4 leichte Blog-Systeme im Vergleich
Die großen und bekannten Plattformen sind irgendwie nichts für mich. Blogger oder Wordpress.com sind mir zu überladen, schwergewichtig, steif. Tumblr ist in seinem dynamischen Chaos und seinem anarchistischen Stil eigentlich sehr sympathisch. Dazu kostenlos, was will man mehr?
Als Technikfreund und Programmierer überlege ich dennoch immer wieder mal, ob ich aus den Grenzen und Zwängen der Hoster ausbrechen will. Zuletzt erst bei der Ankündigung von Ghost. Ein leichtgewichtiges Blogsystem, das mit Markdown umgehen kann? Klingt super! Die gehostete Lösung ist mir mit $5/Monat aber etwas zu teuer, dafür schreibe ich einfach zu wenig neben meinem Hauptblog. Und für den habe ich ja immerhin bereits Webspace. Leider aber ohne Node.js-Unterstützung, auf die Ghost aufbaut.
Heute habe ich mich mal mit vier alternativen beschäftigt, leichtgewichtige Blog-Systeme, die ich auf meinem Server betreiben kann, und die teilweise auch mit Markdown klar kommen.
Wardrobe benötigt PHP und eine Datenbank. Ob MySQL, PostgreSQL oder eine mitgelieferte SQLite ist dabei egal. Und es kann Markdown. Leider habe ich das Programm nicht zum rennen gebracht. Die Doku ist eher Mau, ohne Recherche in Eigeninitiative wüsste ich nicht mal, was der "composer" ist, den man zum Bauen benötigt. Sorry, da habe ich keinen Nerv drauf, ich will etwas einfaches, schnelles, für nebenbei.
Bolt war da das genaue Gegenteil! Auspacken und dank SQLite direkt loslegen. Rock'n Roll! Andere Datenbanken wie PostgreSQL oder MySQL sind auch nicht das Thema. Laufzeitumgebung ist PHP, also auch nicht sonderlich exotisch für die gängigen Webserver. Das Einzige, was mich etwas abschreckt, ist der wahnsinnig große Funktionsumfang von Bolt. Hier kann man eine ganze Menge, ich will aber eigentlich so wenig wie möglich. Dennoch halte ich das CMS mal im Hinterkopf, wer weiß was in Zukunft kommt...
Dropplets wirkt noch irgendwie unausgegoren. Die Dokumentation ist eher dürftig, die Bedienung nicht Intuitiv. Außerdem scheint die Software mehr auf den Verkauf von Themes ausgerichtet, als auf die eigentliche Funktionalität. Trotz simplen Anforderungen (PHP) und Markdown-Support eher unsympatisch.
Anchor hat in seinem Minimalismus direkt mein Herz erobert! Auspacken, im Frontend die Datenbank-Verbindung (MySQL) einrichten und los geht es. Markdown-Support, nur geringfügiger Overhead wie Benutzerverwaltung und Kommentare. Aber damit kann ich leben, denn das alles passt in 150k Code! Die Dokumentation ist hervorragend und es gibt sogar eine kleine Community für Themes. Nichts besonderes, aber ich will es ja auch einfach. Einziges Manko ist das Fehlen von Tags. Ich arbeite lieber mit Schlagworten denn mit starren Kategorien. Aber dafür gibt es auch schon ein Plugin (:
Sollte ich mich nun doch entscheiden, meine kleinen Entdeckungen/Erfahrungen/Notizfetzen/Blogeinträge mal selber zu hosten, dann steht nun auf jeden Fall das favorisierte Blog-System fest!












