Der Takfir auf die Mushrikin und sein Verhältnis zum Al-Kufr bit-Taghuut
Von Shaykh Ahmad al-Haazimi, möge Allah ihn befreien:
https://drive.google.com/file/d/0B8AZmJn6e3neaC13RDBWdlRjazQ/view

seen from France
seen from Germany

seen from United States
seen from United States

seen from Brazil
seen from United States

seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from United States

seen from Malaysia
seen from Argentina
seen from United States
seen from United States

seen from Malaysia

seen from United States

seen from United States

seen from United States

seen from Malaysia
seen from United States
Der Takfir auf die Mushrikin und sein Verhältnis zum Al-Kufr bit-Taghuut
Von Shaykh Ahmad al-Haazimi, möge Allah ihn befreien:
https://drive.google.com/file/d/0B8AZmJn6e3neaC13RDBWdlRjazQ/view
“Sei keine Fliege, die nur auf Dreck landet”
Er -Shaykh Ishaq (aal ash-Shaykh)- sagte:
“Und wir sagen: Alles Lob gebührt Allah, gepriesen ist Er und Ihn bitten wir um Hilfe und um Standhaftigkeit und wir sagen nichts, außer was von unseren Mashayikh gesagt wurde: Shaykh Muhammad (ibn Abdilwahab) in Ifādať al-Mustafid und seinem Enkel (ʿAbd ar-Rahman ibn Hasan) in seiner Widerlegung zu al-ʿIraqiyy…”
Und anderen; die Imame der Dawah sind alle auf dieser Aussage..
(Shaykh Ishāq sagte:)
“Und es ist ebenso die Aussage der Imame der Religion vor ihnen. Und was zwingenderweise von der Religion des Islam gewusst werden muss, ist dass die Bezugnahme in den Angelegenheiten des Fundaments der Religion (Usul ad-Din), das Buch und die Sunnah und der Ijmāʿ der Ummah (welche von Bedeutung) ist und dies ist, worauf die Sahaba waren und es wird hierin nicht auf einen spezifischen Gelehrten zurückgekehrt.”
Denn der Widersacher hier -wie wir es zusammengefasst haben- hat die Aussage von Shaykh Muhammad (ibn Abdilwahab): "Wir machen keinen Takfir auf denjenigen, der die Kuppel von al-Kawwāz anbetet” als Beweis verwendet.
Er hat sich auf diese Aussage (als Beweis) gestützt, worauf er (Ishaq aal ash-Shaykh) aufklären wollte, dass der Beweis nicht Shaykh Muhammad ibn Abdilwahab ist, wie wir es zuvor sagten..
Die Quelle unserer Religion ist nicht Ibn Taymiyyah, noch Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhab, noch andere als sie. Noch ist ihre Quelle "ad-Durar (as-Saniyyah)", noch "Fatāwā Ibn Taymiyyah" – absolut nicht. Vielmehr benutzen wir diese als Stütze im Verstehen des Buche Allahs und so: - was damit übereinstimmt, das berücksichtigen wir und was damit im Widerspruch steht, das lehnen wir ab.
So wollte er (Ishaq Āl ash-Shaykh) versuchen, ein Fundament zu setzen, welches zwingend von der Religion gewusst werden muss, und dies ist, dass die Gesetzgebung und die Wahrheit und die Offenbarung sich nur im Quran und der Sunnah befinden.. und dass dir nicht aufgebürdet wurde.. Du wurdest nicht erschaffen, um Abu Hanifah zu folgen, noch Malik, noch Ash-Shafi'i, noch Imam Ahmad - ganz abgesehen von Ibn Taymiyyah und jenen, die nach ihm kamen. Du wurdest erschaffen, um Allah anzubeten, mit dem, was Er dir anbefohlen hat.
Du wurdest vom Anfang des Qur'an bis zu seinem Ende angesprochen und nicht von jemand anderen. Beschäftige dich nicht mit anderen. Du bist nicht für sie verantwortlich; du bist für dich selbst verantwortlich. Du wurdest angesprochen mit den Versen über den Tawhid und den Versen über den Shirk.
So, was von dem Muhkam (den klaren Ayat) verstanden wird, dem bist du verpflichtet, zu folgen. Und was du nicht verstanden hast und Argumentation benötigt in Bezug auf religiöse Urteile, dann hat es seinen Weg bei den Gelehrten. Aber unsere Angelegenheit hier handelt über das Klarste von den klaren Angelgenheiten; was der Tawhid und der Shirk ist!
So wollte er (Shaykh Ishaq) also ein großes Fundament in diesem Thema setzen und wer auch immer darauf schaut und danach handelt, wird von vielen Verwirrtheiten/Problemen befreit, denn du wirst Aussagen von Gelehrten begegnen... dies ist unumgänglich!
Und dies ist, warum Shaykh Ishaq hier erwähnt, dass es unumgänglich ist, dass es unklare Aussagen geben wird, von den Worten von Ibn Taymiyyah oder den Worten von Shaykh Muhammad ibn Abdilwahab und anderen als sie, welche manche Menschen verwirren werden..
Wer sodann auch immer eine Schwäche in seinem Herzen hat, oder eine Beunruhigung, wenn es um das Befolgen (des Propheten alleine) geht, dann wird er in Zweifel über solche Angelegenheiten verbleiben.
Manchmal wird er Takfir auf die Mushrikin machen und manchmal wird er sagen, dass dies eine Angelegenheit der Meinungsverschiedenheiten ist und manchmal wird er sie als Muslime beurteilen und manchmal weiß er nicht mal, was er redet!
Warum? Weil jedes Mal, wenn er sitzt, sagt er: "Was sagst du über Ibn Taymiyyahs Aussage, welche dies und jenes aussagt? Was sagst du über die Aussage von Shaykh Ishaq, welche dies und jenes aussagt?"
So verbleibt er wie ein Miskin.. Er verlässt die Hinweise des Quran und der Sunnah - und zuvor überliefert er sogar den Ijmaa'!- und dann, wenn ihm eine unklare Aussage von den Wörtern Ibn Taymiyyas erwähnt werden, dann fängt er plötzlich an, zu zweifeln, zu schwanken.. - nicht wissend, was er antworten soll.
“Was ist deine Antwort zu dem, was ist deine Antwort zu dem?"
Ich sage: Ob du antwortest, oder nicht, du bist nicht verantwortlich; vielmehr ist es so, dass wenn ein Hinweis einer Ayah etabliert worden ist, und es wurde erbracht, wenn es um den Tawhid und den Shirk geht; - dann ist es verpflichtend, daran festzuhalten!
Ob Ibn Taymiyyah Takfir gemacht hat, oder nicht und ob Shaykh Muhammad ibn Abdilwahab entschuldigt hat oder ob er die Unwissenheit als Entschuldigung gemacht hat; wir wurden nicht damit aufgebürdet. Vielmehr wurden wir nur für eine Sache verantworlich gemacht; dem Qur'an und der Sunnah. Beiß' mit deinen Backzähnen auf diese (zwei Quellen) und du wirst von vielen Dingen und Diskussionen befreit, die heutzutage stattfinden.
Ganz zu schweigen von Angelegenheiten wie: – Hat Ibn Taymiyyah Takfir auf as-Subkiyy gemacht, oder nicht?
– Hat Ibn Taymiyyah Takfir auf al-Bakriyy gemacht, oder nicht?
– Haben die Imame der Daʿwah Takfīr auf Ibn Hajar al-Haytamiyy gemacht oder nicht?
Ob er Takfir machte, oder nicht; Ich bin nicht für sie verantwortlich. Und es ist nicht bindend für mich –schenke dem Aufmerksamkeit!–: Es ist nicht bindend für mich, dass wenn gesagt wird, dass sie nicht auf einige Individuen Takfir gemacht haben, dass Ich Takfir auf sie machen muss, weil sie diese entschuldigten. Denn unsere Untersuchung hier handelt um was? Um al-ʾAsl al-Muttarid (des einheitlichen Fundaments). Und es kann manchmal zu einem Fehler kommen, wenn es um Individuen geht.
Es könnte jemand kommen, der das Fundament setzt, dass der Adhir ein Kafir ist, der vom Islam abtrünnig geworden ist. Doch dann könnte über ihn gesagt werden, dass er keinen Takfir auf diese oder jene Person gemacht hat. Sodann muss folgende (Frage) auf ihn angewendet werden: Warum hat er keinen Takfir auf ihn gemacht?Dies benötigt die Befragung. Wenn er tot ist, was können wir dann tun? Er muss gefragt werden (damit wir wissen, wieso er keinen Takfir gemacht hat), so was tun?
Shaykh Abdullāh (ibn Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb) sagte, dass er keinen Takfīr auf al-Haytamiyy macht… dann müssen wir Shaykh Abdullah bringen und ihn um eine Erklärungen bitten, um zu wissen, warum er keinen Takfir auf Ibn Hajar al-Haytamiyy gemacht hat…
(....)
Der Punkt ist: Mehrdeutigkeit kann stattfinden, wenn es um Einzelpersonen geht.
Und wenn uns erzählt wird, dass es einen Fall des Zurückhalten (des Takfirs) bei jemanden gibt, der den Takfir auf den Adhir zum Fundament gemacht hat, aber er hat sich von gewissen Einzelpersonen zurückgehalten; dann machen wir keinen Takfir auf ihn.
Es gibt keinen Zweifel darüber, denn was kann stattfinden...? Unklarheit. Und du weißt nicht, wie die Angelegenheit dieser Einzelperson genau war.
Jedenfalls wollte Shaykh Ishaq eine gewaltige Grundlage setzen, er sagte: "Und der Ijmaa der Ummah, welches bedeutend ist, und dies ist das, worauf die Sahaba sich befanden und die Rückkehr ist hierin nicht zu einem spezifischen Gelehrten." - im Absoluten. Die Bezugnahme in diesen Angelegenheiten, welche zwingend von der Religion gewusst werden, ist weder Ibn Taymiyyah, noch Ibnul Qayyim, noch Muhammad ibn AbdilWahab..
Wenn du an dieses Fundament greifst, dann wird es dir keine Sorge bereiten, wenn jemand kommt und sagt: "Dies ist Ibn Taymiyyahs Aussage so und so"; sag zu ihm: "Lass mich mit ihm, Ich bin nicht verantwortlich für Ibn Taymiyyah." Ob du antwortest oder nicht, (du wirst nicht über ihn gefragt)!
Befindest du dich im Widerspruch? Ein Widerspruch ist das, was im Widerspruch zu den textlichen Beweisen steht, nicht was im Widerspruch zu Ibn Taymiyyah ist; vielmehr nehmen wir von den Aussagen des Ibn Taymiyyahs das, was mit der Wahrheit übereinstimmt.
Und nicht jede Aussage von Ibn Taymiyyah ist die Wahrheit.. Stimmt's? Ohne Zweifel, oder nicht? Ohne Zweifel! Nicht alle Aussagen von Ibn Taymiyyah sind die Wahrheit. Andernfalls wäre es wir der Qurʾān, und es gäbe keinen Unterschied zwischen dem Öffnen Mushaf von al-Fātihah bis zu an-Nās und zwischen dem Lesen von Al-Fatāwā (von ibn Taymiyyah) - von seinem Beginn, bis zu seinem letzten Band.. es wäre das selbe, auf dem gleichen Level; wenn alles, was Ibn Taymiyyah sagt, als die Wahrheit angesehen wird!
Und genauso mit ad-Durar as-Saniyyah, von seinem Anfang bis zu seinem Ende... dies ist nicht richtig!
Und deswegen mögen die Imame der Dawah der Wahrheit in einigen Angelegenheiten widersprochen haben, aber diese Angelegenheit des Takfirs auf die Mushrikin und auf den Adhir ist klar und offensichtlich.
Er (Shaykh Ishāq – رحمه الله) sagte:
“… dann wird das, was er von den unklaren Aussagen sieht, Licht für ihn..”
Unklare Aussagen; so beinhalten die Aussagen der Gelehrten klare und unklare Aussagen.
“…in manchen Büchern der Imame,..." und dies im Absoluten.
"Denn es gibt niemand Fehlerlosen, außer dem Propheten (salAllahu alayhi wa salam),"
So ist es unumgänglich, dass es unklare Aussagen gibt; dass es ein Wort gibt, das wegfällt, von dem du nicht weißt, ob der Verfssser das so geschrieben hat, wie es ist, oder nicht.. und dann ist die Rückkehr zum Buche und der Sunnah.
Er (Shaykh Ishāq – رحمه الله) sagte:
“Und diese, unsere Angelegenheit, welche das Anbeten Allahs alleine ohne Partner ist, sowie die Baraa'a (Lossagung) von jeder Anbetung neben Ihm, und dass wer auch immer andere neben Allah anbetet, den großen Shirk begangen hat, welches ihn aus der Religion schließt; -- so ist dies die Grundlage der Grundlagen; welche klar im Quran und der Sunnah ist.”
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Sug9e2rVfOk&feature=youtu.be
Dies ist die Sunnah Allahs gegenüber seiner Schöpfung: Wer auch immer zum richtigen Islam und Manhaj der Salaf aufrufen möchte - dem wird Leid widerfahren. (Deswegen nennt Shaykh Muhammad ibn Abdilwahab): das Wissen über Allah, dann das Handeln danach, dann den Aufruf dazu und hiernach die Geduld mit dem, was einem widerfährt.
Shaykh al Hazimi in شرح القواعد الأربع
Shaykh al Hazimī wurde auf Ask gefragt:
Ich hörte in einer deiner Aufnahmen, dass Shaykhul Islam ibn Taymiyyah aufgrund von Unwissenheit entschuldigt hat. So ist Shaykhul Islam ein Erneuerer, oder ein Kafir?
Antwort von Shaykh alHazimi:
Möge Allah dich segnen. Shaykhul Islam ibn Taymiyyah, rahimahullah, hat den Täter des (großen) Shirk als Mushrik bezeichnet. Und er hat absolut (niemanden) entschuldigt, dem die Hujjah erreicht hat. Wem die Hujjah jedoch nicht erreicht hat, so wurden sie (von Ibn Taymiyyah) als Leute der Fatrah geurteilt. So hat er sie entschuldigt und damit das Urteil der Akhira beabsichtigt und dass sie geprüft werden und nicht sofort in das Feuer eintreten. Und ebenso, dass sie nicht auf der Dunya getötet/bekämpft werden.
Und wir müssen auch wissen, was er mit "Erbringen des Beweises" gemeint hat. So ist es nicht richtig zu sagen, dass er (durch Unwissenheit) entschuldigte, wie es heute (üblicherweise) falsch verstanden wird.
Und von Allah kommt der Erfolg.
Die Lossagung vom Ṭāġūt - Übersetzung der Ḫuṭbah des ehrenwerten Šayḫs Aḥmad ibn ʿUmar al-Ḥāzimī, möge Aḷḷāh ihn beschützen!
Wahrlich, alles Lob und aller Dank gebühren Aḷḷāh. Ihn preisen wir, und Ihn bitten wir um Hilfe und Vergebung. Wir suchen unsere Zuflucht bei Aḷḷāh vor dem Übel unserer Selbst und vor unseren schlechten Taten. Wen Aḷḷāh rechtleitet, den kann niemand in die Irre führen, und wen Er in die Irre gehen lässt, den kann niemand rechtleiten. Und ich bezeuge, dass es keinen zu Recht Angebeteten gibt, außer Aḷḷāh Alleine, Der keinen Teilhaber hat. Und ich bezeuge, dass unser Prophet Muḥammad ﷺ Aḷḷāhs Diener und Gesandter ist.
O die ihr Īmān habt, fürchtet Aḷḷāh in gebührender Furcht und sterbt nicht anders denn als Muslime! (3:102)
O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet Aḷḷāh, in Dessen (Namen) ihr einander bittet, und die Verwandtschaftsbande. Gewiß, Aḷḷāh wacht über euch. (4:1) ,
O die ihr Īmān habt, fürchtet Aḷḷāh und sprecht treffende Worte, so läßt Er eure Werke als gut gelten und vergibt euch eure Sünden. Und wer Aḷḷāh und Seinem Gesandten gehorcht, der hat bereits einen gewaltigen Sieg errungen. (33:70,71).
So denn: Die beste Rede ist das Buch Aḷḷāhs und die beste Rechtleitung ist die Rechtleitung Muḥammads ﷺ; Die schlechtesten Angelegenheiten sind die unerlaubten Neuerungen, und jede unerlaubte Neuerung ist eine Bidʿah, und jede Bidʿah ist ein Irregehen. Diener Aḷḷāhs. Aḷḷāh der Erhabene entsandte Seinen Diener und Gesandten Muḥammad ﷺ. Er entsandte ihn mit der Rechtleitung und der wahren Religion. Mit einer allgemeinen Botschaft an die Gesamtheit der beiden Gewichtigen [d.h. die Menschen und die Ǧinn].
Aḷḷāh der Erhabene sagt:
﴾Und Wir haben dich nur als Bringer froher Botschaft und Warner für alle Menschen entsandt. Aber die meisten Menschen wissen nicht.﴿ (34:28).
Aḷḷāh der Erhabene entsandte ihn, um mit ihm das zu erneuern, was von der Religion des reinen Monotheismus (al-millatu l-ḥanīfīya) verloren gegangen ist. Er der Erhabene sagt:
﴾Und hierauf haben Wir dir (als Offenbarung) eingegeben: „Folge der Religion Abrahams, (als) Ḥanīf [als Anhänger des reinen Monotheismus], und er gehörte nicht zu den Mušrikīn.“﴿ (16:123).
Er entsandte ihn mit dieser wahrhaftigen Religion, die Er mit ihm vervollkommnete. Er vollendete mit ihm Seine Gunst und Er ist mit dem Islām als Religion für ihn zufrieden.
Und die Religion Abrahams, mit der unser Prophet ﷺ entsandt wurde, und die ihm mit der Aussage des Hocherhabenen ﴾„Folge der Religion Abrahams […]“﴿ anbefohlen wurde, ist der Tawḥīd. Und sie ist die allgemeine Religion, die mit dem Aufruf aller Gesandten übereinstimmt. Wobei sich ihre religionsgesetzlichen Bestimmungen unterscheiden.
Er der Erhabene sagt:
﴾Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: „Es gibt keinen zu Recht Angebeteten außer Mir, darum dient Mir.“﴿ (21:25).
Und im Ṣaḥīḥ-Werk von Al-Buḫārī steht, nach Aussage von Abū Hurayrah, möge Aḷḷāh der Erhabene mit ihm zufrieden sein, dass der Prophet ﷺ sagte:
„Wir, die Gemeinschaft der Propheten, sind Brüder von verschiedenen Müttern, unsere Religion ist eine.“
Er meint damit den Tawḥīd, mit dem Aḷḷāh jeden Gesandten entsandte, und den Aḷḷāh zum Inhalt eines jeden herabgesendeten Buches machte. Was die religionsgesetzlichen Bestimmungen betrifft, so sind sie in den Geboten und Verboten verschieden. So kann eine Sache in jenem Gesetz verboten sein und in in dem anderen Gesetz ist sie daraufhin erlaubt, und umgekehrt […].
Qatādah, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte über die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Für jeden von euch haben Wir ein Gesetz und einen deutlichen Weg festgelegt.﴿ (5:48):
„Das bedeutet: einen Weg und eine Handlungsweise (Sunna), und die Handlungsweisen sind verschieden: Sie sind in der Thora ein Gesetz, im Evangelium ein Gesetz und im Furqān [d.h. Qurʾān] ein Gesetz. Aḷḷāh erlaubt in ihnen, was Er will, und Er verbietet, was Er will. Um denjenigen, der Ihm gehorcht, von demjenigen, der sich Ihm widersetzt, zu unterscheiden. Und was die Religion angeht, außer der Aḷḷāh keine andere akzeptiert, und mit der alle Gesandte kamen, so ist sie der Tawḥīd und der Iḫlāṣ für Aḷḷāh.“
Und sie ist es, wegen der sich die Gesandten und ihre Anhänger mit den Ṭawāġīt und ihren Verbündeten feindselig auseinandersetzen, sowohl früher, als auch heute. Er der Erhabene sagt:
﴾Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt (der da predigte): „Dient Aḷḷāh und meidet den Ṭāġūt.“ Unter ihnen gibt es manche, die Aḷḷāh rechtgeleitet hat, und unter ihnen gibt es manche, an denen sich das Irregehen bewahrheitet hat. So reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Leugner war. Selbst wenn du noch so (danach) trachtest, sie rechtzuleiten, so leitet Aḷḷāh nicht recht, wen Er (nun einmal) in die Irre gehen läßt; und sie werden keine Helfer haben.﴿ (16:36,37).
Und wahrlich, von dem, was mit dem Wort aller Gesandten übereinstimmt, ist die Lossagung vom Ṭāġūt. Da sie nämlich im Verständnis des Tawḥīds, mit dem alle Gesandten entsandt wurden, beinhaltet ist. So wie es auch deutlich aus dem Qurʾān hervorgeht. Diener Aḷḷāhs. Der Wortlaut des Ṭāġūts kommt an etwa acht Stellen in dem Buch Aḷḷāhs vor. Davon ist die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Wer sich nun vom Ṭāġūt lossagt und an Aḷḷāh den Īmān verwirklicht, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt.﴿ (2:256),
Und Seine Aussage, gepriesen sei Er:
﴾Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt (der da predigte): „Dient Aḷḷāh und meidet den Ṭāġūt.“﴿ (16:36)
Und Seine Aussage, gepriesen sei Er:
﴾Hast du nicht jene gesehen, die behaupteten, an das Īmān zu haben, was zu dir und was vor dir herabgesandt worden ist? Sie wollen (nun aber) eine rechtswirksame Entscheidung beim Ṭāġūt suchen, wo ihnen doch befohlen worden ist, sich von ihm loszusagen; und der Satan will sie weit in die Irre führen.﴿ (4:60)
Und es gibt noch andere Verse in Bezug auf die Erwähnung seines Wortlautes. Was jedoch seine Bedeutung und seinen Sinn betrifft, und was damit beabsichtigt wird, so befindet sich in jedem Vers die Erklärung des Tawḥīds, seine Ablehnung und Bestätigung, den Befehl zu seiner Umsetzung, oder die Lossagung von dem Širk und seinen Anhängern. Es sind daher Erklärungen und Verdeutlichungen für die Bedeutung des Ṭāġūts und der Lossagung von ihm. Und Aḷḷāh der Erhabene hat dies bereits in vollkommenster Deutlichkeit dargelegt, es erklärt, es offenkundig gemacht und immer wieder wiederholt.
Und in diesen edlen Versen, wird deutlich dargelegt, dass der Islām eines Dieners sich nicht bewahrheitet, außer durch die Lossagung vom Ṭāġūt. Derjenige, der sich nicht vom Ṭāġūt lossagt, ist demnach kein Muslim.
Und Aḷḷāh der Erhabene hat bereits deutlich gemacht, dass dies eine Bedingung für die Gültigkeit des Īmāns ist. So wie in Seiner Aussage, Erhaben ist Er:
﴾Wer sich nun vom Ṭāġūt lossagt und an Aḷḷāh den Īmān verwirklicht, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen﴿ (2:256)
Vielmehr nennt Aḷḷāh der Erhabene die Verbundenheit mit dem Ṭāġūt ʿIbādah! So ist jeder, der Īmān an den Ṭāġūt hat, ein Diener des Ṭāġūts, abseits von Aḷḷāh dem Erhabenen. Ob er es nun merkt oder nicht. Aḷḷāh der Erhabene sagt an einer Stelle des Lobes, über diejenigen, die sich von der Anbetung des Ṭāġūts fernhalten, und sich reuig zu Aḷḷāh wenden:
﴾Diejenigen aber, die sich von den Ṭāġūt fernhalten, um ihnen nicht zu dienen, und sich Aḷḷāh reuig zuwenden, für sie gibt es die frohe Botschaft.﴿ (39:17)
So gehört das Fernhalten vom Ṭāġūt zu der aufrichtigen und reinen Anbetung Aḷḷāhs des Erhabenen. Es jedoch zu unterlassen, sich von ihm fernzuhalten, bedeutet, etwas anderes als Aḷḷāh den Erhabenen anzubeten. Und dies ist die Realität des großen Širks und Kufrs. Und das Verbot, dem Ṭāġūt zu dienen, ist vielmehr der Aufruf aller Propheten und Gesandten. Er der Erhabene sagt:
﴾Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt (der da predigte): „Dient Aḷḷāh und meidet den Ṭāġūt.“﴿ (16:36),
So berichtet Aḷḷāh der Gepriesene, dass alle Gesandten bereits mit dem Befehl entsandt wurden, den Ṭāġūt zu meiden. Wer ihn also nicht meidet, steht im Widerspruch zu allen Gesandten.
Und wenn du nun weißt, o Diener Aḷḷāhs, dass der Tawḥīd der Aufruf aller Gesandten ist, und dass die Lossagung vom Ṭāġūt ein untrennbarer Teil des Tawḥīds ist, dann kennst du die Gewaltigkeit dieses Themas und die Gewaltigkeit des Wissens darüber. So ist jeder, der sich nicht vom Ṭāġūt lossagt, kein Muslim! Auch wenn er „Lā ilāha illā Aḷḷāh“ sagt, betet und fastet! Denn die Lossagung vom Ṭāġūt ist eine Säule des Tawḥīds. Wer sie nicht verwirklicht, erfüllt nicht die Grundlage des Tawḥīds (aṣlu t-tawḥīd).
Der Hochgelehrte aš-Šanqīṭī, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte:
„Aḷḷāh, Hoch und Erhaben ist Er, befahl seinem Propheten ﷺ die Anbetung seines Herrn, und dass er sich Ihm in Form von Erniedrigung, Unterwürfigkeit und Liebe annähern soll. Mit dem, was ihm an Handlungen des Gehorsams zur Annäherung an Aḷḷāh befohlen wurde, auf die gesetzlich festgelegte Art und Weise. Und der überwiegende Teil des Qurʾāns handelt von der Verwirklichung dieser Angelegenheit, welche den Anteil der Bestätigung in dem Wort „Lā ilāha illā Aḷḷāh“, als auch den Anteil der Verneinung darin darstellt. Und der Qurʾān hat bereits verdeutlicht, dass die Bestätigung alleine nichts nützt; dass sie nichts nützt, außer einhergehend mit der Verwirklichung des zweiten Teiles von dem Wort des Tawḥīds, welcher in dem Anteil der Verneinung besteht. Und er bedeutet, sich von allen Angebeteten außer Aḷḷāh dem Erhabenen loszusagen, und dies in allen Arten der gottesdienstlichen Handlungen. Er der Erhabene sagt:
﴾Und dient Aḷḷāh und begeht Ihm gegenüber keinerlei Širk﴿ (4:36).“
Weiterhin sagte er [aš-Šanqīṭī], möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen: „Und wisse, dass alles, was neben Aḷḷāh angebetet wird, ein Ṭāġūt ist; und dass die Anbetung Aḷḷāhs nichts nützt, außer unter der Bedingung, sich von der Anbetung alles anderen fernzuhalten.“
- Zitat Ende.
Und im Ṣaḥīḥ-Werk von Muslim steht nach der Aussage von Abū Mālik al-Ašǧaʿī, über seinen Vater, dass er den Gesandten Aḷḷāhs ﷺ sagen hörte:
„Wer Lā ilāha illā Aḷḷāh sagt, und sich von dem lossagt, was neben Aḷḷāh angebetet wird, dessen Besitz und Blut sind verboten und seine Abrechnung liegt bei Aḷḷāh.“
Der Šayḫ Sulaymān, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte:
„Wisse, dass der Prophet ﷺ in diesem Ḥadīṯ die Bewahrung des Besitzes und Blutes von zwei Sachverhalten abhängig gemacht hat.“ Erstens: Das Aussprechen von Lā ilāha illā Aḷḷāh, und zweitens: Die Lossagung von dem, was neben Aḷḷāh angebetet wird. Er begnügte sich also nicht nur mit dem bloßen Wortlaut ohne die Bedeutung, nein vielmehr muss das Bezeugungsbekenntnis ausgesprochen und nach ihm gehandelt werden.“
Der Šayḫ des Islāms Muḥammad ibn ʿAbdi l-Wahhāb, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte:
„Und dies ist von dem Gewaltigsten, was die Bedeutung Lā ilāha illā Aḷḷāhs erklärt. Denn er ließ nicht ihre Aussprache das Blut und den Besitz bewahren; und auch nicht die Kenntnis ihrer Bedeutung mit ihrem Aussprechen, und auch nicht das Wiederholen dessen, und selbst nicht die Tatsache, dass er zu niemandem anderen Duʿāʾ macht, außer zu Aḷḷāh alleine, Der keinen Teilhaber hat.
Nein, vielmehr sind sein Blut und sein Vermögen nicht eher geschützt, bis er sich auch von allem lossagt, was neben Aḷḷāh angebetet wird. Wenn er jedoch in Zweifel gerät oder zögert, wird sein Blut und Besitz nicht geschützt […].“
- Zitat Ende.
Diener Aḷḷāhs. Was nun die Erklärung der Realität des Ṭāġūts betrifft, und was mit ihm gemeint ist, so sagten die Leute des Wissens bereits: Das Wort Ṭāġūt ist in der arabischen Sprache von dem Wort ṭuġyān abgeleitet, welches das Überschreiten der Grenze bedeutet.
Aḷḷāh der Erhabene sagt:
﴾Wahrlich, als das Wasser (bei der Sintflut) seine Grenzen übertrat, trugen wir euch auf dem Schiff﴿ (39:17),
Und was nun seine Realität und seine rechtliche Bedeutung betrifft, so sind die Aussagen der Salaf in Bezug auf seine Erklärung vielfältig, wobei sie alle richtig sind und es keine Wirrungen in ihnen gibt.
Der Šayḫ des Islāms Ibn Taymīyah, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte:
„Und mehr als einer von den Salaf sagte: „Der Ṭāġūt sind die Götzen.“, und einige von ihnen sagten: „Er ist der Satan“, und beide haben Recht.“
Weiterhin sagte er, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen: „Und der Ṭāġūt ist jeder Verherrlichter und Hochmütiger, durch seinen Ungehorsam gegenüber Aḷḷāh und Seinem Gesandten. Sei er nun von den Menschen, den Satanen, oder etwas von den Götzen. […]“
Und Az-Zaǧǧād, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte: „Der Ṭāġūt ist der Satan, und jeder Angebeteter außer Aḷḷāh ist ein Ṭāġūt.
Und der Beweis, dass der Ṭāġūt der Satan ist, findet sich in Seiner Aussage, Hoch und Erhaben ist Er:
﴾und der Satan will sie weit in die Irre führen.﴿ (4:60).
Und er sagte, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen: „Und Seine Aussage:
﴾Diejenigen aber, die sich von den Ṭāġūt fernhalten, um ihnen nicht zu dienen, und sich Aḷḷāh reuig zuwenden, für sie gibt es die frohe Botschaft. So verkünde frohe Botschaft Meinen Dienern﴿ (39:17),
Das bedeutet, diejenigen, die sich von den Satanen fernhalten, um ihnen nicht zu folgen.“
Und Ibnu l-Qayyim, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte in einer umfassenden Definition, die alle Aussagen zusammenführt:
„Und der Ṭāġūt ist alles, mit dem der Diener seine Grenze überschreitet, sei es als Angebeteter, oder als Befolgter, oder als jemand, dem gehorcht wird. So ist der Ṭāġūt eines jeden Volkes derjenige, bei dem sie rechtswirksame Entscheidungen (taḥākum) abseits von Aḷḷāh und Seinem Gesandten suchen, oder den sie neben Aḷḷāh anbeten, oder dem sie ohne einen Beweis von Aḷḷāh folgen, oder dem sie in dem Gehorsam leisten, worüber sie nicht wissen, dass dieser Gehorsam nur Aḷḷāh zusteht.
So sind jene die Ṭawāġīt der Welt. Wenn du sie betrachtest, und den Zustand der Menschen, die mit ihnen sind, wirst du die meisten von ihnen darin sehen, dass sie sich von der Anbetung Aḷḷāhs abgewendet und der Anbetung des Ṭāġūts zugewendet haben, und dass sie sich von dem Taḥākum zu Aḷḷāh und Seinem Gesandten abgekehrt und sich dem Taḥākum zum Ṭāġūt hingegeben haben, und dass sie vom Gehorsam gegenüber Aḷḷāh und dem Befolgen Seines Gesandten abgegangen sind hin zu der Gefolgschaft und dem Gehorsam gegenüber dem Ṭāġūt.“
- Zitat Ende.
Aus seinen Worten lässt sich entnehmen, dass es drei Arten des Ṭāġūts gibt:
–– den Ṭāġūt der ʿIbādah –– den Ṭāġūt des Ḥukms –– und den Ṭāġūt des Gehorsams und der Gefolgschaft.
So zeigt sich der Angebetete z.B. an den Götzen, und der Befolgte an den fehlgeleiteten Gelehrten und derjenige, dem gehorcht wird an den Führern. Und der Gehorsam gegenüber den Führern und Gelehrten im Verbieten, was Aḷḷāh erlaubt hat oder dem Erlauben, was Aḷḷāh verboten hat, bedeutet, sie neben Aḷḷāh dem Erhabenen anzubeten. Und jeder Taḥākum zu einem anderen Gesetz als dem Gesetz Aḷḷāhs, ist ein Taḥākum zum Ṭāġūt.
Und ihr wisst bereits, möge Aḷḷāh Sich eurer erbarmen, dass der Ṭāġūt alles ist, was seine Grenze an Ṭuġyān überschreitet. So hat jeder, der etwas anderes neben Aḷḷāh dem Erhabenen anbetet, nur den Ṭāġūt angebetet; Und er überschreitet seine Grenze mit diesem Angebeteten; So gibt er ihm die ʿIbādah, die ihm nicht zusteht. Und so ist alles ein Ṭāġūt, zu dem zwei Streitende ohne das Buch Aḷḷāhs und die Sunna Seines Gesandten ﷺ Taḥākum machen. Denn dadurch überschreitet er seine Grenze. So wie derjenige, der zu einer anderen Rechtssprechung als die von Aḷḷāh dem Erhabenen und Seinem Gesandten ﷺ aufruft, bereits zu der Rechtssprechung des Ṭāġūt aufgerufen hat.
﴾Wer sich nun vom Ṭāġūt lossagt und an Aḷḷāh den Īmān verwirklicht, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Aḷḷāh ist Allhörend, Allwissend.﴿ (2:256)
---------------------------------------------------
Diener Aḷḷāhs. Die Umsetzung des Kufrs gegen den Ṭāġūt, verwirklicht sich durch fünf Dinge, welche der Šayḫ des Islāms Muḥammad ibn ʿAbdi l-Wahhāb, möge Aḷḷāh der Erhabene sich seiner erbarmen, herleitete:
Und sie sind:
- Die Überzeugung von der Falschheit, etwas anderes als Aḷḷāh anzubeten,
- und es selbst zu unterlassen,
- und es zu hassen,
- und den Takfīr auf diejenigen zu machen, die etwas anderes als Aḷḷāh anbeten
- und sie für Aḷḷāh den Erhabenen anzufeinden.
Und mit dem Fernhalten vom Ṭāġūt ist gemeint: Hass gegen ihn zu empfinden, im Herzen gegen ihn Feindschaft zu hegen, ihn mit der Zunge zu schmähen und für schändlich zu erklären, ihn gemäß der eigenen Möglichkeiten mit der Hand zu beseitigen, und sich vollständig von ihm zu entfernen, so dass er sich auf der einen und du dich auf der anderen Seite befindest. Wer nun behauptet, den Ṭāġūt zu meiden, ohne diese Erfordernisse zu erfüllen, der hat diese gewaltige Säule nicht verwirklicht.
Der Šayḫ des Islāms Muḥammad ibn ʿAbdi l-Wahhāb, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte:
„Wisse, möge Aḷḷāh Sich deiner erbarmen, dass die erste Pflicht, die Aḷḷāh dem Sohne Ādams auferlegt hat, die Lossagung vom Ṭāġūt (kufr bi-ṭāġūt) und die Verwirklichung des Īmāns an Aḷḷāh (īmān bi-Allāh) ist.
Und der Beweis ist die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt (der da predigte): „Dient Aḷḷāh und meidet den Ṭāġūt.“﴿ (16:36),
Was nun die Umsetzung des Kufrs gegen den Ṭāġūt angeht, so musst du davon überzeugt sein, dass es falsch ist, andere außer Aḷḷāh anzubeten, und du musst es selbst unterlassen, und du musst Hass gegenüber der Anbetung von etwas anderem als Aḷḷāh empfinden, und du musst auf diejenigen, die etwas anderes neben Aḷḷāh anbeten Takfīr machen und ihnen Feindschaft entgegenbringen.
Was nun die Bedeutung des Īmāns an Aḷḷāh betrifft, so musst du davon überzeugt sein, dass Aḷḷāh der Einzige zu Recht Angebetete ist, und du musst alle Arten der ‘Ibāda nur für Aḷḷāh verrichten, und du musst jedem anderen Angebeteten neben Aḷḷāh das Recht absprechen, damit angebetet zu werden, und du musst Liebe gegenüber denjenigen empfinden, die Aḷḷāh alleine anbeten, und du hast sie zu unterstützen und du musst Hass gegenüber denjenigen empfinden, die Širk begehen und du hast ihnen Feindschaft zu zeigen. Und dies ist Religion Abrahams. Jeder, der sich von ihr abwendet ist irrsinnig. Und er ist das Vorbild, von dem Aḷḷāh uns in Seiner Aussage berichtet:
Ihr habt doch ein schönes Vorbild in Abraham und denjenigen, die mit ihm waren, als sie zu ihrem Volk sagten:
„Wir sagen uns los von euch und von dem, was ihr anstatt Aḷḷāhs anbetet. Wir verleugnen euch, und zwischen uns und euch haben sich Feindschaft und Haß auf immer offenkundig gezeigt, bis ihr an Aḷḷāh alleine den Īmān verwirklicht.﴿ (60:4).
- Zitat Ende.
So ist derjenige, der dies nicht umsetzt, weder Muʾmin an Aḷḷāh noch Kāfir gegen den Ṭāġūt. Er wird auch nicht als Muslim gezählt, weil der Īmān an den Ṭāġūt und der Īmān an Aḷḷāh zwei Gegensätze sind, die sich niemals in dem Herzen eines Dieners vereinen. Denn es ist unmöglich, eine Person zugleich als Muwaḥḥid und als Mušrik zu befinden.
Vielmehr kann nur eine der beiden Beschreibungen auf ihn zutreffen, wobei es keine dritte Beschreibung für sie gibt, wie es aus dem Wort des Hocherhabenen ersichtlich ist:
﴾Er ist es, Der euch erschaffen hat. So gibt es unter euch Ungläubige (Kāfir) und gibt es unter euch Gläubige (Muʾmin)﴿ (64:2),
So ist dies der Ṭāġūt, gegen den wir befohlen wurden, Kufr zu machen und ihn zu meiden. Und das ist die Anbetung ihm gegenüber, die uns verboten wurde und deren Unterlassung uns befohlen wurde, und wegen der wir zum Takfīr auf ihre Leute und der Feindschaft ihnen gegenüber verpflichtet sind.
Aḷḷāh der Erhabene sagt:
﴾Wer sich nun vom Ṭāġūt lossagt und an Aḷḷāh den Īmān verwirklicht, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt.﴿ (2:256)
So hat Aḷḷāh erklärt, dass derjenige, der den sichersten Halt ergreift, welcher in dem Wort des Tauhids besteht, derjenige ist, der sich vom Ṭāġūt lossagt und den Kufr gegen ihn dem Īmān an Aḷḷāh voranstellt. Denn es kann ja sein, dass jemand behauptet, an Aḷḷāh den Īmān zu verwirklichen, sich jedoch nicht vom Ṭāġūt fernhält, womit seine Behauptung eine Lüge ist.
Der Šayḫ des Islāms Muḥammad ibn ʿAbdi l-Wahhāb, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen, sagte:
„Und der Ṭāġūt bezeichnet alles, was neben Aḷḷāh angebetet wird und damit zufrieden ist, sei es als jemand, der angebetet wird, oder als jemand, dem im Ungehorsam gegen Aḷḷāh und Seinen Gesandten gefolgt oder gehorcht wird. So ist jener ein Ṭāġūt.
Und die Ṭawāġīt sind viele, aber ihre Häupter sind fünf:
Der Erste: Der Satan, der zur Anbetung von etwas anderem als Aḷḷāh aufruft. Und der Beweis liegt in der Aussage des Hocherhabenen:
﴾Habe Ich euch nicht geboten, ihr Kinder Adams, dem Satan nicht zu dienen? Er ist euch ein offenkundiger Feind.﴿ (36:60)
Der Zweite: Der ungerechte Herrscher, der die Gesetze Aḷḷāhs abändert. Und der Beweis hierfür ist die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Hast du nicht jene gesehen, die behaupteten, an das Īmān zu haben, was zu dir und was vor dir herabgesandt worden ist? Sie wollen (nun aber) eine rechtswirksame Entscheidung beim Ṭāġūt suchen, wo ihnen doch befohlen worden ist, sich von ihm loszusagen; und der Satan will sie weit in die Irre führen.﴿ (4:60),
Der Dritte: Derjenige, der mit etwas anderem regiert und richtet, als was Aḷḷāh herabgesandt hat. Und der Beweis ist die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Und wer nicht nach dem richtet, was Aḷḷāh herabgesandt hat - so sind jene, sie, die Ungläubigen.﴿ (5:44),
Der Vierte: Derjenige, der behauptet neben Aḷḷāh das verborgene Wissen zu kennen. Und der Beweis sind die Worte des Hocherhabenen:
﴾(Er,) der Kenner des Verborgenen - Er enthüllt niemandem das, was bei Ihm verborgen ist, außer dem Gesandten, den Er bewilligt; da läßt Er vor ihm und hinter ihm Wächter einhergehen﴿ (72:26,27),
Und Seine Aussage, Erhaben ist Er:
﴾Er verfügt über die Schlüssel des Verborgenen; niemand kennt sie außer Ihm. Und Er weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein Blatt fällt nieder, ohne daß Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.﴿ (6:59),
Der Fünfte: Derjenige, der neben Aḷḷāh angebetet wird und damit zufrieden ist. Und der Beweis ist die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Und wer von ihnen sagen sollte: „Ich bin ein Ilāh außer Ihm“, dem vergelten Wir es mit der Hölle. So vergelten Wir den Ungerechten.﴿ (21:29)“
Daraufhin sagt er, möge Aḷḷāh der Erhabene Sich seiner erbarmen: „Und wisse, dass der Mensch kein Muʾmin an Aḷḷāh wird, bis er sich vom Ṭāġūt lossagt. Und wisse, dass der Mensch kein Muʾmin an Aḷḷāh wird, bis er sich vom Ṭāġūt lossagt. Und der Beweis ist die Aussage des Hocherhabenen:
﴾Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem falschen. Wer sich nun vom Ṭāġūt lossagt und an Aḷḷāh den Īmān verwirklicht, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Aḷḷāh ist Allhörend, Allwissend.﴿ (2:256)
Der richtige Weg (ar-rušd) ist die Religion Muḥammads ﷺ, und der falsche Weg (al-ġayy) ist die Religion Abū Ǧahls. Der sicherste Halt ist das Bezeugungsbekenntnis Lā ilāha illā Aḷḷāh, welches die Verneinung und die Bestätigung beinhaltet. Du verneinst alle Arten der ʿIbādah für etwas anderes als Aḷḷāh den Erhabenen, und bestätigst, dass alle Arten der ʿIbādah nur Aḷḷāh dem Erhabenen alleine zustehen, und dass Er keinen Teilhaber hat.“
- Zitat Ende.
Aḷḷāh weiß es am Besten, und Sein Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muḥammad, auf seiner Familie und allen seinen Gefährten.
Die 'Aqidah von Imam Muhammad bin 'Abdil-Wahhab ist nicht auf ihn spezifisch, sie ist die 'Aqidah der Ahl al-Sunnah wal-Jama'ah, sie ist die 'Aqidah der Propheten ('alayhim al-Salam).
[Shaykh Ahmad al-Hazimi]