zwischenruf.
Freitag, 20:57 Uhr:
David:
*hat den Tag über mit Matteo zusammen alle Sachen für den Roadtrip und das Wochenende bei seinen Eltern zusammengepackt und sein Zimmer ein bisschen aufgeräumt, damit sie Sonntag nichts mehr zu tun haben und Montag direkt starten können*
*ist dann nachmittags zum Arzt gegangen, um sich bezüglich der Testospritze beraten zu lassen und hat dort Adressen von italienischen Ärzten sowie das Rezept für die Spritze mitbekommen*
*hat nach dem Arzttermin Matteo geschrieben, dass er fertig ist, war noch kurz in der Apotheke, um das Rezept direkt einzulösen und hat sich auf den Weg zu Laura gemacht, da sie verabredet haben, sich heute schon bei ihr zu verabschieden und dann am Montag von der WG aus zu starten*
*hat sich dann dort mit Matteo getroffen, der die Sachen für’s Wochenende aus der WG mitgebracht hat und hat ihm vom Arztbesuch erzählt und ihm die Adressen gezeigt*
*haben beschlossen ein paar Tage vor der Testospritze schon mal zu schauen, welcher Arzt in der Nähe ist und ihre Route dann dementsprechend danach auszurichten*
*haben dann gemeinsam mit Laura zu Abend gegessen und nett mit ihr gequatscht*
*haben mit Laura vor allem auch über den Besuch bei ihren Eltern gesprochen und von Laura nochmal bestätigt bekommen, dass sie auch das Gefühl hat, dass es ihrer Mutter anscheinend inzwischen wirklich wichtig ist, ein paar Sachen bei ihm wieder gut zu machen*
*hat auch ihr gegenüber die Bedenken geäußert, dass ihre Mutter sich wahrscheinlich nicht gegen ihren Vater stellen wird und dass er aber schon erwartet, dass sie das tut, weil ihr Bemühen für ihn irgendwie sonst nichts wert ist*
*haben sich gegen acht von Laura verabschiedet, da diese sich noch mit einer Freundin treffen wollte und sich für morgen zum Frühstück verabredet*
*haben es sich dann in seinem Zimmer gemütlich gemacht: Auf dem Rechner mehr so nebenbei Netflix laufen, Matteo währenddessen irgendwas am Handy daddeln und er selbst mit seinem Skizzenbuch auf dem Schloss*
*merkt, dass durch diese ruhige Stimmung die Gedanken und Ängste der letzten Tage bezüglich des Zusammentreffens zwischen Matteo und seinen Eltern wieder zu brodeln beginnen und es ihm immer schwerer fällt, sie beiseite zu schieben*
*überlegt wiederholt, mit Matteo darüber zu sprechen, weiß aber nicht wirklich wie*
*wird immer ruhiger und irgendwie auch nervöser*
*denkt sich irgendwann, dass er es nutzen sollte, dass sie gerade Zeit haben und unter sich sind und er sich nicht sicher sein kann, ob sie morgen noch die Gelegenheit haben, in Ruhe zu sprechen*
*atmet schließlich einmal tief durch, legt das Skizzenbuch nervös auf den Nachttisch und beugt sich nach vorne, um den Laptop zuzuklappen*
*rutscht dann ein Stück von Matteo weg, setzt sich im Schneidersitz ihm gegenüber, presst kurz die Lippen zusammen und merkt dann, dass er keinen Plan hat, wie er überhaupt anfangen soll*
*sieht aber, dass Matteo ihn ansieht und sagt deswegen zögernd*
Ich… also bevor wir zu meinen Eltern fahren, wollt ich noch…
*schüttelt leicht den Kopf, weil es sich vielleicht irgendwie doof anhören könnte, fährt dann aber fort*
Ich wollte dir noch was erklären… ich weiß nicht, ob das für dich überhaupt wichtig ist, aber für mich irgendwie schon und darum…
*zuckt leicht mit einer Schulter*
Matteo:
*sitzt relativ entspannt auf Davids Bett*
*hört eher so mit halbem Ohr der Serie zu, die gerade läuft, weil er gerade kurz davor ist, das Level bei Candy Crush zu schaffen*
*hört dann aber, wie die Serie unterbricht und schaut kurz auf*
*sieht, dass David den Laptop zugeklappt hat und sich ihm gegenüber gesetzt hat*
*schaut ihn fragend an*
*legt dann leicht den Kopf schief, als er anfängt*
Ja?
*fragt sich, was es da wohl noch gibt*
Erklären? Hey, wenn es für dich wichtig ist, dann raus damit…
David:
*lächelt leicht und nervös, als Matteo ihn auffordert zu sprechen*
Okay…
*atmet einmal tief durch und schaut kurz auf seine im Schoß gefalteten Hände, ehe er wieder zu Matteo sieht und zögernd sagt*
Also bei meinen Eltern… da sind ziemlich viele Sachen von früher… also… Fotos vor allem… von mir… als Kind… und…
*schüttelt leicht den Kopf, weil es ihm schwer fällt die richtigen Worte zu finden*
Und wenn meine Eltern die Fotos ansehen, dann sehen sie da drauf mich… ähm, was ja auch irgendwie klar ist… aber, also… sie sehen mich so, wie sie glauben, dass ich bin…
*fährt sich einmal kurz durch’s Gesicht und stößt die Luft aus*
Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll… ich hab das Gefühl, sie sehen dieses Bild von mir und glauben, dass das ihr Kind ist… und dass ich quasi dafür verantwortlich bin, dass ich mich in eine andere Richtung entwickelt habe…
*bricht wieder ab und schüttelt leicht den Kopf*’
*denkt sich, dass er vielleicht doch besser mit seiner Sicht auf die Dinge hätte anfangen sollen und schaut Matteo ein wenig zweifelnd an, ob er überhaupt folgen kann*
Matteo:
*runzelt leicht die Stirn, als er anfängt zu erzählen*
*denkt erst, dass David nicht will, dass /er/ die Sachen sieht*
*hört ihm dann aber weiter zu und ist sich nicht mehr so sicher*
*fragt leise*
Dass du ihnen das weggenommen hast, oder was?
*schüttelt den Kopf*
Aber du weißt schon, dass du nicht dafür verantwortlich bist, oder? Du bist, wer du bist. Wenn die das nicht sehen, ist das ihre Schuld und nicht deine…
*legt den Kopf wieder schief*
Erzählst du mir das, weil du Angst hast, was sie sagen oder was ich sehen werde?
David:
*zuckt langsam mit den Schultern bei Matteos Frage und sagt dann zögernd*
Ja, schon irgendwie… aber eher so, dass sie sich ständig fragen, was aus mir geworden wäre, wenn ich so geblieben wäre…
*nickt dann schnell und lächelt leicht und immer noch ein bisschen nervös*
Ja, das weiß ich! Das ist tatsächlich irgendwie ihr Problem… wobei wir nie wirklich darüber gesprochen haben… aber es ist so ein Gefühl von mir.
*hört dann seine nächste Frage und denkt sich, dass er eigentlich vor beidem Angst hat*
*senkt kurz wieder seinen Blick und nagt an seiner Unterlippe*
*sagt dann ehrlich*
Sowohl als auch…
*schaut ihn wieder an und sagt ein wenig atemlos*
Darum wollte ich dir erklären, was /ich/ sehe… also wenn das für dich okay ist. Ich mein…
*schüttelt leicht den Kopf*
… du siehst natürlich das, was du siehst und ich weiß nicht, ob das irgendwas bringt, wenn du weißt, was ich sehe, aber… vielleicht willst du’s ja trotzdem wissen…
Matteo:
*seufzt leicht, als David erklärt*
*findet das ziemlich gemein von seinen Eltern, aber sagt das nicht*
*nickt nur leicht, als er fortfährt*
*hat irgendwie das Gefühl, dass es gerade gar nicht so sehr darum geht, was er zu sagen hat, sondern mehr darum, dass David ihm das erklären kann in seinen eigenen Worten*
*nickt, als er sagt, es sei sowohl als auch*
Okay…
*nickt dann wieder*
Na klar ist das okay für mich…
*wollte ihm eigentlich sagen, dass er so tun kann, als sei es Laura oder ne Cousine oder sonstwas, aber lässt es, weil es tatsächlich hier um David und seine Sicht geht*
Ich will es auf jeden Fall wissen, David.
David:
*lächelt wieder leicht, als Matteo meint, dass er es wissen will und nickt*
*bekommt leichtes Herzklopfen, als Matteo seinen Namen sagt, weil er jedes mal wieder auf’s Neue feststellt, dass ihn niemand so betont wie er*
*fühlt sich ihm dadurch irgendwie immer noch mehr verbunden und merkt, dass er ein bisschen ruhiger wird*
Okay…
*sucht nach den richtigen Worten und fängt schließlich an*
Also… da ist zum Beispiel ein Bild von mir vom Urlaub an der Ostsee… beim Sandburgen bauen… und ich lache auf dem Bild und bin ganz stolz auf den tollen Graben, den ich um die Burg herum gebaut habe…
*muss selbst ein bisschen lächeln, als er sich erinnert*
Und wenn ich das Foto sehe, dann kann ich mich noch an dieses Gefühl erinnern. Ich weiß, dass ich glücklich war und stolz und dass es ein toller Tag war.
*schüttelt dann den Kopf*
Aber die Person auf dem Foto... die passt nicht zum Erlebnis, verstehst du? Also der Gesichtsausdruck, das Strahlen, das Gefühl - das passt. Aber die Hülle der Person nicht.
*schaut Matteo prüfend an, ob er das irgendwie verstehen kann*
Wenn ich Fotos von mir von früher anschaue, dann ist mir die Person darauf fremd. Aber das ist okay… weil das Gefühl und die Erinnerung ja stimmen.
*schüttelt leicht den Kopf und lacht leise*’
Ich weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll. Kannst du das irgendwie verstehen?
Matteo:
*sieht ihn lächeln und ist etwas ruhiger, dass David sich zumindest ein bisschen gut fühlt*
*schaut ihn dann konzentriert an und hört ihm zu*
*muss selber lächeln, als er von dem Gefühl erzählt*
*wird aber wieder ernst, als er sagt, dass es nicht zusammen passt*
*nickt leicht*
Versteh ich…
*wollte ihn eigentlich in Ruhe lassen aber kann jetzt nicht anders, als nach seiner Hand zu greifen*
Das sind /deine/ Erinnerungen… nur, weil du damals noch nicht ganz du selbst warst, heißt das ja nicht, alles war schlecht… das versteh ich.
David:
*lächelt diesmal ein bisschen mehr, als Matteo meint, dass er das versteht, schaut ihn aber trotzdem leicht prüfend an*
*streicht kurz mit dem Daumen über seinen Handrücken, als er seine Hand greift und hört ihm dann zu*
*nickt sofort, als Matteo das ganz richtig zusammenfasst und ist ziemlich erleichtert, dass er es anscheinend verstanden hat*
Genau! Ich…
*zuckt leicht mit den Schultern*
Ich hatte keine schlechte Kindheit, nur weil ich transgender bin. Also wenn es um Gendersachen ging und diskutiert wurde… keine Ahnung, das war damals irgendwie auch noch nicht wirklich schlimm. Ich hatte eigentlich eine wirklich schöne Kindheit und ich hab auch schöne Erinnerungen daran. Nur eben die Fotos… keine Ahnung… das passt einfach nicht.
*presst kurz die Lippen zusammen und fragt dann zögernd*
Also vielleicht… kannst du einfach versuchen, nicht so sehr auf die Hülle zu schauen, wenn du die Fotos anguckst? Und mehr auf das Gefühl und die Umgebung und das Erlebnis?
*zuckt mit den Schultern und lacht leise*
Ich hab keine Ahnung, ob das ein Außenstehender kann… oder ob das nur was ist, was ich kann…
*wird wieder ernster*
Also wenn du es nicht kannst,... dann ist das auch… keine Ahnung… okay? Aber wenigstens weißt du jetzt, wie ich die Fotos sehe…
Matteo:
*nickt leicht, als er sagt dass er keine schlechte Kindheit hatte*
*versteht das sogar ziemlich gut*
*hatte ja auch keine schlechte Kindheit, nur weil seine Mutter krank wurde oder vielleicht auch schon immer war*
*will gerade fragen, wie David es gern hätte, dass er die Fotos sieht, als er die Frage schon von selbst beantwortet*
*nickt leicht*
Ich hab gedacht, ich schau sie mir gar nicht so genau an… also, wenn das okay ist… wie du sagtest, du hast ja diese Erinnerungen, aber ich nicht… also, für mich bist das einfach nicht du… ist das doof?
David:
*nickt leicht, als Matteo meint, dass er sich die Fotos gar nicht so genau anschauen wollte und grinst minimal*
Das ist schon okay… aber du musst jetzt auch nicht krampfhaft wegschauen oder so…
*versteht aber, dass es seine Erinnerungen sind, die Matteo ja eben nicht hat*
*denkt dann über seine Frage nach, lächelt dann leicht und schüttelt den Kopf*
*sagt leise*’
Nein, das ist nicht doof. Das ist gut… also dass du mich so siehst, wie ich jetzt bin.
*fügt zögernd hinzu*
Aber für mich ist das eben schon irgendwie ein Teil von mir… also auch wenn die Hülle nicht passt… Ich find die Fotos deswegen jetzt nicht blöd oder so. Ich seh sie eben nur anders…
*ist wirklich froh und dankbar, dass Matteo das alles so zu verstehen scheint und überlegt, ob er direkt noch ein anderes Thema hinten dran hängen sollte, für das Matteo aber wahrscheinlich weitaus weniger Verständnis haben wird*
*denkt sich aber, dass es vielleicht trotzdem was ist, was sie besser im Voraus besprechen sollten*
Matteo:
*nickt*
Okay…
*grinst dann leicht und hört ihm aber weiter zu*
*versteht, dass es ein Teil von ihm ist und findet es ziemlich gut, dass es für ihn nichts Schlimmes ist*
Aber das is ja gut so… also, dass sie für dich in dem Sinne nichts Schlimmes sind… halt Erinnerungen….
*sieht dann, wie David aber noch nicht fertig zu sein scheint*
*kann förmlich sehen, wie es in ihm arbeitet*
Das war noch nicht alles, oder?
David:
*nickt, als er bestätigt, dass es gut so ist und lacht dann leise*
Ja, wenigstens eine Sache, mit der ich irgendwie gut klar komme…
*seufzt einmal kurz und wird dann wieder ernst*
*schüttelt den Kopf bei seiner Frage und zögert*
*wird wieder ein bisschen nervöser und lässt seine Hand los, nachdem er sie nochmal gedrückt hat*
*braucht irgendwie ein bisschen Abstand, um bei sich zu sein und die richtigen Worte zu finden*
*fängt mal am Anfang an und hofft, dass er den Dreh bekommt*
Also… als ich mich vor meinen Eltern geoutet habe… und auch in der Zeit danach… da gab es ziemlich viel Streit…. und viele Diskussionen. Ich hab da damals viel mit meinem Therapeuten drüber gesprochen und ich hab auch verstanden, dass ich von meinen Eltern nicht sofort vollstes Verständnis erwarten kann… also dass sie sich auch erstmal mit dem Gedanken auseinandersetzen müssen…
*presst kurz die Lippen zusammen und schüttelt leicht den Kopf*
Also… ich hab dir ja schonmal erzählt, dass da von Seiten meines Vater nicht sonderlich viel kam… also auch im Nachhinein nicht. Und eigentlich… also ich weiß bis heute nicht wirklich, was er darüber denkt. Ich weiß nur, dass es ihm schwer fällt… oder… ich weiß nicht… vielleicht weigert er sich auch… ich kann das echt nicht einschätzen…
*haut’s dann einfach raus*
Also er benutzt manchmal tatsächlich noch “sie” anstatt “er”, wenn er von mir spricht und ich… mich macht das so wütend und ich weiß nicht, ob er das extra macht oder ob er einfach nicht nachdenkt… also… wenn das passiert, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es zum Streit kommt zwischen ihm und mir… und meistens läuft es dann so ab, dass er sich irgendwann zurück zieht… oder ich… aber es ändert eigentlich nichts… also bisher hat sich nichts geändert… ich hab ihn ja jetzt auch ein halbes Jahr nicht gesehen, aber… nein, eigentlich glaub ich nicht, dass sich was geändert hat und…
Matteo:
*schüttelt leicht den Kopf*
*findet, dass es ganz viele Sachen gibt, mit denen er gut klar kommt, aber fängt jetzt keine Diskussion an*
*presst die Lippen aufeinander, als er den Kopf schüttelt*
*hatte sich das ja gedacht*
*drückt seine Hand zurück und zieht sie dann wieder zu sich, als David sie los lässt*
*schaut ihn an, als er redet*
*spürt sofort wieder diese Wut, als er von seinem Vater erzählt und denkt, dass er das echt unter Kontrolle kriegen muss, wenn er sich am Wochenende benehmen will*
*schüttelt den Kopf, als David sagt, dass er nicht weiß, ob er das extra macht oder nicht nachdenkt*
*murmelt*
Is beides scheiße…
*schluckt dann hart und schaut ihn an*
Du denkst also, es wird früher oder später zum Streit kommen und er wird gehen?
*sieht, wie David nickt*
Wow, der macht es sich echt einfach, oder? Unfassbar… aber okay, ich weiß Bescheid… schadet ja aber nichts, wenn man ihn verbessert, oder? Ich mein, wenn er eh abhaut?
David:
*nickt bei Matteos Gemurmel und dann wieder, als er nach seiner Einschätzung fragt*
*zögert kurz und sagt dann leise*
So war es bisher zumindest. Entweder ist er gegangen… oder ich… und ich… keine Ahnung. Mit meinen Eltern ist es irgendwie anders als bei meinen ehemaligen Mitschülern - da geh ich halt schon in die Diskussion… auch wenn es bei meinem Vater nicht wirklich viel bringt. Aber bei meiner Mutter hatte ich bisher zumindest einige Male das Gefühl, dass sie mich danach besser verstanden hat… auch wenn man sie öfter mal noch daran erinnern musste. Aber sie versucht es zumindest, mich irgendwie ernst zu nehmen…
*nickt dann wieder*
Ja, macht er. Irgendwie… keine Ahnung… er ist mir total fremd, seit ich mich geoutet habe. Ich hab das Gefühl, er ist einfach an der Zeit vor dem Outing stehen geblieben und denkt immer noch, dass ich irgendwann an diesen Punkt zurück komme und ihn abhole oder so…
*lacht dann leise bei Matteos nächster Frage*
Nee, schadet nichts… aber bringt wahrscheinlich auch nichts…
*sieht ihn liebevoll an und meint dann*
Ich will nicht, dass du das Gefühl hast, dich einmischen zu /müssen/, okay? Gegen meine Eltern komm ich ganz gut alleine an… aber wenn du willst oder das Bedürfnis hast oder so, dann musst du dich auch nicht zurück halten.
*greift jetzt doch wieder nach seiner Hand und verschlingt ihre Finger*
Ich meinte das ernst gestern, dass du einfach du selbst sein kannst…
*zögert kurz und fügt dann hinzu*
Es ist egal, was du sagst oder tust… ich… du bist da genauso wichtig wie ich, okay? /Wir/ sind wichtig! Der Rest ist egal!
Matteo:
*nickt leicht bei seiner Erklärung*
*findet es nach wie vor so unverständlich, dass sein Vater nicht mal versucht David zu akzeptieren oder wenigstens kennen zu lernen so wie er nunmal ist*
*zuckt dann leicht mit einer Schulter, als er sagt, dass es wahrscheinlich nichts bringt*
Egal…
*nickt dann doll*
Ich werd definitiv das Bedürfnis haben… würdest du doch auch, oder? Wenn jemand mich scheiße behandelt oder du das Gefühl hast, dann sagst du ja auch was.
*drückt seine Hand, als er sie wieder greift*
*legt den Kopf leicht schief*
Wenn ich einfach ich selbst sein kann, werd ich ihn wahrscheinlich sehr ankacken…
*schüttelt den Kopf*
Ich werd zumindest versuchen, mich zu benehmen…
*lächelt dann leicht, als er sagt, dass sie zusammen wichtig sind*
*beugt sich vor und gibt ihm einen leichten Kuss*
*lehnt sich dann wieder zurück und schluckt leicht*
Okay, also… nicht, dass ich das nicht so sehe… /wir/ sind wichtig, aber… ich will nicht der Grund dafür sein, dass es endgültig bricht zwischen dir und deinen Eltern, oder dass sie dich wer weiß wie sehen, weil du so n schlechten Männergeschmack hast oder so… und ich weiß, du willst mir widersprechen… aber es geht nicht darum, was du denkst, sondern was sie von mir denken… ich weiß, dass du nicht zögern würdest sie für mich zum Teufel zu schicken… aber das will ich nicht, okay? Ich will… ich selbst sein… aber nicht, wenn es dir schadet, okay?
David:
*grinst minimal, als Matteo meint, dass er definitiv das Bedürfnis haben wird und nickt dann bei seinem Vergleich*
Okay, stimmt…
*zuckt mit den Schultern, als er meint, dass er seinen Vater ankacken wird, wenn er ganz er selbst ist und sagt*
Dann ist das eben so…
*legt den Kopf schief, als er meint, dass er versuchen wird, sich zu benehmen und muss leicht schmunzeln*
*erwidert dann seinen Kuss und will danach eigentlich was zum Thema Benehmen sagen, sieht aber, dass es in Matteo arbeitet und lässt ihm die Zeit, sich zu äußern*
*schüttelt am Anfang seiner Rede den Kopf und will ihm widersprechen, ist aber dann ruhig, als Matteo genau das voraussagt und hört ihm weiter zu*
*denkt sich, dass es ihm so ziemlich egal ist, was seine Eltern von Matteo denken, weil Matteo tausendmal wichtiger ist als sie und nickt sofort, als er meint, dass er sie für ihn zum Teufel schicken würde*
*versucht zu verstehen, was er meint und muss dann daran denken, dass es ihm auch wichtig war, sich abzusichern, wie Susanne auf sein Outing reagieren wird, weil er sich nicht zwischen sie und Matteo stellen wollte und vermutet, dass es Matteo nun ähnlich geht - mit dem Unterschied, dass Matteo ja eigentlich ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter hat*
*nickt zögernd, schüttelt dann aber leicht den Kopf*
*sagt schließlich*
Was meinen Vater angeht, ist es mir wirklich egal. Und meine Mutter… ja, wenn sie was gegen dich sagen würde, würde ich auch sie zum Teufel jagen… aber… keine Ahnung… also bei ihr kommt man auf jeden Fall mit vernünftigen Gesprächen und Diskussionen weiter als wenn man sie irgendwie ankackt oder so… also… vielleicht ist das in dem Fall für dich ganz gut zu wissen, wenn du… *grinst leicht* … dich benehmen willst oder so…
Matteo:
*sieht sehr wohl, dass er ihn ein paar mal unterbrechen will*
*ist ihm dankbar dass er es nicht tut*
*hört ihm zu und nickt leicht*
Okay… verstanden… Ziel ist es, deiner Mutter zu gefallen, nicht deinem Vater…
*zieht leicht an seiner Hand, damit er näher kommt*
*grinst dann leicht*
Ich werd mich benehmen und trotzdem ich selbst sein… das wird ein Spaß…
*zieht ihn noch näher und gibt ihm einen Kuss*
*sagt dann leise*
Hauptsache, dir geht es gut… okay, okay, uns geht es gut…
David:
*verzieht leicht das Gesicht, als Matteo das Ziel nennt und wiegt den Kopf hin und her*
/Dein/ Ziel… ich hab keine Ziele, außer das Wochenende zu überstehen…
*grinst leicht und rückt dann näher an ihn heran*
*lacht leise bei seinen Worten*
Ja, ich bin auch ziemlich gespannt… wird auf jeden Fall interessant diese Kombi…
*rückt dann noch ein Stück näher und erwidert seinen Kuss*
*will ihm dann widersprechen, als er sich auch schon selbst verbessert und nickt leicht grinsend*
*sieht ihn an und wird wieder ernst*
*fragt sich, ob Matteo überhaupt bewusst ist, wie sehr er ihm vertraut, dass er ihn mit zu seinen Eltern nimmt - in dieses Haus mit all den Fotos und Erinnerungen, mit seinem Vater, der immer wieder betonen muss, dass er in einem Mädchenkörper geboren wurde, der nicht akzeptiert, dass er ein Junge ist und wahrscheinlich ohne zu zögern das falsche Personalpronomen und wahrscheinlich sogar seinen beschissenen Geburtsnamen raushauen wird, mit seiner Mutter, die es nicht schafft, sich gegen den Vater und neben ihn zu stellen und in eine Realität, in der immer unterschwellig mitschwingt, dass er aus Sicht seiner Eltern mal jemand anders war*
*hätte bei jedem anderen Angst, dass diese andere Realität irgendwie Einfluss auf denjenigen nehmen könnte und derjenige ihn nach dem Besuch mit anderen Augen sieht - in Bezug auf Matteo weiß er einfach, dass diese Ängste nicht rational sind und kann sie mit diesem Wissen ganz gut im Zaum halten, wenn sie sich zu sehr an die Oberfläche kämpfen*
*lächelt auf Grund des Gedanken schließlich leicht und legt Matteo kurz eine Hand an die Wange*
*sagt leise*
Danke für’s Zuhören…
*gibt ihm noch einen sanften Kuss und lässt ihn dann wieder los*
Matteo:
*lacht leicht*
/Das/ ist unser aller Ziel…
*schlingt seinen einen Arm um ihn, als er näher rückt*
*legt den Kopf leicht schief, als er sich fürs Zuhören bedankt*
*fragt sich, ob David überhaupt weiß, wie geehrt er sich fühlt, dass er ihm so vertraut, dass er ihm das alles erzählt, dass er ihn mitnimmt, zu seiner Patentante, zu seinen Eltern, an Orte und zu Personen, die schwierig für ihn sind*
*wird geküsst und schlingt den Arm enger um ihn, damit er nicht wieder abhaut*
*sagt leise*
Danke fürs Vertrauen…
*küsst ihn nochmal und hält ihn fest*
*flüstert in seine Ohr*
Wir schaffen das schon…
David:
*lächelt leicht, als Matteo den Arm enger um ihn schlingt, legt seinen Kopf auf Matteos Oberarm ab und sieht ihn an*
*schüttelt leicht den Kopf, als er sich ebenfalls bedankt und wird leicht verlegen*
*ist darum froh, als Matteo ihn direkt nochmal küsst und erwidert den Kuss sofort*
*schlingt dann ebenfalls einen Arm um ihn und erwidert seine Umarmung*
*hmmt zustimmend bei seinen Worten, küsst nochmal seine Wange und kuschelt sich dann an ihn*
*bleiben noch einen Moment so liegen, ehe sie beschließen, sich bettfertig zu machen*
*muss vor dem Einschlafen noch daran denken, dass er seine Eltern jetzt fast ein halbes Jahr nicht gesehen hat und er tatsächlich ein wenig aufgeregt ist, ob sie sich irgendwie verändert haben*
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Reiss Nelson of Arsenal during a training session at London Colney on August 02, 2019 in St Albans, England. (Photo by Stuart MacFarlane/Arsenal FC via Getty Images)