Nach Auflösung des AK Antifaschismus: Offener Brief stellt sich hinter den AK
Mit einem offenen Brief wenden sich Organisationen und Einzelpersonen an den Studierendenrat und die Hochschulleitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Schreiben werden die Mitglieder des Sturas aufgefordert, „ihre Entscheidung zu überdenken“, den Arbeitskreis Antifaschismus aufzulösen, und die Hochschulleitung gebeten, sich „nachdrücklich für den Erhalt der Meinungsfreiheit an ihrer Universität zu positionieren“. Die Vorwürfe der Transfeindlichkeit seien unberechtigt.
Zu den über 40 Erstunterzeichnern gehören Organisationen wie studentische Referate aus Berlin und Dresden aber auch Zusammenschlüsse aus Halle wie das Bündnis gegen Antisemitismus und das Hausprojekt Reil78. Viele Einzelpersonen, die den Brief unterschrieben haben, sind selbst an einer Hochschule tätig bzw. Autoren.
In dem offenen Brief betonen die Erstunterzeichner, dass sie sich zwar mit dem AK verbunden fühlen, sich aber nie „jemals mit der Gruppe über alles und jedes einer Meinung sein“ werden. Weiter heißt es: „Einig sind wir uns jedoch darin, dass die Universität der Ort par excellence sein sollte, um Streitgespräche zu führen und Kontroversen auszutragen. Das setzt jedoch voraus, dass in ihren Räumen auch gesagt und besprochen werden kann, was nicht jedem gefällt und sogar manche verletzt.
“Der offene Brief und die Erstunterzeichner sind auf der Website des AK Antifaschismus dokumentiert: http://agantifa.com/2022/08/offener-brief-an-die-hochschulleitung-und-stura-mitglieder-der-hallischen-universitaet/