Lust auf was Süßes? 🍭 Ich gönne mir gerade eine kleine Belohnung.

seen from United States
seen from United States
seen from China
seen from Georgia
seen from China
seen from China

seen from Pakistan

seen from Malaysia
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from Malaysia

seen from Australia
seen from United States
seen from Netherlands

seen from United States

seen from China
seen from United States
seen from United States

seen from United States
Lust auf was Süßes? 🍭 Ich gönne mir gerade eine kleine Belohnung.
Das Zwischenseminar
Das Zwischenseminar begann am Freitag mit einer Fahrt im Minibus. Geplant war, dass wir von der Zenzeleni School um 8 Uhr zum Center gefahren wären würden. Natürlich standen wir auf dem Weg zur Schule im Stau und fürchteten, den Bus zu verpassen. Auf dem Standstreifen fahrend, überholten wir die lange Schlange und kamen nur 20 Minuten zu spät an der Schule an. Der Bus kam natürlich auch verspätet. Also alles kein Problem. Auf der Fahrt zum Center fuhren wir etliche Umwege, um u.a. einen Anhänger ohne Bedeckung zu montieren. Dieser wurde dann am Center mit den Rucksäcken nahezu aller Teilnehmer beladen und mit einem Tuch notdürftig abgedeckt.
Auf der Fahrt unterhielt ich mich mit den vielen Center-Freiwilligen und lernte die wenigen Freiwilligen von anderen Einsatzstellen kennen. Während der Fahrt bangten wir an einigen Ampeln um das Gepäck, von welchem sich das Tuch gelöst hatte und welches nun offensichtlich als gute Beute erkennbar war. Als wir dann nach einiger Zeit eine Schotterstraße mit 80 km/h entlang bretterten, legte sich noch zusätzlich eine sandige Dreckschicht auf die Gepäckstücke.
An der Farm, die unser Ziel darstellte angekommen, wurden wir herzlich von unserer u.a. deutsch sprechenden Gastmutter begrüßt und direkt zu den „bescheidenen“ Räumen geschickt. Als ich das erste Zimmer sah, wurde mir klar, dass sie die Bescheidenheit ironisch gemeint hatte, denn alle 10 Zimmer (für 15 Leute) waren luxuriös und komfortabel eingerichtet, mit Blick auf die Berge und einen Seerosenteich. Ich ergatterte sogar ein Einzelzimmer mit einem weichen Doppelbett.
Direkt nachdem wir uns eingerichtet hatten, gab es bereits Mittagessen und das war der Hammer. Das gesamte Seminar-Essen war vielfältig, vegetarisch, mit Zutaten von der Farm und vor allem musste man es nicht selbst zubereiten. Hotel Mama lässt grüßen.
Mit dem Seminarleiter, der bis jetzt auch unser Ansprechpartner war (er geht zurück nach Deutschland) begann das Seminar nach dem Essen sehr entspannt mit einem Rundweg über die Farm. Dabei begegneten uns auch ein Hund, drei Katzen (u.a. eine Baby Katze mit Beiß- und Kratzfreudigkeit), Hühner, Hasen und drei Esel.
Während der nächsten Tage besprachen wir vorher aufgeschriebene Themen, wie Sinnlosigkeit und Mitgefühl. Dabei entstand eine ungeplante und unglaublich spannende Diskussion. Außerdem wurden die verschiedenen Einsatzstellen vorgestellt, welche einige Camphill-Einrichtungen einschloss. Nach den Erzählungen hatte ich tatsächlich das Gefühl nicht zu arbeiten, da einige im Camphill rund um die Uhr ansprechbar sein müssen. Des weiteren wurde sich über Spiele/Lieder für die Kinder ausgetauscht und persönliche Erfahrungen in Form von Geschichten erzählt. Eine dieser Geschichten handelte von einem Feuer, welches zwei Camphill-Einrichtungen betroffen hatte. Bei einer der beiden, waren die Hausmütter mit den Autos allein weggefahren und hatten die Kinder und Freiwilligen zurück gelassen. Glücklicherweise entschied sich einer der Busse von einem benachbarten Camphill (das ebenfalls betroffen war) dafür nachzuschauen, ob noch Menschen in dem brennenden Gebiet seien. So konnten die Kinder und Freiwilligen gerettet werden. Einige dort erlitten leider ein Traumata und wurden nachher von der Notfallpädagogok betreut. Bei beiden Camphills blieben glücklicherweise erstaunlich viele Gebäude stehen.
Neben den Gesprächsrunden in unserem Seminarraum mit den wackeligen Plastikstühlen wanderten wir viel in der Umgebung und halfen auch dabei mit einige Wege von Gestrüpp und Unkraut zu befreien. Die Landschaft dort war teilweise recht trocken und von Pflanzen gekennzeichnet, welche der Wind zu bewegten und fließenden Ebenen machte. Auf der anderen Seite gab es tropenähnliche Bereiche mit viel Vegetation und entsprechender Feuchtigkeit.
Abends saßen wir immer zusammen und spielten Karten oder unterhielten uns. Am letzten Abend gab es sogar ein Lagerfeuer mit gegrillten Toasts und Stockbrot.
Am letzten Tag machten wir abschließend eine kreative Aufgabe zum Thema Zukunft. Die Rückfahrt (diesmal mit einem geschlossenen Anhänger) zog sich sehr lange hin, weil wir unabgesprochen einen Abstecher nach Khayelitsha machten, um den Fahrer zu wechseln.
Das gesamte Seminar war wie eine kurze Alltagspause. Kein Empfang, sehr gutes Essen, die Natur um einen und die neuen Menschen, die man kenne lernte, ließen mich zu Ruhe kommen und mit neuer Motivation in die zweite Hälfte des Freiwilligendienstes starten. Leider trübte eine Meldung das ganze. Eines Nachmittags erfuhren wir nämlich von einem Mitfreiwilligen, dass bei ihm in der WG über das offene Fenster mit Leiter eingebrochen worden war. Kurz darauf erhielten wir die Nachricht, dass auch bei uns zwei Personen nachts im Haus gewesen waren und einige Schuhe, sowie Wein entwendet hatte, bevor sie von unseren Mitbewohnern entdeckt wurden. Immerhin haben wir jetzt erstaunlich schnell auf beiden unabgedeckten Seiten noch jeweils einen Melder für die Alarmanlage bekommen.