68er
so fühlte ich mich. als wär ich ein 68er. obwohl ich nicht weiß, wie sich das so anfüühlt, bzw anfühlte. aber während ich bei der diestägigen besonderheit, dem wg-kühlschrank-aufräumen rasend wurde vor wut auf mich und diese wegwerfgesellschaft, zu der ich mich dann leider auch zählen musste, konnte ich ein solidaritätsgefühl mit allen, die gegen die scheiße in politik und gesellschaft sind, in mir sehen, das eigentlich immer da ist, aber mit so einer in den mittelpunkt-rückung eines missstandes, mal wieder aufleuchtet. dieses unrechtsbewusstsein, das einen ganz klar sehen lässt, dass man ethisch gesehen scheiße konsumiert. zu viel kauft, zu oft kauft, vergisst was man hat. einfach unbewusst vor sich hin konsumiert. und dann steht man da und muss dutzende halb leere gläser und packungen wegschmeißen, die schon ein eigenleben im kühlschrank führen. und dann kommen die in die mülltonne und tada, aus dem auge aus dem sinn. würde gern wissen ob wir uns anders verhielten, wenn wir jeden tag hungernde menschen sähen oder sich die müllberge direkt vor unserer fußmatte auftürmten.











