Springen, oder: Die Kaninchenapokalypse
Weiße Hasen überall,
ich glaub ich hab ‘n Knall!
~
Gerade freute ich mich noch
über ein Kaninchen,
das so putzig rum hier kroch,
auf der Wiese mit den Bienchen,
doch plötzlich sind Millionen hier
und keiner weiß woher,
ein bisschen, sag ich, schaudert's mir,
doch knuffig sind sie sehr.
~
Weiße Hasen überall,
das ist doch nicht der Fall!
~
Sie werden immer mehr und mehr,
die Watteinvasion
aus jedem Winkel spring'n sie her,
stürmen jede Bastion.
Die Menschen fliehen wo sie können,
doch hilft es ihnen kaum,
dank neuen, spitzen Hasenzähnen
fällt jeder Turm und Baum.
~
Weiße Hasen überall,
Die Welt ich nicht mehr schnall'!
~
Doch ei, ich glaub ich seh's Problem,
dort drüben in der Ferne
ließ ich mein' Zylinder steh'n,
zum Spawnen nutzen's gerne.
Die Hasen, raus sie sprudeln,
wüten, wippen, wogen: weiße Wellen,
pulsieren, springen, schwappen, wuseln,
milliarden Zähne schnellen.
~
Weiße Hasen überall,
füllen so die Welt schon prall!
~
Ich schwimme durch das weiße Meer,
will zu dem Hute tauchen,
doch dicht ist dieses pelzig' Heer,
so werd’ ich ewig brauchen.
Nach wochenlanger Schwimmentortur
könnt' ich ihn nun mir greifen,
doch stocksteif stehe ich da nur,
glotz‘ wie ein Autoreifen
~
Weiße Hasen überall,
dem Wahn ich wohl verfall‘!
~
Starr vor Schock starr ich hinab
auf meine greifend‘ Hand.
mein Geist fühlt sich wie schon im Grab,
mein Lebenswill' entschwand.
Ein Streifen weißer Flauschehaare
wächst da aus meinem Arm
der Hasenlord, der einzig wahre,
ruft mich zu spring’n im Schwarm.
~
Weiße Hasen überall,
Armageddon aus dem Stall!
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Doktor Disko







