" Denn Liebeskummer verschwindet nicht, nur weil man ein neues Jahr eingeläutet hat."
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" Denn Liebeskummer verschwindet nicht, nur weil man ein neues Jahr eingeläutet hat."
- Save you
Ein einmaliges ‘nein’ ist erträglicher als ein ständiges vielleicht.
Meine Liebe 1. Liebe: M. Es begann in der Grundschule. Da ich in der zweiten Klasse noch nicht so weit war, wie ich hätte sein sollen, beschlossen meine Eltern damals, mir ein Jahr mehr in der Grundschule zu verschaffen. So habe ich es hinbekommen, auf einer Grundschule zu wiederholen, auf der es, bis heute eigentlich überhaupt nicht möglich ist. Ich kahm dann in eine komplett neugegründete Klasse. Nun muss man wissen, dass ich auf einer sogenannten “Montessorischule” war. In dieser Schulform sind die Klassen Jahrgangsgemischt, also ist es nicht unüblich, dass Erstklässler und Viertklässler gemeinsam Unterricht haben. (Also gleicher Raum, gleicher Lehrer, unterschiedlicher Lernstoff) Da die Klasse aber erst neu gegründet wurde, waren wir dann nur drei Zweitklässler und sechzehn Erstklässler. Da ich damals dann natürlich der Älteste in der Klasse war, war ich in der Klasse sehr beliebt. Eine der Erstklässlerinnen schien besonders an mir zu hängen. Ständig neckte und ärgerte sie mich, so hat sie mir zum Beispiel immer wieder auf meinen Allerwertesten gehauen. Ich konnte das natürlich nicht auf mir sitzen lassen und gab ihr das verständlicherweiße zurück. So ging es immer hin und her. Ich als unbedarftes Kind dachte mir allerdings nicht viel dabei. Dann, eines Mittags, es muss während der Mittagsbetreuung gewesen sein, saßen wir beide auf einem der beiden Magnolienbäume auf dem Schulhof bei der Sporthalle. Wir waren alleine draussen, der restliche Hof war verlassen. Wir unterhielten uns normal über alles mögliche bis plötzlich eine kurzes shweigen eintritt. Dann fragte sie mich unvermittelt etwas, dass ich damals allerdings leider akkustisch nicht ganz verstand. Später habe ich mir zusammengereimt, dass sie wohl Fragte ob ich sie Heiraten möchte. Auf jedenfall, da ich es ja nicht verstanden hatte fragte ich nach: “Was?” Sie blieb kurz still. Ich habe heute noch vor Augen wie ihre Wangen zart rosa anliefen als sie mich fragte: “Liebst du mich?” Jetzt kann man sich mich kleinen Zweitklässler vorstellen, total verdutzt und mit der ganzen Situation etwas überfordert. Eine wahre Flut von Gedanken schossen mir durch den Kopf, hauptsächlich Szenen aus Liebesfilmen und nichtzusammenhängende Bilderschnipsel. Über allem lag allerdings ein Gedanke, ein sehr bekanntes Sprichwort: “Was sich liebt, dass neckt sich!” Ich sah auch die Situationen, wie sie mich immer neckisch ärgerte. Just in diesem Moment wurde mir klar, was Liebe ist und das ich sie wohl für das Mädchen mir gegenüber empfinden könnte. Das wollte ich aber nicht zugeben, und ich antwortete mit gesenktem Blick: “ein bisschen”. Dann schaute ich auf, suchte ihren Blick und stellte ihr die selbe Frage. Sie schaute kurz leicht zur Seite und gab mir auch die selbe Antwort.