#52Games | 04 #Minimalismus | Doodle God
Was geht, Leute? Seid ihr mit mir down?
Wir sind schon in der vierten Woche des Blogprojekts 52Games angelangt. Himmel, wie die Zeit vergeht. Und damit sie nicht noch weiter fortschreitet, ist hier mein Beitrag zu dem dieswöchigen Thema „Minimalismus“.
Minimalismus, der; [Bed.] bewusste Beschränkung auf ein Minimum, auf das Nötigste. (Definition aus dem Duden)
Nehmen wir an, du bist Gott. Deine Aufgabe ist es, die Welt zu kreieren. Mit irgendetwas musst du anfangen, also erschaffst du das Minimum, das nötig ist, um alles andere darauf aufbauen zu können. Du lässt die vier Grundelemente entstehen: Luft, Erde, Feuer, Wasser. Der Rest wird sich schon ergeben.
Und genau so ist es: In dem Game Doodle God kann man alles erschaffen und der Welt ihre Form, ihre Eigenschaften und ihre Bewohner hinzufügen. Allein durch Kombination der vier Grundelemente entwickelt sich nach und nach die Erde so, wie wir sie kennen.
Nachdem mir die Lite-Version auf dem iPhone sehr gut gefallen hatte, kaufte ich Doodle God für 0,79€ im App Store und habe es zu keiner Sekunde bereut. Ich kombinierte Wasser mit Erde und es entstand Morast. Aus Erde und Luft wurde Staub, aus Luft und Feuer Energie. Als ich Feuer und Wasser kombinierte, erhielt ich Alkohol und - Achtung, Ironie! - von diesem Moment an hatte das Spiel mich voll und ganz in seinen Bann gezogen.
Mir gefiel die Idee und die Umsetzung sehr gut. Von der Gestaltung war ich schlichtweg begeistert, denn die Elemente sind auf Karopapier "gezeichnet" und werden dem „Doodle-Stil“ somit gerecht. Alles will man entdecken und schmunzelt über so manches Zitat, das bei der Entstehung eines neuen Elements eingeblendet wird (beispielsweise gab Fry aus Futurama bei der Entstehung der Eidechse mit „I am going to get so many lizards!“ seinen Senf dazu). Nach und nach erschafft man Fauna, Flora und den Menschen, der mithilfe von Werkzeugen und Materialien für Gebäude und Transportmittel sorgt. Sogar Übernatürliches wie ein Zombie oder Gefühle lassen sich kreieren.
Nach 115 erschafften Elementen, aufgeteilt in 15 Gruppen, ist die erste Episode des Games vorbei. Für das bezahlte Geld erhält man jedoch vier Episoden plus Bonuscontent und kann es letztendlich auf 248 Elemente in 26 Gruppen bringen. Ist man des Spieles danach immer noch nicht überdrüssig - ich war es nicht - kann man sich für ebenfalls 0,79€ noch Doodle Farm zulegen, bei dem es über 135 verschiedene Tierarten zu entdecken gibt. Zum gleichen Preis zerstört man in Doodle Devil die Welt, angefangen mit einem Menschen und einem Apfel. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor.
Nie habe ich 0,79€ so sinnvoll investiert, wie in diese App. Ob Natur, von Menschenhand Erschaffenes oder auch der Spielspaß: Alles kann entstehen wenn nur das Minimalste vorhanden ist.