Hermoso paisaje de nuestra selva!! #AltoMayo #SanMartín #Peru (en El Alto Mayo San Martín) https://www.instagram.com/p/B3qB1oBhrigt01QNUqFIa2xlGEDeDRERKQTho40/?igshid=f6bo812ayjl8
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Die ersten Tage Arbeit beim Proyecto Mono Tocón
So, heute am 17.09. melde ich mich dann wieder. In der Zwischenzeit ist mehr als eine Woche Arbeit im Projekt vergangen und ein Wochenende noch dazu. Der erste Tag der Arbeit hat einem auf jeden Fall vor Augen geführt, wie nutzlos man doch am Anfang ist, wenn man an einen neuen Arbeitsplatz kommt und sich erstmal einleben muss, vor allem wenn die Sprache eine zusätzliche Barriere ist. Nunja, der Chef des Projektes hat uns am Anfang eine kurze Einführung gegeben und uns erzählt, was wir über den Mono Tocón wissen sollten, um den sich das Projekt ja dreht und wie wir in der ersten Zeit arbeiten werden. Ich werde hauptsächlich im Gebiet Educación arbeiten, und meine Mitfreiwillige, mit der ich mir auch eine Wohnung teile, im ersten Monat ebenfalls. Einfach damit wir uns gegenseitig unterstützen und uns zum Beispiel mit der Sprache behilflich sein können. Danach wird sie im Bereich Investigación arbeiten, da sie schon ein Bachelor Studium hinter sich hat, in Meeresbiologie. Und dann wurde uns auch schon mitgeteilt, dass wir von Mittwoch bis Freitag im “campo“ arbeiten würden – was bedeutet hat, dass wir eine Veranstaltung in einem kleinen Dorf, etwa 100-120 Leute, machen würden. Die Veranstaltung zum Thema Umweltschutz, an der auch noch andere Projekte Anteil hatten, würde nur am Donnerstag stattfinden, Mittwoch und Freitag waren für Hin- und Rückreise eingeplant. Also haben wir uns dann nach nur zwei Arbeitstagen im Büro abends daran gemacht unsere Rucksäcke zu packen – nur das nötigste, also Schlafsack, Regenjacke, etwas zu trinken und zu essen und Wechselkleidung. Trotzdem waren unsere Rucksäcke seltsamerweise mehr als doppelt so groß, als die der anderen, die mit von der Partie waren. Wir haben uns wirklich gefragt, wie sie das angestellt haben, aber für sie alle, also unseren Chef, eine Kollegin und acht andere Teilnehmer einer weiteren Organisation, war es ja auch nicht der erste Ausflug. Zum Glück haben Pferde unser Gepäck und die Ausrüstung für den taller transportiert, sodass wir die dreistündige Wanderung durch den Wald bis zu dem Dorf “Nuevo Eden“ nur mit einer Wasserflasche und auf dem Weg eingekauften Mittagessen in der Hand starten konnten. Der erste Anstieg war wirklich anstrengend, so circa 40 Minuten bergauf in der Sonne, bei hohen Temperaturen. Die meisten trugen auch Gummistiefel und da wir später noch einen Fluss überqueren sollten. Wenn sich alle gemeinsam und durcheinander in castellano unterhalten haben, war es wirklich schwierig etwas zu verstehen, aber alle waren sehr nett und haben sich auch separat mit uns unterhalten – und dabei langsamer und für uns verständlicher geredet. Man hat sich eigentlich die ganze Zeit gewünscht, sich komplexer ausrücken zu können, vor allem, wenn einen das Gesprächsthema interessiert hat. Es war aber auch sehr lustig allen einfach nur auf Bitte hin zu sagen, was dieses oder jenes Wort in Deutsch bedeutet, sich dann über die Aussprache zu amüsieren und sich zu fragen, ob man sich im Spanischen für alle Muttersprachler auch so anhört. Vermutlich ja. Nunja, man kann es einigen dann nicht verübeln, wenn sie sich ebenfalls über uns amüsieren. Als wir dann nachmittags im Dorf angekommen waren, haben wir erstmal unsere Zelte in einer leer stehenden überdachten Halle aufgebaut, denn die Pferde mit dem Gepäck hatten uns während der Wanderung natürlich überholt. Dann wurde eine Runde Volleyball mit ein paar Mädchen aus dem Dorf gespielt – ich muss eigentlich gestehen, dass ich kein großer Volleyball-Fan bin, was wahrscheinlich auf einigen traumatisierenden Schulsportstunden beruht, aber es hat Spaß gemacht, denn es war ein eher entspanntes Match. Ein paar andere haben währenddessen angefangen ein großes Wandbild zu malen, dass am nächsten Tag fertig gestellt werden sollte. Zum Abendessen gab es Reis mit Yucca für mich und Leni, da wir ja kein Fleisch essen. So, wie zum Frühstück, Mittag und nächstem Abendbrot. Nach diesem Ausflug waren wir uns einig, dass wir erstmal keinen Reis mehr sehen konnten. Wir hatten uns aber etwas Gemüse mitgenommen, weil uns das schon vorausgesagt wurde. Am nächsten Tag fand dann das Festival BPAM (Bosque de Protección Alto Mayo) statt. Wir haben unsere Stände mit Informationsmaterialien und hauptsächlich Spielen zum Thema für die Kinder aufgebaut. Es gab da sowas, wie Memorie mit den verschiedenen dort lebenden Tierarten oder der Nahrung des Mono Tocón. Vor allem an dem Tag aber auch sehr beliebt waren die Zeichnungen vom Mono Tocón und anderen Tieren, die die Kinder ausmalen und mitnehmen konnten. Man konnte auch Kartenspiele und andere Kleinigkeiten gewinnen. Leider hat die Kommunikation zwischen uns, also Leni und mir, und den Kindern nicht so wirklich funktioniert, da wir sie kaum und sie uns wohl auch nicht verstanden haben... Das nächste Mal klappt das hoffentlich besser! Das Festival wurde jedoch am Anfang von den Organisatoren und den Schülern des Dorfes eingeleitet. Es wurden Lieder, wie die peruanische Nationalhymne, gesungen und Gedichte und weitere Lieder von SchülerInnen vorgetragen. Und dann nachmittags haben wir vom Proyecto Mono Tocón unser Puppeltheater aufgeführt, das wir zuvor am Montag und Dienstag geprobt hatten – es hat zwar nicht perfekt geklappt, aber insgesamt lief alles glatt. Es handelt vom Mono Tocón und seinen Freunden Lora (Papagei) und dem Oso de Anteojos (Brillenbär), die von Menschen, die die Bäume in ihrem Wald fällen, gefangen genommen werden. Es gelingt ihnen jedoch mit Hilfe anderer Tiere zu fliehen. Das alles wird von einem Großvater seinen beiden Enkeln erzählt, die am Ende dann nochmal reflektieren und eine Lehre aus der Geschichte ziehen – alles passend zum Thema Schutz des Mono Tocón und der Umwelt. Was mir auch noch sehr gut gefallen hat, war das Bad im Fluss, dass wir zusammen mit zwei Frauen von der anderen Organisation genommen haben, um uns abzukühlen. Nur leider sind unsere Sachen über Nacht nicht mehr getrocknet, da es dort nachts sehr kühl wird. Abends haben wir in dem großen Speisesaal, in dem alle gemeinsam essen, dann noch ein paar Kartenspiele gespielt: Das eine heißt burro (Esel) und ist sehr lustig und schnell und auch ein großes Durcheinander. Zusammengefasst kann man sagen, dass man, wenn man 5mal verloren hat etwas vortanzen oder -singen musste. Das andere nennt sich, glaube ich, mentiroso (lügnerisch), bei dem es am Ende zum gleichen Schluss kam. Ich war nur froh, dass ich nicht verloren habe, denn singen und tanzen gehört nicht ganz zu meinen Stärken :D Alles in allem haben wir unglaublich viel gelacht an diesem Abend und sind dann auch relativ spät erst schlafen gegangen, dafür, dass wir am nächsten Tag früh aufstehen mussten. Es hieß dann alles wieder einzupacken und abzubauen und die Wanderung noch einmal zu beginnen. Der Rückweg war viel anstrengender als der Hinweg, weil es viel mehr bergauf ging und wir auch weniger Pausen gemacht haben. Gegen Mittag/Nachmittag am Freitag waren wir dann wieder in Moyobamba und haben noch gemeinsam gegessen – ins Büro mussten wir zum Glück nicht mehr zurück und konnten erstmal in Ruhe duschen und entspannen. Alles in allem ein lustiger, interessanter und schöner Arbeitsausflug!