What a pity. How the stars and seas and rivers in their fragile lace of fog go on without us morning after morning, year after year. And we disappear.
Pat Schneider (Another River)

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What a pity. How the stars and seas and rivers in their fragile lace of fog go on without us morning after morning, year after year. And we disappear.
Pat Schneider (Another River)
Aller Anfang
Neues Jahr, neue Musik. Eine – ich zitiere meine Ärztin – “massive Streptokokken-Infektion” hat mich einige Zeit außer Gefecht gesetzt. Davor hatte ich im regelmäßigen Wechselspiel mal Halsschmerzen, mal Schnupfen. Alles nicht so toll, vor allem wo wir doch wissen, dass die Männergrippe die gefährlichste von allen ist. Nun aber, dank einem starken Antibiotikum, geht es mir wieder besser und ich kann euch verlässlich Musik empfehlen.
Jedes Jahr das gleiche: Mit dem Beginn eines neuen Jahres nimmt man sich Dinge vor, die man schon nach drei Wochen wieder über den Haufen wirft. Nicht so Alice Merton. Die kanadische Musikerin hat sich viel vorgenommen und alles umgesetzt. Merton ist 23 Jahre alt, macht schon lange Musik, war aber immer auf der Suche nach einem Produzenten, mit dem sie sich wirklich wohl fühlt. Zehnmal ist die junge Kanadierin schon umgezogen, hat in vier verschiedenen Ländern gelebt, unter anderem in Amerika und England. Ihre erste EP, die vor einigen Tagen erschienen ist, heißt deshalb nicht grundlos No Roots. Was sind schon Orte, wenn man die richtigen Menschen um sich hat? Das ist, was Merton bisher gelernt hat. Und auch den richtigen Produzenten hat sie gefunden. Mittlerweile lebt sie in Berlin, hat ein eigenes kleines Label gegründet, entwirft mit einer guten Freundin gemeinsam Mode und arbeitet mit einer kleinen Schar guter Freunde an ihrem Stil, ihren Musikvideos, ihrer Präsenz als Musikerin. Vier Songs haben es auf die Debüt-EP No Roots geschafft. Vier Songs, die zunächst mal tadellos eingespielt sind. Präzise, stark, fast schon mächtig stehen die Tracks vor einem. Dass Merton zufrieden ist mit dem, was sie da für sich entwickelt hat, wabbert durch jeden Ton. Dazu dann diese Stimme, mit der die 23-Jährige schon sehr früh beweist, dass hier jemand ist, der ganz bestimmt nicht so leicht aufgeben wird – ganz gleich, welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen. Merton hat den Schalk im Nacken. Vielleicht auch ein bisschen Wahnsinn. Aber das ist gut. Wie phänomenal sie mit der Kamera spielt, wie souverän sie agiert, wie viel Spaß sie hat. 2017 ist da und mit ihm Alice Merton.
Alice Merton No Roots EP VÖ: 03. Februar 2017
Hinter dem Namen Johnnyswim verbirgt sich ein Duo, das man getrost als Phänomen bezeichnen kann. Blenden wir den beachtlichen Erfolg in ihrer Heimat mal aus, ist es durchaus interessant, dass Johnnyswim hierzulande – trotz nicht stattgefundener Promo – bereits mehr als drei Millionen Streams auf Spotify für sich verbuchen können. Da die beiden auch kein Sieger irgendeiner US-Castingshow sind, ist es noch mal umso erstaunlicher, dass hierzulande überhaupt eine so große Masse Notiz von diesem jungen Paar nimmt. Abner und Amanda Ramirez sind verheiratet und machen gemeinsam Musik, die irgendwo zwischen Country, American Folk, Blues und Soul einzuordenen ist. In den Staaten landete ihr Debütalbum Georgica Pond trotz ihrer auch dort kaum vorhandenen Popularität mit Anhieb auf Platz 35. Die Leidenschaft zwischen dem Paar muss außerordentlich groß sein: Die Texte erzählen Geschichten über die Zukunft, Vertrauen, aber auch über Verlust. Dabei ist es vor allem der beeindruckende Gesang des Duos – der Eindruck von zwei Stimmen, die wie füreinander gemacht zu sein scheinen, der hier fesselt. Amandas Stimme, die über allem thront, dabei aber lässig elegant ihre Wirkung entfaltet. Abner hingegen klingt in seinen besten Momenten wie John Legend. Vielleicht liegt es daran, dass nichts, das von den beiden kommt, aufgesetzt oder kalkuliert wirkt. Vielmehr stimmt jeder Ton, jedes Gefühl, jede Zeile. In Touching Heaven gibt es die schöne Zeile „You’re my Halleluja“, die irgendwann gebetsartig wiederholt wird. Mit plötzlich einsetzendem Gospelchor. Alles wird größer und größer. Womöglich sehnt sich Amerika gerade nach etwas Echtem. Und vielleicht auch wir Deutschen. Keine Ahnung. Nachvollziehbar wäre es zumindest. Johnnyswim mit Georgica Pond scheinen eine solche Sehnsucht zu stillen – sollte sie wirklich vorhanden sein. Am 10. Februar geben die beiden eine exklusive Show im Privatclub in Berlin. Wer kann, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Johnnyswim Georgica Pond VÖ: 10. Februar 2017
Und noch ein Duo: Catherine Pockson und Bob Matthews nennen ihre Band Alpines, kommen aus London und haben bereits bekannte Fans. Sowohl The XX, The Maccabees oder Florence And The Machine schätzen die Musik der beiden Newcomer sehr. Zu ihren Inspirationen zählen Alpines Solange, Brian Eno oder auch The XX. Another River heißt das Album, das unlängst erschienen ist und mit eingängigem Minimal-Pop überzeugt. Moderne Elektro-Flächen, warme R’n’B-Beats und Pocksons klare Stimme, die die Geschichten über Liebe, Zerstörung, Neuanfänge und Hoffnung eindringlich erzählt – nicht mehr und nicht weniger ist es, was Alpines da ausmacht. Seit ihren Anfängen hat sich die Musik des Duos verändert. Stand früher die Gitarre im Mittelpunkt, sind es jetzt Synthie-Flächen und clevere Soundspielereien, die Atmosphäre erzeugen. Na klar: Das alles ist nicht neu. Ob The XX, London Grammar, Jessie Ware oder SOHN – um nur einige weitere Genre-Vertreter zu nennen: Alpines sollten es eigentlich schwer haben, sich ihren Platz zu erarbeiten und doch haben sie bereits Fans unter Musikerkollegen. Dass das nicht grundlos oder gar eine PR-Masche ist, dürfte sich jedem erschließen, der Another River einmal komplett durchgehört hat.
Alpines Another River VÖ: 27. Januar 2017
The Patience of Ordinary Things
It is a kind of love, is it not? How the cup holds the tea, How the chair stands sturdy and foursquare, How the floor receives the bottoms of shoes Or toes. How soles of feet know Where they’re supposed to be. I’ve been thinking about the patience Of ordinary things, how clothes Wait respectfully in closets And soap dries quietly in the dish, And towels drink the wet From the skin of the back. And the lovely repetition of stairs. And what is more generous than a window?
–Pat Schneider
Watch the stunning video of Alpines performing ‘Motionless’ from ‘Another River’ live
[VERLOSUNG] ALPINES am 04. März live in München
Das Londoner Duo Alpines, bestehend aus Bob Matthews an der Gitarre und Catherine Pockson an Piano und Gesang ist aktuell auf Europatour, ein Tourstopp...
© monkeypress.de - sharing is caring! Autor/Fotograf: Marius Meyer Den kompletten Beitrag findet Ihr hier: [VERLOSUNG] ALPINES am 04. März live in München
Take Me to the Water by Alpines from their album Another River ♪♬♫ check out new music on my spotify and soundcloud ♪♫♬♪