Kunstzeitung, September 2016 Unendliche Stunden Matthias Kampmann über Last und Lust, die das Engagement in kleinen Kunstvereinen mit sich bringt (Ausschnitt)
Kunstvereine können sich einem einzigen Ziel widmen. Und wenn das einmal geschieht, kommt Abenteuerliches dabei heraus. Verena Voigt, Kunsthistorikerin und PR-Spezialistin, entdeckte 2009 nach einer Lektüre die Eiskeller für sich. In Schleswig-Holstein seien gut 200 dieser unterirdischen Kühlschränke aus der Vergangenheit verstreut, berichtet die Kunstvermittlerin. Raumprobleme für die Installationen und Werke von Land-Art-Künstlern gibt es demgemäß weniger. Feste Mieten fallen weg, da diese antimusealen Orte meist noch zu alten Gütern gehören, die sich im Privatbesitz befinden. Hier heißt es, geführt zu werden. Wer sich vor Spinnen, Mäuschen, Schnecken oder floralen Überwucherungen ängstigt, bekommt ein Problem. Man setzt auf Wachstum. Das Interesse ist groß. - Kleine Kunstvereine, die sich über die ADKV organisieren, haben es da besser. Verena Voigt über den Vorteil, Verbandsmitglied zu sein: "Die Verbandsmitgliedschaft spielt für unser Selbstverständnis eine wichtige Rolle. Denn wir sind nicht der 'Eiskellerverein', sondern unterstützen Künstlerinnen und Künstler,die im weitesten Sinne der Konzeptkunst zuzuordnen sind und ortsbezogen arbeiten. Außerdem gibt der ADKV Starthilfen. Foto: Anka Landtau, Fundstücke, 2016












